Live-Blog: Erste Durchlaufprobe des Finales des ESC 2022

Bild: EBU / CORINNE CUMMING

Gestern Abend kurz nach 23 Uhr wurden die letzten zehn Finalplätze vergeben. Und heute um 13 Uhr müssen schon wieder alle Finalisten in der Pala Alpitour Arena in Turin zur Stelle sein. Denn dann wird zum ersten Mal das gesamte Finale geprobt. Wir hoffen, dass die Probe wie angekündigt um 16:50 Uhr vorbei ist. Die erste Probe für das zweite Halbfinale zog sich am Mittwoch ja sehr in die Länge.

Es steht fest, dass die 25 Finalisten in der zunächst ausgelosten und dann zugeteilten Reihenfolge Proben werden. Dabei werden die Übergänge zwischen den Acts geprobt. Außerdem kann es sein, dass wir auch die Eröffnungsnummer und andere Intervall-Acts zu sehen bekommen. Dies ist hier geplant:

Eröffnungsnummer: Flaggenparade, begleitet vom Rockin’ 1000-Ensemble und Co-Moderatorin Laura Pausini, die ein Medley aufführt
Pausenact 1: Måneskin spielt ein Medley, darunter „Zitti e buoni“
Pausenact 2: Gigliola Cinquetti singt ihren ESC-Siegersong „Non ho l’età“
Pausenact 3: Medley aufgeführt von Co-Moderator Mika

Das ist die Reihenfolge der 25 Beiträge:

  1. Tschechien: We Are Domi – „Lights Off“
  2. Rumänien: WRS – „Llámame“
  3. Portugal: MARO – „Saudade, saudade“
  4. Finnland: The Rasmus – „Jezebel“
  5. Schweiz: Marius Bear – „Boys Do Cry“
  6. Frankreich: Alvan & Ahez – „Fulenn“
  7. Norwegen: Subwoolfer – „Give That Wolf a Banana“
  8. Armenien: Rosa Linn – „Snap“
  9. Italien: Mahmood & BLANCO – „Brividi“
  10. Spanien: Chanel – „SloMo“
  11. Niederlande: S10 – „De Diepte“
  12. Ukraine: Kalush Orchestra – „Stefania“
  13. Deutschland: Malik Harris – „Rockstars“
  14. Litauen: Monika Liu – „Sentimentai“
  15. Aserbaidschan: Nadir Rustamli – „Fade to Black“
  16. Belgien: Jérémie Makiese – „Miss You“
  17. Griechenland: Amanda Tenfjord – „Die Together“
  18. Island: Systur – „Með Hækkandi Sól“
  19. Moldau: Zdob şi Zdub & Advahov Brothers – „Trenulețul“
  20. Schweden: Cornelia Jakobs – „Hold Me Closer“
  21. Australien: Sheldon Riley – „Not the Same“
  22. Großbritannien: Sam Ryder – „Space Man“
  23. Polen: Ochman – „River“
  24. Serbien: Konstrakta – „In corpore sano“
  25. Estland: Stefan – „Hope“

Wir begleiten die erste Durchlaufprobe (im offiziellen Zeitplan steht „Grand Final – dress rehearsal 1“) am Freitagnachmittag aus Hamburg-Hohenfelde. Sie ist von 13:00 Uhr bis 16:50 Uhr angesetzt. Was läuft, was hakt, was ist neu und was wurde es verändert? Und vor allem: Können die Acts auch im Gesamtablauf die Erwartungen erfüllen, die die Wettbüros in sie setzen?

Mahlzeit aus Hamburg-Hohenfelde! Zur besten Mittagszeit startet in Turin gleich die erste Durchlaufprobe für das Finale, das morgen Abend ab 21 Uhr zu sehen sein wird.

Es ist Punkt 13 Uhr und wir sehen die Halle aus verschiedenen Vogelperspektiven. Es sitzt auch ein Pulk von Journalist/innen auf dem hinteren Rang. Ansonsten ist noch nichts zu sehen oder zu hören.

Es ist jetzt 13:06 Uhr und es tut sich nichts in der Halle. Also nichts wesentliches. Ich halte Euch alle 5 min auf dem Laufenden. Um 13:11 Uhr tut sich etwas. Die Probe wird bei der Präsentation der Lieder ohne Laura laufen, um sich noch etwas zu erholen. Wir sollen uns aber keine Sorgen machen. Sie wird zur Probe ihres Gesangsteils in der Halle sein. Um 13:14 Uhr kommt die Eurovisionshymne.

Es startet ein Video. Menschen ziehen durch Turin und klatschen einen Rhythmus. Es ist abends und die Stadt ist schön beleuchet. Jetzt wird klar, was sie auch auf Instrumenten spielen: „All we are saying is give peace chance!“ Oh, man, ich bekomme Gänsehaut. Die Liederzeile wird immer wiederholt. Die Kamera fährt in die Halle, wo dann sicher die Menschen mitklatschen und mitsingen werden. Auf der Bühne stehen Alessanro und Mika.

Jetzt geht es richtig weiter. Auf der Bühne sind auch Trommler und eine Sängerin mit roten haaren kommt dazu und singt ein Lied auf Italienisch. Ich denke, das ist jetzt schon das Medley von Laura Pausini. Aber das scheint ein Stand-In zu sein. Sie hat auch eine Maske auf. Die Songs sind rockig-melodisch. Ich bin mit dem Œuvre von Laura Pausini nicht so vertraut. Daher kann ich hier nicht mehr zu den Titeln sagen. Zeitweise hat sie Tänzer/innen ganz in schwarze mit langen roten Lackhandschuhen um sich.

Jetzt müsste dann ja die Flaggenparade kommen. Die Tänzer gehen mit leuchten Neonröhren von der Bühne. Genau so ist es. Die Acts werden in der Startreihenfolge aufgerufen. Sie kommen rechts hinter der Bühne hervor und gehen über den Laufsteg nach vorn Richtung Satelliten. Die Länderfahnen werden immer groß auf dem Screen hinter der Sonne gezeigt. Chanel hat noch die Lockenwickler drin und trägt Sonnenbrille. Nach ihr ist auch eine kurze Pause mit den tanzenden Leuchtstäben. Ukraine kommt mit Fahnen auf die Bühne. Malik mit weißem T-Shirt und blauer College-Jacke. Der Name des jeweiligen Landes wird immer über der Vorderbühne eingeblendet. Steht dort ein transparenter Screen? Es sieht auf jeden Fall gut aus. Nach Schweden kommt noch eine kurze Tanzeinlage. Am Ende gibt es um die Sonne viele Regenbogenfarben.

Nun werden die Moderator/innen: Laura, Alessandro und Mika angekündigt. Laure wie gesagt mit Stand-In. Und Mika auch. „I’ve never been more excited in my life.“ Der Fake-Mika braucht noch ein Mikro. Sie erklären die Abstimmungsmodalitäten. Außerdem stellen sie auch die Drohne Leo vor. Und dann ist es auch schon Zeit für Tschechien.

1. Tschechien: We Are Domi – „Lights Off“

Gestern Abend haben sie noch das zweite Semi beendet. Heute müssen sie als erste ran, mal schauen wie der Song an der Stelle funktioniert. Die Sängerin trägt wieder ihre lustige Probenfrisur mit dem Mini-Dutt. Bei den hohen, langen Tönen verausgabt sie sich nicht unnötig. Ich weiß nicht. Entweder bin ich noch nicht wieder in der Stimmung für „Lights Off“, oder das ist doch etwas zu viel für den Anfang? Feiern können die Zuschauer/innen zu Hause auf jeden Fall dazu. Sollten sie auch, denn ab/nach Malik kommt ja die lange Balladen-Durststrecke. In den drei Minuten passt alles. Aber man sieht den dreien an, dass sie noch nicht wieder so richtig auf Adrenalin sind.

2. Rumänien: WRS – „Llámame“

Der Überraschungsqualifikant von gestern. WRS kann sich wirklich freuen, im Finale dabei zu sein, auch wenn es auf Startplatz 2 ist. Die Stimme klingt heute zum Auftakt deutlich besser. WRS scheint im Gegensatz zu den Tschechen schon wieder voll on fuego zu sein. Hola, mi bebébé! Die Bewegungen scheinen mir nicht ganz exakt ausgetanzt, müssen sie aber auch nicht sein. WRS feuert das Publikum zwischendurch zweimal an. Danach hängt dann auch kurz die Stimme. Also, da müsste am Ende wirklich die 2 vor dem Ergebnis stehen.

3. Portugal: MARO – „Saudade, saudade“

Nach den beiden schnellen Nummern zum Auftakt ist die ruhige Nummer wirklich bestens positioniert – trotz der frühen Startnummer. Auch die Portugiesinnen scheinen schon wieder gut drauf zu sein. Sie haben sich ja schon am Dienstag qualifizieren und konnten sich an den Umstand gewöhnen. Keine Auffälligkeiten.

Nach der Postkarte muss ein Stand-In kurz übernehmen. Alessandro kommt dazu, lässt den Stand-In aber reden. Dann ist Finnland dran.

4. Finnland: The Rasmus – „Jezebel“

Dann geht es mit Bumms weiter. Die Haare von Lauri sitzen auch schon um diese Tageszeit. Ich ertappe mich beim Mitsingen und Mitwippen. Aber ich habe mir auch diesen Song nun schöngehört. Hier passt alles. Bei der Totale eben habe ich das erste Mal gesehen, dass das mit den Luftballons richtig gut aussehen kann. Lauri kommt mir zeitweise etwas außer Atem vor. Er hat ja gestern bei der Pressekonferenz auch gesagt, dass er von der Bar direkt zur Probe kommen wolle – als Antwort auf die Frage, wie er die Qualifikation ins Finale feiern wolle.

5. Schweiz: Marius Bear – „Boys Do Cry“

Also bis hierher gefällt mir der Wechsel der Nummern wirklich gut. Auch Marius ist ein schöner Kontrast zu Finnland. Die Stimme ist wie immer top. Auch die Bewegungen sitzen, auch wenn ich die etwas übertrieben finde und nicht ganz passend zu ihm. Oh, variiert er bei der zweiten Strophe etwas die Tonlage? Er ist aber schnell wieder auf Linie. Und das war auch kein Fehler, sondern gewollt. Er hat – wie auch schon am Dienstag – wieder ein paar Schweißperlen auf der Stirn.

6. Frankreich: Alvan & Ahez – „Fulenn“

Nach der Postkarte muss Mika noch einmal ran. Nachvollziehbar, denn hier fehlt sicher noch etwas die Übung, da die Big-5-Länder ja noch nicht so oft den Durchlauf geprobt haben. Bämm, kraftvoller Auftakt. Etwas aggressiv vielleicht, aber ein Hingucker und Hinhörer. Alvans Stimme wirkt etwas versetzt zu denen der Damen. Viel Grün. Und da hat eine Kamera dann mal schön einen anderen Kameraarm eingefangen. Aber andere kurze Bewegungen von Alvan werden super eingefangen. Aber die Aussteuerung ist wirklich nicht gut. Also, ich bin ja grundsätzlich bei Thomas Mohr und Consi, dass wir hier einen, wenn nicht den attraktivsten Sänger des Jahrgangs haben. Aber seine Ausstrahlung macht dann doch mehr Angst. Seine Abmoderation habe ich nicht verstanden. Na, das kann auch gut im Bereich 15-20 landen.

7. Norwegen: Subwoolfer – „Give That Wolf a Banana“

Jetzt hauen sie aber auch einen raus. Direkt nach Frankreich die norwegischen Bananen-Großmutter. Das ist gleich viel harmonischer, freundlicher, lustiger. Das ist vermutlich kein Jury-Futter, aber ich denke schon, dass das bei den Zuschauer/innen besser ankommt als Frankreich – zumal im direkten Vergleich. Gesanglich ist das sicher nicht besonders stark, aber hier reicht der positive Gesamteindruck. Ach, wenn wir doch mal so einen professionellen Auftritt aus Deutschland hätten… Dass sie auch die Farbwelt der Ukraine bedienen, ist Zufall. Ich hoffe, dass das jemand, der das nicht weiß, als Anbiederung versteht.

8. Armenien: Rosa Linn – „Snap“

Trägt Rosa Linn etwas anderes oder hatte sie in der Probe auch schon diesen übergroßen Hosenanzug in hellgelb an? Ist ja nun auch kein richtiger Farbklecks – zumal vor der weißen Papierwand. Beim zweiten mal wird das Abreißen der Papierstücke ja auch etwas langweilig. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass viele den Auftritt morgen zum ersten Mal sehen werden. In der letzten Minute war ich irgendwie abgelenkt. Naja, es hat ja fürs Finale gereicht, dann kann’s so schlecht nicht sein. 

Vor den Gastgebern gibt es eine Ansage von Lauras Stand-In und Mika. Es gibt einen Einspieler mit den besten Szenen der beiden Halbfinale. Wir haben schon wieder jede Menge visuelles Futter bekommen.

Anschließend stehen alle drei Moderator/innen im Green-Room-Garten. Jetzt wird der Mörderjubel kommen. Natürlich mit Bildern aus der Gastgeberstadt Turin.

9. Italien: Mahmood & BLANCO – „Brividi“

Mahmood atmenet laut. Er trägt ein weißes T-Shirt und einen blumigen Hosenrock, darüber einen weißen halbtransparenten Mantel und schwarze Stiefel. Blanco ist ganz in Schwarz gekleidet. Er zeigt keinen unnötigen Flecken Haut. Er steht in seiner Strophe auf dem weißen Flügel, an dem jemand spielt. Diodato? Das ist wirklich stimmlich schöner. Dann ergänzen sich aber beide sehr schön. Ah, und dann sieht man auch, dass Blanco unter der Jacke ein transparentes schwarzes Trägershirt trägt. Oh, das ist so viel besser als mit den ersten Outfits. Schönes Finale, das vom Licht untermalt wird. Aber würde es auch ohne die Ukraine für den Sieg reichen?

10. Spanien: Chanel – „SloMo“

Ach, ich freue mich für Chanel. Sie hatte es nach dem Benidorm Fest ja nicht leicht, weil sie die Juryfavoritin war. Mittlerweile habe ich aber den Eindruck, dass die Spanier/innen hinter ihr stehen, auch weil sie einfach ganz oben mitspielen kann. Ihre Stimme hört man heute sehr stark, da wird noch live gesungen. Das ist tänzerisch einfach auch zwei Klassen über Rumänien. Also, wenn es nach mir geht, sind ab nächsten Jahr alle Länder verpflichte solche Choreographien beim ESC zu präsentieren. Naja, besser nicht. Geil, der rote Fächer. Me gusta! Und dann der Beweis, dass sie singen kann. Großes Finale. Nochmal totales Fuego. Top!

11. Niederlande: S10 – „De Diepte“

Und auch hier wieder super Kontrast. Das ist auch einfach ein großer Unterschied zum American Song Contest. Die zweite Strophe finde ich ja etwas langweilig inszeniert, da könnten etliche Leute das Interesse verlieren. Aber das ikonische Huhuu, hahaa holt es dann wieder raus. Es ist wirklich fantastisch, dass sie selbst jetzt in der Probe ganz am Ende so emotional wird.

Moment, das ist doch die Postkarte von Sam Ryder?! Aber es kommt trotzdem die Ukraine.

12. Ukraine: Kalush Orchestra – „Stefania“

Jetzt auch mal ohne den Krieg in der Ukraine: Das Lied hätte auch so eine Chance auf eine Top-10-Platzierung gehabt. Gleichzeitig passt der Song mit seiner Melancholie, aber auch seiner Lebensfreude einfach fantastisch. Und natürlich ist das auch richtig gut dargeboten – ganz ohne Sacha Jean-Baptiste und Marvin Dietmann (denke ich zumindest).

Und jetzt wird’s spannend. Aber es gibt eine kurze Schalte in den Green Room zu Mika und Alessandro. Wir wissen ja schon, dass das Umbauen für Malik sehr lange braucht. Offenbar kann man die Pflanzen im Green Room essen: „they are real“. Man, der Umbau dauert wirklich lange. Jetzt wird das Publikum gezeigt und dann kommt erst die Postkarte.

13. Deutschland: Malik Harris – „Rockstars“

Start in Großaufnahme und mit sehr kräftiger Stimme. Wow, da war gerade ein lauter Zischlaut. Das Video von der Probe wurde ja gestern Nacht veröffentlicht. Vom Ablauf hält sich Malik natürlich daran. er trägt ein grau-auberginenfarbenen T-Shirt. Bei „Mess“ strubbelt er seine Haare. Der Rapteil wird vom Flackerlicht untermalt. Hier wäre aber etwas mehr Licht auf seinem Gesicht gut gewesen. Danach Totale. Mich erinnert das von der Farbgebung an Roman Lobs Auftritt in Baku. Da hat das funktioniert, aber das Lied war da auch stringenter. Aber insgesamt eine gelungene Probe.

Und wir sind schon wieder im Green Room. Denn nun muss ja das Bühnenbild von Malik abgebaut werden. Jetzt kann sich Alessandro aber kurz halten. Und Monika Liu braucht ja auch nichts weiter auf der Bühne.

14. Litauen: Monika Liu – „Sentimentai“

Oh, Monika hat eine neue Frisur! Der Mop ist weg. Das sieht gut aus. Sie trägt einen strengen Scheitel; es sieht fast etwas jungenhaft aus. Das Kleid ist aber dasselbe. Auch sonst hat sich natürlich nichts verändert. Wir sind in den Untiefen eines Nachtklubs der 70er Jahre in Vilnius oder Kaunas for that matter. Ich komme über die Frisur nicht hinweg. Sie wirkt wirklich ganz anders! Ich bin ja kein großer Fan des Titels. Aber mir gefällt das so besser, aber letztlich ist der Mop auch ikonisch.

15. Aserbaidschan: Nadir Rustamli – „Fade to Black“

Beim ersten Kamerashot haben den Kameramann zum Ende hin wohl die Kräfte verlassen; das war ganz schön wackelig. Ok, also es ist schon anders als Monika. Allein schon, weil es ein Mann ist, der singt und der Song doch etwas moderner daherkommt. Und diese Treppensinzenierung, was immer man von ihr halten will, bringt einen zumindest zum Nachdenken, was sie damit aussagen wollen. Trotzdem bin ich während des Auftritts leicht ablenkbar.

16. Belgien: Jérémie Makiese – „Miss You“

Immer wieder ein schöner Auftakt mit den Scheinwerfern ganz am Anfang. Die Qualifikation von Belgien war für mich nicht unbedingt gesetzt. Sagen wir mal, er ist auf Platz 10 ins Finale gerutscht, wer würde besser abschneiden: Jérémie oder Malik? Würde man mich zwingen, würde ich mich wohl doch eher für Belgien entscheiden. But who am I? Offenbar hat Jérémie Probleme mit dem In-Ear, auf jeden Fall fummelt er irritiert daran rum. Dafür fand ich das ganz gut gesungen. Starke Schlusstöne.

Und wieder einmal eine Moderationspause mit allen dreien. Das scheint hier geplant zu sein, denn es wird Merch präsentiert. Die Zeit wird natürlich genutzt, um die umgestoßenen Stühle hinzulegen. Und es kommt noch einmal der Einspieler mit den Highlights aus den Semis. Na, da müssen sie bis morgen aber noch etwas anderes produzieren. Oder halt bei den Umbauten schneller werden.

17. Griechenland: Amanda Tenfjord – „Die Together“

Oh gut, heute ist Amanda (noch) nicht so überschminkt. Also im Sinnen von zu viel. Ach, hat sie eine schöne Stimme. Mit dem Kleid sieht sie zwar ein bisschen aus wie Frl. Rottenmeier, aber das passt schon. Der Stuhleffekt auf dem Boden überbrückt die Zeit super, bis zum kraftvollen zweiten Refrain. Das ist klassisch-moderne ESC-Kunst. Auch Amanda fummelt einmal am In-Ear rum. Aber das große Finale sitzt wie eine Eins. Toll.

18. Island: Systur – „Með Hækkandi Sól“

Western zum ersten. Die Schwestern tragen heute alle Sonnenbrille. Waren sie auch gestern bis Anschlag mit The Rasmus an der Bar? Ich finde die Brillen dem Auftritt nicht zuträglich. Überhaupt frage ich mich jetzt gerade noch mehr als am Dienstag, ob es das Lied wirklich im Finale gebraucht hätte. Ja, es hat ein paar schöne Harmonien, aber ansonsten? Auch der Auftritt kann ja kaum noch weiter reduziert werden. Da der Gesang auf Isländisch ist, braucht man nicht einmal versuchen, ob man aus dem Text noch etwas ziehen kann.

19. Moldau: Zdob şi Zdub & Advahov Brothers – „Trenulețul“

Endlich wieder Zeit für ein bisschen Tempo und Spaß. Den Auftakt findet ich immer etwas billig-improvisiert, aber mit dem Einsetzen der folkloristischen Klänge holen sie auch mich ab. Allerdings hätte man da noch deutlich mehr rausholen können. Und damit meine ich nicht nur die minimalen englischen Textsegmente. Auch hier muss ich ja sagen: eine Sonnenbrille auf der Bühne tut nur etwas für Dich, wenn Du ein gelber Wolf bist. Trotz des schnellen Tempos des Songs kommen mir die Bewegungen doch eher verzögert vor. Und wieso wird der Bühnenboden erst ganz am Ende hochgezogen? Damit hätte man doch vorher schon arbeiten können.

20. Schweden: Cornelia Jakobs – „Hold Me Closer“

Nein, nicht schon wieder. Nach der ersten Zeile ist schon wider Schluss. Oh, man. Das gibt’s doch nicht. Alessandro muss im Green Room die Situation retten. Es gibt wieder technische Problem. Das sollte heute Abend besser laufen. Man kann auch langsam denken, das die keine Lösung finden wollen. Alessandro spricht und spricht und muss dann trotzdem noch mit jemanden im Green Room sprechen. „Do you think, you can win?“ – „Yes, I paid a lot!“ Humor haben die Italiener.

Ohne den Gesang der ganzen Fans in der Halle das Intro so viel schöner. Ich weiß nicht woran es liegt, aber auf mich wirkt der Auftritt heute etwas weniger rumpelig. Aber eine Siegerinszenierung ist das doch auch nicht?! Im letzten Refrain hat sie mal das Singen ausgesetzt und sich auf den Chor verlassen. Und das Ende ist etwas abrupt. Aber ok. Sie wird schon vorne mitspielen.

Wieder einmal sind wir im Green Room. Und Sheldon ist fertig.

21. Australien: Sheldon Riley – „Not the Same“

Das ist schon eine sehr schöne und stimmige Inszenierung, auch wenn ich das Outfit too much finde. Ah, Sheldon lässt heute ein paar hohe Töne aus. Ansonsten ist das alles rund. Nach hinten raus singt er doch mit voller Kraft. Naja, das wird schon laufen .

Es folgt ein Einspieler, der die weiteren Acts des Abends ankündigt. Und wir sind endlich mal wieder im Green Room. Hier ist auch der Spot, wo Spanien sitzt und sie könnten mit Chanel reden. Alessandro vermisst Michael Ben David, der gestern Abend ja durchaus übergriffig wurde.

Jetzt wird es langsam laaang. Mika lacht auch Alessandro aus und bedauert ihn, dass er diese lange Zeit überbrücken muss. Dann kommt endlich die Postkart, die wir irrtümlicherweise ja vorhin schon mal gesehen haben.

22. Großbritannien: Sam Ryder – „Space Man“

Es ist schon smart gelöst, ihn am Anfang erst im Dunkeln zu lassen und dann später aufzulösen, wie er aussieht. Das Gerippe um ihn herum, finde ich weiterhin etwas billo. Das hat so eine 70er Aura, dass es auch zu Monika Liu passen würde. Für den Moment, in dem sie die LED-Teile umlegen, gehen sie jetzt so auf die Ultratotale, dass man keinen Arbeiter mehr sehen kann. Aber wenn es die Farben ändert, sieht das ganz gut aus. Schöne Nummer.

„Ok, we have another emergency. This show will end on Sunday at 4 o’clock … in the afternoon“, sagt Alessandro in weiter Voraussicht im Green Room. Er bekommt jetzt schon die Teleprompter-Skripte vom ersten Halbfinale eingespielt und er kündigt die JESC-Siegerin an.

23. Polen: Ochman – „River“ 

Bei dem Sound von „River“ am Anfang weiß ich nicht, ob da gerade ein Lagerfeuer brennt oder jemand laut Wasser lässt. Aber nein, it’s the rain, the rain. Ochman ist wie immer bei Stimme. Er hat sich ja gestern sowohl in der Show als auch danach bei der Pressekonferenz ziemlich steif präsentiert. Also jetzt im Sinne von nonverbaler Kommunikation. Er trägt übrigens nicht seinen Anzug, sondern eher ein smartes Street Outfit. Ansonsten läuft hier auch alles.

24. Serbien: Konstrakta – „In corpore sano“

Und jetzt die Fragen aller Fragen: Wird Serbien der FFF oder der Überraschungssieger des Jahres? Oder belegt sie einfach eine gute Platzierung. Ich würde sagen, das Mikro ist zu nach am Mund, man hört die P- und T-Laute zu deutlich. Und was würde uns erwarten, wenn sie wirklich gewänne. Dann hätten wir nächstes Jahr in Novi Sad nur noch Kunsthochschulabschlussarbeiten beim ESC. Aber „In corpore sano“ ist wirklich stark – musikalisch, von der Umsetzung und der Aussage. Schön, dass das Lied diese prominente Platzierung bekommen hat.

25. Estland: Stefan – „Hope“

So, und nun noch ein bisschen Gute-Laune-Western-Pop. Den haben wir uns auch verdient nach den 24 Songs. Ein Måns Zelmerlöw könnte das Lied mit einer anderen Choreo vielleicht noch auf höhere Plätze singen, aber das hier sollte passen, so dass Estland zufrieden vom Platz gehen kann. Och nöö, nicht so ein „Sing with me“. Solche Rufe müssen bald mal zur Disqualifikation führen.

Laura Pausini ist nun auch da und trägt einen lila-grünen Batik-Schlafanzug. Wir sind halt doch in Italien. So fashion wise. Das Voting-System wird erneut erklärt. Und das Voting beginnt. Es kommt der Schnelldurchlauf. Gute, weil intensive Ausschnitte von Finnland, Frankreich (während der Kamera-Mann noch die französische Delegation im Green Room sucht), Ukraine, Aserbaidschan, UK und Estland.

Bei Deutschland ist Malik kaum von Nahmen zu sehen. Das ist nicht gut, weil es zu unpersönlich ist. Noch schlechter war es bei Griechenland.

Die drei Moderator/innen stehen auf der Bühne. Die beiden anderen bringen Mika die Bedeutung von Gesten mit den Händen. Und diese Gesten können auch eine Sprache sein, zu der man tanzen kann. Damit kommen die geschlechtsneutralen Tänzerinnen auf die Bühne und machen es vor. Man kann in Italien alles mit Gesten ausdrücken. Allerdings ist das Timing der drei auf die Musik noch nicht gut. Das wird jetzt noch besprochen. Anschließend kommt noch die Bedeutung der Zeichensprache, die jetzt alle mitmachen sollen.

Es folgt ein Einspieler der italienischen Astronautin von der International Space Station (ISS). Oder war das live? Die Moderator/innen stehen nun im Dunkeln. Es soll wohl gleich um den Sound of Beauty gehen bzw. the Beauty of Sound. Es werden harte Gitarrenriffs eingespielt. Zeit für Måneskin. Die Band ist nicht da, sondern nur Stand-Ins. Sie präsentieren ihren Song „Supermodel“. Wir hören nur das Soundbett und nicht den Gesang. Zum Auftritt kann man nicht viel sagen, nur dass ein Schlagzeug auf der Bühne stehen wird. Nach dem Auftritt werden sie kurz interviewt. Die Gruppe arbeitet offenbar gerade am Soundtrack für den Film „Elvis“. Auch von spielen sie nun etwas vor.

Der nächste Schnelldurchlauf kommt, dieses Mal mit den kürzeren Ausschnitten.

Alessando ist zurück und trägt jetzt einen blauen Pullover. Offenbar soll er nur mit dem Kopf in einem Sternensystem gezeigt werden. Da bewirbt er die sozialen Plattformen. Und ja, er trägt einen grünen Ganzkörperanzug (Morphsuit) für den Effekt.

Laura kündigt die erste italienische ESC-Siegern an. Gigliola Cinquetti singt „Non ho l’età“. Es könnte auch ein Stand-In sein. Sie trägt ein schlichtes schwarzes Kleid – und eine Sonnenbrille. Wir sind halt in Italien. Der Gesang ist schön, wirkt in den Höhen aber nicht ganz leicht. Andererseits ist sie 74. Sie steht die gesamte Zeit am Mikorfonstativ – so wie damals beim ESC. Die gute alte Zeit.

Schalte in den Green Room, wo erstmal nichts passiert. Passend zum Motto des Wettbewerbs geht es in „Eurovision Confidential“ heute um die modischen Outfits beim ESC.

Danach ist Mika selbst dran und darf singen. Nach langem Warten steht er plötzlich auf der Bühne. Er trägt einen weißen Anzug mit bunten Blumen-Applikationen. Dazu schwänkt er eine weiße Fahne mit einem großen roten Herz. Er steht auf einem beleuchteten Flügel und singt vergleichsweise hoch. Neben ihm sind diverse Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne. Nach dem ersten (mir nicht bekannten Song) geht es mit „Grace Kelly“ weiter. Oh, das ist ganz schön regenbogig im Hintergrund. Beim nächsten Song wird etwas etwas clubbiger. Dafür zieht er auch das Jacket aus. Er trägt ein transparentes Oberteil – ebenfalls mit Blumenapplikationen. Bei „Happy Ending“ gibt es ein wirklich riiiiieeesengroßes rotßes Herz auf der Bühne. Dagegen war der Mond von Blas Cantó im letzten Jahr ein Kinderspielzeug. Dieses Herz wird scheinbar aufgeblasen (wie seinerzeit der Mond). Aber jetzt dauert der Rückbau natürlich.

Alessandro ist im Green Room. Und noch ein Schnelldurchlauf. Dann stehen alle drei in großer Abendrobe auf der Bühne und der Countdown wird eingezählt.

Mit einem Eispieler wird gezeigt, wie spannend die Punktevergabe ist. Zweimal werden auch russische Künstler/innen gezeigt, auch wenn sie nicht gewonnen haben. Klar gehören sie zur ESC-Geschichte. Kann man trotzdem diskutieren, ob das notwendig ist.

Laura kann die Spannung kaum ertragen und will schon die Bühne verlassen. Aber das sie die Modeator/in ist, kann sie entspannen. Es machen also alle drei die Punktevergabe zusammen. Martin Österdahl gibt sein „Go to go“ für die Ergebnisse.

Jetzt beginnt die Fake-Punktevergabe, aber der Teleprompter der drei funktioniert nicht. Die Niederlande beginnen, haben aber die Mole von Turin im Hintergrund. Jetzt steht ein RAI-Mitarbeiter vor einem niederländischen Fritten-Shop und summt den serbischen Beitrag. Das wird dann ja Jeangu machen. Die Spokespersons sind ja bekannt. 12 Punkte gehen an Spanien. Und zwar mit Recht 🙂 Und Deutschland bekommt 4 Punkte aus San Marino… Wenn ich richtig mitgezählt habe, gibt die Ukraine als fünftes Land ihre Punkte.

Nun gut. Ich denke, war haben alles gesehen, was es aktuell zu sehen gibt… Wobei, gerade gab es 12 Punkte aus Portugal für Deutschland. Danach ist direkt Hamburg dran. „Do you have a hamburger for me?“, fragt Laura, die sich erst noch wunderte, warum die Punkte nicht aus Berlin kommen. Und Deutschland gibt die 12 Punkte an Großbritannien.

Jetzt mache ich aber wirklich Schluss. Die Punktevergabe geht jetzt noch weiter, bis der Fake-Sieger bzw. die -Siegerin feststeht. Zwischenzeitlich bringt Mika noch Laura die französischen Landnamen bei. La Grèce und Royaume-Uni. 

Nachdem alle 40 Jury-Votings abgegeben sind, geht Alessandro zu dem dann führenden Act und interviewt ihn oder sie. Frankreich führt, Deutschland mit 131 Punkten auf Platz 6 – direkt vor Schweden. Vom Fake-Televote gibt’s 65 Punkte für Deutschland, zusammen 196. Das wäre ein Traum und würde für Platz 7 reichen.

Zu dem Zeitpunkt, zu dem noch vier Länder gewinnen können, schalten sie die vier Kameras gleichzeitig auf die betreffenden Acts. Dasselbe wird wiederholt, wenn es noch drei potenzielle Sieger gibt.

Heute Abend startet dann um 21 Uhr schon das Jury-Finale. Das kann man sich gar nicht richtig vorstellen. Und morgen Abend ist dann schon das richtige Finale. Wir halten Euch bis dahin mit allen Nachrichten auf dem Laufenden.

Vielen Dank an alle, die heute mit dabei waren.


58 Kommentare

  1. Ich möchte mich an dieser stelle mal herzlich bei den bloggern für ihre ganze arbeit bedanken. Es scheint ja dieses jahr nicht mehr ganz so einfach gewesen zu sein und trotzdem habt ihr einen super job gemacht, alle. Man muss immer beachten, dass alle das hobby-mässig machen und ihre freizeit dafür opfern. Gut gemacht und allen noch viel spass.

    • Oh ja dem schließe ich mich gerne an. Egal ob vor Ort oder zu Hause am Rechner ihr habt und stets mit Infos versorgt und uns viel Freude bereitet 👍👍 Danke 🤩 ihr seid spitze

      • Das kann ich nur unterstreichen! Ein Marathonlauf und trotzdem seid ihr, liebe ESC kompakt Blogger, immer mit den Infos in der Spitzengruppe. DANKE!

    • Ja, auch ich schließe mich dem an! Danke an das ganze „ESC kompakt“-Team, dass ihr für uns so viel von den Proben und drum herum bloggt und schreibt!

      • Auch von mir vielen DANK für eure Arbeit und euer Engagement, für diese vielen sinnbringenden Stunden und für eure Unterstützung bei einem der tollsten Hobbies🤗

  2. Wünsche euch viel Spaß bei den Proben liebe Blogger, ich beneide euch!
    Und Startplatz 24 für K🤩O🤩N🤩S🤩T🤩R🤩A🤩K🤩T🤩A🤩!

  3. Hoffentlich hat Laura als Pausini-Act morgen ihren Fön wiedergefunden – sie sah ja gestern furchtbar aus! Sollte das italienischer Chic gewesen sein?
    Ich freue mich auf Gigliola Cinquetti!

  4. Das schönste an diesem Finale ist ja, dass Måns Zelmerlöw das erste Mal seit gefühlt 50 Jahren nicht beim Finale dabei ist! 😉 – gut dass Italien genug eigenes Perosnal hat!

  5. Auch von mir ein herzliches Dankeschön an die Blogger vor Ort und in den Wohnzimmern. Ihr macht einen super Job und es freut mich immer, von euch zu lesen.

    • Auf ihn habe ich auch so sehr gehofft. Bis 2021 war Insieme mein liebster ESC-Beitrag. Mittlerweile ist er dank Gjon „nur“ noch auf Platz 2 bei mir. 😉 Ich hätte mich so gefreut…

  6. Auf der eurovision App gibt es einen hochinteressanten Artikel, warum das Sanremo-Festival und damit die „Mutter des ESC“ nicht in Venedig initiiert wurde. Damit erklärt sich auch, warum der ESC nicht dort ausgetragen wird.

      • Du kannst auch bei eurovision.tv nachschauen.
        Es geht über die Entstehungsgeschichte des ESC und wie groß der italienische Einfluss war, aber doch nicht dominierte.

  7. Stien den Hollander oder Sam Ryder, die Haare sind ähnlich, kann man schon mal verwechseln, sei ihnen verziehen

  8. Gerade der Rapteil war im Vorentscheid perfekt von der Kamera eingefangen. Sehr schade, dass man das jetzt nicht mehr so hinbekommt.

  9. Bei Rumänien hast Du geschrieben: „Also, da müsste am Ende wirklich die 2 vor dem Ergebnis stehen.“
    Was heißt das? Eine Platzierung in der 20ern?

  10. Bei oddscheckers haben wir grad die rote Laterne abgegeben und es geht ein Stückchen nach oben. Die Quoten sind da nicht wirklich schlechter als Frankreich, Aserbaidschan, Portugal, Schweiz usw.

    • Die Quoten auf den letzten Platz haben sich allerdings schon verfestigt.
      Über 35% Chance auf die rote Laterne ist schon heftig.

      Klar liegt es auch daran, dass Rumänien oder Aserbaidschan mit fixen Stimmen von der Diaspora rechnen können, die GER oder SUI nicht hat

      • Jetzt steigt Malik bei Oddscheckers in den normalen Sieg-Quoten immerhin doch deutlich weg vom letzten Platz und Leute wie Du haben nix besseres zu tun als dann die Wetten für den letzten Platz rauszukramen? 😂 Die kein Schwein interessieren? Außer Dir?

      • Wo hat denn Aserbaidschan noch groß Diaspora, jetzt da Russland und Belarus nicht mehr teilnehmen? Da fallen mir mir eigentlich nur noch Georgien und die Ukraine ein. 🤔
        Und Deutschland hat ja auch Diapora, vor allem in der Schweiz … und die Rentner an der Costa del Sol. 😎

        Ich finde, dass wir zunächst mal mit den Ausreden und Scheinerklärungen aufhören sollten, wenn wir in der Zukunft wieder erfolgreich sein möchten. Immerhinh haben sowohl Deutschland als auch Österreich in den letzten 15 Jahren gewonnen, was viele Länder mit starker Diaspora nicht geschafft haben. Und die Schweiz konnte in den vergangenen zwei Jahren zwei hervorragende Platzierungen einsammeln. Wenn man einen konkurrenzfähigen Beitrag am Start hat, sind Diaspora etc. vollkommen egal. Schau Dir z. B. mal an, aus welchen Ländern Portugal 2017 12 Punkte bekommen hat. Die ESC-Ergebnisse sind viel fairer als der Ruf, der ihnen stets voraus- und hinterhereilt. 😊

      • Aserbaidschan hat doch keine Diaspora, höchstens einen dicken Geldbeutel

      • Deutschland wird hoffentlich bei der Publikumswertung davon profitieren, dass es europaweit mit Abstand die größte Diaspora hat.

        Alleine in Österreich arbeiten und studieren mehr Deutsche als sonst eine Nation.

  11. Wie dumm, dass sie Australien und UK direkt hintereinander platziert haben – die Länder mit den größten Aufbauten. Und wieder kriegt Australien die Extrawurst morgen, an- und abmoderiert zu werden. Echt nicht fair!

  12. Deutschland und die schweiz werden bei den zuschauern eh nicht viel reissen also spielt der startplatz keine rolle. Beide müssten also bei der jury gut punkten.Marius baer probierts offenbar mit zusätzlicher stimmakrobatik und malik zieht die karte authentisch. Kann beides gut funktionierenund für einen flotten mittelfeldplatz reichen.
    Ich rechne übrigens damit, das wir beim televoting mindestens 4×0 sehen müssen.

  13. „Och nöö, nicht so ein „Sing with me“. Solche Rufe müssen bald mal zur Disqualifikation führen.“

    Das ist bei mir mittlerweile schon ein richtiges Signum für @DouzePoints geworden 😂 Ich muss gestehen, mir sind solche Rufe und Animationen selten positiv oder negativ aufgefallen – nur bei Lake Malawi 2019 fand ich es etwas too much und too long – aber es ist köstlich 😅

  14. Poesie im Alltag: eine Sonnenbrille auf der Bühne tut nur etwas für Dich, wenn Du ein gelber Wolf bist
    Ganz großes Kino, Douze Point!

  15. Bin mir fast sicher, dass UK gewinnt. Knapp dahinter Schweden und dann die Ukraine (mit Alina Pash hätte ich bei dem Sieg ohne Ende gejubelt): Sollte wirklich „Stefania“ gewinnen, ist für mich bei allem Mitgefühl für die Ukraine, der zweite Platz der eigentliche Gewinner. Deutschland vielleicht sogar 18, 19 (Urban flippt dann vor Freude aus): Rumänien rote Laterne.

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