Netflix-Film „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“: Soundtrack, Gastauftritte und ein schwuler Russe

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Über den Netflix-Film „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ haben wir an dieser Stelle schon ausführlich berichtet, zum Beispiel hier und hier. Jetzt gibt es weitere Neuigkeiten zu dem Film, der ab kommendem Freitag, den 26. Juni, bei Netflix zu sehen sein wird. So ist mittlerweile der offizielle Soundtrack vorbestellbar, der am selben Tag veröffentlicht wird. Die Tracklist des Albums verrät uns einige weitere Künstler, die an der Musik zum Film beteiligt waren.

Vorsicht, dieser Text enthält Spoiler.

Neben Will Ferrell und My Marianne (gespielt von Rachel McAdams, gesungen von der schwedischen JESC- und Melodifestivalen-Teilnehmerin Molly Sandén), die neben dem bereits veröffentlichten „Volcano Man“ fünf weitere Titel beisteuern – einen davon gemeinsam mit dem niederländischen DJ Tiësto -, stechen im ESC-Contest vor allem die Namen Salvador Sobral und Petra Nielsen ins Auge. Der portugiesische ESC-Sieger ist mit seinem Gewinner-Song „Amar pelos Dois“ auf dem Album vertreten; welches Lied die Melodifestivalen-Teilnehmerin singt, ist bislang noch nicht bekannt.

Auch die im Vorfeld schon als Schauspielerin angekündigte Demi Lovato steuert einen Song zum Soundtrack bei. Des weiteren sind der schwedische Sänger und Gitarrist Erik Mjönes, der us-amerikanische Songwriter Savan Kotecha (der bereits für Lesley Roy geschrieben hat), die Sängerin Courtney Jenae im Duett mit dem Schweden Adam Grahn, die britische Indie-Band Anteros, der isländische Filmkomponist Atli Örvarsson sowie die us-amerikanischen SängerInnen Antonio Sol, David Loucks, Taylor Lindersmith und Nicole Leonti in dem Film zu hören.

Der Soundtrack zum Film „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ ist jetzt unter anderem bei amazon und auf iTunes vorbestellbar.

John Lundvik ESC Eurovision Schweden shirtless

Darüber hinaus hat wiwibloggs eine Liste veröffentlicht, welche ESC-Stars – zumindest mit einem kurzen Cameo-Auftritt – in dem ESC-Film von Netflix zu sehen sein werden. Neben dem oben schon erwähnten Salvador Sobral und Schwedens John Lundvik (Foto oben) sind das:

  • Alexander Rybak
  • Anna Odobescu
  • Bilal Hassani
  • Conchita Wurst
  • Elina Nechayeva
  • Jamala
  • Jessy Matador
  • Loreen
  • Netta

Wenig überraschend haben also auch alle ESC-Stars, die „Volcano Man“ bislang gecovert haben, einen Auftritt in dem Film. Neben den genannten ist außerdem der britische ESC-Kommentator Graham Norton als er selbst zu sehen.

ESC-Film-The-Story-of-Fire-Saga-Dan-Stevens-Alexander-Lemtov-Netflix-Eurovision

In dieser Woche ist zudem ein weiteres Detail des Films bekannt geworden: Schauspieler Dan Stevens, der in „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ den russischen ESC-Teilnehmer Alexander Lemtov verkörpert, hat etwas mehr über seine Rolle verraten. Während er im offiziellen Trailer des Films noch Sigrit aka Rachel McAdams nachstellt und als Anti-Held auch nicht gerade sonderlich sympathisch wirkt, hat er in Wahrheit anscheinend damit zu kämpfen, sich seiner Identität bewusst zu werden und dazu zu stehen. So ganz rückt der Schauspieler mit der Sprache zwar noch nicht raus, aber dass im Film anscheinend ausgerechnet der russische ESC-Teilnehmer schwul oder bisexuell ist, vermutlich gerade weil die staatlichen Gewalten in Russland in den vergangenen Jahren durch queer-feindliches Vorgehen von sich Reden machten, gibt der Komödie auch eine politische Dimension. Wie diese Geschichte für Alexander ausgeht, erfahren wir dann ab Freitag.

„Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ ist ab dem 26. Juni auf Netflix zu sehen.


10 Kommentare

  1. Leider nichts für mich, da ich grundsätzlich nur Filme in Tshu-Khwe Klicklautsprache ansehe – die Synchronisationen sind einfach viel ausgereifter und anspruchsvoller!

  2. Ein russischer ESC Sänger, der nicht öffentlich zu seiner Homo- oder Bi- Sexualität stehen kann? Das ganze kommt mir schon SEHR GAY vor *hust*

    • Ja, wobei es die Macher vermutlich nicht zu offensichtlich gemacht haben werden – weil zu starke Realitätsbezüge bei dem Thema vermutlich LAnge ZAhlreiche REVisionen nach sich ziehen würden …

  3. Hab ihn grad gekuckt so schlimm ist er nicht eher eine Komödie aber mit klasse Ballade (Hometown) von Molly Sanden erstklassig gesungen. Macht schon Spaß.
    Nur wie die das hinbekommen haben in dem strengen probenplan in Tel Aviv auch noch den Film zu drehen mit den Auftritten auf der wohlgemerkt echten Bühne ist schon der Hammer .
    Ansonsten Klamauk.
    Aber es ist auch eine Homage an den ESC wie wir ihn lieben und Leben.
    Mit den Worten von Lars Der ESC ist mehr als wettsingenn.

  4. In das Soundtrack-Album habe ich jetzt auch mal kurz reingehört. Klingt sehr vertraut nach ESC (mit allen musikalischen Klischees 😉 ). Wirklich toll gemacht!

    Vor allem „Come and Play (Masquerade)“ von Petra Nielsen hat es mir angetan. Aber die Dame hat sich damals schon beim Mello 2004 mit „Tango Tango“ in mein Herz gesungen. Shirley Clamps Song hat mir damals auch sehr gut gefallen. War sowieso ein sehr guter Mello-Jahrgang.

    Mit „Lion of Love“ haben sie auch den absoluten – und manchmal etwas angestrengt wirkenden – Siegeswillen diverser Ostländer auf den Punkt getroffen.

    Wenn der Film mit genauso viel Liebe gemacht ist, wie die Musik, dann ist er in jedem Fall gut.

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