KLAN wollten mit „Baby Baby“ für Deutschland zum ESC 2020

KLAN Winterseite Baby Baby

Die Band KLAN hat am Samstag über ihren Instagram-Account öffentlich gemacht, dass sie in der diesjährigen deutschen ESC-Auswahl unter den besten 20 war und mit ihrem deutschsprachigen Song „Baby Baby“ fast für den Eurovision Song Contest 2020 ausgewählt worden wäre. Der Song sei in einem Songwriting Camp in Malmö gemeinsam mit Chris Cronauer und Nicolas Rebscher entstanden und bei einer der beiden Jurys am Ende sogar auf dem ersten Platz gelandet. Leider habe es dann aber insgesamt knapp nicht für das Ticket nach Rotterdam gereicht. Das Duo schließt mit den Worten „Alles Gute Ben Dolic für was auch immer da jetzt läuft!“

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Die Geschichte, wie wir dieses Jahr fast zum ESC gefahren wären. ————————— Wir wurden letztes Jahr eingeladen in ein Songwriting Camp in Malmö – für den Eurovision Song Contest. Wir hatten solche Camps bisher immer gemieden, aber die in Aussicht stehenden 3 Mahlzeiten am Tag waren verlockend genug, uns also nach Schweden aufbrechen zu lassen. Wir steigen ein am Berliner Hbf, irgendwann fahren wir mit unserem Zug auf eine Fähre, alles sehr hyggelig. Nachts in Malmö werde ich bisschen romantisch, denke, wenn man als satter Deutscher auf irgendwen in der Welt neidisch sein will bleibt ja nur noch Nordeuropa übrig, hyggelig wie das hier alles ist. Am nächsten Morgen lernen wir die anderen SongwriterInnen kennen, Hefte raus, Gruppenarbeit. Kreativ auf Knopfdruck, eigentlich absurd. Wir werden mit @nicorebscher & @chris.cronauer zusammen gewürfelt und entscheiden, möglichst nen Song zu schreiben, den wir mögen, ohne ESC im Kopf. Michael hat eine Idee. Beim ersten Mal tuts weh, beim zweiten mal ok, beim dritten Mal uh baby baby. Am Ende des Tages klingt er 90% wie wir ihn später veröffentlichen. Wir genießen einen letzten Abend in Malmö mit Essen und Listening, fahren glücklich nach Haus mit zwei Songs, von denen Baby Baby auf den ersten Blick wenig mit ESC am Hut hat und doch, irgendwie kommen beide in die Auswahl der letzten 60 und dann in die allerletzte Runde und wir drehen eine Video Performance in Köln. Im Dezember kommt ein Anruf: eine Jury hat Baby Baby favorisiert, die andere leider nicht, es war knapp, schade. Haha. Das wär schon witzig geworden. KLAN, 12 Punkte für Deutschland. 🤘 Das war die Geschichte, wie wir fast zum ESC gefahren wären, der jetzt sowieso irgendwie anders organisiert ist dank Corona. Alles Gute Ben Dolic für was auch immer da jetzt läuft! Fun Fact: Die Vocalaufnahme, die du auf der Studioversion hören kannst, ist das erste Mal, dass Micha den Song gesungen hat. An diesem Tag in Malmö.

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Diese Bekanntgabe kommt sehr überraschend, denn bislang hat noch kein Teilnehmer eines Songwriting Camps oder der Eurovision-Workshops aus den vergangenen drei Jahren im Nachhinein öffentlich gemacht, im Auswahlprozess gewesen zu sein, wenn das nicht ohnehin vorher schon bekannt war. Respekt für diesen Mut und die Reaktionen der KLAN-Fans auf Instagram können die Jungs darin bestätigen, dass das eine gute Idee war. Bislang ist die Band der einzige Act, von dessen Teilnahme am Auswahlprozess wir sicher wissen. Es wurde außerdem spekuliert, dass Sandro, der in diesem Jahr letztendlich für Zypern zum ESC fahren sollte, ebenfalls weit im Auswahlprozess von NDR und digame gekommen sein soll. Es ist zwar reine Spekulation, aber sicher nicht unwahrscheinlich, dass die deutsche Eurovisions-Jury KLAN weiter vorne gesehen hat als die internationale Fachjury. Alle Informationen dazu, wie der deutsche ESC-Beitrag 2020 ausgewählt wurde, haben wir hier aufgeschrieben.

KLAN besteht aus den beiden Brüdern Michael und Stefan Heinrich. Die Band hat bislang das Album „Wann hast du Zeit“ sowie die EP „Winterseite“ (Aufmacherfoto) veröffentlicht. Wir hatten KLAN hier schon auf dem Zettel für eine mögliche ESC-Teilnahme.

Wie gefällt Euch „Baby Baby“ und hättet Ihr den Song gerne beim ESC gesehen?


63 Kommentare

  1. Ich hätte es richtig toll gefunden. Ich hab die Band schon länger in meiner Playlist und „Baby Baby“ ist schon ein echter Ohrwurm. Und mal wirklich moderne deutschsprachige Musik. Kein Schlagerabklatsch wie Voxxclub, kein Billig-Pop wie Glasperlenspiel. Auf der anderen Seite sollen sie lieber in einem Jahrgang nochmal mitmachen, wenn der ESC auch tatsächlich stattfindet. 🙂

  2. Die große Offenbarung wäre das auch nicht gewesen, aber das wäre besser gewesen als Violent Thing. Erstens weil wir dann endlich mal wieder was in Landessprache gehabt hätten, zweitens weil es authentischer ist und drittens weil es eingängiger ist. Bei Violent Thing kann ich mich beim besten Willen nicht an den Refrain erinnern. Da weiß ich beim Hören noch nicht mal, was der Refrain sein soll, bis das „Violent Thing“ kommt. International hätte ich dem freilich nicht unbedingt bessere Chancen eingeräumt, das ist halt sehr „deutsch“, wenn man das so sagen kann.

  3. Ich bin da total zwiegespalten. Einerseits liegt der Song textlich meilenweit über der üblichen Deutschpop-Phrasendrescherei, hätte international mal eine ganz andere Fassette der deutschen Musiklandschaft präsentiert und wohl auch in anspruchsvolleren, musikinteressierten Kreisen für Aufmerksamkeit gesorgt.
    Andererseits frage ich mich schon, ob der Song ohne Textverständnis musikalisch noch genug hergibt, um aus 26 Kandidaten genügend herauszustechen.Es wäre jedenfalls eine interessante, aber auch riskante Wahl gewesen und spannend zu erfahren, ob so etwas grundsätzlich in Europa ankommt.
    Diese „ESC? Wir doch nicht!“-Haltung steht denke ich leider recht repräsentativ für große Teile der deutschen Musikindustrie, daher ist der Weg, Leute von sich aus anzufragen schon richtig und zeigt, dass der eine oder andere dann doch mal bereit ist, sich auf die ganze Sache einzulassen.
    Ich glaube aber auch, dass die beiden sich einem herkömmlichen Vorentscheid nicht unbedingt gestellt hätten.

  4. Mir gefällt dieses pseudocoole, „rotzige“ überhaupt nicht. Positiv wäre gewesen, dass es mal was komplett anderes gewesen wäre und eingängig und melodisch ist es schon irgendwie. International finde ich das immer extrem schwer einzuschätzen wie auf sowas deutsches reagiert wird…

  5. Im Text steht, dass die beiden Brüder sind. Finde nur ich es dann seltsam, dass der eine den anderen im Video nackt zeichnet? xD

    • Ich hatte auch schon Assoziationen mit einem Buch, in dem es um schwulen Inzest geht, also die Liebe zweier Brüder.
      Ich glaube, viele hätten anhand des Videos gedacht, die beiden wären ein Paar und wären sehr irritiert gewesen, wenn es dann heißt, dass es Brüder sind.

    • Lach ich hatte auch zuerst das Video gesehen und dachte cool, sehr schwul ohne die üblichen Clichés, die Leute mit „schwule Sänger“ assoziieren. War dann auch etwas baff, dass sie Brüder sind – wir hätten mit dem (guten, besser als Violent thing IMO) Song und Video auf jeden Fall massiv Aufmerksamkeit im Vorfeld bekommen ;-).

    • Die haben irgendeine Filmszene nachgespielt. In dem Film war es allerdings eine männliche und eine weibliche Person. Das habe ich mir jedenfalls aus den Youtube-Kommentaren zusammengereimt.

  6. Nachdem Bericht hatte ich was großartiges erwartet…aber das ist für den ESC eher ne Nullnummer. Überhaupt nichts besuchbares.

  7. Wenn das der zweite war, möchte ich darum bitten, über die nachfolgenden plätze den mantel des schweigens zu hüllen.

  8. Ich mag die Stimmfarbe. Schön auch, dass der Song auf deutsch ist. Aber finde ich die Melodie doch recht monoton. Irgendwie kann ich mir auch nicht vorstellen, dass KLAN damit in Rotterdam nennenswerten Erfolg gehabt hätten.

    • Oh, bei der Stimmfarbe liegen wir auseinander. Bei der Melodie dagegen weniger. Außerdem ist das leider einer der Songs, bei denen ich denke, dass Deutsch nun wirklich nicht die musikalischste aller Sprachen ist.

      • Ich denke, die deutsche Sprache funktioniert am ehesten beim Schlager, auch wenn es jetzt einen Aufschrei durch die Reihen geben mag😀. Aber mal wieder einen gutgemachten Schlager, warum nicht🙂?

      • Geht mir ähnlich, auch wenn ich die Schlager der 60er bis 80er Jahre meist den aktuellen vorziehe 🙂

  9. Dafür, dass der Text in den Strophen echt gut ist und eine Geschichte erzählt, isser dann im Refrain unglaublich platt und nichtssagend.

    Musikalisch gefällt mir das aber. Wäre bei einem deutschsprachigen Song aber sehr skeptisch, was die Erfolgsaussichten beim ESC angeht. Eine spannende Wahl wäre das aber gewesen. Lieber mit Qualität scheitern als mit etwas Aufgesetztem ganz oben landen.

    • Danke. Endlich jemand der das ähnlich sieht: „Lieber mit Qualität scheitern als mit etwas (Aufgesetztem, Austauschbarem, Schlechtem, etc) … weiter oben zu landen“.

    • Es wäre mal wieder Zeit für Deutsch beim ESC. Da würde ich auch ein schlechtes Abschneiden in Kauf nehmen. Zumal es ja auch schon genügend Flops in Englisch gab…

      • @manu

        Na ja, aber beispielsweise fünfmal hintereinander mit vermeintlicher „Qualität“ scheitern bringt dich auch gar nicht weiter.

      • @ESC1994: Das erinnert mich ein wenig an einen Kommentar von gestern, in dem von einem „verlorenen Jahr“ bei einer schlechten ESC-Platzierung die Rede war. Ich frage mich, inwiefern eine gute Platzierung für ein „gewonnenes Jahr“ sorgt oder inwiefern die einen „weiter bringt“. Weiter bringt einen doch der Spaß am Gesamtereignis ESC, begonnen mit den Vorentscheidungen, bei denen man immer irgendwelche Perlen entdecken kann, selbst in „schwachen“ Jahrgängen, bis hin zum Höhepunkt im Mai.

  10. Also der Song gefällt mir sehr
    ESC Chancen hm meine ich zu bezweifeln
    Da er ja doch arg Textlastig ist und er dafur dann auch zu wenig nach vorne geht

    Aber gerne nochmal versuchen mit einem etwas flotteren Song

  11. Schöne Melodie, guter Text und die Titanic-Anspielung ist genial.
    Dass das weit vorne gelandet wäre, bezweifle ich aber auch, weil der europäische Zuschauer erstmal nur „uh baby baby“ versteht. Und der Song lebt ja schon von seiner Message in Kombi mit der Inszenierung, die man so auch nicht GANZ hätte machen können 😉😂

  12. Vielleicht war auch Nico Santos für den ESC 2020 gedacht. Er hat doch diesen einen Song, unter 3 Minuten, geschrieben von ihm selbst, Thomas Stengaard und Laurell Barker. „Low On Love“ heißt der Song.

  13. Hieß es nicht, „Violent Thing“ sei der klare Sieger in beiden Jurys gewesen? Das würde dieser Aussage ja widersprechen…

  14. Ne, das ist wieder dieses typisch deutsche Unscheinbare. Das was man schon hundertmal gehört hat und keinen Eindruck hinterlässt. Würde perfekt zum FreeESC passen.

  15. Wenn man den Text weg lässt, dann ist das ein ziemlich egaler Popsong. Das hätte beim ESC auch keinen Blumentopf gewonnen.

    • Na ja, der Text gehört aber nunmal dazu. Wenn man die Musik bei „Nocturne“ weglässt, bleibt auch nicht mehr viel übrig. 🙂

      • Genau das war mein Punkt. Wenn Du die Musik weg lässt, bleibt nichts mehr. Wenn Du den Text aber nicht verstehst (wie bei fast allen Balkanballaden) hast Du trotzdem noch ein tolles Musikerlebnis. Hier hast Du kein tolles Musikerlebnis.

  16. Ich dachte beim hören erst an eine etwas langsamer Version von „you got style“ (Skamp 2001)
    Witzig schon – aber gleich die große Eurovision? bzw. waren nah dran.
    Nö ,da mache ich mir mal jetzt keinen Kopf mehr drum !
    Ich bin ja seit Samstag eh etwas im Zwiespalt wenn das Wort „Fachjury“ fällt. (Italien 2 Pünktchen)

    Naja , wenigstens haben sie die Haare schön (schöner) als Ben !

  17. Ich gebe zu, dass ich die Gebrüder Heinrich KLAN nicht kenne. Auch das Lied ist mir nicht bekannt.
    Aber ich habe dazugelernt. Thx

  18. Sorry aber ist nicht meins , da find ich Violent Thing um Welten besser. Die Stimmen aber sagen mir zu , der Song nicht

  19. Ich bin Riesen-KLAN-Fan und hätte mir „Baby Baby“ super beim ESC vorstellen können. Die Jungs haben einen super Groove und eine total gewinnende Ausstrahlung.
    Bei mir bleibt auch das Lied gerade wegen des akzentuierten Refrains absolut hängen und habe davon einen absoluten Ohrwurm. Das ist authentische, deutschsprachige Musik, mit der wir uns hätten nicht verstecken müssen. Ich würde sie ermutigen, es wieder zu versuchen! Uh Baby Baby

  20. Da haben wir noch mal Glück gehabt. Die Melodie ist sehr eintönig. Das Lied sehr textlastig. Einer der letzten Plätze wäre uns sicher gewesen.

  21. Das KLAN Video wäre bestimmt super in Russland, Ungarn, Weißrussland usw. angekommen. Musik naja, darüber lässt sich streiten – aber das ist mir dann doch (nennt mich ruhig homophob) einfach „zu gay“ – man möge mir verzeihen. Würde das auch schreiben wenn Frau sich vor einem Mann so auszieht. Sicher ist das erotisch – nur gehört das echt nicht in den ESC, da auch Kinder zuschauen. Nun dürft ihr mich gerne zerfleischen in 3 – 2 – 1 ….los.

  22. Nach diesem erbarmungswürdigen Auftritt in Hamburg wollen wir doch nicht ernsthaft ins Auge fassen, das Bübchen 2021 nach Holland fahren zu lassen?

  23. Kluger Text, wenn man auch nicht auf mich zutreffend, insbesondere die Passage mit dem Bett.

    Da unser Beitrag heuer so wirkte, als habe man jemandem, der sich gerade mal mit Ach und Krach 30 Meter auf dem Mofa halten kann, nun einen getunten Opel Manta vor die Tür gestellt hat, wird es nun Zeit, dass das Ambiente unseres Beitrages wieder schwuhler wird.

  24. Also mal ehrlich dagegen ist Violent Thing wirklich ein phonetisches Meisterwerk. Ich wäre froh wenn unser Beitrag mal wieder in Deutsch wäre, aber nicht dieser Song. Muss nicht sein. Langweilig und mit dem Song hätten wir wieder ein Sister-Ergebnis gehabt.

  25. Wenn mit Violent Thing und baby Baby zwei Songs sehr gut bewertet wurden , von den juries oder einer der beiden juries dann ist das doch schon sehr gut weil beides Songs sind die man so nicht von Deutschland beim ESC gewohnt ist . Während der eine Song sehr nach Massenmusikmarkt a la uk Schweden oder usa klingt , ist der andere wiederum sehr authentisch und in deutscher Sprache .

    Das Auswahlverfahren hat sich in der Hinsicht echt gelohnt . Ich hoffe dass man es jetzt nicht wieder über Bord wirft . Wenn man es irgendwann schaffen sollte dass sich die Künstler auch öffentlich trauen , dann gerne auch mit Vorentscheid . Wenn das ohne erfolgsversprechender ist dann gerne auch intern.

  26. Also ich fand das Video in keiner Weise schwul oder inzestuös. Das war ein ganz normaler Vorgang einer Aktmalerei noch dazu eine Filmszene aus Titanic die gut nachgespielt wurde. Freilich kann man jetzt alles reininterpretieren weil es zwei Männer und zwei Brüder waren aber wenn man das nur normal als Aktmalerei sieht ist das für mich okay. Der Text war in Deutsch das find ich toll musikalisch war es jetzt nur solala. Sowas zum ESC zu schicken vor allen Dingen das auf die Bühne zu bekommen ohne Schnappatmungen hervorzurufen wäre sehr mutig gewesen. Jedoch ohne das Video ist der Song nur halbsospannend

  27. Wenn der Schreiber mit dem Raab ein Konzept erarbeitet hat, dann scheint er ja einen guten Draht zu Raab zu haben, warum lässt er denn dann nicht den Raab den Vorentscheid organisieren? Schlechter als das was in diesem Jahr gelaufen ist, trotz Ben Dolic, kann es auch nicht sein.

  28. Ich find das ganz süß – und nicht nur wegen der mehr als unterschwelligen Erotik. Ja, das lebt natürlich von dieser sehr gelungenen Titanic-Szene in einem eindeutig homoerotischen Kontext. Aber bloß weil das in Real Life Brüder sind, würde ich da jetzt keine inzestuöse Thematik hineininterpretieren wollen – die beiden spielen jeder eine Rolle, noch dazu nach einer Original-Filmszene in einer etwas anderen Interpretation. Das muss ja jetzt nicht autobiografisch gemeint sein. Das ist mir erstmal grundsympathisch. Den Song find ich jetzt ganz nett, den Text muss ich mir nochmal anhören, da hab ich nur die Hälfte von verstanden. Die Anspielung auf kollektive Versagenserfahrungen ist ganz lustig. Ich glaub aber auch, dass der Song alleine im ESC-Kontext eher nicht funktionieren würde – da müsste man erstmal eine Inszenierung auf die Bühne bekommen, die ähnlich gelungen ist wie die im Video; was sich schwierig gestalten könnte.

  29. Das Lied hat ’nen guten Beat, die Stimme des Sängers ist markant, guter musikalischer Wechsel zum Refrain. Die Melodie ist relativ eingängig, auch in den Strophen. Musikalisch liegt das für mich irgendwo zwischen Clueso und Bilderbuch – im ESC-Kosmos irgendwo zwischen Lake Malawi und zalagaspar. Allerdings – „Baby Baby“ ist keine ESC-Ware im herkömmlichen Stil und hätte es wohl bei vielen ESC-Fans erstmal schwer.

    Ich glaube auf keinen Fall, das das ganz hinten gelandet wäre, sondern es mit einem vernünftigen Staging durchaus positiv aufgefallen wäre und genug Charme gehabt hätte, mindestens im Mittelfeld abzuschließen. Denn man darf nicht vergessen – selbst wenn man einen Text nicht versteht, spürt man ein Lied – es sei denn man skippt nur durch ein Lied durch…

    Ich hatte gerade eine solche Erfahrung in einem anderen Kontext.
    Ein Bekannter aus Polen, der kein Deutsch versteht und tendenziell gern Popmusik von Frauen hört, wollte von mir einen Tipp für deutsche Musik haben. Ich habe ihm u.a. zwei Videos von Bosse empfohlen. Die mochte er so sehr, dass er sich durch sämtliche Alben von Bosse hörte. Anschließend schrieb er mir davon und fragte, worum es in dem Lied „Steine“ ( https://youtu.be/45xxj3yBE4I ) gehen würde. Er wisse nicht warum, aber ihm seien dabei die Tränen gekommen…

  30. Also Leute.. Ich habe das Video von denen insg. 2x gesehen gestern… Und habe jetzt um halb 2 nachts nen Ohrwurm vom Refrain.. Der geht schon mies ins Ohr. Respekt dafür.

  31. DAS war bei einer der Juries auf Platz 1? Weia weia da muss aber ja ansonsten viel ‚Schlechtes‘ unterwegs gewesen sein wenn DAS auf die 1 kommen konnte und wenn es auch nur bei einer Jury war. Scheint ja so zu sein, dass dieser Song den zweiten Rang belegte. Übrigens finde ich die im Video dargestellte Nacktheit unangemessen für einen ESC Song. Nicht etwa weil ich ‚prüde‘ wäre, sondern weil es eben unangemessen ist. Glaube keinesfalls, dass der NDR das Video ‚durchgelassen‘ hätte.

  32. Schade, hätte mir deutlich besser gefallen als Ben Dolic, vor allem auch optisch. Zudem hätte es die Chance gegeben, daß der Song auch im Radio gespielt wird. Aber leider klingt dem NDR die deutsche Sprache ja viel zu provinziell…..

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