Live-Blog Russland: Национальный отбор – Nationale Auswahl

Heute Abend entscheidet sich, welche/r Künstler*in Russland mit welchem Titel beim Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam vertreten wird. Während das Datum und die Uhrzeit bekannt sind, ist weiter völlig offen, wer genau dort mit welchen Liedern auftreten wird. Unklar ist auch die Rolle von Little Big, die im letzten Jahr intern ausgewählt worden waren und mit ihrem Song „Uno“ zu den großen Favoriten gehörten. Sie sollen in der Show auftreten – ob im Wettbewerb oder als Pausenact weiß man nicht sicher. Auf jeden Fall haben sie am heutigen 8. März ihre neue Singles „Sex Machine“ veröffentlicht. Der Autor sieht den Song allerdings eher als Hommage an James Brown, denn als originäre Komposition – und damit eher nicht als Wettbewerbsbeitrag.

Little Big – Sex Machine

Aus der Programmankündigung des russischen Fernsehens für die Vorentscheidung geht hervor, dass die Show in Russland um 20 Uhr Moskauer Zeit (18 Uhr deutsche Zeit) im Ersten Kanal beginnt und um 21 Uhr vorbei sein soll, wenn die Hauptnachrichtensendung startet. Aus dem Programmschema ist nicht zu erkennen, dass zu einem späteren Zeitpunkt der Siegerbeitrag bekanntgegeben wird. Insofern gehen wir mal davon aus, dass wir bereits um 19 Uhr deutsche Zeit wissen, was wir aus Russland in diesem Jahr angeboten bekommen.

Ebenfalls nicht eindeutig ist, welchen Titel die Show genau hat. Auf der Übersichtsseite heißt sie „Евровидение 2021. Национальный отбор. Прямой эфир“ (Eurovision 2021. Nationale Auswahl. Live-Sendung). So wurde die Sendung auch am Sonntagabend in der Hauptnachrichtensendung angekündigt (Foto oben). Auf der Seite der Show selbst steht dann „Национальное голосование“ (Nationale Abstimmung). Auch aus dem Trailer, den das russische Fernsehen über die sozialen Medien spielt, wird man nicht viel schlauer:

Hier ist in jedem Fall der Tänzer zu sehen, den wir vom letzten Jahr aus dem Video zum ESC-Beitrag „Uno“ kennen. Er tritt in drei Rollen auf. Am Ende des Trailers folgt die Aufforderung zum Einschalten am 8. März um 20 Uhr. Dieser Tag ist in Russland übrigens – wie in Berlin auch – ein Feiertag.

Wir schalten auf jeden Fall für Euch ein und begleiten die Nationale Auswahl mit einem Live-Blog. Den Live-Stream solltet Ihr hier finden können.

Dobre Wedscher! Ich bekomme gerade unendlich viel Werbung vor dem Stream. Ich hoffe, dass ich vor 18 Uhr live bin. Jetzt scheint es zu gehen. Noch läuft ein Spielfilm. Ich würde mal sagen aus den frühen 80ern. Nun kommt aber schon die Ankündigung, dass es gleich mit der Vorentscheidung losgeht.

Und da ist die Eurovisions-Fanfare. Es ist sogar Publikum im Studio – und keiner mit Maske. Jana Tschurikowa moderiert. Sie trägt einen grünen Anzug (Kostenpunkt beim Karnevalsausstatter vielleicht 30 Euro). Kann man machen – oder auch sein lassen. Zunächst kommt ein Einspieler über die Auftritte von Russlands beim ESC. Ein schneller Zusammenschnitt. Natürlich ist Philipp Kirkorov dabei. Gestern in der Hauptnachrichtensendung hat man sich deutlich mehr Zeit für den ESC-Rückblick gelassen. Aber wir wollen ja auch in einer Stunde schon durch sein. Es wird wieder darauf verwiesen, wie viele Videoauftrufe „Uno“ von Little Big im letzten Jahr hatte.

Kirkorov und Natalia Gordienko sitzen im Publikum. Als erstes treten Little Big mit „Uno“ auf. Großer Applaus im Studio. Sie tragen ihre Outfits aus dem offiziellen Video – und machen auch die bekannten Moves. Wirklich viel Applaus. Jana interviewt die Gruppe. Übrigens dürfte jetzt auch klar sein, dass sie heute wirklich nicht zur Wahl stehen.

Little Big bedanken sich und werden verabschiedet. Jetzt geht es um die wirklichen Teilnehmer. Es sind also drei Beiträge, die zur Wahl stehen. Die Zuschauer entscheiden.

Ich sitze hier allein und werde maximal 10 Punkte geben. Bitte entschuldigt, wenn ich die Namen der Bands und die Titel falsch transkribiere. Die werden dann nachträglich angepasst. Die Künstler werden je mit einem langen Film vorgestellt. Anton, der erste, ist wohl bei The Voice dabei gewesen.

Therr Maitz – The Future is Bright

Der Sänger hat eine recht raue Stimme. Er steht in einem schwarzen Outfit auf der Bühne und hat eine Band bei sich. Das Lied scheint ein recht ruhiger Midtempo-Rocksong zu sein. Es wir auf Englisch gesungen und der Text auf Russisch per Untertitel eingeblendet. Der Refrain ist zeitweise hymnisch mit einem großen Akkord. Dann ändert sich das Lied aber total, fast wie ein neuer Song. Auch das Licht ist ganz anders. Die Bühne ist dunkel und es wird viel mit Laser gearbeitet. Dann explodiert es zu einer Regenbogen-Elektro-Instrumentalnummer. Jetzt spielt der Sänger auch Keyboard. Das sind mal neue Töne.

4 Punkte

Die nächste Gruppe wird vorgestellt. Es ist ein Duo aus zwei Frauen. Auch die waren wohl bei The Voice.

2Mashi – Bitter Words

Die beiden Sängerinnen kommen getrennt auf die Bühne und treffen sich dort dann zum Refrain. Das Lied hat deutlich mehr Zug als das erste Lied. Es sind auch zwei Gitarristen und zwei Backgroudsängerinnen auf der Bühne. Der Song ist zweistimmig. Es gibt Latino-Anklänge und auch Blasinstrumente sind zu hören. Zeitweise wird der Text als Sprechgesang vorgetragen. So richtig eingängig ist die Melodie nicht. Aber modern ist es. Das kann man sicher sagen. Auch visuell. Das hier zu beschreiben, würde zu lange dauern. Das Video wird nachgereicht.

6 Punkte

Als nächstes kommt Manizha. Damit hatte 100teljubam alle drei Acts in seinem Kommentar richtig benannt. Zeitlich sind wir gut dabei. Bis halb können wir alle drei Songs durch haben. Dann gibt’s genug Zeit zum Voten und für den Auftritt von

Manizha – Russkaja Schentschina (Russische Frau) 

Ok, wenn das nicht die Siegerin ist?! Nicht nur, weil heute Weltfrauentag ist. Die Sängerin beginnt mit einem traditionelleren Outfit und legt das spät ab. Dann steht sie in einem roten Overall auf der Bühne. Begleitet wird sie von vier Sänger*innen. Das Lied ist also auf Russisch und ist ein Crossover aus Rap und volkstümlichen Klängen. Zwischendrin gibt es einen hymnischen und durchaus melodischen Einschub. Das Ganze klingt etwas aggressiv, ist aber interessant und man bleibt dran. Das ist jetzt auch kein Song zum Mitsummen. Für einen Liederwettbewerb aber durchaus machbar.

7 Punkte

Zum Schluss schickt Manizha noch einen Spruch auf Russisch hinterher. Tja, für mich dürfte es Manizha sein. Vorstellbar wären aber auch 2Mashi. Beides moderner und auffälliger als Therr Maitz. Die Endnummern fürs Abstimmen werden benanntgegeben. Dann kommt der Schnelldurchlauf. Die Abstimmung geht offenbar nur über SMS. Die Ausschnitte im Schnelldurchlauf sind wirklich sehr kurz. Da wird nicht gebummelt.

Es folgt … Werbung. In Russland scheint die ESC-Zuschauerschaft eher weiblich zu sein. Zumindest sind die ersten Ads eher für Frauen.

Kurzes Zwischenfazit: Ich verstehe, dass keiner beim russischen Fernsehen bei den drei Beiträgen den Kopf für eine interne Nominierung hinhalten wollte. Alle Beiträge fallen arg gegenüber Little Big ab. Das Finale wäre sicher machbar. Aber eine Topplatzierung beim ESC würde bei jedem der Beiträge überraschen. Dann lieber die Zuschauer*innen entscheiden lassen und es später auf sie schieben.

Weiter geht es mit einem weiteren Schnelldurchlauf. Im Publikum werden etliche ehemalige (bela-)russische ESC-Teilnehmer*innen begrüßt. Und Mr. Eurovision, wie Jana ihn tatsächlich nennt – Philipp Kirkorov. Er verweist darauf, dass auch die Komponisten von „Sugar“ mit dabei sind.

Schon nach wenigen Sekunden ist der Redeanteil von Philipp Kirkorov größer als der von allen anderen in der Show zuvor. Dann wird ein erstaunlich langer Ausschnitt von seinem ESC-Auftritt gezeigt. Und dann singt er seinen 1995er Song für Dublin in einer Dancefloor-Version. Herrlich, das könnte auch auf Radio Paloma in der Partynacht laufen – also, wenn es auf Deutsch wäre.

Man fragt sich ja wirklich, ob Kirkorov irgendetwas gegen die gesamte russische Unterhaltungsbranche in der Hand hat, dass er da so schalten und walten kann. Na mal gut, dass er keine Homo-Propaganda betreibt. Die Moderatorin erinnert, dass man noch abstimmen kann. Ein weiterer Schnelldurchlauf.

Palina Gagarin wird angekündigt und singt „A Million Voices“ auf Russisch. Sie trägt ein weißes Kleid und ist rank und schlank wie immer. Begleitet wird sie von fünf weißen Trommlern. Die Stimme sitzt nach wie vor.

So, langsam wird’s eng für Natalia. Oder der bzw. die Sieger*innen können nicht noch einmal auftreten. Die Moderatorin führt ein weiteres Interview im Quasi-Greenroom. Und es ist immer noch beeindruckend, dass da wirklich niemand eine Maske trägt. Diese Sputnik V-Zeug muss Wunder wirken. Weiterer Schnelldurchlauf.

Die Russen haben wirklich die Ruhe weg. Jetzt kommt nochmal Werbung! Es ist 18:55 Uhr. In fünf Minuten ist die Chose vorbei. Eigentlich. Die Werbung erinnert nun sehr an das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland. Ich kenne bald das gesamte russische Apotheken-Angebot auswendig.

So, zurück in der Show. Jetzt kommt Dima Bilan in einem Telekom-Anzug. Er setzt sich auf die Bühne und singt „Believe“. Die Nachrichten müssen heute offenbar warten.

Die Moderatorin ist ganz aufgeregt und redet noch schneller. Und dann kommen plötzlich die Nachrichten?! Womöglich nur der Überblick bevor es weitergeht? Der Nachrichtenmann steht in einem Tulpenfeld. Es ist halt Frauentag. Darum geht es jetzt auch. Aber was ist mit dem ESC?!

Um 21:20 Uhr Ortszeit soll „Pretty Woman“ auf Kanal 1 beginnen. Auch passend zum Feiertag. Mal schauen, wie sie den ESC davor noch unterkriegen. Die Schlagzeilen, die angekündigt waren, würden ja für zwei Stunden reichen. Jetzt spricht Putin zum Feiertag. Und nun geht’s um eisfischende Frauen. Es gibt Dinge, die kann man sich nicht ausdenken. Ach, nach 19 Minuten geht’s mal um Covid-19.

Und nach Meghan ist das Eurovisions-Logo wieder da. Geht es jetzt weiter? Der Nachrichtensprecher nennt jetzt noch einmal die Nummern zum Abstimmen. Bitte?! Es wird immer absurder. Demnächst kommentiert Ingo Zamperoni in den Tagesthemen den ESC-Schnelldurchlauf und nennt die Nummern fürs Voting.

So, Sam hat es schon gesehen: Um 21:30 Uhr (also 19:30 Uhr) geht es mit der Vorentscheidung weiter. Zehn Minuten sind dafür noch einmal vorgesehen. In einem sehr langen Nachrichten Bericht übers Eiskunstlaufen gab es gerade ESC-Bezug. Da war doch der Eiskunstläufer vom ESC-Sieger 2008 zu sehen, oder?

Und zurück geht’s zum ESC-Vorentscheid. Endlich! Das Publikum jubelt wie zuvor. Jetzt wird die Abstimmung mit einem Countdown beendet. Dann werden alle drei Acts auf die Bühne geholt. Wird jetzt das Ergebnis verkündet? Die Künster*innen dürfen noch kurz etwas sagen, sind aber etwas überfordert.

Jetzt ist es wohl langsam soweit. Ernest & Young hat wohl die Abstimmung überwacht. Scheint alles ok zu sein, so ein Mann, der seit dem Kauf des Anzugs anständig am Buffet zugelangt haben muss.

Die Siegerin ist Manizha!

Das war jetzt etwas unspektakulär mit der Ergebnis-Bekanntgabe. Die Prozentwerte liefen immer weiter in die Höhe. Manizha hatte 39,7%. Sie bedankt sich u.a. bei ihrer Großmutter. Sie vergießt einzelne Tränen der Freude. Damit kommen wir zum Ende der Vorentscheidung. Der Aufritt von Mainzha wird noch einmal vom Band eingespielt.

Ich bedanke mich bei allen, die heute dabei waren. Gleich folgt noch die Abstimmung über den Beitrag in unserem ESC-Barometer. Dafür benötige ich noch einen Moment.

Morgen kommt dann der nächste Live-Blog: Um 10 Uhr vormittags erfahren wir mehr über den österreichischen Beitrag „Amen“ von Vincent Bueno.

In diesem Sinne Spacibo u doswidanja!


342 Kommentare

  1. Eine Überraschungsshow. Na gut, kann man auch mal machen, aber etwas mehr Transparenz wäre wünschenswert.

  2. Man stelle sich vor, am Sonntag wird in der Tagesschau über den kommenden Vorentscheid berichtet und Judith Rakers fordert die Zuschauer charmant auf, die Sendung anzuschauen.
    Was für Träume von mir…bei uns ist ja der NDR zuständig *gähn*.

    • Die russische Nachrichtensendung ist aber auch eine Stunde lang. Da kann man schon mal neun (!) Minuten über die russischen ESC-Beiträge der letzten 25 Jahre berichten

    • Andi, du träumst also davon das der regimetreue ndr heute charmant bekannt gibt das morgen eine ve-show mit vorher politisch durchgesiebten teilnehmern stattfindet?

      • Ich träum ein bisschen von besserer Werbung für unseren Beitrag. Und nur die „Guten“ sind wir im Westen nun auch nicht. Moralisch haben wir auch genug Dreck an unseren Fingern.

    • Wenn der NDR die Federführung abgeben sollte, welcher ARD-Sender sollte die Verantwortung übernehmen? Die eh schon Pleite-Sender WDR, Radio Bremen, Saarl. Rundfunk oder RBB? Die anderen Sender würden es nicht nochmal übernehmen.
      Wir können dem NDR wirklich nur danken und unsere Unterstützung anbieten. Konstruktive Kritik ist immer gut und kann sogar fruchtbar sein, aber nur draufhauen bringt keinem etwas.

  3. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Little Big mit so einer Nummer am ESC teilnehmen wird – das wäre selbst für diese Gruppe eindeutig zu flach (stimmt, ich finde Little Big nicht doll – irgendwie nerven die meisten Lieder von denen doch nur – Ausnahme: Hypnodancer).
    Wir werden uns die Münder fusselig reden, wer es denn für Mütterchen Russland werden wird …und dann kommt doch wieder Sergei Lasarev oder die Polina Gagarina um die Ecke.

  4. Ich hoffe mal dass Sex Machine nicht deren ESC Beitrag wird. Ich liebe Little Big aber der Song ist Müll. Halt gar nicht witzig, die ganze Zeit dasselbe. Tacos zum Beispiel wäre geeigneter gewesen.

    • Ich denke Sex Machine ist, wie dieser ganze Fake-Vorentscheid, nur ein Mittel zum Zweck. Heute Abend werden Little Big im Anschluss der Fake-VE ala tatsächliche Vertreter samt ESC-Beitrag bekanntgegeben.

  5. Es gibt so viele, tolle russische Disco-Diven (ich meine nicht Lasarev), so eine würde ich mir wünschen! Bloß bitte nicht den Little Big Schrottquatsch.

  6. ich hoffe das Sexmachine der Beitrag ist , dann bleibt Russland im Semi kleben und nimmt einem guten Song , von denen es sehr viele im Semi1 gibt ,den Platz nicht weg .

    • Ist Little Big nicht ein zu großer Name, um kleben zu bleiben? Egal mit welchem Song. Wobei ich jetzt aber auch nicht im Kopf habe, wer im ersten Semi alles abstimmt.

      • Cascada ist/war auch ein großer Name und trotzdem nur Platz 22 damals 2013.

      • Hm… Little Big sind aber mehr „current“ als es Cascada zur Zeit ihrer ESC-Teilnahme war. Da lagen ihre richtig großen Hits doch schon ein wenig zurück, oder?

  7. Ich freue mich auf heute Abend. Bin gespannt wie der Vorentscheid wird (Muss dafür die „Die Simpsons“ passen).

  8. Hm… alles sehr seltsam in Mama Rossija…
    Da bin ich ja mal gespannt, ob das wirklich ein Vorentscheid wird oder nur eine Präsentationsshow.
    Mittlerweile tippe ich nicht mehr auf Little Big als Russlands Vertreter. Sex Machine ist wirklich schwach. Auch, wenn ich Uno nicht sehr mochte, mit Hypno Dancer haben sie ein wenig mein Herz erobert…
    Ich hoffe dennoch auf einen anderen Vertreter. Der Hype in der Bubble war für mich nicht ganz nachvollziehbar, aber mal schauen, was heute Abend passiert.

  9. oh mann, die sex maschine ist sowas von geil…
    höre ich schon in dauerrotation…
    ultra modern und voll auf die zwölf…
    da stinkt Senith ganz gewaltig ab….

  10. Ich tippe darauf, dass es nur eine alibishow ist. Entweder für little big oder es müssen zwei unschuldige opfer gegen einen russischen star antreten…..mein tip wäre morgensthern

  11. Klasse neuer Song von Little Big, kann gerne nach Rotterdam!
    Ist bis auf den Titel mehr MC-Hammer als James Brown, im Video ist das noch klarer zu sehen.
    Bin gespannt auf die Wundertüte heute im russischen Fernsehen…

  12. Das Lied dauert keine 3 min. Das würde also perfekt zum ESC passen. Eines können die Russen wirklich gut…für Spannung sorgen. Kann es aber sein, dass der neue Song nur aus dem Refrain besteht?

    • Little Big haben ein Lied über mich geschrieben? Ich finde „Sex Machine“ ttotz seines gagamäßigen Textes ganz unterhaltsam und man kann toll gut darauf abtanzen! Finde ich mega!

      Der Song gleichen Titels von James Brown darf auf keiner Oldieparty fehlen. Alsich noch jung und gutaussehend war, hab ich darauf immer getanzt, wenn der DJ den Klassiker auflegte. Heute bin ich alt und Generation Komposti.

  13. Ich weiß nicht was ich von dem neuen Song von Little Big halten soll. Ja die Tänzer sind wieder Phänomenal und die Mucke ist auch sehr modern und toll. Aber was für ein einfallsloser Text ist das. Immer nur ständig I am a sexmachine you are a sexmachine und dann die Sängerin. Ich glaube das ist eigentlich eine ganz hässliche alte Kröte die sich in eine bildschöne Frau verwandelt hat – an der schrecklichen Stimme erkennt man es. Ihr Kröterich hat sich dann wohl in einen Portugiesen mit Hut verwandelt…..
    Ich hoffe das das heute keine Fakeshow um Little Big wird sondern wirklich eine kleine VE warum?

    Wenn man Little Big schickten möchte hätte man klar dazu stehen können und das schon früher,
    Gut vielleicht hat man das intern getan und versucht wegen PR so eine Fakeshow zu veranstalten, würde ich Russland zwar zutrauen fände ich aber schade. Russland sollte endlich weg von seinem schlechten Image kommen

    Wir brauchen VE mit vielen tollen Liedern und ich wünsche mir das auch von Russland

      • In meiner Lehrzeit vor 20 Jahren bin ich in den Katakomben meiner damaligen Firma auf eine Kröte getreten. Sie lebte noch aber ich habe seitdem einen furchtbaren Ekel davor 😉

      • Ich merke ihr habt mich nicht verstanden. Die Krötenähnliche Stimme pass überhaupt nicht zu der wunderschönen Sängerin deshalb mein ironisch gedachtet Märchenverglrich zur verwandelten Kröte😉

      • Okay, sorry, ich war nur etwas erschrocken, ich bin halt etwas empfindlich, was Bodyshaming angeht. Aber jetzt weiss ich, wie es gemeint ist. Nichts für ungut.🙂

  14. Der übliche Zirkus aus Russland, vermutlich um dann doch wieder die Aqua-Revival Band vom letzten Jahr zu schicken. Mal sehen, wie sich in dem Fall die Witznummern-Stimmen zwischen RUS (garantierter Block minus allerdings 2×12 aus Armenien dieses Jahr) und DEU (wirkt, so ungern ich das Lied mag, offener, authentischer und nicht gewollt prollig) verteilen würden.

  15. Sexmachine ist ein doch recht typischer Little Big Song. Tanzbar und ohne Lyrics bzw mit weitgehend entleerten Lyrics. Die Songlyrics sind bei eigentlich allen Little Big Hits eher spärlich gesät. Sind meist nur ne Handvoll Wörter. Gut, bei Sexmachine sind es noch weniger, quasi an einer Hand abzuzählen. Schon etwas sehr dürftig. Für die Lyrics gibt es keine Punkte. Alle Little Big Songs haben ein gerüttelt hohes Nervpotential. Auf Wodkaparties in Moskau und St Petersburg kommen die Songs aber wohl recht gut als Party-gröhlsongs, würde ich meinen.

    Es wird sicher schwer werden und müsste von den Veranstaltern bzw ‚von ganz oben‘ auch dringend gewollt sein, wenn jemand anderes, als Little Big mit einem sinnfreien Song den russischen Vorentscheid-Sieg davonträgt. Für mich sind Little Big ein regime-konformer Musikact. Von mir wird der Beitrag des russischen Staatsfernsehens daher, wie immer, keine einzige Stimme geben. Das mag unfair sein, ist aber gerechtfertigt.

    Man könnte den Song natürlich vielleicht auch so deuten: ‚Sexmachine‘ könnte man auch als subtile Kritik an den russischen Verhältnissen verstehen. Je weniger du sagst, desto weniger Probleme hast du. Am besten ist, du hälst ganz die Klappe, stammelst nur ein paar Wörterchen und läufst mit u.a. mit der Belohnung ‚ESC Teilnahme’…

      • ja das stimmt. Russische Musikvideos sind aber generell wenn es sie denn bei Youtube gibt vergleichsweise aufwändig. Sind wohlö auch für Deutschland des öfteren lange geblockt. Liegt meiner Einschätzung u.a. auch daran, dass russische Acts mit Youtubeverbreitung halt ‚viel Geld‘ verdienen (zb durch Werbung). Glaube Audiostreaming spielt in Russland eine nicht genau bezifferbare Rolle. Spotify ist in Russland noch in den Kinderschuhen (ca 9% vom deutschen Niveau). Marktführer Yandex Music hat angeblich 3,3 Mio Abonnenten (Januar 2020) und beherrscht dort den Markt wahrscheinlich mit vllt sogar noch über 65% Marktanteil. Tantiemen in Russland für Audioabspielungen fallen aber erheblich geringer aus, als zb in Deutschland (Yandex Music Premium kostet ja auch nur 2,50€ je Monat und kann daher an sich nur 1/4 der Tantiemen bringen, wie Plays in Westeuropa). Nen gut gemachtes Video spielt bis jetzt aber in Russland immer noch eine große Rolle auf der Einnahmenseite. Vermutlich ist Youtube zusammen mit Yandex in RU Marktführer bei on-demand Musikverbreitung. Nicht zu vergessen: Youtube Premium kostet in Russland monatlich eben auch nur extrem günstige 2,64€, anstatt der 11,99€ je Monat in der EU…In der EU gibt es ja leider keinen Preiswettbewerb…

    • Ich glaube du irrst dich etwas – gerade weil Little Big in der Vergangenheit eben nicht so regime-konform waren werden sie dieses Jahr nicht mehr für Russland zum ESC fahren.

      • wenn das so wäre, wäre meine Behauptung regime-konformität würde ein Bonus sein ja nicht widersprechen. Muss aber ehrlich sagen, dass ich die Künstler von Little Big nicht so nah verfolgen kann. Sie waren halt letztes Jahr nominiert und das wird man in Russland ja an sich halt nicht, wenn man nicht konform bzw ausreichend konform ist mit ‚den Leuten ganz oben‘.

      • Wenn ich mir die berichte von anderen Künstlern in Russland anschaue, denke ich auch nicht, dass Little Big überhaupt in betracht gezogen worden wären, wenn sie sich in irgendeiner Weise in letzter Zeit Regimekritisch verhalten hätten. Da hagelt es so weit ich es mitbekommen habe sehr schnell Auftrittsperren.

  16. hat thematisch jetzt nix mit Russland zu tun: ‚Arcade‘ von Duncann Lawrence zieht derzeit in Europa wie ne Rakete an! Ist in Deutschland bei Spotify ja sogar schon auf der 31 (seit 34 Tagen in den Top 100). In vielen anderen Ländern auch in den Spoti Top 100. Scheint bei TikTok zu einem wirklich sehr massiven Hit mutiert zu sein bzw mutiert geworden zu sein…warum wird das ausgerechnet HIER nicht berichtet? Oder hab ich das verpasst? ^^

  17. Kein Grund zur Aufregung, aktuellen Insiderberichten auf Twitter zufolge fahren Little Big nicht für Russland zum ESC. Es wird wohl eine Vorentscheidung mit folgenden drei Acts sein:
    – Manizha
    – 2Mashi
    – Therr Maitz

  18. Ich denke mal Manizha wird das Ding gewinnen. Einzigartige Künstlerin, der ich auch den gesamten ESC Sieg zutraue. Schade, dass Little Big nicht mitmacht.

  19. Geht der Livestream eigentlich bei uns in Deutschland oder nicht? Ich bin da drauf gegangen und da ist ein Standbild mit russischem Text in der Mitte den man nicht übersetzen kann. Geht der Livestream eigentlich bei uns in Deutschland oder nicht? Oder kann jemand russisch und weiß was da steht?

  20. das ende im neuen video(eher meh) kann man auch so interpretieren,daß little big doch teil nimmt und zwar mit einem anderen noch unbekannten song a la surprise,surprise.
    little bigs kreativität scheint auch in einer abwärtsspirale zu sein – vielleicht sagen die sich auch,daß es wohl besser wäre sich nicht zu blamieren?
    wann geht es denn jetzt los – 18.00 deutscher zeit immer noch?

    • Ja 18:00 Uhr deutscher Zeit geht es los. Ich glaube den Kanal kann man über Hotbird empfangen. Müsste dann unter 1TVRUS zu finden sein

      • der war gut – lebe im mietshaus mit astra gemeinschaftsschüssel. 😀

        russenproxy irgendwer,also einer wo man ohne rumfrickeln die URL eingeben kann wie bei hidemyass.
        opera VPN funzt jedenfalls nicht bei http://www.1tv.ru/live

  21. bei wiwibloggs steht,daß das geoblocking für die zeit der show aufgehoben wird – na wenn das mal stimmt – ich habe nämlich noch nie eine russenshow gesehen.

  22. Hat sich keiner das Ende von „Sex Machine“ angeschaut? Das ist doch eine Überleitung zum ESC Song UNO.
    Das ist ja mehr als klar, dass sie dann wohl dieses Jahr nochmal antreten. Ob es wirklich der Song ist? Möglicherweise ist das nur ein Teil des richtig Songes. Quasie durchgehend den Refrain ohne die Strophen.

    • das liegt daran,daß der stream gerade eben freigeschaltet wurde,somit können wir der prozedur beiwohnen. 🙂

      • stimmt – die foltern uns noch ein bißchen als retourkutsche für die räuberpistole(vergiftung und sowas). 😀

  23. Schönen Weltfrauentag, aber ich bin mir sicher, dass nicht, wie impliziert, auch in Deutschland begangen wird. Zumindest nicht in ganz Deutschland, sondern nur in (wen wundert’s) Berlin. Weiterhin hoffe ich selbstverständlich auf Little Big!

  24. Nach 8 Jahren Russisch in der Schule hätte ich nie gedacht, dass ich mir mal freiwillig einen Livestream des russischen Fernsehens anschaue – verrückt diese Welt.

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