Malta Eurovision Song Contest 2023 als Mega-Vorentscheidung mit 40 Beiträgen

Foto: EBU / NATHAN REINDS

Emma Muscat aus Malta hat es mit ihrem Beitrag „I Am What I Am“ zwar nicht ins Finale des ESC 2022 geschafft, trotzdem hält der maltesische Fernsehsender TVM auch im kommenden Jahr an dem wieder eingeführten Vorentscheidungsformat Malta Eurovision Song Contest fest. Die Show wird sogar weiter aufgewertet und auf ganze sechs Abende und insgesamt 40 teilnehmende Beiträge ausgeweitet. Am Ende soll dann feststehen, welcher Act Malta mit welchem Song beim Eurovision Song Contest 2023 in Großbritannien vertreten wird – also, falls es im Nachgang keine kurzfristigen Änderungen gibt.

Und so läuft die Auswahl konkret ab: Aus allen Einsendungen wählt eine professionelle Jury die 40 Beiträge für den MESC aus. Ausschlaggebend sind dabei nur die Audioversionen. Die 40 Beiträge werden dann auf vier Viertelfinale mit jeweils 10 Beiträgen aufgeteilt. In diesen Shows werden die Beiträge wohl nicht live aufgeführt, sondern vorab aufgenommene Auftritte ausgestrahlt, die ohne Inszenierung und Choreografie auskommen sollen.

Am Ende erreichen 24 Beiträge das Halbfinale, wobei davon auszugehen ist, dass sich aus jedem Viertelfinale sechs Beiträge qualifizieren können. Welche Lieder im Halbfinale zu hören sein werden, wird erst nach dem letzten Viertelfinale bekanntgegeben. 16 Beiträge aus dem Halbfinale erreichen das große Finale des Malta Eurovision Song Contest. Entschieden werden die Ergebnisse jeweils durch eine Mischung aus Jury- und Televoting.

Auch die Daten für die sechs Liveshows stehen bereits fest:

  • 13. Januar 2023: Erstes Viertelfinale
  • 20. Januar 2023: Zweites Viertelfinale
  • 27. Januar 2023: Drittes Viertelfinale
  • 3. Februar 2023: Viertes Viertelfinale
  • 9. Februar 2023: Halbfinale
  • 11. Februar 2023: Finale

Zu gewinnen gibt es neben dem Ticket zum ESC 2023 übrigens auch Geldpreise – der Sieger erhält 10.000 Euro.

Freut Ihr Euch auf den Malta Eurovision Song Contest und welche Künstler*innen würdet Ihr gerne in der Show sehen?


34 Kommentare

  1. Wow, Malta geht ja ambitioniert an das „Projekt ESC“ heran. Toll.😊
    Bleibt zu hoffen, dass die Auswahl besser und vielfältiger wird wie dieses Jahr.

    P. S. Bisher konnte mich Malta nicht allzu oft beim ESC begeistern. Aber lasse mich natürlich gerne positiv überraschen.

    • Der Inselstaat will es echt wissen, toll. Die Malteser wollen ihr eigenes „Sanremo-Festival“ durch den Malta Eurovision Song Contest veranstalten. Dann sollte der Name doch besser aufs Land zugeschnitten sein zB. Valletta Song Festival 🇲🇹

  2. Es kann wirklich nur aufwärts gehen nach der schlimmen und unglaubwürdigen Nummer vom jungen Mutter Theresa-Verschnitt dieses Jahr.

  3. Ich bin auch auf die Songauswahl für den Vorentscheid gespannt und hoffe, daß es mehr Songs auf Maltesisch gibt, da die Auswahl in diesem Jahr ziemlich dürftig war

    Was das Reglement betrifft, sollte gleich festgelegt werden, daß der Sieger auch mit seinem Wettbewerbstitel am ESC antritt und ihn nicht gegen einem alternativen auswechselt, wie das bedauerlicherweise in diesem Jahr getan wurde! Als einziges zulässiges Mittel wäre die Überarbeitung möglich, wie das bei Albanien üblich ist.

    • Einen Monat nach dem ESC Vorentscheid gibt es einen anderen großen Wettbewerb für maltesische Lieder, heißt „Muzika Muzika“. Der Hauptpreis ist ebenfalls höher (ca. 20.000 €), deshalb ist es unwahrscheinlich, dass sich Künstler und Komponisten dafür entscheiden, mit maltesischen Liedern an der VE teilzunehmen.

  4. Oh, ich mag das. Große Vorentscheide im Allgemeinen sind ja total meins (trauere immer noch den früheren Litauer Ausgaben nach oder dem isländischen System von 2008), wenn man nicht zu sehr von der Anzahl der neuen Songs am selben Abend erschlagen wird. 22 Songs an einem Abend heuer waren mir dann doch zu viel, aber zehnmal vier finde ich gut portioniert.
    Die Frage, wer jetzt teilnehmen soll, erübrigt sich ja fast, da ist die halbe Insel ja schon fast eingeplant – aber Franklin Calleja hat doch länger nicht mehr teilgenommen, wie wäre es mal wieder…? Danica Muscat und Rachel Lowell dürfen ebenfalls sehr gerne zurückkehren. Ich finde es aber bei so einem Verfahren mit sechs Shows umso wichtiger, den Song auch beizubehalten, auch wenn ich persönlich die beiden Ersatzsongs von Emma Muscat und Ira Losco jeweils stärker fand als die Siegersongs in der nationalen Auswahl. Aber wenn man sich über so viele Wochen mit den entsprechenden Beiträgen identifizieren lernen kann, hat das einen sehr faden Beigeschmack über, wenn die Songs im Nachhinein ausgetauscht werden.

  5. Also ich freue mich da noch nicht drauf.
    Wird wohl sehr viel mehr Masse statt Klasse sein.
    Ohne Liveauftritte haben die Shows auf mich keinen großen Reiz.
    Dann lieber auf auf’s FiK,Mello,Benidorm,oder ULFG freuen.

  6. Diese Woche wurden übrigens vom für den ESC und JESC zuständigen Sender PBS auch die Namen der Kandidaten bekanntgegeben, die am JESC-Vorentscheid teilnehmen werden und unter den 16 Namen ist nur ein einziger Junge dabei:

    https://eurovoix.com/2022/09/01/malta-malta-junior-eurovision-song-contest-2022-finalists-revealed/

    Die Show findet am 2. Oktober 2022 statt und der Sieger wird darin per Jury- und Televoting ermittelt, wobei die stärkere Gewichtung des Votums bei der Jury liegt (75 %) und das der Zuschauer nur 25 % beträgt.

    Unter den 16 Teilnehmern ist ein Duo dabei, daß schon letztes Jahr um das JESC-Ticket wetteiferte, nämlich Rih und Bri.

  7. Mega! Also 40 Lieder bräuchte ich jetzt nicht und werde wohl auch nicht alle anhören aber (bitte hasst mich nicht) der maltesische VE war dieses Jahr einer meiner liebsten 😊 mit dem überragenden Into the Fire als meine Nr. 1 der Saison 😍 freu mich auf 2023!

    • Und da sind natürlich einige klangvolle Namen von ehemaligen ESC-Teilnehmern mit von der Partie, und zwar ABBA (1974), Michael Schulte (2018), Marco Mengoni (2013), Citi Zēni (2022) Lake Malawi (2019) und We Are Domi (2022). Dazu sind internationale Popstargrößen wie Lost Frequencies feat. Calum Scott, Westlife, Klangkarussell (das sind die mit dem „Sonnentanz“), Kylie Minogue und Years & Years sowie Harry Styles am Start und mit Jerry Heil und Varry Brava ehemalige ESC-Vorentscheidkandidaten.

      • Illustre Runde … und nach den diesjährigen Kommentaren über den ESC halte ich einen Sieg ABBAs nicht für ausgemacht.

    • Wobei ich jetzt nicht glaube, dass die ESC-Verantwortlichen (m/w/d) von Malta einfach Mal so wahllos sich für die Zahl 40 entschieden haben. Ich denke man wird sich sicherlich auf Erfahrungswerte und Kennzahlen aus der Vergangenheit berufen wie vielleicht die Anzahl der eingegangenen Bewerbungen der letzten zehn Jahre sowie die Anzahl der möglichen Komponisten (m/w/d), die eventuell einen Song beisteuern könnten.

      • Ich glaube man hat sich schlicht das Konzept von Estland abgeguckt. Bleibt zu hoffen das was tolles bei raus kommt und nicht kurz vorher noch ein neuer Song hervorgezaubert wird

  8. Ich freue mich über jeden Vorentscheid und wenn viel Auswahl ist sowieso. Aber bei Malta fehlt mir in den meisten Jahren die Abwechslung. Lieber 15 Titel mit großer Bandbreite als 40 mal dasselbe… Mal sehen.

  9. Ich habe vor Jahren mal alle Beiträge vom 2017er und 18er Jahrgang durchgehört. Das waren zwar keine 40, aber leider war da auch sehr viel durchschnittliches und unappetitliches dabei. Selbst mit über 40 Liedern hat Litauen was Ordentliches hinbekommen, aber das ist auch leicht größer als Malta.

  10. Ein kleines Land wie Malta schafft es eine 6-Teilige-Vorentscheidung hinzukriegen und was schafft der NDR/ARD? Nur die Rentenvorsorge für ihre Bonzen.

    • Warum gibt es immer noch nichts vom NDR? Wann kommt was vom NDR? Warum machen die Blogger da nix? Wann wissen wir, ob wir dieses Jahr endlich wieder gewinnen?

    • @escfrust05

      Na ja, „Masse ist nicht gleich Klasse“.🤓
      Malta war ja dieses Jahr auch nicht erfolgreich, trotz umfangreichen Vorentscheid.
      Natürlich hast Du recht, dass dieses kleine Land sich Mühe gibt, eine umfangreiche VE auf die Beine zu stellen. Wenn aber am Ende nur austauschbare Stangenware bei rauskommt, bringt es leider auch nicht viel.

    • Ja, groß angelegte 6teilige Vorentscheidungen mit Finale. Dann tauscht am Ende der/die Sieger/in einfach das Lied aus. Das ist reine Geldverschwendung vom Veranstalter und unfair dem Zuschauer gegenüber, der durch seine Abstimmung Geld ausgibt.

    • Formal bzw. in quantitativer Hinsicht ist dies definitiv eine Aufwertung, wenn ein Musikwettbewerb sich nicht nur auf einen Abend beschränkt, sondern auf mehrere Abende ausgeweitet wird.

      Ob es jetzt angebracht ist Begrifflichkeiten auf die Goldwaage zu legen sei einmal dahingestellt. Denn ob man dies nun eine Aufwertung nennt oder als Wille bezeichnet im Jahr 2023 mit einem größerem Konzept einen ESC-Siegertitel zu ermitteln ist doch irrelevant bzw. wirklich egal.

  11. Malta zeigt auf jeden Fall Kreativität und den Wille für den ESC 2023 einen guten Song ins Rennen zu schicken. So etwas beeindruckt mich.

    Wenngleich ich der Ansicht bin, dass der beste Song, den Malta zum ESC schickte, derjenige von Mary Spiteri, Teilnehmerin beim Grand Prix 1992 in Malmö, mit „Little child“ ist.

    Ich glaube viele Malteser (m/w/d) sehen dies ebenso. Dieses oder letztes Jahr feierte Malta seine fünfzigjährige Teilnahme beim ESC mit einer großen Show. Als Mary Spiteri ihren ESC-Beitrag von 1992 „Little child“ sang, kannte der darauffolgende Applaus des Publikums fast keine Grenzen mehr.

    Für mich der schönste Song aus Malta, mit einer Sängerin, die Lady und Künstlerin ist sowie ihre Dankbarkeit und Distanz zu den ESC-Fans (m/w/d) in eben jenem Auftritt kaum noch besser rüberbringen rüberbringen konnte.

    https://youtu.be/dTs5xJB2G_M

      • So viel „Grazie mille“ kann ich jetzt gar nicht schreiben.

        Leider ein Song, den die ESC-Community zu vergessen haben scheint. Deswegen ist es schön zu lesen, dass „Little child“ auch anderen (m/w/d) gefällt ! 😀

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