Medienberichte: Könnte der ESC 2020 in Rotterdam morgen offiziell abgesagt werden?

Nachdem heute das Treffen der EBU-Referenzgruppe anstand, in dem unter anderem über die Optionen der Austragung des ESC 2020 in Rotterdam beratschlagt wurde, verdichten sich nun Medienberichte, wonach der diesjährige Eurovision Song Contest in Rotterdam morgen offiziell abgesagt werden könnte.

Von mehreren Quellen kommt an diesem Abend die Nachricht, dass der ESC in diesem Jahr nicht stattfinden wird. So verkündete beispielsweise der israelische Fernsehsender KAN, dass der Wettbewerb in Rotterdam nicht ausgetragen wird.

„Die Richtlinien des niederländischen Gesundheitsministeriums erlauben es auch nicht, den Wettbewerb ohne Publikum abzuhalten“, heißt es in dem Tweet des israelischen Nachrichtensenders. Die laut KAN diskutierten Optionen waren zunächst, den Wettbewerb im Mai ohne Publikum stattfinden zu lassen. Des Weiteren wurden eine mögliche Verschiebung sowie die komplette Absage des diesjährigen ESC diskutiert – und scheinbar hat man sich für Letzteres entschieden.

Von anderer Stelle kommt eine ähnliche Berichterstattung. In der französischen Talkshow „Touche pas à mon poste“ erwähnte Matthieu Delormeau, dass der Wettbewerb in diesem Jahr aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus nicht stattfinden wird.

Auch aus Island ist eine solche Meldung zu vernehmen. Auf der Website von K100, einem isländischen Radiosender, berichtet der Moderator Jón Axel von einem niederländischen Freund, der bei der Europäischen Union arbeitet (was auch immer die EU mit dem ESC zu tun hat) und ihm in einer Mail geschrieben hätte, dass die Absage am Mittwoch offiziell erfolgen soll.

Natürlich handelt es sich hierbei (noch) um keine offizielle Bestätigung. Über die sozialen Kanäle des Eurovision Song Contests wurde heute folgende Meldung veröffentlicht:

Ob sich die verschiedenen Medienberichte bewahrheiten, bleibt somit abzuwarten. Erst im Laufe des Tages wurde ein Bericht eines möglichen Insiders veröffentlicht, wonach die EBU angeblich überlegen würde, den Wettbewerb in den Juni oder sogar in den September zu verschieben. Aus anderen Kreisen heißt es wiederum, dass der Contest entweder online stattfindet, bis August oder gar um ein Jahr verschoben wird. Da es derzeit immer wieder neue Meldungen hinsichtlich der Entwicklung rund um den ESC in Rotterdam gibt, ist es noch schwer abzuschätzen, welche Option sich tatsächlich bewahrheiten wird. Vielleicht sind wir morgen schon schlauer.

Es ist durchaus möglich, dass eine Entscheidung bereits vor dem 6. April offiziell verkündet wird. Zuletzt hat bereits die Schließung der EU-Grenzen Probleme für die anstehenden Postkartendrehs verursacht, die Pre-Parties in London, Amsterdam sowie Israel und Madrid finden nicht statt oder werden zunächst verschoben.

Was sagt Ihr zu den aktuellen Entwicklungen rund um den ESC 2020 in Rotterdam? Glaubt Ihr, dass der diesjährige Wettbewerb abgesagt wird?


114 Kommentare

  1. Macht euch nichts vor. Ein Video-Contest ist keine Option. Das wäre doch eine traurige Geschichte und eine Zumutung für die Künstler. Es kann nur eine Absage geben, mit einer geringen Chance für eine Verschiebung in den Herbst. Ich finde das auch in Ordnung. Eine verbindende Sendung sollte am 16. Mai aber gestaltet werden, aber eben keine Competition.

  2. Hier noch eine Stimme für die Konferenz-Variante mit Video-Schalten in die jeweiligen Länder. Ist ja nicht so, dass die europaweiten Fernsehanstalten nicht mehr produzieren würden und bei The Masked Singer funktioniert es dem Vernehmen nach doch auch ohne Publikum noch sehr gut. Und es wären immerhin noch fast zwei Monate Zeit.

    Ist für mich auch nicht ganz das selbe wie eine EM, bei der es um eine Vielzahl an Spielen geht, die üblicherweise von viel mehr Leuten gesehen werden. Auch gibt es bei Musikauftritten hinsichtlich der Inszenierung viel mehr Flexibliität als bei einem Fussballspiel.

    @goynen67
    Klar würden die Songs einem großen Teil der Zuschauer auch 2021 noch neu sein, aber für die Fankreise und auch die Musiker selbst wären die Begeisterung, das Momentum weitgehend aufgebraucht. Für den ESC als eine Art Musik-Messe wäre das schon sehr ungünstig.

    @ESC-Kompakt
    Der Artikel geht schon in Ordnung, aber diese ständigen Reaktions-Aufrufe am Ende empfinde ich ähnlich unnötig wie die Bio-Banane, kommen m.E. auch typischerweise vorwiegend vom Wiwibloggs-geprägten Florian (nicht böse gemeint, aber man merkt schon erstaunlich schnell, wer was schreibt). Es ist auch nicht so, dass hier zu Prinz-Blog-Zeiten viel weniger oder nur negativ kommentiert wurde.

  3. Wo ist denn das Problem wenn man den ESC bis zum Juli oder September verschiebt? Die Fussball-EM ist auf nächstes Jahr verschoben. Auch ein ESC im Herbst wäre durchaus machbar. Falls nötig könnte man auch ein ESC ohne Live-Publikum veranstalten.

    • Dazu müsstest Du einen frei buchbaren Zeitraum in der Ahoj-Arena finden und buchen. während die Koordinierung aller europäischer Fussballspiele eh schon über die UEFA läuft und daher relativ frei Termine geschoben werden können.
      Zusätzlich musst Du einen Termin finden, an den die beteiligten Künstler selber nicht auf Tournee oder anderweitig beschäftigt sind. Das Problem hast Du bei der EM auch nicht, weil eben alle Mannschaften über die UEFA direkt verbunden sind.
      Das sind jetzt mal die Probleme, die mir dazu auf die Schnelle einfallen.

      • Klingt aber nach Problemen die sich schwerer lösen lassen, als die Probleme einer Fernsehschaltung am 16.05. über die Fernsehsender hinweg. Meinste nicht? 🙂

  4. Nachdem diese Krise Europa hunderte Milliarden kosten wird, ist sowieso die Frage, wie und von wem der ESC 2021 finanziert werden soll. Das Verständnis in der Bevölkerung wird gering sein, dafür 25 Millionen auszugeben.

  5. Künstler sind auf Tourneen? Das wären ja auch wieder Massenansammlungen von Menschen – das kann also schon mal nicht sein. Ich denke, gerade die Künstler selbst sind froh um jede Möglichkeit die sich ihnen jetzt noch bietet.

    Ich hoffe der Gedanke, dass man jetzt auch nicht alles über Bord werfen darf, gerade auch nicht den ESC, der eine Völkerverbindende Funktion hat wird sich bei der EBU durchsetzen. Eine Verschiebung wird kaum weiterhelfen, weil man einfach nicht weiss die die Situation dann im Juni sein wird; dasselbe gilt für September wo es aller Voraussicht nach eine „zweite Welle“ gaben wird.
    Da der ESC zu vorderst eine TV-Show ist bleibt zu hoffen, dass man am Termin festhält und auf Live-Schalten ausweicht.

  6. OK – damit hat sich der gesamte Event für mich vorerst erledigt.

    Wünsche euch eine gute Zeit und bleibt gesund!!!

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