Live-Blog: World Wide Wohnzimmer – das ESC Halbfinale 2020

Wer gewinnt den „deutschen“ ESC 2020? Mit dem heutigen Halbfinale nähern wir uns der Antwort auf diese Frage deutlich. Denn im World Wide Wohnzimmer von Dennis und Benjamin „Benni“ Wolter werden aus 40 ESC-Beiträgen (Deutschland steht nicht zur Wahl) zehn. Diese werden dann beim Finale am 16. Mai in der Elbphilharmonie erneut gegeneinander antreten und aus ihrer Mitte den Sieger küren. Ob dieser aus einem Land kommt, das zumindest zum Teil auf der nordamerikanischen Platte liegt? Wir werden es sehen.

Das Halbfinale beginnt um 20:15 Uhr und wird nicht weniger als 180 Minuten dauern. Da sind auch die beiden Gastgeber der Meinung, dass es nicht schadet, wenn man das eine oder andere Gläschen Sekt am Start hat. Wie Ihr natürlich nicht zuletzt aus unserer Berichterstattung wisst, läuft die Abstimmung über die Songs bereits.

Peter und Douze Points sind für Euch heute Abend am Start und bloggen live. Das „World Wide Wohnzimmer – das ESC Halbfinale 2020“ läuft auf ONE, in der ARD Mediathek, im Netz auf funk.net, dem YouTube-Kanal von „World Wide Wohnzimmer“ und bei eurovision.de.

HAPPY EUROVISION!!!

It’s this time of the year. Der ESC beginnt, obwohl es ihn in diesem Jahr gar nicht gibt. Die ESC-Stimmung ist überall im (homosexuellen) Land mit Händen zu greifen. Alle haben ONE gesucht oder sich online eingecheckt. So auch Peter und Douze Points in Hamburg. Wir begleiten Euch durch das Halbfinale. Goede avond!

Da der Stream von ONE gezickt hat, sind wir wir auf YouTube unterwegs. Hier läuft vor dem World Wide Wohnzimmer ein krasser Megamix der größten ESC-Hymnen der letzten 100 Jahre. We love!

Und jetzt geht es los. Pünktlich um 20:15 Uhr. Wir werden von Benni und Dennis Wolter begrüßt. Sie haben sich zur Feier des Tages in 70er-Jahre-Anzüge geworfen und verweisen natürlich gleich auf alle Social-Media-Kanäle. Und direkt wird auch schon Freshtorge dazugeholt.

Freshtorge ist aber nur Lieblingsgast Nummer 2. Denn nun wird auch noch Peter Urban dazu geschaltet. Er ist in Hamburg deutlich lauter zu hören. Und er soll alle zehn Songs dazugeschaltet werden.

Neben dem Voting im Netz kann man auch telefonisch abstimmen. „Germany start voting now“, rufen sie. Dabei kann man schon seit zwei Tagen im Netzt abstimmen.

Von „irgendwo“ wird auch Domian zugeschaltet. Peter meint, er säße in den Digame-Räumen in Köln.

Und nun geht es los. Beitrag Nummer 1 ist Israel. Das macht Sinn, denn das sind ja auch die Startnummern, die oben bereits zu sehen sind.

1. Israel: Eden Alene – Feker libi 

Hier wird das Video vom Vorentscheid gezeigt. Das kennen wir also. Und wir geben keine Punkte.

Schalte ins Studio. Die Gastgeber stoßen mit Sekt und Freshtorge an. Peter und ich unterhalten uns über den Stirnansatz der Wolter-Brüder.

2. Moldau: Natalia Gordienko – Prison

Todesslot 2 schreibt die ESC-kompakt-Gruppe. Gezeigt wird das offizielle Video, also nicht das lustig-schäbige mit den leuchtenden Stuhllehnen aus der Vorentscheidung.

Auf YouTube sind aktuell gerade 2.134 Zuschauer live mit dabei.

Im Studio werden Käsestückchen mit Länderfahnen gegessen. Benni sagt, dass zwischen den beiden ESC-Siegen Österreichs 48 Jahre liegen und dass das ein ESC-Rekord sei.

3. Österreich: Vincent Bueno – Alive 

Auch hier kommt das offizielle Video zum Einsatz. Währenddessen wird in einem kleinen Fenster gezeigt, wie die drei Männer (ohne Mindestabstand) im Studio ein bisschen tanzen.

4. Slowenien: Ana Soklič – Voda 

Peter bemerkt, dass die Wohnzimmer-Jungs inhaltlich gut auf den ESC und die Beiträge vorbereitet sind. Zu sehen ist der Vorentscheidungsauftritt der Slowenin.

Wir sehen die Show über YouTube und bei uns ist der Sound auch etwas blechern. Wie ist es bei denen, die über ONE die Sendung verfolgen? Ist das ein Problem bei der Produktionsfirma? Peter meint, bei den Eurovision Home Concerts würde des auch immer scheppern.

Und weiter geht es mit den Gastgebern 2021…

5. Niederlande: Jeangu Macrooy – Grow 

Hier ist jetzt mal ein anderes Video zu sehen. Jeangu steht in einer barock-pompösen Kirche. Er selbst trägt aber ein kurzärmliges Hemd. Peter meint, das Original-Video wäre besser gewesen, weil es eine Geschichte erzählt. Wir hinterfragen gerade, ob es wirklich eine Kirche ist oder nicht doch ein Theater sein. Auf jeden Fall ist es ein Musiksaal. Und plötzlich ist es zu Ende.

Jetzt wissen wir auch, wie die Reihenfolge der Beiträge zustande gekommen ist: die wurde von den WWWohnzimmer-Leuten einfach zusammengewürfelt. Und da kommt jetzt schon ein ganz großer Favorit.

6. Island: Daði og Gagnamagnið – Think About Things

Wow, hier ist nicht das offizielle Video, sondern der Vorentscheidungsauftritt zu sehen. Wir sind uns sicher, dass Island das Ding in Rotterdam auf die Insel geholt hätte – auch, oder gerade wegen der Konkurrenz von Russland und Litauen.

Mit 83 bpm ist der folgende Song der langsamste des Wettbewerbs:

7. Estland: Uku Suviste – What Love Is

Warum hier nun das Video aus der Werkshalle von Vincent Bueno gezeigt wird und nicht der Auftritt von der Vorentscheidung, ist mir nicht ganz klar.

Bevor Serbien kommt, wird darauf hingewiesen, dass das Land schon zweimal den Barbara-Dex-Award gewonnen hat, den es in diesem Jahr nicht geben wird.

8. Serbien: Hurricane – Hasta la vista 

Peter meint, dass wir mit den Mädels viel Spaß gehabt hätten. Die wären bestimmt auf diversen Partys in Rotterdam aufgetreten. Stehen die eigentlich schon für 2021 fest? Gezeigt wird übrigens das offizielle Video, also nicht das von der Vorentscheidung.

Benni nimmt live auf, dass in den Kommentaren bemerkt wird, dass der Sound der Videos blechern sei. Sie würden dran arbeiten, sagt er.

9. Finnland: Aksel – Looking Back 

Wir diskutieren, wie man den Anzug nennt, den Aksel trägt. ein Cut mit asiatischem Einschlag? Fachleute wissen damit natürlich, dass wir den Vorentscheidungsauftritt zu sehen bekommen.

Douze Points findet die Moderation ganz erfrischend. Gerade auch, dass es mal andere Leute machen als die üblichen Verdächtigen – und Heterosexuelle. Wobei, das sind Alina und Stefan ja auch.

10. Griechenland: Stefania – Superg!rl 

Hier gibt’s nichts zusagen: das offizielle Video halt.

Aber gleich kommt Peter Urban. Er soll etwas über die Erfolgschancen von ausgefallen Beiträgen wie Island sagen. Ungeskriptet ist Peter Urban direkt lustiger als mit seinen Kommentaren beim ESC. Urban meint, dass Ben Dolic mit „Violent Thing“ unter die ersten 10 gekommen wäre.

Peter findet Dennis und Benni echt sympathisch. Und dass Dennis auch noch „Let’s Get Happy“ als Lieblings-ESC-Ohrwurm hat, lässt sie direkt in unsere Herzen vordringen.

11. Dänemark: Ben & Tan – Yes

Der Auftritt von der dänischen Vorentscheidung bringt unsere Gedanken zurück zum Beginn der harten Ernsthaftigkeit der Corona-Krise. Wir waren am selben Abend noch beim Melodifestivalen mit 35.000 Leuten in der Friends Arena.

12. San Marino: Senhit – Freaky!

Sie ist offenbar die älteste Sängerin in diesem Jahr. Natürlich auch wieder das Original-Video.

Noch einmal der Hinweis der Moderatoren auf den blechernen Ton und dass sie dran arbeiten.

13. Polen: Alicja – Empires 

Auch hier wieder das offizielle Video. Wir sind abgelenkt und reden über die Songchecks von eurovision.de. Die kurzen Einspieler waren richtig super.

14. Ukraine: Go_A – Solovey 

Und wieder einmal wird über den weißen Gesang gesprochen. Douze Points ist auch Dank der Getränke bei Carola zum Grünkohl auf dem Balkon in der Sonne vor der Show jetzt so gut drauf, dass er die Kommentare von Freshtorge durchaus lustig findet. Und dann geht es in den Vorentscheidungsaufauftritt aus Kiew.

15. Großbritannien: James Newman – My Last Breath

Die beiden Wolters kennen sich echt gut aus. So wie Dennis „My Last … Breath“ sagt. Perfekt! Auch hier dann wieder das offiziell Video.

Peter bemerkt jetzt auch, dass 41 Dreiminuten-Videos hintereinander eine wirkliche Prüfung sind. Auch für Hardcore-Fans.

Wir diskutieren, wo das Video eigentlich gedreht worden ist. In Deutschland gab’s den ganzen Winter über nicht so viel Schnee. Und was hat das eigentlich mit dem Lied zu tun??

16. Spanien: Blas Cantó – Universo

Von Blas wissen wir ja, dass er im nächsten Jahr etwas ganz anderes als Lied einreichen will. Ich finde „Universo“ ja ganz prima. Gezeigt natürlich das offizielle Video und nicht der Auftritt bei Operación Triunfo. Wir diskutieren, ob das mit seiner Auftrittsangst echt oder nur ein Fake war.

Benni findet den spanischen Song super – das hatten uns die beiden ja schon im Interview verraten.

17. Lettland: Samanta Tīna – Still Breathing 

Hier jetzt einer der beiden Beiträge, für den Peter beim zweiten Halbfinale des ESC kompakt ESC zehn Punkte geben wird – erwartungsgemäß im offiziellen Video.

18. Portugal: Elisa – Medo de Sentir 

Das Positive: mal wieder ein Auftritt aus der Vorentscheidung. Ansonsten … wird’s jetzt doch etwas lang. Peter klagt auch. Aber in zwei Lieder sind wir bei der Hälfte.

Jetzt sind wir aber auch im Langeweile-Todeslot: Portugal, Belgien und Bulgarien. Wer hat die denn direkt hintereinander platziert? Im Studio greift auch langsam der Wahnsinn um sich. So soll es sein!

19. Belgien: Hooverphonic – Release Me

Hier gibt’s in der Ankündigung auch gleich wieder den Verweis auf James Bond. Und natürlich kennen wir das Video auch bereits. Einen Live-Auftritt habe ich gar nicht präsent davon. Insofern immer wieder dasselbe.

In der Hinführung auf Bulgarien geht es über die ESC-Erfolge des Landes in den letzten Jahren und – natürlich – die Ähnlichkeit zu Billie Eilish. Und dann noch die Feststellung, dass Bulgarien auf Platz 1 der Wettquoten lag, als bekannt wurde, dass der ESC nicht stattfinden wird.

20. Bulgarien: VICTORIA – Tears Getting Sober

Überraschung. Auch hier wieder das offizielle Video.

Ich bin ja am Überlegen, ob ich mal aus Jux und Dollerei eine SMS zur Abstimmung schicken soll.

Von Dennis noch einmal der Hinweis auf die Soundprobleme. Und dann geht’s zu Peter Urban nach Hamburg. Er ist weiter doppelt so laut wie die drei im WWWohnzimmer. Peter Urban glaubt, dass Boris Milanov mit allen drei Songs in diesem Jahr in die Top 10 beim ESC gekommen wäre. Und dann wird wieder einmal der Barbara-Dex-Award angesprochen. Das scheint die beiden Wolters-Jungs doch überrascht zu haben, dass die Fans so selbstironisch sein können.

Ich möchte kurz darauf hinweisen, dass wir mal gerade die Hälfte der Songs hinter uns haben, aber schon 1:45 Stunde vorbei ist. Diese Sendung ist nie in 180 Minuten vorbei.

21. Litauen: THE ROOP – On Fire

Hier gab’s jetzt ein technisches Problem beim Video… Die Moderatoren retten das und sprechen Freshtorge darauf an, dass er schon zum ESC wollte. Und jetzt läuft das Video. Hier ist es jetzt das offizielle Video – standesgemäß mit blechernem Ton.

Break! Hier meldet sich Peter, der eine Zeitlang Douze Points ablöst. Die drei Jungs im WWW-Studio kündigen Belarus an und ich nutze die Gelegenheit, meine maßgebliche Botschaft des Abends loszuwerden: Benni (der mit dem Schnäuzer) ist supercute.

22. Weißrussland: VAL – Da vidna

Der erste ESC-Song über Zwangsverheiratung. Das VE-Video mit dem Strike-A-Pose-Tänzer (der inzwischen einen gewisse Community-Hype errungen hat) kommt zum Einsatz.

Es ist irgendwie strange, ein „Halbfinale“ live zu bloggen und MAZ-Beiträge zu sehen, die man kennt, kennt, kennt. Freshtorge merkt zutreffend die Text-Bild-Schere bei „Da vidna“ an.

23. Italien: Diodato – Fai rumore

Diodato ist gemäß Benni der älteste Mann im Contest. Hab‘ ich nicht gewusst, Danke, cute Benni. Er ist auch im Detail besser angezogen und frisiert als sein Bruder. Und auch sieben Kilo leichter, oder? Wobei das Aussehen für mich an keiner Stelle irgendeine Rolle spielt! Jedenfalls sind Dennis und Benni eine Entdeckung und genauso, wie man sich Hipster beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorstellt.

Die Jungs sind cool und machen den blechernen Ton zum Running Gag. Leute, entspannt Euch, Ana klingt auch blechern schön.

Ich bin jetzt durcheinander. Wer ist denn jetzt Benni? Also ich meine den mit Schnäuzer, der rechts sitzt. Supercute, habe ich schon gesagt, oder?

Benny meldet sich in der WhatsApp-Gruppe. Also der Süße heißt Dennis. Auch gut, hallo Dennis.

Was soll ich zu Italien noch schreiben? Sagen wir es so: Der einzige Zwölfer, den Alina in den Songschecks von Eurovision.de gegeben hat, der ging an Italien. Und das mit Recht.

Danke, Italien, dass Ihr zurück seid seit Düsseldorf.

Benni (also jetzt der Linke) erinnert sich, dass Lou keine Punkte aus NL bekommen habe. Respekt! Allerdings finde ich das, anders als Benni, nicht so schlimm.

24. Zypern: Sandro – Running

Also mir kommt in dem Song, dass es schwer ist, über die Songs noch viel Neues zu schreiben, das haben wir (habe ich) hier schon so oft getan und bis auf NL gab es auch noch keine neuen Clips oder so.

Douze Points findet „Running“ eher „nichtssagend“ und den Sound „blechern“. Ich finde den Song ok und Sandro hat eine starke Ausstrahlung und ich mag seinen Multikulti-Background, auch wenn das Wort sehr altmodisch ist (stammt – glaube ich – aus der Heiner Geißler Zeit).

Benni äußert, dass Dieter .Bohlen doch mal etwas zum ESC zuliefern könnte. Hat er doch, Benni. Ich singe „Nur ein Lied“ für Dich von Thomas Forstner (Österreich). Und er hatte mal einen Song im VE in Hannover (als Michelle gewonnen hat) und hat auf der After Show Party Estefania kennengelernt. Das durfte ich damals live beobachten. Die Big Brother Crew (Folge 1) war auch komplett anwesend.

25. Kroatien: Damir Kedžo – Divlji vjetre

Der Song plätschert vorbei.

Die Jungs sprechen über Ralph Siegel und jedesmal, wenn der Name fällt, soll getrunken werden. Erinnert mich an die klassischen australischen ESC-Trinkspiele.

26. Armenien: Athena Manoukian – Chains On You

Die MAZ bricht ab. Ein gewissen Grauen macht sich breit. Die Jungs werden jetzt echt gefordert und müssen die technische Panne überbrücken. Wir fühlen uns an unsere ESC kompakt LIVEs erinnert. Dennis hat seine Gitarre geholt, kommt aber derzeit nicht mehr zum Vortrag.

Benni und sein megacuter Bruder tanzen im Studio, beschwingt anzusehen, weil man den „Chains On You“-Clip inzwischen doch schon sehr oft gesehen hat, wiewohl der sehr smart, sexy und cool und kantig produziert und inszeniert ist.

Douze Points nimmt Anrufe entgegen und geredet wird über die Tonprobleme.

27. Irland: Lesley Roy – Story of my life

My guilty pleasure. Im WWW-Studio fällt – Überraschung – der Name Katy Perry. Freshtorge nennt noch Avril Lavigne. Passt nicht so.

28. Frankreich, Frankreich, Frankreich: Tom Leeb – The Best In Me

Benni bezeichnet den Titel als „einen meiner favourite songs“. Das fängt gut an.

Leider wird der langweilige Mann-mit-Gitarre-auf-leerer-Bühne-Clip gezeigt und nicht die Eiffelturm-Version. Schade. Wir sind ein wenig frustriert.

Der Song passt gut zu Benni und supercute Dennis. Von wegen „The Best In Me“ und so. Bei den NDR-Songchecks fand „Freshtorge“ den Song „scheiße“, ein Tiefpunkt in der Geschichte des deutschen Fernsehens.

Er macht den Fehler kein zweites Mal.

Wir hören, dass die Sendung zwischen 45-55 Minuten hinter dem offiziellen Zeitplan hängt. Das wird eine lange Nacht.

29. Norwegen: Ulrikke Brandstorp – Attention

Wir sehen den Melodi Grand Prix Finalauftritt. Wenn man einen solch gut komponierten Clip hat, dann braucht es kein eigenes Video mehr.

30. Malta: Destiny – All of my love

Wir finden es etwas verwirrt, dass der Song unmittelbar angesagt wird, die Jungs dann aber dann zu quatschen anfangen.

Douze Points und ich philosophieren darüber, ob das Durchschnittsgewicht der maltesischen Interpreten im Zeitverlauf oberhalb des europäischen Schnitt liegt. Wir komme zu keinem validen Ergebnis. Wir sollten Digame fragen.

Peter Urban ist wieder dran. Er hebt neben Destiny by Milanov weiterhin Katy Perry / Lesley Roy hervor und erklärt den Twins den JESC.

31. Russland: Little Big – Uno

Der offizielle Clip kommt zur Ausstrahlung und spontan denke ich, dass Russland hier auf jeden Fall weiterkommt.

Übrigens wäre das Halbfinale laut Programmzeitschriften in 15 Minuten beendet. Well, Benni und Dennis sprengen selbst Gottschalks Überziehungskontingente.

Bei Little Big trägt einer der Akteure adidas. Wir sind entsetzt. Meine Schwester hat jüngst das ganze adidas-Zeug, was sie online bestellt hatte, zurückgegeben.

32. Rumänien: Roxen – Alcohol You

Dennis macht eine weitere Flasche Ruinard auf und beim Plopp startet das Roxen-Video. Guter Schnitt!

Dennis ist echt cute. Schade, dass er nicht Gitarre spielen durfte. Er ist sexy und lächelt zuweilen zauberhaft (und weiß genau, wie das rüberkommt). Nur mal so, fand ich jetzt kurzweiliger als zum tausendsten Mal über „Alcohol You“ zu schreiben.

33. Schweiz: Gjon’s Tears – „Répondez-moi“

Jaaaaaaa, endlich mal was Neues, Gjon ist mit einem unbekannten neuen Livevideo dabei. Er sitzt bei ganz viel Bodennebel am schwarzen Klavier und trägt eine Art Mess(diener)gewand mit weißem Kragen.

Stimmlich stark (sehr stark), aber man muss den Song mögen, der sich allerdings gut zum Schönhören eignet.

Bei uns schleicht sich der Eindruck an, als reicht das Halbwissen, was sich die Brüder Wolter angelesen haben (liebevollst gemeint), um Freshtorge zu überstrahlen.

Aus unseren WhatsApp-Gruppen trifft viel kritisch-ungeduldiges zur Sendung ein (ukranische Vorentscheidung anybody?), aber wir sind dank Laurent-Perrier Rosé ganz ok drauf und der Autor dieses Absatzes schmachtet Dennis ein wenig an.

34. Aserbaidschan: Efendi – Cleopatra

Der bekannte Mad-Max-Wüsten-Clip kommt zur Ausstrahlung (ein VE-Video gibt es bekanntlich gar nicht). An dieser Stelle wäre die Sendung gemäß Plan zuende gewesen.

35. Australien: Montaigne – Don’t break me

Der missglückte Clown-Auftritt wird gezeigt. Um Zeit zu gewinnen, ist die Taktung jetzt schneller und die Zwischenmoderationen wirken etwas gehetzt – leider.

Dennis darf gerne mehr sagen.

36. Georgien: Tornike Kipiani – Take me as I am

Georgien ist ein supercooles ESC-Land und auch Tornike ist ein außergewöhnlicher einprägsamer eigenwilliger Botschafter aus dem Kaukasus. Das s/w-Video transportiert den kraftvollen Song sehr gut, in dem der einzige deutsche Satz des aktuellen Jahrgangs vorkommt („Ich liebe Dich.“)

Sowas erfährt man von den Wolter-Boyz, ist doch toll. Hätten die beiden eine Website mit „paid content“, ich würde abonnieren.

37. Tschechien: Benny Cristo – Kemama

Douze Points und ich, wir fragen uns, ob es gleich zwei, drei, vier Schnelldurchläufe geben wird, während das Dancevideo von Benny läuft.

38. Nordmazedonien: Vasil – You

Die Boyz bringen immer den Barbara-Dex-Award ins Gespräch und halten Fotos in die Kamera, aber das funktioniert nicht und hinterlässt nur ein Schulterzucken.

Das Video von Vasil ist sehr angegayt, das fällt mir jetzt erst stärker auf. Während seine Tanzpartnerin immer so guckt, als habe sie gerade den Bus verpasst, schmachtet der Barkeeper Vasil mit hoher Intensität an.

Darf Dennis jetzt heute eigentlich noch Gitarre spielen?

39. Albanien: Arilena Ara – Fall from the sky

Toll, der Clip vom gestrigen EHC wird wieder gezeigt, Arilena singt auf einem Barhocker auf einem menschenleeren Platz in Tirana. Impressive.

Arilena sieht viel jünger aus als beim FiK, sie trägt schwarze Lederhandschuhe zu schwarer Lederjacke über schwarzem T. Fashion Strike! Sie sieht super aus! Darüber sollen die Boyz reden statt über den Barbara-Dex-Award.

40. Schweden: The Mamas – Move

Dennis bemüht die üblichen ABBA-Stanzen, dann geht es auch schon los mit dem Mello-Finalclip. Was haben sich die Produzenten wohl dabei gedacht, Schweden ganz ans Ende von den 40 Clips (gefühlt einige mehr) zu setzen, über die man abstimmen kann?

Mmmmmmm, ob Dotter nicht doch die bessere Wahl gewesen wäre?

Douze Points übernimmt wieder. Und Peter Urban wird in Hamburg wieder geweckt. Er lobt wieder viele Beiträge und findet diesen Jahrgang sehr gut. Kann man drüber diskutieren.

Da der erste Song schon „etwa 8 Stunden“ her ist, kommt jetzt tatsächlich ein Schnelldurchlauf. Jeder Song bekommt 9 Sekunden. Sind bei 40 Beiträgen 360 Sekunden oder 6 Minuten.

Wir tippen, dass diese Songs weiterkommen:

Aserbaidschan
Bulgarien
Island
Italien
Litauen
Malta
Österreich
Russland
Schweden
Schweiz

Dennis sagt, dass die Sendung bei den Twitter-Trends auf Platz 1 liegt. Noch kann man abstimmen. Bei der Binde wird immer Bulgarien mit der Nummer 20 eingeblendet. Müsste das nicht durchwechseln?

Und das Voting ist vorbei. Es ist 23:48 Uhr. Wir sind gerade 33 Minuten über der Sendezeit.

Jetzt kommt der Hinweis, dass zu den Stimmen der Zuschauer auch das Voting der 100 köpfigen Eurovision-Jury hinzukommt. Und nun ist es auch Zeit für den deutschen Beitrag: „Violent Thing“. Das hätte ich so gerne im EuroClub aufgelegt!

Freshtorge und die beiden Brüder glauben auch, dass Ben Dolic wohl in die Top 10 gekommen wäre. Peter Urban hätte womöglich sogar den Platz 5 für möglich gehalten. Es sei echt traurig. „Ein Scheißgefühl“ sei es laut Peter Urban hingegen, wenn für Deutschland beim ESC-Voting die Punkte ausbleiben. Und nun geht’s noch um den Lena-Sieg 2010. Anschließend dann das Big-5-Thema wieder. Dann verabschiedet er sich.

Und nun kommt es schon zur Siegerverkündung. Ina kommt mit den goldenen Glücksumschlägen.

Die beiden Brüder stehen auf. Und dann machen sie den ersten Umschlag auf:

Bulgarien

Dänemark

Litauen

Italien

Russland

Malta

Schweiz

Island

Schweden

Aserbaidschan

Und jetzt noch eine Video-Botschaft von Barbara Schöneberger. Sie lädt zur Show am 16. Mai.

Peter und ich haben mit Österreich daneben gelegen. Sonst passt alles für uns.

Und damit die Abkündigung der Sendung. Jetzt folgt noch eine weitere ESC-Show mit den größten ESC-Momenten. Also dranbleiben! Wir haben die 4 Stunden noch nicht ganz voll.

Jetzt gibt’s noch den Abschied über YouTube.

Peter und Douze Points bedanken uns bei Euch für den neuen Kommentar-Rekord hier auf ESC kompakt. Vielen Dank dafür und für Euer Sitzfleisch. Wir freuen uns auf das Finale am nächsten Samstag.

Bis dann sagen wir: Heel erg bedankt en tot ziens!


650 Kommentare

  1. Ich habe hauptsächlich für Russland gevotet. Und noch ein paar Sympathieanrufe an Belgien, Georgien und Nordmazedonien. Bei denen war mir aber klar, dass die ohne Chance sind.

  2. Na wenn die Abstimmung nicht manipuliert ist…
    Habt Ihr das Ergebnis schon vorher gewusst? Zufällig die Songs aus Malta und Bulgarien mit dem gleichen Komponisten wie Deutschland? Schweden?? Nachbarland Dänemark??
    Naja…

  3. Schade mich hätte ja Interessiert wie es Punktetechnisch aussah mit Jury und Zuschauern. Hoffe sowas kommt noch irgendwie.

  4. 9/10, Aserbaidschan statt Australien, war auch mein Wackelkandidat

    Also Ben und Dadi werden in der Elphi auftreten, wer noch? 🙂

    Ich glaube, dass der eigentliche ESC Gewinner weiter gewählt wurde und es wäre ein spannendes Voting in Rotterdam geworden, echt schade..

  5. Es war ein unterhaltsamer Abend. Ja, die Technik hätte besser sein können und die Moderation war teilweise etwas cringy, aber unterm Strich war es ein tolles Erlebnis, alle 41 Beiträge nochmal am Stück zu hören, wenn auch etwas langatmig zwischendurch 😀 Jedenfalls eine unvergessliche ESC-Erfahrung 💁🏻‍♂️

  6. Uff, geschafft. 41 Songs an einem Abend ist schon eine Herausforderung. Ich mußte zwischenzeitlich schon mit der Müdigkeit kämpfen. Manchmal wurde mir auch ein bisschen zu viel erzählt, hätte man vielleicht auch etwas straffen können. Aber egal, war trotzdem ein unterhaltsamer Abend. Danke an den NDR, dass er diese Show doch noch möglich gemacht hat🙂.
    Nachdem ich die 41 Songs nochmal hintereinander gesehen habe, muss ich erneut feststellen, dass es echt ein super Jahrgang ist. Ich bin schon traurig, dass wir die Songs nicht in Rotterdam auf der Bühne sehen dürfen.😢

  7. Und dann schließen sie auch noch frecherweise mit Rosenthals „Das war spitze.“

    Nein, nein, nein!

    Und in keinster Weise wurde jetzt irgendwie aufgelöst, wie nun genau die Eurovisionsjury berücksichtigt wurde.
    Man könnte jetzt auch Aluhüte rausholen und so einiges behaupten – schlicht, weil die Transparenz fehlt.

    Das war leider – mal wieder – handwerklich schwach. Dabei war doch gar nicht so viel notwendig gewesen…

    Ach menno… Ich weiß, dass ich jetzt dankbar sein sollte, dass überhaupt sowas stattgefunden hat. Es bliebt aber ein Unzufriedenheitsgefühl, das mich am nächsten Samstag die 7 auf der Fernbedienung drücken lassen wird (und nein, da habe ich nicht das Erste programmiert…)

  8. Meine Güte, die Zwischenmoderationen waren ja heute echt mäßig. (Zum Beispiel sich bei Litauen zu fragen, wie das auf der Bühne rübergekommen wäre)
    Was haben wir nur für ein Glück, dass mit Alina und Stefan auf eurovision.de zwei ESC-Fans moderieren.
    Die Beiträge wurden von mir und einer Freundin bewertet – nach einem höchst komplizierten System, mit dem wir irgendwie die Real Bedingungen beim ESC abbilden wollten. Das ist bei uns rausgekommen:
    1. Malta 42 (Höchstpunktzahl)
    2. Bulgarien 38,5
    3. Island 35
    4. Litauen 34,5
    4. Russland 34,5
    4. Schweden 34,5
    4. Dänemark 34,5
    8. Niederlande 30,5
    8. UK 30,5
    10. Israel 30
    10. Aserbaidschan 30
    Insofern, ein sehr zufrieden stellender Abend. Italien und die Schweiz hätte ich jetzt nicht gerade gebraucht. Dafür hätte ich noch Israel und Irland eingepackt.

  9. Hab hier jetzt nicht mitgelesen, also auf die Gefahr, hier nichts neues beizutragen:
    dafür, dass in dieser Sendung vom Konzept (alle 40 an einem Abend) über Durchführung (technisch unter aller Sau, augenscheinlich willkürliche Entscheidungen über die jeweils gezeigten Versionen) und Sachkenntnis (autsch & uff) bis hin zum Voting (zu wenig Zeit zum Anrufen) extrem viel falsch gemacht wurde … also dafür war es seltsamerweise ein durchaus unterhaltsamer Abend.

    Und mein Gott, das Ergebnis hätte auch schlimmer ausfallen können (wobei ich darauf wetten könnte, dass Schweden von der Eurojury durchgebracht wurde) …

  10. Dann wollen wir mal hoffen dass nächsten Samstag nicht wieder Asebaidschan als Winner hervorgeht; kann ansich mit allen Finalisten gut leben (Israel hätte noch dazu gehört) – nur die Azerin hat im Finale nix zu suchen.

    Ich fand den gestrigen Abend recht kurzweilig – die gar nicht tuntige Art der Präsentation war im Gegensatz zu manchen Songcheck-Teilnehmern SEHR WOHLTUEND!

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