MGP 2020: Zehn Songs im norwegischen Finale, davon fünf Wildcards

Foto: Andres Putting

Schon kurz nach dem diesjährigen Finale der norwegischen Vorentscheidung „Norsk Melodi Grand Prix“ hatte der Sender NRK eine Mega-Vorentscheidung an sechs Abenden für das Jahr 2020 angekündigt. Der Grund dafür ist, dass der norwegische MGP im kommenden Jahr seinen 60. Geburtstag feiert. Nun wurden weitere Details bekannt gegeben und wir bekommen kein zweites Melodifestivalen geboten, wie wir das noch im März vermutet haben.

Stattdessen gibt es in den fünf Halbfinals, die jeweils von Künstlern aus einer bestimmten norwegischen Region (Nord-, Ost-, Süd-, West- und Mittelnorwegen) bestritten werden, insgesamt nur zwanzig Songs zu hören, also in jeder Sendung vier. Wie escNorge zu berichten weiß, werden diese Songs in Duellen gegeneinander antreten. Aus jedem Halbfinale kommt am Ende nur ein Song ins Finale.

An folgenden Daten finden die Shows der norwegischen Vorentscheidung 2020 statt:

11. Januar 2020: Erstes Semi
18. Januar 2020: Zweites Semi
25. Januar 2020: Drittes Semi
1. Februar 2020: Viertel Semi
8. Februar 2020: Fünftes Semi
15. Februar 2020: Finale

Aus den Halbfinals qualifizieren sich also fünf Songs für das Finale – im Finale treten allerdings zehn Songs gegeneinander an. Das bedeutet, dass auch fünf Wildcards vergeben werden, die sich nicht über die Semis qualifizieren müssen, sondern direkt für das Finale gesetzt sind. Insgesamt nehmen also – nicht wie zunächst berichtet 40 Beiträge, sondern „nur“ – 25 Künstler und Lieder am Norsk Melodi Grand Prix 2020 teil. Um eine gewisse Fairness zu gewährleisten, soll in jedem Halbfinale ein bereits für das Finale qualifizierter Beitrag vorgetragen werden.

Geht es nach dem norwegischen Head of Delegation, Stig Karlsen, können wir uns jedenfalls auf qualitativ hochwertige Shows freuen: „Einige der Songs sind wahnsinnig gut.“

Was haltet ihr von dem Konzept für die norwegische Vorentscheidung 2020? Kann NRK damit an den (Publikums-)Erfolg von KEiiNO (Aufmacherbild) in diesem Jahr anknüpfen?



21 Kommentare

  1. Wer sich schon über den infinitesimal kleinen Einfluss einer ULfI-Startreihenfolge echauffiert, dürfte an dem Modus regionaler Vorrunden mit Knockout-Duellen richtig „Spaß“ haben. Nicht nur, dass erwartbar manche Duelle & regionale Zuteilung wie beim BuViSoCo strittig sein dürften, bleiben bessere Songs also schon sicher in Semis kleben – also nichts für den hadernden deutschen ESC-Fan.

    Für mich persönlich wäre eher spannend, welche Sendezeit man bei 4/5 Beiträgen so füllen will. Nicht dass es ukrainische Dimensionen erreicht … 😉

    • Ich stelle mir den Ablauf der Semi ähnlich vor, wie bei der Andra-Chansen-Runde beim MF – dort sind es nacheinander 4 Duelle. Bei den MGP-Semis werden es zunächst 2 Duelle sein – gefolgt von einem dritten Duell mit den beiden Duellsiegern. Wenn dann zwischen den beiden Runden jeweils eines der Wildcard-Lieder präsentiert wird, ergibt sich eine ähnliche Länge. 🙂

    • Selbst mit reduziertem Modus immer noch besser als HerrSchreiber. Warum haben wir nicht einen 6-wöchigen VE? Wo sind bei uns die Stars mit ESC StreetCred wie Aly Ryan, Lavinia, s!sterz oder Aly und Ellen Kessler? Kann man sie nicht zumindest als Interval Act würdigen? Wo ist das Panel? Warum sabotiert HerrSchreiber das alles?

      • Als Vorsitzender des Kessler-Fanclubs weisst du sicher, wie die betagte „Aly(ce) Kessler“ ihre Beine trotz künstlichem Hüftgelenk immer noch exzellent in die Höhe schwingen konnte. Ich wünsche dir natürlich ein mindestens 6-teiliges Musical- & Varieté-Event mit regionalen Acts (Shanty-Chor, Schuhplattlern, Schwarzwaldmadln) … 😉

    • Gottseidank, dass Du bestätigst hast, dass die Kesslers noch leben (war zu faul, dass zu DuckDuckGoen). #AlyEllen2020 #AlyRyan2034.

      • Ne, ich hab ja gelesen, dass Panel-Mitgliedschaft zum Nervenzusammenbruch führt. Außerdem bin ich ja schon – wenn auch nur knapp – volljährig.

      • LOL, musste lachen. Ja, habe auch davon gelesen. Aber überdenke das nochmal, denn sobald die WHO erstmal die Vorentscheidpsychose offiziell klassifiziert, wäre der Zugang zu entspannenden Medikamenten via Rezept möglich.

      • Das kriegt man in Köln auch ganz locker so. Im Ruhrpott wohl leider nicht (OK, in Essen und Duisburg schon). #panelbros4Eva

      • Ah, eine Onlinepetition, die Pillen den panelbros zusammen mit Anreisegutscheinen, Rentieramulett, Katzenohren & Durchfallmedikamenten präventiv zukommen zu lassen?

      • #HerrSchreiber wird es mit #HerrJohnson und #HerrSalvini verhindern. Würde die #Fotoklicks beeinträchtigen.

      • Na, mal abwarten, ob unter den Fans die Diskussionen zum MGP2020 auf ULfI/Salvini/Johnson-Level ablaufen.

  2. Hört sich interessant an, was mein ESC-Lieblingsland plant. 😀
    Dass die Semis ebenfalls in Oslo stattfinden, war zu erwarten – schon 2014 (beim letzten MGP mit Semis) fanden diese in Oslo statt – wohl weil nrk keine passenden Hallen in anderen Städten gefunden hatte – aber sicherlich auch, weil der Transport der Bühne von Ort zu Ort jeweils eine logistische Herausforderung ist.
    Zum Vergleich mit dem MF sei gesagt, dass dort 28 Lieder am Start sind – also gerade mal 3 Lieder mehr, als beim MGP 2020 … 😉

  3. Ich finde es toll, wie andere Länder ihre Vorentscheidungskonzepte schon richtig planen, hier bei uns hört man leider nichts.

  4. Ich finde das Konzept etwas verwirrend. Besser wäre es gewesen, wenn aus jeder Show jeweils zwei Songs das Finale erreicht hätten.

  5. Wenn aus jedem Semi sowieso nur ein Song ins Finale kommt, ist es doch egal, wie die Duelle ausgelost werden, der stärkste setzt sich doch in jedem Fall durch, oder?
    Beispiel: Astronaut und Grashüpfer waren stärker als Monster und Engel. Dann loste man A gegen E und G gegen M, sodass tatsächlich die beiden stärksten im Finale standen. Hätte man A gegen G und M gegen E gelost, dann hätte man sich vllt echauffiert, dass die beiden stärksten schon am Anfang aufeinandertreffen und G schon vor dem letzten Duell rausfliegt. ABER: Im Finale würde ja sowieso A gewinnen, dann ist es ja egal, wie weit G kommt, oder?
    Also rein normativ gesehen ist die Auslosung der Duelle doch völlig egal, da der stärkste in jeder Kombination gewinnt.
    Ich glaub, das setzt aber wirklich ein zu sehr theoretisches und normatives Denken von mir heraus, in dem schon von Anfang an auf einer messbaren Skala klar sei, welcher Song „objektiv“ der beste sei ^^

  6. Wie man auf die idee kommt, von 50 songs 45 auszusieben,ist mir schleierhaft. Da gibts bestimmt viele wütende fans der ausgeschiedenen. Und die ärgern sich wiederum wegen den 5, die ohne hf-quali ins final kommen.

Schreibe eine Antwort zu Rusty Antwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.