Mehr Informationen: „Eurovision: Europe Shine A Light“ mixt Aktuelles und Retro-Elemente

ESC 2020 Moderatoren Chantal Janzen Edsilia Rombley Jan Smit Rotterdam Eurovision

Wenige Stunden, nachdem in deutschen Branchen- und Fanmedien erste Infos über die geplante EBU-ESC-Ersatz-Show am 16. Mai 2020 durchsickerten, hat die EBU erste Schulterblick-Infos über das auf etwa zwei Stunden angelegte TV-Event „Eurovision: Europe Shine A Light“ veröffentlicht. Das Konzept mixt die Würdigung des Jahrgangs 2020 mit Retro-Elementen, Infotainment und Europa-verbindenden Elementen, explizit auch zur gemeinsamen Bewältigung der Corona-Krise.

Verantwortlich für die Produktion zeichnen die designierten niederländischen ESC-TV-Stationen NPO, NOS und AVROTROS. Folgerichtig werden die für die ESC-Moderation vorgesehenen Presenter Chantal Janzen, Edsilia Rombley (ESC 1998 und 2007) und Jan Smit (1/3 von Flos Klubbb3) auch „Eurovision: Europe Shine A Light“ moderieren. Mitwirken wird auch die bereits für den ESC angekündigte Social-Media-„Sensation“ (Originalton Max) Nikkie Tutorials.

Die EBU möchte alle 41 ESC-Teilnehmerländer 2020, aber auch alle anderen EBU-Mitglieder motivieren, die um 21:00 Uhr beginnende, etwa zweistündige Show zeitgleich auszustrahlen, verpflichtend ist das aber nicht. Jon Ola Sand: „We are encouraging all broadcasters who were due to take part in this year’s Eurovision Song Contest, and EBU Members in other countries, to air this show in the spirit of unity and togetherness.“

Inhaltlich wird es einen Dreiklang geben. Der Jahrgang 2020 wird gewürdigt werden, ESC-Künstler früherer Jahre (Namen gibt es noch nicht) werden auf „iconic European locations“ auftreten und diejenigen, die jetzt in der Corona-Krise hart für deren Bewältigung kämpfen, sollen geehrt werden. „We will also honour those who are affected by the coronavirus crisis and those who work so hard to fight it.“ erläutert Executive Producer Sietse Bakker.

Portfolio ESC Artists 2020

In der Show sollen alle 41 Songs des ESC 2020 gewürdigt werden, sie werden aber nicht gegeneinander antreten und es wird auch keinen wie auch immer gearteten Wettbewerb geben. Fest steht auch, dass die Titel nicht in voller Länge zu hören sein werden, wir gehen davon aus, dass es eine (oder mehrere) MAZen geben wird, in der Ausschnitte der Videos zu sehen sein werden. Die Künstler sollen aber auch „live“ zusammen singen, alle gemeinsam einen Eurovisionsklassiker „with unifying lyrics“, also einem neuen Text, der diesen Zeiten angemessen ist und zu den gigantischen Herausforderungen passt, mit denen die allermeisten Länder in Europa augenblicklich konfrontiert sind.

Es ist offensichtlich, dass alle dramaturgischen Elemente darauf ausgelegt sind, den völkerverständigenden europäischen Team-Spirit zu beschwören und zu zelebrieren – gerade in den Krisenzeiten, mit denen sich der ganze Kontinent aktuell umzugehen hat. Es bleibt spannend, ob die Sender, die (möglicherweise in bisheriger Unkenntnis dieses Konzepts, wie ARD Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber im ESC-kompakt-Interview andeutet) eigene TV-Pläne für den 16. Mai 2020 angekündigt haben, daran jetzt noch festhalten werden. Thomas Schreiber hat im ESC-kompakt-Interview bereits bestätigt, dass die ARD die EBU-Show im Ersten ausstrahlen wird.

Im Zweifel haben SVT, BBC & Co. die Möglichkeit, ihre individuellen Pläne auf anderen zu füllenden Sendezeiten (z.B. an den Halbfinalshowterminen) zu verwirklichen. Die EBU erklärt die Woche vom 10. bis zum 16. Mai 2020 zur „Eurovision Week“ und ermuntert ihre Mitglieder, „to dedicate airtime to this year’s contestants as well as to the rich Eurovision history.“


36 Kommentare

    • Ja aber Ich würde eher sagen ein krankes Huhn hat lange gebraucht um ein Ei zu legen. Jetzt muss man versuchen es zusammen auszubrüten in der Hoffnung das was vernünftiges ausschlüpft oder man kocht und färbt es bunt, ist ja bald Ostern😉

  1. Bei allem Respekt, aber die Kritik an diesem lieblosen EBU-Format muss erlaubt sein: denn sollten sich die angekündigten zwei(!) Stunden Sendezeit bewahrheiten, stelle ich mir ernsthaft die Frage, wie in diesem kleinen Zeitfenster eine angemessene Würdigung von 41(!) Songs möglich sein soll. Will man da noch irgendeinen Wortanteil unterbringen, was bei drei Moderatoren zu vermuten ist, wäre alles andere als ein aufgeblähter Schnelldurchlauf doch sehr utopisch. Und DAS wäre in der Tat einfach nur absurd und peinlich! Warum füllt die EBU nicht drei bis vier Stunden Sendezeit für ihr Ersatzprogramm? Der normale ESC wäre schließlich auch bis ca. 1 Uhr geplant gewesen…

    • Nur 2 Stunden? Mit allen 41 ESC-2020-Teilnehmer? Und dann auch noch alte ehem. Teilnehmer, die eh kein Zuschauer mehr sehen oder hören will: Wasserleiche Johnny Logan, die Schweine-Wurst, due ewigen Nervgeigen Brotherhood of Man, die Immerheulende Nicole und bla bla bla. Die richtigen Weltstars bleiben wie immer aus: Cliff Richard, Celine Dion, Julio Igisias, Nana Mouskouri…
      Ich weiss jetzt schon, dass Edsilia die ganze Show zusammenschreien wird, wie sie es immer macht, wenn sie moderiert.
      Diese Show mit dem blöden Titel lässt erahnen, dass das Wrack Katrina & the Wave auch noch singen werden. Ätzend das alles!

    • Der ORF hat kein Ersatzprogramm für den 16. Mai, ganz im Gegenteil, der ORF hat schon letzte Woche angekündigt, dass eine europaweite Sendung geplant ist.

      • Genau, der „kleine Song Contest“ im ORF ist für 14., 16. und 18. April geplant. Ich fände es nett, wenn anstatt der Semis am 12. und 14. Mai zwei „alte“ ESCs gesendet würden, in Österreich würden sich da 2014 und 2015 anbieten. Ist aber wohl eher ein unrealistischer Wunsch. 😉

  2. Ich halte das für eine gute Idee, genauso habe ich mir das vorgestellt. Alle hier, die glauben, dass sich das „normale“ Publikum stundenlang die mehr oder weniger guten oder schlechten Videos der Teilnehmer reinziehen möchte, denken nicht ganz realistisch. In Zeiten wie diesen ist etwas völkerverbindendes total angebracht. Die aktuellen und ehemaligen Teilnehmer werden gemeinsam musizieren. Ich glaube, das wird eine schöne Sache. Hier wird natürlich wieder nur rumgemeckert, ist ja klar.

    • Ohne Frage ist das eine hübsche Idee und eine nette Geste und so. Aber nun geht es mir so: ich erkenne die gute Absicht und bin trotzdem verstimmt. Denn wieso sollte sich das „normale“ Publikum, wie du es nennst, so etwas angucken? Das ist ein Programm für die hartgesottenen ESC-Fans. Das ist vollkommen okay so. Kritische Anmerkungen sollte man trotzdem gelten lassen.

  3. 2 Stunden um die Teilnehmer 2020 zu würdigen ist nichts. Dann noch durch ehemalige Teilnehmer auf die Retro schiene zu gehen und zusammen einen ESC Song mit den Teilnehmern zu perfomen…das hat irgendwie ein geschmäckle. Die Show ist vielleicht nett gedacht aber eben nix halbes und nix ganzes. Die Kritik ist berechtigt und der muss sich die EBU jetzt auch stellen.

  4. Das hört sich wie schnell zusammengeschustert an und wirkt sehr lieblos auf mich. Braucht man nicht.

    Den Abend kann man sicher besser verbringen.

  5. und gucken werden wir es trotzdem alle. ist schade, der esc fällt dieses jahr aus. und dennoch bin ich froh für eine völkerverbindende show am 16. mai, die auch den nicht hartgesottenen esc fans gefallen soll und allen mut zum weitermachen hoffentlich nach der krise machen soll. also ich freu mich drauf und wenn ich mehr bock auf esc musik habe, ziehe ich mir nach der sendung noch die preview videos rein. also alle mal bitte gerne abruesten, die wieder mal nur das haar in der suppe suchen. nur so meine meinung.

  6. Nun, in diesen Zeiten muss man sich ja an die Hoffnung klammern wie weiland Rose an Jack. Wollen wir mal hoffen, dass das Ersatzprogramm ein besseres Ende findet als die Titanic …

  7. Wie kann man sich als esc-fan fragen, ob man diese show anschaut?
    Klar, zwei stunden sind ziemlich wenig. Wenn man nur zwei minuten pro land rechnet, sind schon 1 1/2 stunden weg. Dann noch blabla von 3 moderatoren, eine portion esc-nostalgie(katharina&the waves) und der gemeinsame act……….das wird aber knapp.

    • Guck auch Raab… warum sollte ich „Nibelungentreue“ zur EBU zeigen? Wofür? Denen sind die Versicherungszahlungen wichtiger als nen Video-ESC durchzuführen, der absolut möglich gewesen wäre.

      Die EBU ist sowas von unten durch bei mir.

      Und du hast Recht „wie kann man sich nur fragen“… sollte für jeden klar sein sich den EBU-Scheiß nicht anzusehen.

      • Alles was Meckie sagt.
        Für mich kommt es überhaupt nicht in Frage, auch nur eine Sekunde dieser Show zu sehen. Warum sollte es? Das Konzept (soweit bekannt) ist Müll, die meisten Lieder find ich scheiße, die Moderatoren interessieren mich nicht.
        Das heißt aber nicht, dass ich nicht an einem ordentlichen ESC 2021 interessiert wäre. Ich bin halt nur einfach nicht so ein großer Fan, das ich alles bedingungslos abfeiern müsste, was rund um den ESC passiert.

      • @Andi: Für jemanden, der über das Wort „Schrott“ im viel diskutierten letzten Absatz von Peters Blog so empört war, ist das aber eine erstaunlich ungalante Wortwahl.

      • … aber im Vergleich z.B. zu einem Kommentar von gestern um 22:00 Uhr, den ich gerade weiter oben in diesem Thread entdeckt habe, doch noch recht freundlich 😉

      • @Thomas M.:
        Meine Kritik an Peters „Schrott“ war ja vor allem, dass er im Halbsatz davor schrieb, er wolle das pointiert betrachten. Und das war dann eben letztlich nicht pointiert, sondern durch die Wortwahl „Schrott“ ganz klar negativ konnotiert.
        Ich selbst hab gar nix gegen eine deftige Wortwahl. 🙂

        Und ganz ehrlich: was soll ich denn zu diesem Konzept der EBU-Show sagen? Das hätte dir doch jeder Praktikant so schreiben können. Und dafür brauchen die ernsthaft 11 Tage? Was machen die den ganzen Tag? Netflix? Wofür werden die denn bezahlt? Das sind Fernsehmacher. Die sollen das tun, wofür sie rumsitzen.
        Denn mal ehrlich: Corona ist nicht vom Himmel gefallen, eine mögliche ESC-Absage war nicht erst am 20. März auf dem Tisch. Da muss man sich doch mal vorher Gedanken machen. Ich kann das nicht verstehen. Meine Worte, die du so ungalant fandest, waren möglicherweise noch viel zu freundlich gewählt. 🙂

  8. Werde sicherlich beides gucken. Der Festplattenrekorder läuft heiss. Ich würde es nicht aushalten irgendetwas zuverpassen. Was ich live gucke bestimmen vermutlich meine mitguckenden Kinder. Verspreche mir aber von Stefan Raab mehr.

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