Melodifestivalen 2020: Comeback von ESC-Siegerin Carola?

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Sie ist die Göttin der schwedischen Schlagerszene: Carola Häggkvist, die fünfmal am Melodifestivalen sowie dreimal am Eurovision Song Contest teilgenommen und den internationalen Wettbewerb 1991 mit „Fångad av en stormvind“ auch gewonnen hat. Entsprechend euphorisch wurde heute dann auch die Nachricht der schwedischen Boulevard-Zeitung „Aftonbladet“ aufgenommen, dass Carola angeblich ein Melodifestivalen-Comeback plane und sich dem Wettbewerb nach über 10 Jahren im kommenden Jahr wieder stellen will. Der in Sachen Mello und ESC eigentlich immer relativ gut informierte Journalist Torbjörn Ek berichtet, dass Carola ein Lied eingereicht habe, das sie selbst geschrieben habe und das von ihrer Liebe zu Jesus handeln soll. Das klingt für mich erstmal wie die Neuerfindung von Charlotte Perrelli beim Melodifestivalen 2017 – mit bekanntem Ausgang. Außerdem will Ek in Erfahrung gebracht haben, dass Carola ihr Lied bereits in früheren Jahren für das Mello eingereicht, später aber zurückgezogen haben soll.

Bevor Ihr Euch nun vorschnell über ein Göttinnen-Comeback freut, ist allerdings eine gehörige Portion Skepsis angezeigt. Zum einen berichtet das Aftonbladet selbst davon, dass der Auswahlprozess der Beiträge für das Melodifestivalen aktuell noch andauert und der schwedische Sender SVT mit Carola noch über eine Teilnahme verhandle (whatever that means).

Zum anderen zeigt sich Carola selbst nicht gerade amused über die aktuellen Schlagzeilen und hat heute Nachmittag sogleich einen bitterbösen Instagram-Post abgesetzt, in dem sie unter anderen an ihre nicht sonderlich erfolgreiche, bis dato letzte Melodifestivalen-Teilnahme im Jahr 2008 erinnert und ihre schon öfter geäußerte Kritik am damaligen Umgang der schwedischen Klatsch-Presse mit ihr wiederholt. Damals trat Carola gemeinsam mit Andreas Johnson und dem Lied „One Love“ an, schaffte es aber nur in die Andra Chansen und schied dort aus.

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När kvällspress är en kanal för humanitär verksamhet så är det bra. Och saligare är det att kunna få ge än att få. Låt oss fortsätta vara goda givare i Sverige till människor i nöd. Vi fortsätter hjälpa de drabbade i Syrien. Vi hjälper de som fortfarande är där och gör viktiga hjälp-insatser! Skicka in ditt bidrag idag. Men när de bara roffar åt sig rubriker ( som idag om mig och mello ) utan att gå till själva källan själv och få svar då är det helt plötsligt väldigt oseriöst och något de bara tar ifrån utan att fråga. En rubrik som de egentligen stjäl utan att ha rätten till det anser jag! De har inte ens ringt / mailat till mitt kontor som sig bör (eller hört av sig direkt på min privata mobil ) som jag vet de hade gjort om de verkligen hade velat få ett svar från mig. De ville nog inte få svaret från mig för då hade de ju inte kunnat få den rubrik de skapat. Och mitt svar och anledningen till att jag inte kan vara med och tävla i melodifestivalen någon mer gång tar jag upp i samtalet med Andreas Johnson med anledning av det oacceptabla oförättat drev som media skapade 2008 då vi tävlade med ’One love.’ Samtalet sänds söndagen 1:a advent i ett varmt musik program med umgänge kring jul mat, pyssel och samtal. För mig är det ett sätt att fortsätta ge av det jag fått! Med eller utan den oproportionerliga media cirkusen i Melodifestivalen. Vad mer ska jag ge till omvärlden eller vinna där, annat än mata kvällspressen hemma? Jag borde ju kunna nå ut med nya låtar ändå. Men jag vet också att Esc är ett ’hemma-territorium’ för mig, en form som passar mig och som jag kanske nån gång skulle kunna tänkt mig ’ställa skåpet’ på några meter till.. om jag veeeerkligen går igång på låten, om tiden är rätt och jag inte är alltför för gammal och om ’media / SVT – alliansen’ har vänt om! Den som lever får se. Men gå gärna till källan först nästa gång ni vill skriva om mig. Det bör jag som svensk medborgare ha rätt till att begära. Min kollega hörde av sig om rubrikerna då jag var på Akademiska sjukhuset idag hos en nyfunnen vän som kämpar för sitt liv och som jag fått uppmuntra. Det är ’skåp’ och ett givande som väger tyngre än alla melodifestivaler tillsammans. #truth

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Das alles klingt  – vorsichtig formuliert – erstmal sehr zurückhaltend und so müssen wir uns wohl bis zur Bekanntgabe der Teilnehmer in etwa einem Monat gedulden, bis wir wirklich wissen, ob Carola am Melodifestivalen 2020 teilnehmen wird. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass sie ihre Teilnahme gar nicht bestätigen dürfte, wenn sie das wollen würde – da ist der schwedische Sender SVT sehr streng. Bis zur offiziellen Künstlerbekanntgabe gibt es keinerlei Infos, nur Gerüchte aus verschiedenen Quellen – die sich aber häufig zu einem sehr hohen Prozentsatz als wahr erweisen.

Das Finale des Melodifestivalen findet im kommenden Jahr am 7. März statt, entsprechend laufen die Semis am 1., 8., 15. und 22., die Andra-Chansen-Runde am 29. Februar 2020. Als erste und bislang einzige Teilnehmerin steht die Sängerin Amanda Aasa fest. Der Ticketverkauf für die Shows startet am 31. Oktober.



18 Kommentare

  1. Oh Carola, ihr Siegersong ist ja ein wirklich toller Schlager und auch ihr letzter ESC Song von 2006 ist immer noch gut hörbar, aber ob das was geben kann.
    Da sollen die Schweden lieber nochmal Mans ranlassen

  2. Ich bin ja ein riesen fan von carola. Invincible ist in meiner top3 aller eurovisions-songs. Leider gefallen mir ihre langsamen songs so überhaupt nicht, das ist mir einfach zu lahm .
    Liebe carola, entweder einen ordentlichen schweden-schlager-stampfer oder lieber gar nichts.

  3. Ich finde es mega, dass im Mello auch „Altstars“ und ESC- Ikonen immer mal wieder ihren Platz bekommen. Das macht eben auch den anhaltenden Erfolg der Sendung aus.
    Darüber können wir, als erfolgreiche und vorwärtsgewandte Nation, natürlich nur müde drüber lächeln *Ironie aus* 🙄😂

  4. Ein Comeback von Carola könnte funktionieren oder komplett gegen die Wand krachen, was man ja auch an Botoxelotte Perelli gesehen hat. Da lobe ich mir doch lieber ein Comeback folgender Künstler:

    – Eric Saade
    – Lena Philippson
    – David Lindgren
    – Magnus Carlsson
    – Sanna Nielsen
    – Molly Sandén
    – Lotta Engberg
    – Danny Saucedo
    – Robin Stjernberg
    – Robin Bengtsson
    – Malena Ernman
    – Marie Serneholt
    – Shirley Clamp
    – Sarah Dawn Finer
    – Nanne Grönvall

    • Die Auflistung ist TOLL (Molly ❤️), aber die Verunglimpfung von Charlotte ist eine Frechheit. Charlotte ist eine megafreundliche sympathische Diva, Künstlerin und Mama (!) und wenn sie mag, soll sie gerne den Innovationen der Schönheitsindustrie vertrauen. Sie braucht dafür keine Erlaubnis (und auch keine Beleidigung) von Dir.

      • Ach reg dich ab, was soll dieses ständige Mimimimmi, nur weil jemand mal ein Witz macht. Meine Güte. Bestimmt hat die Thurnberg der Pirelli bestimmt verboten im Meer zu schwimmen. Weil in der Pirelli zu viel Plastik drinsteckt.

  5. Wäre wirklich Mal wieder eine niveauvolle Bereicherung des ansonsten nur meist aus talentlosen Vorstadtghetto-Moechtegernkuenstlern bestehenden Starterfeldes.

  6. Geht mir bloß wech!!! Die Tante ist das Grauen in Tüten.
    Und 1991 hätte definitiv Frankreich mit Amina (C’est le dernier qui a parlé qui a raison) gewinnen müssen.

    Das ist DIE Fehlentscheidung des ESC (der Juries) des gesamten Contests.
    Ich heule heute noch und muss Carola einfach abgrundtief verabscheuen……obwohl ihr Windmaschinen Slapstick schon sehr witzig war….
    Aber nochmal brauche ich die nich‘

  7. Die Hexkwist mit einem Lied über das liebe Jesulein, das wär doch mal was. „Jesiloo, Jesiley“ vielleicht? Und das ganze in silbernen Pontifikatspantoffeln? Fein, fein

  8. Böse Menschen würden ja, sie hätte 1991 auch mit einem Besen auftreten können, da hätte sie wegfliegen können, fortgetragen vom Sturmwind. Ich denke Schweden hat das gar nicht nötig die Hexe des Westens wieder auf die Mellobühne zu lassen, die haben doch so viele gute Interpreten. Wie wäre es denn mit einem Comeback von den Harreys? Oder wie wär es wieder mit Loreen, der kleinen Waldelfe.

  9. Ein Comeback der schwedischen Königin wäre natürlich extrem begrüßenswert, ich fürchte aber, dass der ESC inzwischen dermaßen schwul geworden ist, dass sie auch mit dem besten Song aller Zeiten chancenlos wäre.
    Aber meiner Ansicht nach ist sie einfach eine der besten Sängerinnen der Welt; dieses regelmäßige Sterben auf der Bühne vor lauter Alles-geben ist ei Fach grandios!

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