Keine Zweifel mehr: Noa Kirel bestätigt ihre ESC-Teilnahme für Israel 2023

Bild: Instagram @noakirel

Ein knapp einmonatiges Hin und Her kommt heute endlich zu einem Ende: Noa Kirel wird Israel definitiv beim Eurovision Song Contest 2023 in Großbritannien vertreten! Bereits im Juli wurde der Megastar aus Tel Aviv als Kandidatin für nächstes Jahr verkündet – jedoch offenbar ohne ihr Wissen. Heute haben der Fernsehsender KAN und Noa selbst auf einer Pressekonferenz Licht ins Dunkel gebracht.

Wir erinnern uns zurück: der zuständige Sender KAN hat kurz nach dem diesjährigen ESC eine Liste aus 78 Acts zusammengestellt, die Israel vertreten könnten. Auf Platz 1 hat es Noa Kirel geschafft, die seit Jahren die Charts in ihrer Heimat stürmt. Wie sich kurz nach ihrer Bekanntgabe herausstellte, ist die Wunschliste des Senders jedoch ohne das Wissen der jeweiligen Acts entstanden. Auch Noa wusste von nichts und bestätigte ihre Teilnahme noch nicht final.

Obwohl die junge Sängerin in der heutigen Pressekonferenz zugibt, dass eine ESC-Teilnahme riskant sein kann, ist sie sich jetzt absolut sicher: sie ist bereit für das Abenteuer ESC! Überraschend offen sprach Noa vor der Presse und gibt zu, dass ihr Erfolg in Israel nichts zu bedeuten habe:

„Nur weil ich hier in Israel Erfolg habe, heißt das noch lange nicht, dass ich auf der ESC-Bühne ankomme und dort dann automatisch gewinne. So läuft das nicht.“

Maßgeblich zuständig für ihre dennoch euphorische ESC-Zusage seien ihre Fans gewesen. Sowohl in Israel als auch international sei die Idee, sie könne nächstes Jahr in Großbritannien dabei sein, auf Begeisterung gestoßen. Dieses positive Feedback hat Noa nun also zum Anlass genommen, beim ESC 2023 dabei zu sein.

Ein besonders wichtiger Punkt sei für sie gewesen, dass in zahlreichen Besprechungen mit KAN versichert worden sei, dass sie ein großes Mitspracherecht bei ihrer Teilnahme haben wird. Sowohl beim Songwriting, der Auswahl des Songs, als auch an ihrer finalen Performance wird die Künstlerin selbst beteiligt sein. Wie genau der israelische Beitrag für 2023 letzten Endes ausgesucht wird, steht bislang aber noch nicht fest.

Zum internen Auswahlprozess wurde dem Sender KAN dennoch weiter auf den Zahn gefühlt. Schließlich war die Bekanntgabe Noas ein kleiner Skandal, da die Sängerin selbst von nichts Bescheid wusste. Die Verantwortlichen gaben auf der Pressekonferenz heute zu, dass die Veröffentlichung nicht optimal verlief, es jedoch nicht die Schuld des Senders war. Man habe ausschließlich Noa und ihrem Management von der internen Auswahl erzählt und die Presse habe durch einen Leak davon erfahren. Die voreilige Verkündung war so also gar nicht gewollt.

Auch die Spekulationen um die interne, 78-Acts-starke Wunschliste des Senders wurden heute nochmals thematisiert. Gerüchten zufolge soll, wie berichtet, Noas Ex-Freund Jonathan Mergui auf Platz 2 des Senders gelandet sein. Ob das wahr ist, wollte man von Seiten KANs heute allerdings nicht beantworten. Jonathan belegte bereits vor vier Jahren hinter der späteren ESC-Siegerin Netta den zweiten Platz im israelischen Vorentscheid.

Auch wenn man hierzulande von Noa Kirel bisher wohl kaum etwas mitbekommen haben dürfte, ist die Sängerin in ihrer Heimat ein Superstar. Sie konnte zahlreiche Nummer-1-Hits landen und gewann bereits einen MTV Europe Music Award. Auf Instagram folgen ihr über 1,2 Millionen Menschen.

Noas Musikstil kann nicht in eine einzige Schublade gesteckt werden. Ihre Hits beinhalten hauptsächlich elektronische Pop-Elemente, aber auch Hip Hop und Dance gehören zu ihrem Style. Ob sich ihre ESC-Nummer daran orientiert und ähnlich international klingen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass sich Noa selbst treu bleiben will und sich schon einige Songwriter und Produzenten vorstellen kann, mit denen sie zusammen arbeiten will.

Schon jetzt wird Noa laut eigener Aussage auf der Straße und auf Social Media täglich auf ihre ESC-Teilnahme angesprochen, was sie positiv stimmt. Sie merke dadurch, wie das ganze Volk hinter ihr steht. Darum hat sie bereits jetzt – immerhin neun Monate vor dem ESC – mit den Vorbereitungen begonnen und trainiert beispielsweise ihre Stimme, indem sie auf dem Laufband singt.

Was erwartest Du von Israel beim ESC 2023? Ist die interne Wahl nach dem diesjährigen Halbfinal-Aus ein guter Schritt gewesen? Diskutiere gerne in den Kommentaren mit.


30 Kommentare

  1. Die Zahlen, Daten und Fakten sprechen für Noa Kirel. Zahlreiche Nummer 1 Hits, bereits mit dem MTV Europe Music Award ausgezeichnet und 1,2 Millionen Follower (m/w/d) auf Instagram. Da es neben Israel auch noch andere Länder gibt, die mit einem internen Verfahren über einen längeren Zeitraum regelmäßig ESC-Erfolge vorweisen können – ich denke hier an Belgien – spricht nichts gegen eine Teilnahme am ESC 2023 von Noa Kirel.

    Allerdings muss ich sagen, dass mir etwas fehlen würde, wenn alle Länder mit einem derartigen internen Verfahren ihren ESC-Beitrag ermitteln würden.

    Für mich ist der ESC eben nicht nur das ESC-Finale und seine beiden Halbfinale. Für mich fängt der ESC / ehemals Grand Prix Eurovision de la chanson eben schon beim Vorentscheid an. Das Festival di Sanremo aus Italien – auch wenn dies definitiv kein Wettbewerb für die Ermittlung des ESC-Beitrages ist – das Melodifestivalen aus Schweden und eben ein niveauvoller deutscher Vorentscheid für den ESC (Hallo NDR, wäre schön Mal was von euch diesbezüglich zu hören) gehören für mich einfach zum ESC mit dazu.

    Ein ESC ohne das Festival di Sanremo, das Melodifestivalen oder einen deutschen Vorentscheid geht einfach nicht.

    PS: Seit Chanel und Pablo Alboran (By the way vielen Dank für deinen Hinweis lieber Blogger-Max) fiebere ich auch dem Benidorm Fest entgegen 😀

  2. Dann wünsche ich ein glückliches Händchen bei der Songauswahl. Leider konnte mich Israel in den letzten Jahren nur selten wirklich begeistern, das letzte Mal 2015, davor 2013 und 2012, wobei für Letztgenannte ja leider schon nach den Semis Feierabend war. 2018 fand ich anfangs ganz cool, hat sich aber doch bei mir sehr schnell abgenutzt, mittlerweile nervt der Song mich einfach nur noch, wenn ich ihn höre.
    Lasse mich gerne positiv überraschen, viel Glück.🙂

    • @Gaby

      Mich konnte Israel in den letzten Jahren auch nur selten begeistern, mochte 2013 sehr gerne und auch 2015 fand ich ganz witzig, aber sonst war es für mich bestenfallls Mittelmaß. Mit „Toy“ konnte ich anders als du von Anfang an nichts anfangen und warum 2014 bei vielen Fans soo beliebt war werde ich auch nie verstehen, für mich ist „Same Heart“ völlig zurecht im Semi abgesoffen.

      • „Same Heart“ ist für mich einer der schlechtesten Beiträge Israels überhaupt. Konnte den Hype nie nachvollziehen.

      • @Gaby

        Eben, unrhythmisches Gegröle vorgetragen in einem schrecklichen Outfit.

        Bei ESCYounited habe ich vor kurzem in den jeweiligen Thread etwas durchgelesen und da waren wirklich einige der festen Überzeugung dass Israel ein Siegerkandidat, als Mei dann rausgeflogen ist brach dann für viele eine Welt zusammen, gefolgt von einigen wirklich unschönen Vorwürfen. Manche meinten allen Ernstes dass Israel aufgrund von Antisemitismus rausgeflogen wäre, was finde ich eine Frechheit allen gegenüber ist die mit dem Song nichts anfangen konnten.

      • Habe ich jetzt was falsches gesagt? Das wollte ich nicht, tut mir leid. Hab‘ doch nur meine Meinung gesagt, war vielleicht zu heftig…

      • Ach so, dann ist ja gut, ich dachte, ich werde jetzt gesperrt. Wollte wirklich niemanden verletzen.

      • In der ursprünglichen Version hatte mir Israel 2022 auch wesentlich besser gefallen. Dieser Revamp hat dem Song mMn nicht gutgetan.

  3. Schade nur, das man auf einen Vorentscheid verzichtet. Bleibt zu hoffen, das sie bei der Songauswahl eine glückliche Hand haben und das sie den Song nicht noch mal nachträglich verschlimmbessern wie in diesem Jahr. Ich weiß gar nicht was die geritten hat, aus dem tollen Song vom Vorentscheid, eine Ansammlung von nervigen Geräuschen zu machen

  4. Nach dem Noa-Leak kommt noch das Composing-Leak, das Song-Leak, das Bühnen-Leak, das Kostüm-Leak … und alles sicher schön Social Media kompatibel aufbereitet. Mit, ohne und halbem Dementi. Drama, Baby!

  5. Das sind tolle Nachrichten. Und dass es wirklich keine VE gibt, würde ich erstmal noch abwarten. Falls Sender und Sängerin doch noch Promotion brauchen, kann man im Januar, Februar immer noch eine Show mit drei, vier Songs ins Programm hieven.

  6. „Nur weil ich hier in Israel Erfolg habe, heißt das noch lange nicht, dass ich auf der ESC-Bühne ankomme und dort dann automatisch gewinne. So läuft das nicht.“

    Stimmt ein automatischer Sieg wird das nicht. Aber dafür hat Israel schon mal ein Zeichen gesetzt, dass sie eine Top-Platzierung erreichen wollen. Und nun haben sie alle Zeit der Welt den passenden Song zu finden. Der frühe Vogel fängt den Wurm.

  7. Na bitte, haben sich ihr Management und KAN dann doch noch einigen können 🙂
    Wenn sie schon so weit ist, zu erkennen, dass Erfolg auf dem heimischen Markt nicht gleichzeitig Erfolg beim ESC bedeuten muss, schafft sie es bestimmt auch, musikalisch aus ihrer Konfortzone zu stoßen und einen Song zu präsentieren, der auf den ESC zugeschnitten ist.

  8. Kurze Frage:
    Stimmt es, dass der liechtensteinische Sender 1 FL-TV sich nicht mehr um einen EBU-Beitritt bemüht? Wenn ja, dann wäre eine Teilnahme ausgeschlossen.

    • Maria Gil tut mir richtig Leid. So ein Verlust für Portugal. Gänsehaut pur. Hoffentlich sehen wir sie mal beim FdC. Mit der Stimme von Nicolas komme ich nicht ganz klar. Dachte für so eine Stimme muss man jahrelang geraucht und Whiskey getrunken haben. Könnte den JESC gewinnen, würde mich für Portugal freuen

  9. Soso, der israelische Superstar wird nun geschickt: Mich persönlich sprechen die bisherigen Stücke der jungen Dame überhaupt nicht an, da schon tausend Mal gehört. Aber sie wird bei dieser erfolgreichen nationalen Karriere sicher eine professionelle Darbietung gewährleisten können.

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