Melodifestivalen 2020: Linda Bengtzing will es wieder wissen

15 Jahre nach dem ihrem Debüt mit „Alla flickor (utom jag)“ im Jahr 2005 tritt Linda Bengtzing (45) wieder beim Melodifestivalen 2020 an. Das meldet das schwedische Aftonbladet, das in dieser Hinsicht für gewöhnlich sehr gut informiert ist. Und was die Seelen der Schlagerfreunde noch höher schlagen lassen dürfte: Linda wird einen Popschlager präsentieren, der laut Quelle der Zeitung gut zu ihr passen solle.

Linda Bengtzing war bereits sechs Mal beim Mello dabei. Die beste Platzierung war bisher ein fünfter Platz mit „Hur svårt kan det va?“ im Charlotte-Perrelli-Jahr 2008. Bei ihrer letzten Teilnehme 2016 kam sie mit „Killer Girl“ nicht über das Halbfinale hinaus. Unvergessen ist aber in jedem Fall ihr Klassiker „Jag ljuger så bra“, der auch heute immer noch gern auf schwedischen Parties (dort allerdings in der Schlager-Sektion) gespielt wird.

Ähnlich verhält es sich mit „Värsta schlagern“, das sie mit Markoolio sang – und mit dem die beiden keinen Startplatz beim Mello erhielten. Lag es daran, dass der Song die Schlagerwelt und ihre Lieder auf die Schippe nahm? Der Titel wurde in jedem Fall ein kleinerer Hit.

Dass Popschlager weiter seine Berechtigung auch – oder gerade – im Melodifestivalen hat, zeigen die Erfolge, die in den letzten Jahren Jessica Andersson mit „Party Voice“ und Lina Hedlund „Victorious“ hatten. Beide schafften es ins Finale. Voraussetzung dafür sind aber starke Songs und starke Auftritte.

Neben der Veteranin Bengtzing hat das Aftonbladet vermeldet, dass Frida Öhrn zum ersten Mal als Solokünstlerin am Mello teilnehmen wird. 2004 war sie schon als Mitglied der Gruppe LaRoxx dabei und 2009 sowie 2013 trat sie mit der Band Cookies ’n‘ Beans an. Außerhalb Schwedens gelangte sie als Teil der Gruppe Oh Laura und dem Titel „Release me“ gewisse Bekanntheit.

Dritter im Bunde der heute verkündeten Namen ist der 27-jährige Paul Rey. Er hatte 2015 mit dem Titel „California Dreaming“ seinen ersten größeren Erfolg. Seitdem wurden seine Songs rund 90 Millionen Mal auf Spotify gestreamt, haben aber noch nicht den endgültigen Durchbruch beim schwedischen Publikum geschafft. Pauls Beitrag für das Mello soll wohl das Zeug zu einem großen Hit im nächsten Jahr haben.

Mit diesen drei Namen füllt sich die Liste der wahrscheinlichen Mello-Teilnehmer 2020. Neben der feststehenden Amanda Aasa ist die Teilnahme der folgenden Künstler wahrscheinlich: Victor Crone, Hanna Ferm, Jakob Karlberg, The Mamas (die Band von John Lundvik), Albin Johnsén und Suzi P. Während Carola eine Rückkehr bereits ausgeschlossen hat, ist das schwedische Fernsehen SVT wohl weiter an Eric Saade dran.



11 Kommentare

  1. Die Schweden geben sich schon sehr viel Mühe mit ihrem Melodifestivalen. Könnte man fast etwas neidisch werden. Schade nur, dass oft eher durchschnittlicher Einheitsbrei gewinnt. Insbesondere 2013, 2017 und 2018 fand ich ganz schlimm. John Lundvik hat mich endlich einmal wieder wirklich überzeugt.
    Es wäre doch schön, wenn die Schweden einmal einen Song auf Schwedisch beim ESC präsentieren würden. Nur Mut, könnte mir vorstellen, dass ein gut präsentierter schwedischsprachiger Song auch gut ankommen würde.

  2. Alles, sogar linda. Nur nicht schon wieder so ein glanzlackierter schönling mit einem euro-kompatiblen esc-song.
    Wenn schon wiederholungstäter, dann bitte sean banan, sara dawn-finer oder samir&victor

  3. Paul Rey ist auf jeden Fall schon mal ein Fortschritt für einen etwas moderneren Sound beim Mello. „What good is love“ von ihm z.B. wäre ein toller Song für den ESC.

  4. Uff, ich hab heute Morgen noch „Killer Girl“ gehört und dann das 😂
    Ich mag ihren Vibe, das hat Spaß gemacht, gerne wieder einen Schlager-Pop-Banger. „Fylla badkar med champagne” 😀
    Nun gebe man mir noch Ace Wilder, Mariette und Lisa Ajax bitte!

  5. Ich frage mich ja, warum der typische Schweden-Popschlager eigentlich immer so hysterisch-überdreht sein muss. Wirkt auf mich oft, als ob die Musik immer zu viel schnell abgespielt wird, weil der Künstler nach dem Auftritt noch schnell wohin muss.

    • Stimmt doch überhaupt nicht @usain. Ausser jetzt grad bei „värsta schlagern“
      Bei meinen momentanen(permanenten) lieblings-schweden-schlager( gamla stan, victorious, en evighet, something in your eyes) seh ich auf alle fälle nix hysterisch-überdrehtes. Frechheit😊😊
      Und besser als sehr vieles, das man hier gerne „modern“ nennt.

      • Trotzdem finde ich, dass der Schwedenschlager meist ein rasanteres Tempo hat als der deutsche Popschlager

      • Na ja. Jüblof, andrea berg, michelle und beatrice egli fahren schon in sehr ähnlichen gewässern.

  6. Nach 5 Jahren männlicher Vertreter wird’s auch mal wieder Zeit für eine Frau. Gerne auch wieder Sanna Nielsen. „Undo“ hör ich Heute noch gern 🙂

  7. Das Aftonbladet vermeldet viel wenn der Tag lang ist. Ich glaube nicht, daß Linda zu den Kandidaten beim Melodifestivalen 2020 gehört, was auch auf die beiden anderen zutrifft. Ich würde mich auf dem Boden vor Lachen wälzen, wenn bei der Veröffentlichung der Teilnehmerliste keiner dieser drei Namen auftaucht! Am besten verhängt man eine Nachrichtensperre, denn sonst ist die ganze Spannung weg.

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