Michael Schulte im Interview: „Die Unterstützung der ESC-Fans werde ich niemals vergessen“

Die Teilnahme Deutschlands beim diesjährigen ESC nach der Zwangspause 2020 steht in dieser Woche im Focus der Community. Gespannt warten alle auf die Songpremiere des deutschen Beitrags. ESC kompakt verkürzt Euch diese Wartezeit mit einem spannenden ausführlichen Interview mit Michael Schulte, dem erfolgreichsten ESC-Teilnehmer Deutschlands in den letzten zehn Jahren.

ESC kompakt: Lieber Michael, wir steigen ein mit dem Top-Thema in diesen Tagen. Der NDR hat bekanntgegeben, dass Jendrik Sigwart Deutschland beim ESC in Rotterdam vertreten wird. Kennt Ihr Euch zufällig? Was wäre als erfolgreicher ESC-Act Dein Tipp für einen Nachwuchskünstler, wie er an das größte Musikfest der Welt herangehen soll?

Michael Schulte: Jendrik kannte ich vorher noch nicht, habe mich dann aber, als ich von ihm als deutschen Vertreter erfahren habe, natürlich direkt mal schlau gemacht, wer er so ist und was er musikalisch so macht. Ich hab das Gefühl, dass er ein richtiger, eigenständiger Künstler ist. Das ist für mich immer das Wichtigste – das mag ich sehr an ihm. Von daher kann ich ihm eigentlich nur sagen, dass er sich nicht verstellen, sich einfach als der Künstler zeigen soll, der er ist. Da mach ich mir aber absolut keine Sorgen, denn ich glaube, er hat da schon einen sehr konkreten Plan und lässt sich nicht viel reinreden. Man muss nur mal schauen, mit wie viel Eigenarbeit und Energie er an dem Musikvideo gearbeitet hat.

Also einfach schön authentisch und mit viel Vorfreude und Lockerheit an die Sache rangehen und dann natürlich die Leute mit Charme und guter Performance überzeugen.

Der Hamburger Jendrik folgt Michael Schulte in guter nordischer Tradition als männlicher Solokünstler als Vertreter Deutschlands beim Eurovision Song Contest (Foto von Volker Renner, mehr davon hier).

Wir befinden uns in Ausnahmezeiten, das Jahr 2020 war eines wie wir es noch nicht erlebt haben. Wie geht es Dir?

Mir geht es den Umständen entsprechend eigentlich sehr gut! Klar, die Situation ist insgesamt sehr belastend, beängstigend und irgendwie schwierig, gerade auch für viele meiner Freunde in und außerhalb der Musikbranche. Alles ist anders als wir es eigentlich geplant hatten und wir alle hoffen, dass es möglichst schnell zurück zur Normalität geht.

Für mich persönlich war 2020 allerdings trotzdem ein gutes Jahr. Denn so viel Zeit wie letztes Jahr hatte ich schon lange nicht mehr für meine kleine Familie, meinen Sohn und meine Frau. Das war insgesamt schon sehr angenehm entschleunigend. Eine Art „Zwangspause“, die ich mir als sehr ehrgeiziger Mensch vermutlich nie aufgezwungen hätte. Bin sogar endlich dazu gekommen, viele Sachen im Haus und im Garten zu machen, die in der Zeit davor liegengeblieben sind. Zudem sind wir in Sachen Familienplanung ja auch ein bisschen weitergekommen und freuen uns sehr, bald Baby Nr. 2 begrüßen zu dürfen! Und auch was die Musik angeht war 2020 ein gutes Jahr. Sehr schade, dass alle unsere Konzerte abgesagt werden mussten, aber auf der anderen Seite stehen natürlich ein paar erfolgreiche Songs wie „Keep Me Up“ und „For a Second“ und auch meine Rolle als Coach bei The Voice of Germany.

Contemplation mit Sohn am Nordseestrand im Ausnahmejahr 2020:  „So viel Zeit wie letztes Jahr hatte ich schon lange nicht mehr für meine kleine Familie.“ Bild: Instagram @michaelschulte

Physisch und miteinander ist die ESC-Community in 2020 letztmalig Ende Februar in der Hamburger Hafencity zur Vorstellung des deutschen Beitrags zusammengekommen, eines der allerletzten Events ohne „Abstand“. Wie blickst Du rückwirkend auf diesen Tag, als Ben Dolic noch als Vertreter Deutschlands 2020 vorgestellt wurde?

Ich erinnere mich sehr gut! War ja selbst auch vor Ort und wurde als Co-Kommentator announced und habe erstmals „Keep Me Up“ vorgestellt. Mal abgesehen davon, dass die Announcement-Sendung in meinen Augen auch etwas größer und spannender hätte zelebriert werden können, war es ein sehr schönes Event für mich, denn ich liebe es immer wieder zurückzukehren in die ESC-Welt. Da kommen immer wieder schöne Erinnerungen hoch und es ist einfach auch schön, altbekannte Gesichter zu sehen, auch aus Reihen der Fanclubs.

Da war die Welt noch in Ordnung: Michael Schulte und Peter Urban stellen sich im Februar 2020 als ESC-Co-Moderatoren in Hamburg vor. Ein Bild wie aus einer anderen Zeit.

Du hast in der Folge das „deutsche Finale“ in der Elbphilharmonie – gemeinsam mit Peter Urban moderiert – wie hat sich diese ungewöhnliche Erfahrung relativ zu Beginn der Pandemie angefühlt?

Das war schon leicht skurril. Und auch etwas schade. In einer leeren Elbphilharmonie zu singen, was ja an dem Abend mein „Nebenjob“ war, ist sicher nicht die Idealvorstellung. Dennoch war ich froh, dass es diese Ersatzsendung gab, wenn auch diese natürlich nicht einen normalen ESC wettmachen konnte. Ich weiß aber noch, dass ich ganz ordentlich zu tun hatte, mit meinem Gesangspart, meinem Kommentieren der deutschen Show und danach noch dem Kommentieren der internationalen Show, in der ich ja dann auch noch mit Ilse gesungen haben – wenn das auch vorab aufgezeichnet wurde.

Der Auftritt mit Ilse war im Übrigen eine wirklich schöne Sache, wie ich finde. Glaube auch, dass unsere Version von „Ein bisschen Frieden“ bei den ESC-Fans ganz gut ankam! Zum Glück! Hätte ja auch nach hinten losgehen können! Auch der Ralph Siegel war happy und schrieb mir danach mehrfach auf Facebook 😉

Ich weiß auch noch, dass ich mich sehr auf Daðis Auftritt gefreut hatte und dann etwas enttäuscht war von seiner „Slow Version“. Ich glaube, mit der normalen Version hätte er locker gewonnen. Und ich war außerdem nach Bens Auftritt rückblickend noch glücklicher, damals eine ruhige Nummer gesungen zu haben, zu der ich nicht tanzen musste.

Dein Titel „Wrong Direction“ mit Ilse ist auch auf der Special Edition Deines Albums „Highs & Lows“ enthalten. Was Dich auf die Idee zu dieser Neuauflage gebracht?

Es ist ja mittlerweile fast üblich, dass man geraume Zeit später nochmal eine Special Edition des Albums veröffentlicht, auf der dann nochmal die neuen Singles mit drauf sind, die zeitnah nach dem Release des Originalalbums veröffentlicht wurden. Das liegt vermutlich an dem aktuell stark „Single-basierten“ Modell im Popbereich. Anders als noch vor ein paar Jahren koppelt man heutzutage meistens nach Release des Albums keine Singles mehr aus dem Album aus, weil diverse Plattformen Songs, die es eigentlich bereits auf dem Album zu hören gab und die danach nur als Single ausgekoppelt werden, nicht mehr wirklich supporten. Sie wollen neue und frische Songs, die noch niemand gehört hat. Dementsprechend ist es eher Usus, drei bis vier Singles zu veröffentlichen, dann daraus ein Album zu machen und nach dem Release direkt mit ganz neuen Songs zu starten. Und diese wiederum nimmt man dann irgendwann und bringt sie auf das Special Album. Klingt kompliziert, ist es aber eigentlich nicht.

Dein Airplay-Hit „For a Second“ aber auch unverändert „You Let Me Walk Alone“ erleben konstante und gute Rotation bei den deutschen Popradios und sind überproportional erfolgreich bei Spotify. Wie nimmst Du das wahr?

Das ist natürlich super-super cool. Ich freue mich tagtäglich, dass es so gut läuft, sowohl im Radio als auch auf Spotify und generell im Streaming. Es gibt ja auch viele Künstler, die eher nur entweder im Radio funktionieren oder nur im Streaming. Bei mir läuft es glücklicherweise bei beidem sehr gut.

„You Let Me Walk Alone“ war ja damals ein richtiger Dooropener im Radio und ich höre ihn auch heute noch oft, wenn ich im Auto unterwegs bin, aber noch wichtiger war damals vermutlich „Back to The Start“, sozusagen mein zweiter Hit, gerade weil ich da natürlich keine große TV-Show wie bei „You Let Me Walk Alone“ im Rücken hatte.

So hatte ich natürlich auch ein wenig Angst, auf ewig ein One-Hit-Wonder zu bleiben und „nur“ für meinen ESC-Song bekannt zu sein. Dass „Back to the Start“ dann sogar der etwas größere Hit im Radio und auch im Streaming wurde, war natürlich super, um mich ein wenig fester zu etablieren. Für „Back to the Start“ gab es dann ja sogar noch vor „You Let Me Walk Alone“ Gold!

Meine letzten 4 Singles waren allesamt in der Top10 im Airplay und „For a Second“ sogar Top 5 – also beklagen kann ich mich wirklich nicht. Ganz im Gegenteil: ich bin sehr, sehr dankbar!

Bei Spotify kannst Du Dich unverändert und verlässlich auf konstanten Zuspruch auf hohem Niveau verlassen. In welchen Ländern bist Du speziell erfolgreich?

Wenn man alle Songs und Streams betrachtet, steht Deutschland bei Spotify natürlich auf der 1. Gefolgt von den United States auf der 2, Holland auf der 3, UK auf 4 und der Schweiz auf 5.

Interessanterweise steht Amerika bei 3 meiner Top 5 Songs auf Spotify auf der 1. Deutschland da dann auf der 2, gefolgt von UK, Australien und Kanada. Was ich natürlich super cool finde, da es mal abgesehen von Deutschland nur „native english“-Länder sind. Das nehme ich zumindest als Kompliment dafür, dass mein Englisch ganz ok ist und man vielleicht nicht so sehr hört, dass ich eigentlich nicht native bin.

Ist Spotify für Musiker, speziell die, die ihre Songs selbst schreiben und produzieren, die neue GEMA, die wichtigste Erlösquelle?

Die neue GEMA vermutlich nicht, aber zumindest ist es eine Möglichkeit seine Songs unkompliziert und ohne Label zu veröffentlichen. Es herrscht ja eine große Debatte darüber, dass Streamingdienste erstens zu wenig auszahlen pro Stream und zweitens, dass so gut wie nichts an die GEMA und damit verbunden die Composer geht. Das ist natürlich nach wie vor ein Problem.

Mal abgesehen davon sind Streams aber eine wichtige Erlösquelle heutzutage und mit ausreichend vielen Streams kommt da natürlich auch ein bisschen was zusammen! Zudem ist es natürlich super, dass man ein großes Publikum, auch international, erreichen kann. Ich kann mir vorstellen, dass meine Musik z.B. im Ausland kaum oder deutlich weniger gehört werden würde, wenn es nicht das Internet und die Streamingdienste gäbe.

Das sind komplexe Themen, bei dem wichtige Gespräche geführt werden und auch geführt werden müssen – um damit mal abzuschließen.

„You Let Me Walk Alone“ wurde von den ESC-kompakt-Leserinnen und -Lesern zum siebtbesten ESC-Song aus den deutschsprachigen Ländern ever ever ever gewählt. Der Titel hat für Dich eine sehr persönliche große Bedeutung, was ist er darüber hinaus – kommerziell und auch als Verbindung zur ESC-Community?

Das ist natürlich eine große Ehre für mich! Wie schön! Der Song wird vermutlich auf ewig der bedeutendste Song für mich bleiben, nicht nur aufgrund der Thematik, sondern auch aufgrund dieser wunderschönen Erfahrung rund um den ESC. Ich freue mich noch immer, dass der Song so gut ankam und ankommt in der ESC-Community, auch in anderen Länder. Ein großer ESC-Fan war ich ja schon immer, aber seit meiner Teilnahme bin ich dem ESC so sehr verbunden und auch dankbar und wenn ich Deutschland in den nächsten Jahren irgendwann helfen kann, vielleicht mal wieder eine gute Platzierung zu machen, dann würde ich das sehr gerne machen!

Backstage in der Bubble: Michael beim EC-Clubtreffen in Köln mit Ari Ólafsson, der im gleichen Jahr wie Michael für Island beim ESC dabei war, und einer Grand Dame des ESC, die man kaum vorstellen muss (2. Platz für Deutschland beim ESC 1981 mit der Ralph-Siegel-Komposition „Johnny Blue“)

Du hast Dich immer sehr authentisch und unverstellt eng mit der ESC-Bubble vernetzt. Wie ist das heute?

Natürlich sind die Kontakte nicht mehr so regelmäßig wie noch 2018, aber dennoch sind sie da. Ich habe mich im letzten Jahr auch tierisch gefreut, viele bekannte Gesichter aus der Bubble in Hamburg zu sehen, als der deutsche Song und Künstler vorgestellt wurden. Die Leute und was sie für mich getan haben, werde ich auch definitiv nicht mehr vergessen, da sie alle ein Teil vom Lissabon-Abenteuer in 2018 waren und sind!

Kannst Du Dir vorstellen, nach Deinem großen Erfolg in Lissabon Deutschland irgendwann noch einmal beim ESC zu vertreten?

Ich würde diese Frage niemals mit „nein“ beantworten! Ich glaube, in den nächsten Jahren wäre das keine richtige Option für mich, weil da ein wenig die Zeit fehlen würde und ich auch glaube, dass es in Deutschland viele gute kleinere Künstler gibt, die super passen würden, aber sollte man mich irgendwann fragen, vielleicht in 10 Jahren, ob ich nicht nochmal antreten könnte, dann könnte ich mir das Stand jetzt durchaus vorstellen!

2020 bist Du zu einer Deiner „Roots-Stationen“ zurückgekehrt. Du warst – diesmal als „Comeback Stage“-Coach – bei „The Voice“ dabei. Was war das Besondere an dieser Erfahrung?

Das ist natürlich eine tolle Geschichte für mich gewesen. Vom Talent zum Coach – da bin ich schon sehr stolz drauf. Zudem ist es auch einfach ein tolles Format und es hat großen Spaß gemacht, ein Teil dieser Staffel zu sein. Tolle Talente und tolle andere Coaches. Natürlich war es zeitintensiv, da ich sowohl bei den on air Aufzeichnungen dabei war, als auch bei den Comeback-Stage-Dreharbeiten, aber gerade in einem verrückten Jahr wie 2020 eine wirklich tolle Sache!

Michael mit „seinem“ Comeback-Stage-Kandidaten Alessandro bei The Voice 2020

„The Voice“ war im Ausnahmejahr 2020 sicher eine der am besten produzierten – wenn nicht sogar die beste – Musikshow des Jahres. Hat sich gegenüber Deiner Teilnahme in 2012 viel verändert?

Lustigerweise sind viele aus dem Team hinter den Kameras noch immer die gleichen wie bei meiner Teilnahme 2012. Also war es ein wenig wie „nach Hause kommen“.

Es ist sicher alles noch ein enTicken strukturierter und professioneller geworden im Vergleich zur ersten Staffel, die ja für alle noch komplett Neuland war. Aber vieles ist immer noch wie 2012. Es riecht auch einfach exakt wie 2012 auf der Bühne! Weder ein schöner, noch ein ekelhafter Geruch, aber einfach ein Geruch, der mich ein bisschen in mein damaliges, sehr aufgeregtes Ich zurückversetzt hat – auf eine positive Art und Weise – zurückblickend auf eine wichtige Zeit in meinem Leben.

Du hast mit „Deinem“ TVOG-Finalisten, Alessandro Polo, einen eigenen Titel („Don’t you worry“) veröffentlicht, der ebenfalls gut angenommen wird. Werdet Ihr weiter zusammenarbeiten?

Auf jeden Fall! Ich werde Alessandro und auch die anderen Talents aus meinem Team wann immer möglich supporten. Wenn sie Hilfe brauchen, eine Einschätzung oder Tipps, dann bin ich da. Bin eigentlich mit allen via Whatsapp in Kontakt und hoffe natürlich, dass sie am Ball bleiben und weiter an ihrer Musik arbeiten!

2020 hatte für Dich persönlich einen weiteren Meilenstein parat. Ende August hast Du auf Instagram verraten, dass Dein Sohn Luis demnächst in die Rolle einen großen Bruders schlüpfen wird. Magst Du sagen, wann es soweit ist und Baby-News verraten?

Genau 🙂 Lange kann es nicht mehr dauern! Wir rechnen mit Ende Februar und freuen uns schon sehr und sind ebenso gespannt, wie es dann mit 2 Kids wird!

Und welche Ziele möchtest Du 2021 verwirklichen?

Gute Frage. Ziele und Wünsche habe ich eigentlich immer, sowohl im Privaten als auch in der Musik. Aber ich denke, dass das Hauptziel erstmal ist, dass Baby Nr. 2 gesund zur Welt kommt und dass wir in dieser verrückten Zeit alle gesund bleiben. Kleinere Ziele in der Musik gibt es immer, bei jedem Künstler, aber ich bin absolut happy und zufrieden, wenn es so gut weiterläuft wie es eben aktuell läuft!

Lieber Michael, vielen Dank für dieses Update-Interview. Das ESC-kompakt-Team wünscht Dir und Katharina und Eurer Familie für 2021 nur das Allerbeste.

Familie Schulte vor wenigen Wochen unterm Weihnachtsbaum (von Michael bei Instagram gepostet).

17 Kommentare

  1. Ist das Zufall oder ein ausgefuchster Plan, dass das genau 3 Jahre nach seinem Ulfl siegt kommt? 🙂 und übrigens is es auch genau 2 Jahre her, als wir unseren bis dato letzten VE erleben durften :/

  2. Ein wahnsinnig sympathischer und total auf dem Boden gebliebener Mensch,der Michael! Seinen Erfolg gönne ich ihm wirklich von Herzen, auch wenn er mich mit seiner Nach-ESC-Musik leider kaum noch erreicht. Von einer weiteren ESC-Teilnahmen würde ich ihm definitiv abraten, von mir aus könnte er aber gerne dauerhaft den Kommentatoren-Job übernehmen, bei ULfI und der Elphi-Show fand ich ihn da sehr angenehm.

    • Da stimme ich Dir zu. Ich würde Michael Schulte auch viel lieber als Nachfolger von Peter Urban erleben, als noch mal auf der ESC-Bühne. Mir gefallen seine späteren Stücke schon, mehr noch wie „You Let Me Walk Alone“. Aber ich glaube, für die ESC-Bühne wären sie nichts gewesen.

  3. Michael darf sehr gerne wieder zum ESC. War vor dem ESC Fan von ihm und bin es weiterhin. Sympathischer Mann der trotz des Erfolgs bodenständig geblieben ist. Einfach cool.

  4. Ein sehr sympathischer und geerdeter Mensch, der Michael Schulte.
    Ich finde es sehr gut, dass er, trotz der schwierigen Umstände, der Situation noch etwas Positives abgewinnen konnte, nämlich, dass er mehr Zeit für die Familie hatte.
    Alles Gute und viel Glück für die Geburt des 2. Kindes.🙂

  5. Schönes Interview mit einem sehr sympathischen Künstler. Meine Unterstützung für „You Never Walk Alone“ hielt sich ja in Grenzen, aber das war nichts Persönliches. Das ist einfach nicht meine Art Musik. Ich freue mich trotzdem, dass er so gut abgeschnitten hat und dass die ESC-Teilnahme für Michael eine rundum positive Erfahrung war.

  6. Natürlich einer der sympathischsten Künstler und Menschen, die man sich für Deutschland beim ESC vorstellen konnte und kann.
    Auch das Interview als solches finde ich gelungen, wenngleich ich anmerken möchte, dass mich diese unnötigen Anglizismen sehr stören. Nichts gegen cool oder happy, das sind Begriffe, die man halt so nutzt im alltäglichen Sprachgebrauch. Aber auch da gibt es schöne deutsche Begriffe. Mich stören so Sachen „announced“ oder „Composer“. Das ist einfach dann nur noch Sprachgepansche. Trotzdem: gutes Interview, dass sich auch wie ein Gespräch zwischen zwei Menschen liest, die sich schätzen. Muss man auch erstmal so hinkriegen.

    Mich erreicht Herr Schulte mit seinem Radio-Pop ja grad nicht mehr so. Aber ich hab den einmal in mein Herz geschlossen, für „Falling Apart“ oder „Beautiful Mistake“ werde ich ihn immer lieben und ihm vor allem dankbar sein. Und deswegen bleibt das auch so. Meine Unterstützung hat er immer. Egal, was kommt.

    Hoffe auch sehr, dass der NDR ihn auch dieses Jahr als Co-Kommentator für den ESC-Abend verpflichten kann. Das wär ein cooles Announcement, wie die hippen people so sagen.

  7. „I don‘t feel hate“… so heißt unser musikalisches Erzeugnis dieses Jahr. Zur Zeit kann man sich 20 Sekunden davon auf YT anhören. I don‘t feel hate, i just feel sorry…

  8. Ich denke, wir werden in näherer Zukunft unseren Michael in einer anderen Rolle beim ESC erleben. Irgendwann wird auch die Stimme des ESC – unser Peter Urban – in Rente gehen müssen und ich sehe da in Michael einen guten Nachfolger. Er hat es damals prima in der Elphi gemacht und wenn man Gerüchten Glauben schenken darf, dann war es schon zum Jahresanfang 2020 geplant, dass Michael Schulte Co-Kommentator in Rotterdam sein sollte.
    Ich würde mich freuen! 😊

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