Kommentar: Darum wird (außer der Fan-Blase) niemand die deutsche Vorentscheidung vermissen

„Entscheidend ist, was hinten rauskommt“, sagte Helmut Kohl bereits 1984 über seinen Regierungsstil. Dasselbe kann man über den diesjährigen Weg zum deutschen ESC-Beitrag sagen (naja, genau genommen gilt das sogar in jedem Jahr). Zehn Jahre nach der letzten (übrigens ungewollten) internen ESC-Nominierung Deutschlands ist es wieder soweit: kein Vorentscheid, keine Gefahr für ungeahnte Wendungen in der Show, kein nachträgliches Dissen des gewählten Beitrags. Denn es gibt nur einen. Den kann man gut finden oder nicht. Das war’s.

Unser Gastblogger Steffen hatte kürzlich bereits diskutiert, welche Rolle die nationalen Vorentscheide für die einzelnen Lieder spielen … können. Ganz richtig arbeitete er da auch hinaus, dass vor allem die Fan-Blase, die Bubble, für und von den Vorentscheidungen lebt. Aber auch für die nationale Musikszene kann so eine Vorentscheidung höchst relevant sein. Dabei muss man nicht nur an Schweden oder Italien denken; gerade auch Ungarn hat das in den letzten Jahren vorgelebt.

Aber wie wichtig ist die nationale Vorentscheidung für die Musik- und TV-Nation Deutschland? Gar nicht bzw. gar nicht mehr.

Grob kann man folgende Anspruchsgruppen identifizieren, die von einer Vorentscheidung profitieren können: der TV-Sender, die Zuschauer, die teilnehmenden Künstler und ihre Labels sowie die Fans.

Beginnen wir mit dem TV-Sender, also dem NDR bzw. dem Ersten. Während das internationale ESC-Finale nach wie vor die Sendung für die ARD jenseits des Sports ist, die die meisten jungen Zuschauer für den gesamten Abend an sich bindet, ist der nationale Vorentscheid in den letzten Jahren (nach Raab) meistens eine Enttäuschung gewesen. Einen Ausreißer nach oben gab es bei „Unser Lied für Stockholm“ letztlich wegen der The-Voice-Siegerin Jamie-Lee Kriewitz. 2019 wurden aber nicht einmal mehr 3 Mio. Zuschauer erreicht – und das trotz der für die ARD vergleichsweise guten Performance bei den Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren.

Quotenverlauf: „ESC“-Vorentscheid (seit 2013)
Werte in Klammern (Marktanteil alle Zuschauer / Marktanteil bei den 14-49-Jährigen)

  • 2013: „Unser Song für Malmö“ 3,24 Mio. (10,4% / 11,5%)
  • 2014: „Unser Song für Dänemark“ 3,95 Mio. (13,3% / 13,3%)
  • 2015: „Unser Song für Österreich“ 3,20 Mio. (10,3% / 11,0%)
  • 2016: „Unser Lied für Stockholm“ 4,47 Mio. (13,8% / 12,3%)
  • 2017: „Unser Song“ (Kiew) 3,14 Mio. (10,8% / 10,3%)
  • 2018: „Unser Lied für Lissabon“ 3,17 Mio. (9,9% / 8,5%)
  • 2019: „Unser Lied für Israel“ 2,84 Mio. (9,6% / 10,9%)

Mit anderen Worten: nicht einmal mehr drei Millionen Zuschauer (oder einfach gerechnet jeder 25. Deutsche) würden die Sendung evtl. vermissen. Ein Straßenfeger sieht anders aus. Vermutlich sind vor dem Hintergrund die anderen ARD-Verantwortlichen gar nicht undankbar, wenn sie die Sendefläche mit zielgruppengerechterer Unterhaltungskost füllen und anderen Sendern Marktanteile abluchsen können.

Die schwache Performance bei den Zuschauern geht Hand in Hand mit einer fast schon homöopathischen Wirkung im popkulturellen Umfeld: Wie viele Nicht-Vorentscheid-Sieger konnten sich schon weit oben und längerfristig anschließend in den Charts platzieren? Selbst Laing sind weiter eher ein Nischenphänomen. Spontan würde ich sagen, dass zuletzt 1998 mit Rosenstolz ein Nicht-Sieger anschließend durchgestartet ist. Das soll nicht heißen, dass im letzten Jahr nicht auch gute und zeitgemäße Songs am Start gewesen wären. Im Vergleich zu Vorentscheidungen der 1970er oder 80er Jahre ist das jedoch ein Witz (geht nur mir da gerade „Er gehört zu mir“ durch den Kopf?).

Wenn also die TV-Zuschauer, die TV-Verantwortlichen, die Künstler und die Musikszene kaum etwas Positives aus dem Vorenscheid ziehen können – warum soll man ihn dann erhalten? Nur, damit die Fans ein weiteres Highlight in der ESC-Saison haben? Nun, so wichtig sind wir leider nicht. Und da auch der Erfolg beim ESC später nicht mit dem Auswahlverfahren korreliert, ist eine interne Auswahl nur logisch.

Und wenn dann hinten ein Erfolg in Rotterdam rauskommt – na, dann kann sich das immer noch für alle Beteiligten lohnen. Der Schweizer Luca Hänni ist dafür das eindeutige Vorbild: Nach dem sensationellen 4. Platz in Tel Aviv stellte sich der Erfolg in den Charts ein, die TV-Sender gaben ihm Sendezeit, die Zuschauer und Fans sahen seine Auftritte und er selbst konnte seiner Karriere einen deutlichen Schub geben.

Manchmal braucht’s halt keinen Vorenscheid, um alle glücklich zu machen. Sondern „einfach“ nur einen Knallersong, einen charismatischen Künstler, einen professionellen Auftritt – und ein Quäntchen Glück beim ESC. Insofern: hoffen wir auf den 27. Februar – und den ESC in Rotterdam.


75 Kommentare

  1. schade, aber sei es so… Ein Versuch ist es allemal wert. Schlechter als „I’m sorry Germany, zero points“ geht ja eh nicht.
    Allerdings könnte man den Vorentscheid auch einfach attraktiver machen. Mit Stefan Raab hat das doch auch funktioniert. Und in Schweden und Italien gibt es VE’s länger als den ESC und werden begeistert gefeiert. Vielleicht stimmt das Konzept der deutschen Show einfach nicht und wir können vielleicht auch die Labels/Musikmanager wieder mehr begeistern, tolle Beiträge ins rennen zu schicken.

  2. Ist schon in der Quintessenz richtig.
    Nur das Argument mit den Charts ist schon reichlich wackelig. So, wie die Voraussetzungen nunmal seit ein paar Jahren sind dank der Streaming-Angebote ist es halt auch extrem schwer, grad ganz vorne in die Charts zu kommen. Und auch überhaupt mal in die Charts zu kommen. Und ins Radio kommt man auch nicht mehr, weil die Radiosender nach dem gehen, was im Streaming gut läuft. Und das ist dann eben kein wenn auch moderner VE-Titel. Werden die Songs aber auch nicht im Radio regelmäßig gespielt, so wie es auch früher noch der Fall war, steigt auch nicht die Bekanntheit des Titels und damit die Bedeutung im Streaming. Das geht ja alles Hand in Hand.

  3. Ich zitiere mal aus dem Kopf den Vorgänger von Herrn Schreiber, Jürgen Meier-Beer: „Das internationale ESC-Finale ist per se nicht interessant genug. Es muss durch einen Vorentscheid interessant gemacht werden. Dieser sollte auf möglichst unterschiedliche, möglichst polarisierende Beiträge aus allen Bereichen der heimischen Musikindustrie zählen, um ein breites Zuschauerspektrum anzusprechen“. Oder anders gesagt: ohne Begeisterung für den heimischen Beitrag, ohne entsprechendes Blätterrauschen keine internationales Interesse. Und ein gut gemachter, musikalisch vielfältiger Vorentscheid kann das erwecken.
    Fairerweise muss man auch sagen: die Aussage von JMB stammt noch aus 2001, seither hat sich viel geändert. Aber ich glaube schon auch, dass zum Beispiel das unverhältnismäßig hohe Interesse und die Vorschusslorbeeren für schwedische Beiträge mit dem Melodifestivalen zusammenhängen und damit, dass SVT diesen *über einen langen Zeitraum konsequent* aufgebaut hat. Scheint aber in Deutschland leider nicht möglich zu sein.

    • Dabei muss man aber auch bedenken, dass das San Remo-Festival und das Melodifestivalen, die in diesem Zusammenhang oftmals genannt werden, in den 50er-Jahren ins Leben gerufen wurden. Natürlich wurde der Modus immer mal wieder verändert (wie zum Beispiel die Einführung der Halbfinals beim MF 2002), aber trotzdem sind das „Traditionsmarken“, die historisch über Jahrzehnte gewachsen sind – zu einer Zeit als dies noch möglich war.

      Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2020 und die televisionären Gegebenheiten haben sich komplett verändert – die klassische Fernsehshow für die ganze Familie ist tot, die Jungen nutzen kaum mehr das lineare Fernsehen, „Talk of Town“ ist inzwischen mehr das, was im Internet passiert als im TV. Das sich das San Remo und das Mello wie Monolithen in diesem Umfeld behaupten können, ist zum großen Teil auch ihrem „Traditionsaspekt“ geschuldet (Ich bin überzeugt, wäre das San Remo Festival erst 2020 erfunden worden, es wäre kein Erfolg geworden).

      Von daher stelle ich mir die Frage, wie es anno 2020 überhaupt noch möglich ist, eine brandneue Vorentscheidung *über einen langen Zeitraum konsequent* aufzubauen? Welches neuartige VE-Format hat sich schon mittel- und langfristig als Straßenrenner entpuppt? Das ungarische „A Dal“ hat seit 2012 jedes Jahr an Zuspruch verloren (und befindet sich letztlich dieses Jahr ohne ESC-Bezug am Quotentiefpunkt), „Destination Eurovision“ (Frankreich) war trotz starken Beiträgen ebenfalls kein Erfolg (dieses Jahr wird wieder intern gewählt) und auch Rumänen, die ihre „Selectia“ noch im Vorjahr zum großen Festival aufgemotzt haben, dampfen ihre Vorentscheidung auf ein Minimum ein.

      • D’accord, dass sich die Gegebenheiten verändert haben und dass das SRF und das Mello von ihrer jahrzehntelangen Tradition profitieren.
        Das hat die ARD leider versemmelt, mit ihren teils jährlich veränderten VE-Konzepten. Ich kann natürlich auch nicht erwarten, *einmalig* ein neues Format aus dem Boden zu stampfen und damit sowohl *sofort* als auch *nachhaltig* Erfolg zu haben. Mello und San Remo sind auch durch Krisen gegangen und standen schon vor der Bedeutungslosigkeit. Da braucht es einen langen Atem, den Willen zur Markenpflege und vor allem die Bereitschaft, Rückschläge auszuhalten.
        Vor diesem Hintergrund empfinde ich auch die Entscheidung des französischen Fernsehens, die Destination wieder einzustampfen, als absolut tragisch und falsch, denn die hätte langfristig das Zeug dazu gehabt, ein mitteleuropäisches Mello zu werden. Und insofern hätte ich es auch als besser empfunden, der NDR wäre bei seinem 2018 entwickelten Konzept und der Marke „Unser Song für…“ geblieben, mitsamt öffentlichem Vorentscheid, mit mehreren Liedern und Künstler:innen. So haben wir wieder eine Friss-oder-stirb-Situation, und im Gegensatz z.B. zum SRF oder dem ORF traue ich dem NDR leider nicht zu, dass er diese nutzt, einen tatsächlich „kantigen“ Beitrag durchzuboxen. Ich weiß auch nicht, warum…
        Aber gut, es ist, wie es ist, und immerhin wissen wir jetzt wenigstens, wohin es geht. Im Gegensatz zu den Briten. Schlimmer geht immer… 🙂

    • Das Melodifestivalen ist doch vollkommen unbekannt in Deutschland und anderswo. Die machen einfach nur meistens gute, moderne Beiträge. Beim ESC Finale stimmen eben nicht nur die Hardcorefans ab, das Publikum ist jünger als früher. Die Art der Auswahl und das heimische Interesse spielen gar keine Rolle für die Platzierung beim ESC Finale.

  4. Wie man am letzten Samstag beim Melodifestivalen gesehen hat, zählt die Landessprache leider nicht mehr, um erfolgreich zu sein. Besonders leidtragend dabei war Linda Bengtzing, die sich ihre siebte Teilnahme anders vorgestellt hat. Mein Vorschlag wäre daher, daß Schweden es so wie Island macht: alle Titel zuerst in der Landessprache und wer sich für das Finale qualifiziert, der kann entscheiden, ob er bei der Landessprache bleibt oder den Song in Englisch präsentiert.

  5. KLARE GEGENREDE gegen die Ansicht aus diesem Kommentar! Warum wird hier immer nur entlang des Ergebnisses, das „hinten rauskommt“ argumentiert? Ich hab immer vermutet, dass die meisten Eurovisionssympahtisanten (die nicht notwendigerweise aus irgendeiner „Bubble“ kommen müssen) auch andere Werte vertreten. Was interessiert es einen Fernsehzuschauer, was irgendeine Redaktion auswählt oder auswählen lässt? Ich kenne viele Sympathisanten des ESC – aus eurer Sicht „Normalos“ -, die einen Vorentscheid vermissen werden und die es – so wie ich – für ein Land wie Deutschland nicht als passend erachten, anders als über eine gute vorangehende Show zu einer Entscheidung zu kommen. Ja, es geht auch um die Show – darum, dass man zeigen kann, dass es was Würdiges ist, „für Deutschland“ als ESC-Act irgendwo zu fahren und darum, dass man auch zeigen kann, dass der jeweilige Sender „Show-Entertainment“ KANN und den ESC im Zweifel auch gut austragen könnte (und nicht nur Pflaume-, Silbereisen- oder Fischer-Shows produzieren kann). Die Quoten sind nicht das Entscheidende – die Zahlen sind halt ein Zeichen der Zeit für das gewandelte Medienverhalten bezüglich des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Aber, Mensch, es ist immer noch öffentlich-rechtliches Fernsehen und Showunterhaltung… Wie will man glaubhaft Showunterhaltung betreiben ohne Show zu machen… Es muss nicht kompliziert und teuer sein, kann sich mittlerweile auch auf Onlinewegen und Spartenkanälen verbreiten. Aber es sollte halt überhaupt vorhanden sein. Das einfachste Konzept ist meistens das beste. Da muss man noch nicht mal den von mir geschätzten Raab als Beispiel bemühen.

    Ich bin weiterhin echt enttäuscht darüber, dass das alles, was den ESC jenseits von Platzierungen ausmacht, mittlerweile niemanden interessiert. Selbst die“Fans“ nicht. Möge mal jemand, in diese Bubble und an die Bürostühle der Fernsehverantwortlichen pieksen…

  6. „Wie viele Nicht-Vorentscheid-Sieger konnten sich schon weit oben und längerfristig anschließend in den Charts platzieren“

    – Jeanette Biedermann (1999)
    – gefühlt die Hälfte von 2004 (u. A. Mia, Laith Al-Deen)
    – Monrose (2007)
    – Marquess (2008)
    – Alexa Feser (2015)
    – VoxxClub (2018)

    Nur um ein paar Namen zu nennen, auch wenn einige bereits vorher vergleichsweise bekannt waren. Aber auch der Bekanntheitsgrad der teilnehmenden Musiker kann einen Unterschied ausmachen, wie viele Leute die Sendung schauen. Beispiel 2016 mit Jamie-Lee Kriewitz. In anderen Jahren, in denen kaum bekannte Leute und Newcomer antraten (2017 und 2019) waren die Einschaltquoten wesentlich schlechter. Die Verlegung des Vorentscheides auf einen Freitag im letzten Jahr, würde ich nun auch nicht unbedingt als quotenfördernd beschreiben. Da war der Donnerstag schon besser, auch wenn die Sendung da Heidi Klum als Konkurrenz hatte.

  7. der Artikel ist fachlich einfach unzureichend. Fakt ist, dass die Einschaltquote der ESC Vorentscheide gerade bei den 14-49jährigen im Vergleich zum ARD Schnitt (gleiche Sendezeit) extrem weit überdurchschnittlich war (oft hat die ARD in dem Zuschauerbereich ja nur 4% bis 7%). Eine Absetzung ist daher unbegründbar. Vieles was hier im Artikel aufgeführt wird ist geradezu an den Haaren herbeigezogen und nicht überzeugend. Glaube auch nicht, dass die Verfasser hier einordnen können, was denn eine ‚gute Quote‘ ist und was nicht. Des weiteren ist die ARD eh völlig quotenunabhängig. Insbesondere der Vorentscheid 2019 war sogar ausgesprochen erfolgreich. Das Format kam gut an, nur das was im Angebot war, das war halt eine Katastrofe von vorne bis hinten. Dabei hätte ja jeder sehen und hören müssen, dass ein Fehlschlag (sehr niedrige Televotingzahl) drohte.

    …wenn die Charts wirklich maßgebend wären, dürfte ja nur eh Deutschrap auflaufen. Dann würden hier aber die Kommentarsektionen gnadenlos zugeheult werden…lol
    Übrigens war Luca Hännis Charterfolg ausserhalb der Schweiz nicht allzugroß. Eine einzige Wochenplatzierung in Deutschland auf Platz 62. Also wenn das ‚erfolgreich‘ ist, dann lebt der Verfasser in einer leicht seltsamen Welt…
    achso und wenn Luca Hänni das leuchtende Beispiel ist, dem jetzt nachgeeifert wird, dann erwartet uns ja sogar ein echter Nummer 1 Hit mit 40 Wochen Top 100. Da wette ich aber mal ganz locker dagegen.

    Der Vorentscheid ist auch nicht dazu da, unbedingt als Karriereboost zu dienen. Das haben aber die Plattenfirmen eben anders gesehen. Denen war nämlich völlig Wust, wer zum ESC fährt, sondern sie wollten einfach nur TV Airtime/Reichweite haben. Mittlerweile bringt TV Airtime aber den Plattenfirmen nichts mehr an Umsatz, deshalb sind die doch die ersten, die ‚den Saft‘ abgedreht haben.

    • „Glaube auch nicht, dass die Verfasser hier einordnen können, was denn eine ‚gute Quote‘ ist und was nicht.“ – Naja, der Verfasser ist promovierter Medienwissenschaftler mit knapp 20 Jahren Berufserfahrung in der Vermarktung und Marktforschung für vorrangig elektronische Medien. Ach, und konkret zur unterstellten fehlenden Qualifikation hat er als Dozent an Universitäten und Hochschulen schon mehrere hundert Studenten unterrichtet. Es gibt aber natürlich immer Leute, die qualifizierter sind.

      • für einen wissenschaftlich Tätigen ist der Artikel eh zu einseitig und mit keinerlei oder irreführenden wissenschaftlichen Belegen unterfüttert. Selbstverständlich ist, dass auch Fachleute Fehleinschätzungen unterliegen können. Und Claquerismus ist ja wohl eh unwissenschaftlich.

  8. Danke für den guten Artikel. Ich finde es auch kein Beinbruch,wenn einmal der Song intern ausgewählt wird. Aber für die Zukunft fände ich es schon toll, wenn sich mal ein Format für eine VE etablieren würde, cool wäre natürlich eine mehrteilige VE, aber das wird wohl Wunschdenken bleiben. Ist den Verantwortlichen anscheinend auch zu teuer. Interesse kann der verantwortliche Sender ja auch ein Stück weit generieren. Liegt doch auch z. T. in der Hand des NDR, inwieweit er die Sendung bewirbt.
    Ich meine: „DSDS“, „The Voice of Germany“ sind ja wohl auch recht erfolgreich, sonst gäbe sie es ja nicht schon so lange. Muss man den Privatsendern lassen, von deren Marketing kann die Öffentlich-Rechtlichen noch was lernen. Ob da die Qualität immer stimmt, mag jeder für sich selbst entscheiden.

    Ich bin echt neugierig auf den Act, und freue mich, dass endlich ein gutes Stück weit Klarheit herrscht.

  9. Wieder so ein unkritischer Kommentar von Douze Points. Natürlich erwarte ich nicht einen – Hau auf den NDR drauf Kommentar. Das bringt niemanden etwas. Aber so devot wird einfach das Hingenommen, was uns der NDR präsentiert. Das enttäuscht mich persönlich sehr. Hier erwarte ich von einem ESC Blog Lösungsvorschläge. Zumindest einmal Erläuterungen, warum es so gekommen ist. Es wird zb überhaupt nicht hinterfragt, warum sich die Quoten so entwickelt haben. Natürlich klappen Vorentscheide in Europa wunderbar. Nicht nur in Schweden und Italien! Deutschland hat die größte Musikszene Europas. Es ist ein Armutszeugnis, dass es unsere Fernsehleute nicht schaffen, einen interessanten VE zu organisieren. Natürlich ändert sich immer wieder die Fernsehlandschaft. Aber engagierte Leute die Spaß am VE haben würden neue Ideen entwickeln, und so Zuschauer früher oder später an die Show binden. Den privaten Sendern gelingt es immer wieder neue Sendungen zu entwickeln, die beim Publikum ankommen. Nur die öffentlich rechtlichen Sender können da überhaupt nicht mithalten. Der VE hätte eine starke Marke sein können. Doch der NDR hat Jahr für Jahr seine Konzepte umgeworfen und wundert sich, warum es immer weniger Zuschauer gab. Obwohl ich nicht dafür bin, bin ich davon überzeugt, wären RTL oder Pro 7 für den VE verantwortlich, diese würden eine konkurrenzfähige Show aus dem Boden stampfen. Was Jürgen Meier Beer 2001 sagte, gilt natürlich heute genauso.

    Einen Kommentar….ist halt so…finde ich sehr überflüssig. Das bringt keinen weiter.

    • Danke, Essenz daraus: Auch die deutsche Künstlerszene ist mal wieder als Problem ausgemacht worden… Jetzt baut man für die auch noch einen „geschützten Raum“… Es besteht einfach kein Mut mehr… aber sich hochtrabend dann doch im Rahmenprogramm auf der Reeperbahn bei besten Quoten bejubeln lassen… Traurig

  10. Deine Ausführungen sind natürlich voll und ganz korrekt, aber das Problem dabei ist doch nicht der VE an sich, sondern die Art und Weise, wie er in den letzten Jahren behandelt wurde. Ich glaube, dass im VE ein großes Potenzial steckt. Wenn das abgerufen würde, wäre er auch ein größerer Erfolg. Aber so ist es wohl tatsächlich besser, intern zu nominieren. Ich hänge an ULf… auch nicht besonders.

  11. Irgendwie habe ich das Gefühl hinter Douze Points steckt in Wirklichkeit Jan Feddersen 🤔. Anders kann ich mir das fast nicht erklären.

    Was erwarte ich mir von einem Beitrag, der als Kommentar dargestellt wird??? Es ist ja nix anderes als die Meinung vom Verfasser. Ich denke bei Kommentar immer an Tagesthemen und Heute Journal. Und dort sind Kommentare immer kritisch gegenüber den Machthabern (übersetzt NDR). Sind meine Erwartungen zu hoch?

    • Viele Kommentare hier wirken wie eine Beruhigingspille. Persönlich gefällt mir diesen Stil: alles zusammenfassen und noch eine Prise Ironie dazu.

      Die Kommentare in Tagesthemen/Heute sind viel mehr ein Versuch das Publikum zu sagen was man von etwas zu halten hat. Meistens stelle ich den Laut ab bis das nächste Thema kommt.

  12. Avantasia, die 2016 bei der Vorentscheidung waren, haben im vergangenen Jahr die Nummer 1 der offiziellen Album-Charts erreicht – zum ersten Mal in 20 Jahren Bandgeschichte. Die Tour war auch weitestgehend ausverkauft.

  13. Leute, wenn die alten verstaubten Männer des NDR keinen vernünftigen VE auf die Reihe bekommen, dann ist doch nicht die Konsequenz daraus, dass man keinen mehr macht, weil ja niemand was vermisst. Dann ist doch die Konsequenz daraus, das man es in andere Hände abgibt.
    Es kann mir niemand erzählen, das „die Nation“ keinen Bock auf eine gutgemachte Live Musik Show hat. Das sieht man doch an den Silbereisenprodukten. Wenn man sich mal Schweden und Italien ansieht, dann wird doch schnell deutlich wie viel Kohle und wieviel Erfolg ein Künstler daraus ziehen kann. Ganz abgesehen von einem internationalen Erfolg. An England und Deutschland sieht man einfach, wie man das ganze total verkacken kann und an Italien und Schweden etc. kann man sehen wie viel man aus dem Ding rausholen kann.
    Das Publikum außen vor zu lassen ist das allerdümmste was man machen kann. Der Künstler braucht nichts mehr als eine Nation, die hinter ihm steht. Die Internationalen Songschreiber und Choreographen sind die nächste Dummheit. Authentizität ist gefragt. Schickt doch besser die Guano Apes hin, als unerfahrene Künstler, die mit einer einstudierten Choreo überfordert und überhaupt nicht sie selbst sind. Fangt neu an, aber bitte mit einer Show oder besser mehrere am Samstagabend. Lasst es hippe junge Leute machen, den rbb oder Radio Fritz oder was weiß ich. Holt Euch wieder bekannte Größen ins Boot jeder Altersklasse, jeden Genres und nicht nur die jährigen Gitarrenmädchen, wie in den letzten JAhren.
    Kein Wunder das niemand was vermisst, nach diesen wirklich schlimmen VEs und Beiträgen.
    NDR lass es! Gib es ab! Junger frischer SWind bitte und Show, Aufmerksamkeit und seit laut und schrill.
    Deutschland ist keine Popnation, wir haben keine Interantionalen Stars und Hits, daher müssen wir echt und schräg sein. Aber vor allem authentisch. Wir haben die Szenen.

    • Dann lass bei Silbereisen statt Roland Kaiser, Maite Kelly, Beatrice Egli oder Ben Zucker mal Laing, Balbina, Nessi oder Y’akoto auftreten und wir schauen mal, wie die Quote dann aussieht. Außerdem hat die Show mit „Live-Musik“ doch herzlich wenig zu tun.

      • Alsonich kenne ganz wenige u30, die noch tv schauen. Man muss doch fernsehen machen für die, die auch schauen.

      • Da hast du Recht. Daher mögen die Silbereisen-Shows auch ihre Berechtigung haben. Aber wenn es darum gehen soll, ein VE-Format mit jungen, kantigen Acts zu gestalten, ist das Fernsehen als Primärmedium die falsche Adresse.

    • Es beruhigt mich zu lesen, dass ihr jungen ESC-Fans Euch auch nicht in allem einig seid. Du forderst junge hippe Leute und Authentizität, während wir von Ruhrpottler zu lesen bekamen, dass ihm die vielen ESC-Rentner mit ihren Rufen nach Authentizität und Radiotauglichkeit gehörig auf die Nerven gehen 🙂

      • Hast du dir san remo angeschaut? Da hast du alles dabei, alt jung, durchgeknallt, klassisch, alle genres. Die Italiener lieben es und ich auch. Das ist alles authentisch. Radiotauglich ist relativ. Das deutsche Radio ist ein sehr großes anderes Thema, allerdings gibt’s da viele Spartenkanale, die kein Mainstream senden bspw. Radio puls. Gerade das offentlich rechtliche TV kann sich komplett freimachen von dem Quotendruck, hier geht es um Eurovision, Völkerverständigung, bildungsauftrag, Kultur etc.

      • Chris Bock, ich kann Dir bei allem, was Du hier schreibst, nur zustimmen. Diese Mischung ist in der Tat sehr reizvoll. Wenn ich allerdings die Kommentare des einen oder anderen jüngeren Bloggers hier so verfolge, könnte ich mir schon vorstellen, dass ihnen die Konfrontation mit Altem und Klassischem beim San Remo Festival als eine Zumutung erscheinen könnte.

        Und ja, wenn nur einige Andere hier das mit dem Quotendruck auch ein wenig entspannter sehen könnten …

  14. Dass kein Interesse von Zuschauern und Künstlern besteht, zeigt doch nur, dass der NDR einen miesen Job macht. Ein Vorentscheid kann als Format auch in modernen Musik- und TV-Märkten Platz haben. Das zeigen ja die Beispiele aus anderen Ländern. Für Deutschland muss also auch die einzig logische Schlussfolgerung sein, den Vorentscheid deutlich zu verbessern und ihn eben nicht abzuschaffen. Dadurch sinkt wie erwähnt nur das Interesse am Contest generell, von dem man dann ja als Nicht-Fan nur noch einmal im Jahr hört, und damit steigt dann auch nicht das Interesse der Künstler.
    Der einzige Weg führt über einen richtig großen Vorentscheid, der über Jahre aufgebaut wird. Da muss man dann am Anfang auch mal niedrigere Quoten in Kauf nehmen, ohne gleich wieder alles umzuwerfen. Sowas sollte man von einem öffentlich finanzierten Sender, der eben nur bedingt auf Werbung und Quoten angewiesen ist, eigentlich erwarten können. Betrachten wir es als Investition in die Zukunft.

  15. Ich finde den obigen Kommentar ziemlich ernüchternd und enttäuschend. Er zeigt eine Gleichgültigkeit einer öffentlichen Auswahl gegenüber, die man nicht hinnehmen kann.
    Ich finde, man kann sich nicht einfach so damit zufrieden geben, den Fernsehzuschauer von der Beitragsauswahl auszuschließen.
    Die Vorgehensweise in diesem Jahr ist wirklich so was von zuschauerunfreundlich, dass man sich über negative Einstellung beim Publikum nicht wundern sollte. Und so was dient natürlich überhaupt nicht einer erfolgreichen ESC- Teilnahme, geschweige denn einer positiven Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

  16. Mir zeigt dieser Kommentar mal wieder, dass das Phänomen ESC in Deutschland als Bringschuld verstanden wird. Übertragen und frei gedeutet bedeutet das, dass wir als Fans dem NDR dankbar sein dürfen, überhaupt irgendeine Info zu bekommen. Und wenn es etwas kommt, dann dürfen wir applaudieren, was auch Teile der Fans bereitfällig machen.

    Die harte Wahrheit ist:
    – der ESC interessiert den NDR nur insofern, dass man ihn wohl aus historisch-emotionalen Gründen „machen muss“ (= gehört halt seit über 60 Jahren irgendwie dazu), aber aufgrund der über das Jahr betrachteten geringen Bedeutung im Gesamtprogramm klein halten darf (= Kommunikationsmurks in 2020 samt ONE)
    – ein Verzicht auf die VE ist insofern nur verschmerzbar, wenn dabei spürbar die Qualität der überhaupt in Betracht kommenden Lieder steigt
    – die Transparenzoffensive der letzten drei Jahre verpuffen, da Geheimniskrämerei noch nie ein guter Ratgeber gewesen ist und eher imageseitig und emotional beim Nutzer das genaue Gegenteil erzeugen

    Nur um das klar zu stellen: Mir persönlich ist ein ärgerlicher VE weniger lieb als ein qualitativ hochwertiger und begeisternder Act. In den Jahren seit Roman Lob gab es das nur ein einiziges Mal mit Michael Schulte, der Rest war Quark, da das alternde ARD-Publikum eben einen ganz eigenen Geschmack hat.

    Warum also jetzt in 2020 der Stein der Weisen sein soll, wenn man einfach das Schweizer Modell übernimmt, dabei die Fans brüskiert und gleichzeitig die Chance vergibt, den ESC samt VE generell auf ein anderes Wahrnehmungsniveau zu hieven, das weiß nur der NDR. Und hängt damit die Erfolgslatte und Erwartungshaltung so dermaßen hoch, dass die Entschuldigung im eventuellen Mißerfolgsfall gleich mitgeliefert wird, bevor überhaupt bekannt gemacht wird, wer denn nur für Deutschland singen wird. Das mag man nennen, wie man will, aber mit Mut hat das nichts zu tun, sondern kann eher als ein vorsorglich arrangierter gesichtswahrender Rückzug verstanden werden.

    Mein Orakel sagt voraus: irgendetwas auf Deutsch, irgendetwas mit Schlager oder Singer/Songwriter, irgendein Newcomer, irgendein internationaler Komponist, irgendetwas mit Message, aber nichts was begeistern wird Aber vielleicht liege ich ja falsch mit meiner Prognose.

    Am 27.2. wissen wir mehr. Ich erwarte absolut gar nix.

  17. Ich gehe mit deinem Kommentar völlig d‘accord.
    Von daher spare ich mir heute auch euren YouTube Stream.
    Das Thema ist jetzt echt mal durch und wir sollten einfach abwarten 🙄

  18. Ach Leute. Jetzt ist aber mal gut. 😀
    Dieses Jahr gibt es eben mal ne interne Nominierung, einmal in 10 bis 11 Jahren ist doch echt nicht schlimm. Andere „größere“ Nationen nominieren regelmäßig intern, bzw. fangen wieder damit an (Frankreich, Vereinigtes Königreich, Spanien, Russland, Aserbaidschan, Niederlande,…). Da wird es doch jetzt mal einmal in Ordnung sein, keine eigene Vorentscheidung zu haben (vor allem, wenn sich irgendwie noch ein Beitrag dazwischenmogelt).
    Ich sage immer noch: 27.02. abwarten und dann meckern, wenn nötig.

  19. Objektiv muss man sagen, dass Douze Points schon Recht hat. Ein Vorentscheid sollte entweder a) gute Ergebnisse liefern oder b) die Massen interessieren. Wenn aber am Ende seit Jahren ein 24. Platz rausspringt, der Siegersong weder in den Charts noch im Radio eine Rolle spielt und die Wiederholung des Bergdoktors bessere Quoten erzielen würde, gibt es leider wenige Argumente, am Konzept festzuhalten.

    Mich als Fan macht das auch traurig. Mir macht der Vorentscheid großen Spaß. ESC-Feeling im Februar. Ich höre mir die Songs vorher an, freue mich über jeden veröffentlichten Schnipsel und ziehe mir sogar alle ESC-Speeddates auf dem Eurovision.de-Kanal rein. 😀

    Eine interne Auswahl hat viele Vorteile, aber ich denke auch, dass der ESC dadurch noch nischiger und unauffälliger wird. Niemals hätte 2010 eine derartige Euphorie ausbrechen können, wenn Lena intern ausgewählt und im März aus dem Hut gezaubert worden wäre. Und leider gibt es hier auch keine Garantie auf Erfolg. Das neue Team bekommt von mir einen Vertrauensvorschuss, aber wenn im Mai dann wieder ein letzter Platz steht, muss man sich fragen, wofür der Vorentscheid abgeschafft wurde.

    Ich erwarte, dass der NDR zumindest ordentlich im Land promotet. Selbst Michael Schulte wurde 2018 von den Radiostationen bis zu seinem 4. Platz komplett ignoriert.

  20. Der Kommentar lässt sich interpretieren als „die Trauben des VE sind mir ja viel zu sauer“ und gute Miene zum bösen Spiel. Irgendwie färbt dann auch die NDR-ESC-Hofberichterstattung ab.
    Die diesjährige Kommunikation ist und bleibt eine einzige Peinlichkeit, und die ist nicht entschuldbar. Teilnehmer-Ergebnis und Erfolgschancen im Finale sind davon erstmal völlig unabhängig. Die Hoffnung stirbt zuletzt. S!sters letztes Jahr wurden auch bereits halb intern nominiert. Aber wer sein eigenes Publikum zu hause verarscht und aussitzt, wird auch im Ausland nur schwer landen können – selbst mit Wunderwaffe und vermeintlicher Erfolgsgarantie.
    Der VE kann auf ziemlich konstant 3 Mio. Zuschauer, 10 % Zuschauer und verhältnismäßig viel jüngeres Publikum zurückblicken. Da Fernsehen an Bedeutung verliert und wir nicht mehr wie vor 50 Jahren leben, hat der VE durchaus Potential. Angesichts völligen Mangels vergleichbarer Fernsehformate jenseits Musikantenstadl ist kein VE ärgerlich. Lieber ein schlechter VE als gar keiner. Vorfreude ist die schönste Freude. Der Erfolg im Finale ist ohnehin schwer kalkulierbar. Wer anderes behauptet, macht sich etwas vor.
    Chart-Erfolge sind kein Gradmesser für Qualität und korrelieren auch nicht unbedingt mit ESC-Erfolg. Vor allem: wer will beurteilen, ob zuerst die Henne oder das Ei da war? Carlotta Truman steht vor und nach S!sters auf der Bühne, Lily among Clouds hat nach Nicht-Gewinnen des ESC-VE ihr 2. Album veröffentlicht. Das ließe sich beliebig fortsetzen.

  21. Zuerst fährt man eine Sendung gegen die Wand und dann beklagt man die niedrige Quote…das kann doch wohl nicht der Ernst des NDR sein. Stellt der Unterhaltungschef sich eigentlich einmal selbst in Frage.?

  22. Mal ne andere Frage: Ist das hier kein Blog der Fan-Blase? Welches andere Organ wird denn in diesem Kommentar angesprochen? Herz und Hirn anscheinend nicht. Ich will meine anatomischen Fantasien aber nicht weiter vertiefen…

    • Sag das doch bitte mal den Niederländern und Belgiern sowie den lren. Diese drei setzen seit Jahren darauf und werden das leider nicht mehr ändern.

  23. Ich bin auch ein Fan, aber wenn ich mir die deutschen Vorentscheide der letzten Jahre anschaue, vermisse ich den Vorentscheid auch nicht.

    • Das waren Veranstaltungen auf ganz provinziellem Niveau und zum Fremdschämen (Tiefpunkt 2017). Da sich die deutsche Musikszene dafür eh nicht interessiert, ist es nur konsequent. Ausnahmsweise bin ich mal nicht so NDR-kritisch und das will schon was heißen….

  24. Da ich den deutschen Vorentscheid mit einer Ausnahme (2017) aus reinem Unbehagen noch nie ganz gesehen habe, werde ich ihn auch nicht vermissen. Da quäle ich mich lieber stundenlang durch Sanremo.

  25. Ich bin der Überzeugung dass der Mehrtitel VE ‚für immer‘ abgeschafft ist und für sehr viele Jahre nicht wieder zurückkehrt und wenn dann doch einmal, dann nicht ins ARD Hauptprogramm.

    • Dagegen hab ich ja nichts, aber dann bitte mit weniger nicht Infos. Man kann doch zumindest den Künstler bekanntgeben sobald er feststeht, das tut keinem weh und machen andere Länder genauso und dann kann man ihn auch so ein bisschen verfolgen und man ist einfach gefühlt näher am geschehen bis der Song dann kommt (siehe Österreich, ich folge Vincent seitdem er feststeht und es macht spaß so mitzuverfolgen was er macht, das wünsche ich mir für uns nächstes Jahr)

  26. die Schuld daran wird dann tatsächlich auch noch den Zuschauern in die Schuhe geschoben, die ‚zu wenig Stimmen abgegeben‘ haben. Das ist natürlich zynisch und auch die Tatsachen auf den Kopf stellend.

    Ob ‚man‘ einen VE wirklich braucht? Den braucht man im Grunde doch genausowenig, wie den ESC selber. Von daher ist das kein verwendbares Argument.
    Habe immer noch kein stichhaltiges Argument gelesen, warum es einen VE nicht mehr geben darf. ‚kann man drauf verzichten‘ ist doch kein Argument.

  27. Sorry douze points – kann deinem Kommentar nicht zustimmen.

    Z. B zu den sinkenden Einschaltquoten, haben die nicht alle Sender und Sendungen zu beklagen? Selbst Tagesschau und Tatort! (um mal ARD intern zu bleiben)
    Zu den Charts, auch hier befinden wir uns in anderen Zeiten, muss man einfach mal akzeptieren
    Und immer wieder die Schweiz 2019 als Vorbild…… Ich denke, es war ein Glücksgriff, es war Luca! Auf jeden Fall nicht das Auswahlsystem!
    Und warum voten die Leute mehr im ESC-Finale? Weil dort die bessere Musik läuft. In den letzten beiden Jahren habe ich nur aus Tradition angerufen, eigentlich wollte ich keinen Titel davon uns präsentieren lassen, selbst Michael Schulte nicht. Gut da habe ich mich geirrt, aber ich mag das Lied bis heute nicht. Wenn man qualitativ gute Musik präsentiert, gucken und voten die Leute auch.
    Wehe wenn uns am 27. nichts ordentliches präsentiert wird. Aber ich ahne Schlimmes, würde mich jedoch gern irren.

  28. Auf so ne Vorentscheidung wie letztes Jahr kann man wirklich getrost verzichten. Sowas müsste eigentlich viel größer, mit viel mehr PR dran gegangen werden. Nur dafür fehlt in Deutschland leider das Publikum.

    Am interessantesten fand ich in den letzten Jahren die VE 2016, weil hier sehr viele musikalische Richtungen vertreten waren. Leider mit dem komplett falschen Sieger.

    • also ich fand auch das elizajahr 2014 ziemlich abwechslungsreich – da gab es u.a. madeline,die ihren balladenhit error in der ersten runde warum auch immer nicht gespielt hat = verzockt – dann mariemarie an der harfe – santiano auf so einem holzschiff,noch mehr avantgardepop,rockabilly und sogar unheilig – selbst meine mutter hat sich das angeschaut und sie war am ende echt sauer,daß weder die angegrauten holzschiffsänger noch unheilig gewonnen haben.
      ich habe mir damals spontan die CDs von elaiza und mariemarie gekauft.
      als contest hat das gut funktioniert allerdings war der modus schon sehr seltsam.

      • Von 2013 bis 2015 hatten wir immer interessante und starke Titel im Vorentscheid, aber leider haben am Ende immer international chancenlose und etwas angestraubte Titel gewonnen. Das schließt auch Elaiza mit ein, deren Titel ich persönlich sehr mag. Ich hätte 2013 Blitzkids.mvt geschickt, 2014 MarieMarie und 2015 Alexa Feser. Aus dem 2013-Aufgebot befinden sich noch immer 3 Titel in meiner Playlist. Außer „Heart on the Line“ sind das „The Righteous Ones“ und „Craving“.

    • @togravus – stimmt schon, das waren 3 tolle VE-Jahre – ohne Frage. 2013 Blitzkids wäre natürlich spannend gewesen wie sowas int. ankommt – noch idealer wäre aber das PopOpera-Duo Nica&Joe gewesen (mE der ESC-kompatibelste Act aus 2013); 2014 war Elaiza schon Klasse, halt mit riesen grossen Startplatz-Pech so direkt nach Conchita….aber MarieMarie war mindestens „gleichwertig“ – hätte ich auch gerne beim ESC gesehen; mit leichten Abstrichen auch Santiano. In 2015 lief halt schief was schief laufen konnte – schon im Clubkonzert hätte nicht Ann-Sophie die Wildcard bekommen dürfen, sondern die Moonjos-Jungs mit deren „Haggard Heart“….wobei ich nicht weiss, ob die dann auch glückliche zweite und damit die Nachrücker für Andreas Kümmmert (den ich wirklich gern in Wien gesehen hätte – egal ob mit Song 1 oder 2) geworden wären.

      Der 2016er VE war – wie schon einige schrieben – durchaus vielfältig…dummerweise wäre wohl auch Herr Diehl chancenreicher gewesen in Stockholm – da war mir dann Jamie-Lee doch 1000 x lieber…am allerbesten aber wären Avantasia gewesen.

      Naja, es ist müsig den verpassten Chancen nachzutrauern – ESC-Siegertitel waren sie ja letztlich alle nicht. Aber mit einer besseren Bilanz hätte man vielleicht auch in den Jahren ab 2017 weitere, vielfältige VE`s haben oder diese ausbauen können. Was 2017 kam war dann allerdings der Super-Gau :-((

  29. Der NDR hat weltweit nach Liedern gesucht. Haben wir hierzulande nur schlechte Musiker? Haben wir nur schlechte Komponisten? Haben wir nur schlechte Texter? Deutschland mit seinen 80 Mio Einwohnern- also künstlerisch so schlecht, weil der NDR weltweit suchen muss?

  30. Hab gerade mal die Zuschauer-Zahlen der Vorentscheide mit denen vom ESC-Finale verglichen und finde da schon so etwas wie einen Zusammenhang:
    2013: 8,21 Mio.
    2014: 8,96 Mio.
    2015: 8,11 Mio.
    2016: 9,33 Mio.
    2017: 7,76 Mio. (+ 0,32 auf One)
    2018: 7,71 Mio. (+ 0,5 auf One)
    2019: 7,59 Mio. (+ 0,49 auf One)

    Der 2016er Ausreisser passt zum Schub beim entsprechenden Vorentscheid. 2018 gab es im Vergleich zum VE sogar eine leichte Steigung, ich nenne es mal den Schulte-Effekt. Insgesamt scheint mir: je schlechter die Quote beim VE war, je schlechter war sie beim ESC-Finale.

    Guckt man auf die Jahre davor, fällt noch auf, dass die Quote des VE bis auf 2012 relativ konstant blieb und selbst 2010 mit 4,5 Mio. kaum höher als 2016 war, während das ESC-Finale in den beiden Lena-Jahren einen extremen Schub bekam (14,7 und 13,83).

    Der ESC von 2009 (letzte interne Wahl) hatte übrigens mit 7,36 Mio. Zuschauern eine Quote, die seither nie unterschritten wurde. Bin sehr gespannt, ob das so bleibt …

    http://www.quotenmeter.de/n/109441/trotz-deutschland-niederlage-esc-bleibt-ein-strassenfeger

  31. Die Zuschauerzahlen mögen eine gewisse Aussagekraft haben. Wie die Zuschauerzahl gruppiert nach Alters-Kohorten je Kohorte (10-19, 20 bis 29, 30 bis 39 usw..) ausgefallen ist lässt sich aber nicht ablesen. Mutmaßlich dürfte sich das Interesse der besonders viel Musik in Form von Songs konsumierenden Personen ‚unter 30 Jahren Lebensalter‘ an der ESC Final-TV-Übertragung beträchtlich reduziert haben.

    Ein Teil des mutmaßlich bei unter 30jährigen abgenommenen Interesse an der ESC Final TV Übertragung ist wohl in die Youtubeverbreitung (pro und ante Finale) gegangen. Meinen Untersuchungen nach hat sich der Marktanteil der Musikvideos der ESC Finalteilnehmer in den vergangenen Jahren aber am Gesamtmusikkonsum auf Youtube insgesamt grob geschätzt mindestens halbiert. Das betrifft vor allem auch die Videos von Beiträgen, die nicht aus dem Heimatland des jeweiligen Users stammen und die Vorfeldverbreitung scheint etwas stärker betroffen. Es liegt zT aber auch daran, dass die bevölkerungsstarke Türkei dem ESC den Rücken gekehrt hat.

    Gleichzeitig ist allgemein zu beobachten, dass der Chartimpact der ESC-Finalsongs, die nicht aus dem jeweiligen Heimatland stammen signifikant abgenommen hat.

    Zu beobachten ist generell auch, dass Televotingergebnisse oft nicht zu Charterfolgen konvertieren bzw weniger als in den nuller Jahren. Beispiel: im vergangenen Jahr siegte im Televoting der deutschen und britischen TV Zuschauer bzw der TV Zuschauer in Europa insgesamt der norwegische Beitrag. In den deutschen und britischen Charts bzw ausserhalb Norwegens insgesamt hingegen war der Titel ein fast völliger Fehlschlag.

    Auch der ESC Siegertitel 2019, wie auch die Siegertitel 2018, 2017 und 2016 waren alles in den Charts nur wenig bis gar nicht erfolgreiche Titel. Zu beachten ist, dass seit dem Jahr 2015 der Musikkonsum dramatische Veränderungen erlebt hat. Diese spiegeln sich nicht im ESC wieder, bzw nur in kleinen Ansätzen. Es gibt zwar eine indirekte Kooperation mit Youtube aber zb keine mit Spotify, oder ggfs. einem anderen Streamingdienst.

      • Diese ESC Album CD müsste sowieso ganz, ganz dringend abgeschafft werden. Man muss mit allen Mitteln das Song-Streamingaufkommen im Bereich Audio steigern, sonst wird das mit dem ESC auf Dauer nichts mehr. In dem Bereich läuft es sehr schlecht. Eine Album CD zieht Nachfrage ab. Diskutabel ist, ob die Einstellung der CD Verbreitung wirklich die Streamingnachfrage merkenswert steigern würde. Kernpunkt beim Streaming ist ja, dass man was veröffentlichen muss, was sich viele Leute auch wiederholt hören wollen. Das ist bei den ESC Beiträgen zu selten der Fall. CDs hingegen werden eher von Leuten gekauft, die gar keinen Streamingaccount haben. Klar erscheint mir aber zu sein, dass ein fehlendes ESC Album Nachfrage umleiten kann. Zwar vllt nicht so stark ins Streaming dafür vllt noch eher in den Song-Downloadbereich.

      • Also zum Glück gehörst Du nicht zu den Entscheidern. Eurovisions-CD abschaffen, sonst noch was!

        Du schreibst, dass CDs von Leuten gekauft werden, die gar keinen Streamingaccount haben (also z.B. jemand wie ich). Wieso zieht dann eine Album-CD Nachfrage ab???

        Außerdem kann auch ich lustige Forderungen aufstellen:

        Veröffentlicht die Eurovisionslieder auch auf Kassette und auf Schallplatte!

        Und wo ich gerade schon dabei bin:

        Führt das Orchester wieder ein!
        Verbietet Pyro-Technik beim ESC!
        Werbt massiv für den ESC bei der Generation Ü60, vertreibt die Teenies mit ihrem schrecklichen Teenie-Musikgeschmack! …

        (Dir fällt vielleicht auf, dass die Forderung nach einem Verbot von Raptiteln fehlt, aber ich bin immer noch etwas verwirrt von der Entdeckung, dass mir zwei San-Remo-Rap-Titel gefallen) 😉

      • Erhöhung des Streamingaufkommens erreicht man nicht durch Abschaffung des CD-Verkaufs. Man muss das Album einfach als Stream bereitstellen.

      • @Thomas M. (mit Punkt) – ich hab auch keinen Streaming-Dienst, noch nicht mal einen MP3 Player….und aufm Smartphone will ich das nicht haben, sonst ist der Akku noch schneller leer :-). Ich hör Musik am liebsten im Auto oder eben über die Anlage zu Hause – und zwar in dem ich eine CD einlege 🙂

        Deine Forderungsliste ist hiermit auch von mir unterschrieben !!! Wir können ja ne Petition draus machen :-).

  32. Weiß jemand, wieviel Anteil an einer Chartplatzierung ein CD- Verkauf hat? Ich weiß überhaupt nicht, wie heutzutage Charts bestimmt werden. Wenn ich nach dem ESC- Finale die Itunes-Charts anschaue, liegen viele Eurovisionsbeiträge vorne. Aber in den offiziellen Charts schaut das dann ganz anders aus.

    • Habe vor wenigen Tagen nachgeschaut. In Deutschland werden die Charts nach Umsatz ermittelt. In den meisten anderen europäischen Länder sind die Charts breiter aufgestellt, da haben Airplay und Streaming mehr Einfluss auf einen Chartplatzierung.

    • Bei Alben machten 2019 CDs rund 71% Umsatzanteil aus, Vinyls an die 10% (da sehr hochpreisig), Downloadalben etwa 7% und ca 12% Anteil hatte 2019 Audio-Streaming. 35% aller CD und Vinyl Käufe finden in den 6 Wochen Vorweihnachtszeit statt. Ausserhalb der Weihnachtszeit wird Streaming in diesem Jahr schon 20% chartrechnerischen Anteil bei Alben haben.
      Tatsächlich, dem Gesamtumsatz nach, macht Streaming (Audio + Video) aber jetzt schon knapp zwei Drittel der Musikumsätze aus. Dieses Jahr werden es 75% sein.

      In den Albumcharts wird der Audio-Streamingumsatz um mehr als den Faktor 10 abgewertet. Acts, die im Audio-Streaming stark sind erscheinen daher in den Albumcharts sehr schwach, obwohl der erzielte Umsatz in Wahrheit mehr als 10mal höher ist. Problem bei der Berechnung ist, dass beim Streaming NUR Songs gestreamt werden und keine Alben.
      Beispiel: 13 Songs eines Albums werden in einer Woche 10 Mio mal gestreamt. Ca 100.000 Euro fliessen somit in die Kassen der Plattenfirma (100 Audiostreams bringen round-about 1€) . Für die Albumcharts als Umsatz werden aber weniger als 10.000 € ‚Umsatz‘ errechnet. Das entspricht 666 für 15€ verkauften Album CDs. Es müssten aber eigentlich 6660 sein. 6660 wäre meist Top 10, 666 wäre meist nichtmal Top 100…

      Bei Singles machen CDs weniger als 1% aus. 90% Streaming. Rest Downloads.

      • Das sind in der Tat interessante Informationen, danke dafür!

        Ich find’s allerdings nur gerecht, wenn das Streamen eines einzelnen Songs nicht gleich stark für die Single und die Album Charts gewertet wird. Es ist schlimm genug, wenn bei Veröffentlichung des Albums von bekannten Künstlern gleich 15 Titel dieses Künstlers auf einmal vorne in den Charts auftauchen (ein weiterer Grund, warum ich die Single Charts nicht mehr ernst nehme), dann brauchen diese 15 Einzelstreams nicht zusätzlich auch noch voll als Album-Stream gewertet zu werden.

  33. KORREKTUR:
    habe es jetzt nochmal nachgelesen in der Systembeschreibung auf musikindustrie.de:
    Tracks eines Albums werden nach Höhe des Streamingaufkommens sortiert. 12 meistgestreamte Tracks eines Albums werden maximal gewertet. Die beiden meistgestreamten Tracks eines Albums erhalten als Albumstreamingwert den Durchschnittswert der 9 nächsterfolgreichen Tracks des Albums.

    aus der Systembeschreibung:
    Track 1 und 2 mit dem Durchschnittswert der Tracks 3bis 12 !

    „Summe aller Streams Track 1 bis 12 mal 12 geteilt durch 10 mal Umsatzwert je Stream.“

    Muss meine Aussage daher korrigieren!

    Beispiel:
    Album mit 15 Titeln. 3 Titel werden in einer Woche je 2 Mio mal gestreamt. 12 Titel werden jeweils 0,33 Mio mal gestreamt.

    Der Umsatzwert je Stream liegt aktuell bei ca 0,01 € (100 Streams = 1 €).

    Summe aller Streams Track 3 bis 12 = 4,97 Mio + Summe Track 1 und 2 mit Durchschnittswert 3-12 = 0,99 Mio.
    Gesamtsumme mal 12 ergibt 59,64 Mio geteilt durch 10 = 5,964 Mio.
    Das mit dem Umsatzwert multipliziert ergibt 59.640 € ‚Gesamt-Umsatzwert‘.

    Das entspricht 3.976 verkauften CDs á 15€ (ca Durchschnittspreis einer CD in Deutschland)

    bei der Gold-Wertung werden die 5,964 Mio durch den Standardfaktor 2000 geteilt = 2982 als ‚virtuelle Stückzahl‘.

    Hatte das ‚mal 12‘ nicht mehr auf dem Schirm gehabt.

    Der tatsächlich erzielte Umsatz wäre ein etwas anderer.
    Songs, die in den Singlecharts notiert sind müssten in den Albumcharts mit Umsatz NULL gewertet werden. Das beträfe bei dem obigen Beispiel 3 Songs. Die übrigen 12 Songs des Albums brächten einen Umsatz von 39300€. Das wäre die kaufmännische Rechnung, da Umsätze ja auf keinen Fall doppelt verbucht werden dürfen und Umsätze die anfallen nicht ‚unter den Tisch‘ fallen dürfen.
    Weitere 60.000€ Umsatz erzielen die 3 Songs des Albums in der Singles Wertung.

    In der Berechnung der Musikindustrie werden bei dem Beispiel oben 20.000€ Pseudoumsatz gewertet, die gar nicht anfallen.

    So sieht es aus!
    Ganz unrealistisch ist die etwas komplizierte Umsatzwertung des Streamings in vielen Fällen daher nicht. Alben mit deutlich mehr als 12 Titeln könnten mitunter beträchtlich benachteiligt sein. Alben hingegen, die besonders viele Single Hits aufweisen sind bevorteilt, da solche Alben viele songs enthalten die sowohl in den Single Charts als auch in den Albumcharts mit dem vollen Umsatz gewertet werden. Der Umsatz fällt aber tatsächlich nur einmal an und NICHT zweimal…

  34. daraus ergibt sich dann natürlich auch eine andere Gesamtumsatzverteilung. Man kann grob davon ausgehen, dass Streaming bei Alben insgesamt auch schon über 50% Marktanteil haben dürfte. CDs um die 40% Anteil liegen. Vinyls und Albumdownloads liegen bei je 3% bis 4 %.
    Je nach CD Preis, CD Verfügbarkeit und Streamingaufkommen ist das Umsatzverhältnis aber je Album sehr unterschiedlich.
    In den wöchentlichen Top 100 Charts, die stark von hochpreisigen CDs und Vinyls beeinflusst sind dürfte der Streaminganteil eher nur bei 30% bis 35% liegen. Ende des Jahres bei dann mindestens 40%.

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