Juryfinale des ESC 2021: Technische Probleme bei Rumänien, Ukraine und Malta

Foto: EBU / Thomas Hanses

Nachdem am Nachmittag bei der ersten Durchlaufprobe des ersten Halbfinales des Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam fast alles geklappt hatte (außer ein paar Umbaupausen), gab es am Abend beim Jury-Finale technische Probleme, die drei Teilnehmer*innen dazu zwangen, ihren Beitrag zweimal zu präsentieren.

Die European Broadcasting Union gab dazu bekannt: „Aufgrund von Problemen mit dem In-Ear-Monitoring während der Auftritte von Malta, Rumänien und der Ukraine bei der 2. Generalprobe für das Halbfinale 1 am Montag, den 17. Mai, wurde allen Künstlern regelkonform die Möglichkeit gegeben, ihre Songs noch einmal für die nationalen Jurys, die über die Show abstimmen, zu performen.

Das technische Problem wird im Vorfeld der Live-Übertragung von Halbfinale 1 am Dienstag, 18. Mai, gründlich untersucht.“

Destiny nach dem Juryfinale des ersten Halbfinales mit neuem Outfit – ganz in Silber

Beim Juryfinale werten, wie es der Name andeutet, bereits die Fachjurys der abstimmungsberechtigten Ländern. In diesem Fall sind das alle 16 Teilnehmer plus die Big 5-Länder Italien und Deutschland sowie der Gastgeber, die Niederlande. Die Jurys bestehen jeweils aus fünf Musikexpert*innen aus den jeweiligen Ländern. Sie geben ihre Stimmen bereits am Tag vor der TV-Show ab, so dass deren Ergebnisse vorliegen, wenn bei der TV-Show noch die Stimmen der Zuschauer ausgewertet werden. Da die Punkte der Jurys 50% der Gesamtwertung ausmachen, ist es wichtig, dass bereits beim Jury-Finale alles klappt.

Flitzer bei Daniel Diges 2010 ab 1:57 Minuten

Wenn es bei deiner Performance technische oder andere Probleme gibt, auf die der bzw. die Künstler*in keinen Einfluss hat, hat er bzw. sie das Recht, ein zweites Mal aufzutreten. In der Vergangenheit gab es diese Situation zum Beispiel auch, wenn sogenannte Flitzer das Kamerabild stören. Das war etwa 2010 bei Daniel Diges der Fall, der dann auch ein zweites Mal sang. SuRie verzichtete hingegen 2018 auf dieses Recht.

Am Montagabend traten nun also ROXEN aus Rumänien, Go_A aus der Ukraine und Destiny aus Malta noch ein zweites Mal auf. Es ist davon auszugehen, dass die Jurys den korrekten Auftritt fair bewertet haben.


27 Kommentare

  1. Ich habe bei Rumänien total mitgelitten. Aber dafür hat Roxen ihre Wiederholung gekillt! Ihr bester Auftritt bisher. Zwar am Ende stimmlich gebrochen, aber zuvor spitze. Katya von Go_A hat man die technischen Probleme kurz angemerkt, aber sie hat sich wacker geschlagen. Ihre Wiederholung war auch sehr gut. Wieso Malta hingegen einen erneuten Auftritt machen durfte, hat sich mir nicht erschlossen. Dennoch eine starke Leistung. Hoffentlich bewerten die Juroren fair.

    • Weil bei Malta direkt am Anfang technische Probleme aufgetreten sind. Katya konnte diese ja schon gut überwinden, Destiny hat sie scheinbar einfach richtig richtig gut überwunden, dass diese für uns kaum hörbar waren, wenn man sich nicht darauf konzentriert hat. Technische Probleme muss es also gegeben haben, sonst hätte Malta nicht erneut auftreten dürfen.

  2. Ich hab mir den Livestream bei Wiwibloggs angeschaut: Bei Roxen gab es massive Probleme. Sie konnte die Musik nicht mehr hören und war teilweise zwei Takte voraus. Das ist v.a. im Refrain aufgefallen… Da hat gar nichts gepasst.
    Bei der Ukraine und bei Malta hat man fast gar nichts gemerkt. Trotzdem ist es fair, dass sie nochmals antreten durften.

  3. Hab ich was verpasst, warum gibts einen ESC-Kompakt-Liveblog zur Generalprobe am Nachmittag aber keinen zur wichtigen Juryshow am Abend? 😅Nicht mal ein kleiner Livestream auf YouTube? Das grenzt an Entzug!

    • Die Frage ist m.E. eher, warum wiwibloggs das streamen durften, waren die Jury-Durchläufe in den letzten Jahren nicht immer streng geheim?

      Und noch etwas Anderes: Könnte es sein, dass es bei Madonnas ESC-Auftritt auch solche „in-ear“-Probleme gab?

      • ESCUnited macht auch schon seit mehreren Jahren Live-Streams zu den Jury-Shows. So lange man kein Bild zeigt und den Ton nur leise im Hintergrund geht das schon länger. Ist jedenfalls keine Wiwiblogs-only-Sache.

  4. Kann Malta sich mal auf einen Look festlegen? Die Insel liegt so nahe an Italien, es sollte sich doch wohl ein ordentlicher Stylist finden lassen. Andererseits vermeidet DEU die ja auch wie der Teufel das Weihwasser.

  5. zypern mit seiner billigen kopie hat den presse poll gewonnen.
    das wird langsam zu einer peinlichen angelegenheit.

  6. Bei Roxen bin ich fast gestorben beim Zuhören, im wahrsten Sinne des Wortes komplett neben der Spur. Bei Malta und Ukraine hingegen ist es mir nicht wirklich aufgefallen, hab ehrlichgesagt bei den beiden aber auch nicht so genau zugehört.

    Roxen möchte ich unbedingt im Finale sehen.

      • Hallo Luca.Es gab einen Livestream von Wiwibloggs und ESC United aus dem Pressezentrum.Man konnte dort die Songs im Hintergrund hören.

  7. Solche Pannen dürfen nicht passieren, schon gar nicht bei Ukraine, Malta und Rumänien! Ich hätte es lieber Zypern und Kroatien gewünscht und es ist schon seltsam, daß beim Juryfinale die Presse die Auftritte bewerten darf! Es reicht, wenn sie das schon in den Proben gemacht haben!

    • Wie dämlich ist das denn? Ist deine Brille zu eng oder so? 😅 Sowas darf also nur den Beiträgen passieren, die du nicht magst? Du kannst nicht so gut reflektieren oder?

  8. Mal abwarten wer heute abend, ins Finale kommt. Ich hoffe wirklich, das uns noch Überraschungen bevorstehen und nicht alles so läuft wie die Buchmacher es wollen. Sonst könnte man ja auf Gedanken kommen.

  9. Wird es wieder eine After Rehearsal Blogger Prognose zu den Qualifikanten geben? Wär gespannt, ob sich Eure Einschätzungen geändert haben.

  10. In-Ear Probleme scheinen recht häuftig vorzukommen! Ist wohl ein etwas fehleranfälliges System!
    Bei der Liveshow des JESC 2019 hatte Russland bzw. Denberel Oorzhak Probleme mit dem In-Ear. Russland hatte damals die Chance nochmals aufzutreten, aber sie haben sich dagegen entschieden.
    Gesanglich hat man Denberel zwar nichts angehört, aber visuell gesehen schon -vor allem im ersten Teil des Songs.

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