Norwegen: Das sind die sechs feststehenden Finalisten und die vier ersten Halbfinalisten

Am Samstag startet das erste Halbfinale des diesjährigen Norsk Melodi Grand Prix (MGP). Bei einer Presskonferenz wurden heute die ersten Künstler*innen bekanntgegeben. Für das Finale sind damit gesetzt: KEIINO (Aufmacherbild), Rein Alexander, TIX, Atle Pettersen, Stavangerkameratene und Kaja Rode. Diese treten mit ihren Songs in folgenden Halbfinalen erstmals auf:

Erstes Halbfinale
TIX – Ut Av Mørket
KEiiNO – Monument

Zweites Halbfinale
Stavangerkameratene – Barndomsgater

Drittes Halbfinale
Kaja Rode – Feel Again

Viertes Halbfinale
Atle Pettersen – World On Fire

Fünftes Halbfinale
Rein Alexander – Eyes Wide Open

Außerdem wurden die vier Acts benannt, die am Samstag in Duellen gegeneinander antreten: Stina Talling, JornBlåsemafian und Beady Belle. Eine/r von ihnen wird sich dann ebenfalls für das Finale qualifizieren. Außerdem wird es noch eine Extra-Wildcard nach den fünf Halbfinalen geben, so dass im Finale zwölf Beiträge zu sehen sein werden (das gesamte Verfahren haben wir hier beschrieben).

Um 12:30 Uhr übertrug das norwegische Fernsehen NRK die Pressekonferenz. Dabei waren die drei Moderator*innen Kåre Magnus Bergh, Ingrid Gjessing Linhave und Ronny Brede Aase moderiert wird,. Nach einer kurzen Begrüßung erklärten sie zunächst die diesjährige Auflage des MGP. Danach ging es dann direkt mit der Vorstellung der vier Halbfinal-Acts weiter. Diese wurde einzeln auf die Bühne gerufen und kurz interviewt. Sie sagten dabei auch immer kurz etwas zu ihrem jeweiligen Beitrag. Danach kamen die sechs Finalisten.

Die Songs der vier Halbfinalisten sind bereits auf den Musikplattformen verfügbar. Die Beiträge der Finalisten werden immer am Freitag veröffentlicht. An diesem Freitag werden das die Lieder von TIX und KEIINO sein. Das Lied von KEIINO wird „Monument“ heißen. Darin geht es um Menschen, die Spuren hinterlassen. Es ist eine Hommage an diejenigen, die das Leben anderer bereichern, aber keine Statuen oder nach ihnen benannten Straßen erhalten.

Wir stellen an dieser Stelle nur die vier Halbfinalisten ausführlicher vor (und ergänzen die Lieder, wenn sie als Videos verfügbar sind). Die Finalisten bekommen am Freitag ja ohnehin einen eigenen Artikel.

Stina Talling – Elevate 

Die 17-jährige Stina Talling stammt aus Bergen und ist neben der Schule fleißig auf Youtube. Ihre Videos haben bereits 17 Mio. Aufrufe generiert. 2019 erhielt sie einen Plattenvertrag bei Sony Music und veröffentlichte mehrere Songs: „Fortis til fremtid“, „Jada Jada“ mit Cherie Mwangi, „En gang till“ mit Eirik Lyng, „Livet Nå“ und eine Filmmusik „En rakett til måneland“ für den Netflix-Film „The Moon Journey“ im Jahr 2020. Stinas größter Hit „Mer enn god no (Mehr als gut genug)“ wurde 12 Millionen Mal gestreamt. Damit hatte sie auch ihren ersten Live-Auftritt überhaupt: auf dem Rathausplatz in Oslo. Stina hat in verschiedenen Serien mitgewirkt und war für verschiedene (Kinder-)Preise nominiert. 

Jorn – Faith Bloody Faith

Jorn heißt eigentlich Jørn Lande ist 52 Jahre alt und lebt in Fredrikstad. Er hat fast 50 internationale Albumveröffentlichungen hinter sich und ist auf den größten Verkaufslisten der Welt aufgeführt, einschließlich den US-Billboard-Charts. Jorn ist bekannt für seine große Gesangsvielfalt und gilt als der größte norwegische Musikexport seit a-ha. Zusätzlich zu seiner Solokarriere unter dem Namen Jorn hat er viele Bands und Projekte begleitet und daran teilgenommen: ARK, Masterplan, Avantasia, Dracula „Swing Of Death“, Beyond Twilight, Vagabond, The Snakes, Millennium, Mundanus Imperium, Ayreon und Brazen Abbot haben unter anderem Millionen von Alben weltweit verkauft.

Im Laufe der Jahre hat Jorn diverse Preise erhalten. Die meisten Norweger erkennen Jørn als die Stimme des berühmten Fußball-Songs „Alt for Norge“ von 1994. Auch für die Olympischen Sommerspiele 1996 in Atlanta („Famous“) und die Winterspiele 2002 in Salt Lake City hat er Songs veröffentlicht. Beim MGP teilt er die Bühne mit seinen Musikerkollegen Kjell Åge Karlsen, Øyvind Strønen und Eirik Renton.

Blåsemafian – Let Loose

Blåsemafian ist eine der bekanntesten Blechblasbands in Norwegen und Europa und besteht aus Sigurd Evensen (27) aus Oslo an der Posaune, Stig Espen Hundsnes (32) aus Stord an der Trompete und Jørgen Lund Karlsen (27) aus Fredrikstad am Saxophon. Blåsemafian hat bereits mit einer Reihe von Künstlern wie Marcus & Martinus, Madcon, Cezinando, Angelina Jordan zusammengearbeitet und hatte einige Auftritten in unterschiedlichen TV-Produktionen. In den letzten Jahren ist die Mafia immer mehr als eigenständiger Act ins Rampenlicht getreten. Sie liefern viel Energie, einzigartige Einstellungen und Musikalität. Die Sängerin für den Song „Let Loose“ ist Caroline (Hazel) Teigen.

Beady Belle – Playing With Fire 

Die als Beady Belle bekannte Beate Lech (46) ist Sängerin, Künstlerin, Songwriterin und Produzentin mit einem großen internationalen Publikum. Sie tourte seit Anfang der 2000er Jahre in weiten Teilen der Welt und arbeitete mit Weltstars wie Jamie Cullum und dem R & B-Künstler India, Arie, Dee Dee Bridgewater sowie Joshua Redman und Jarle Bernhoft zusammen. Sie trat bei großen internationalen Festivals auf. Beady Belle machte sich im Herbst 2019 in der TV-Sendung Stjernekamp einen Namen, was ein Türöffner für ein größeres und breiteres Publikum in Norwegen war.

Beady Belle kann auf etwa zwanzig Plattenveröffentlichungen zurückblicken. Sie begann 1996 als Frontsängerin in der Band Folk & Røvere, während sie an der norwegischen Musikakademie studierte. Darüber hinaus hat sie Jazz-Alben in Zusammenarbeit mit Jon Eberson, Weihnachtsalben in Zusammenarbeit mit SKRUK und Sammelalben in Zusammenarbeit mit George Riedel veröffentlicht. Beady Belle ist immer noch hauptsächlich über ihre selbst produzierten Veröffentlichungen bekannt, in denen sie Frontsängerin und Bandleaderin ist sowie alles von Musik und Texten schreibt.

Am Freitag informieren wir Euch wie gesagt über die beiden Songs von KEIINO und TIX. Am Samstag gibt es dann einen Live-Chat für die Show aus Norwegen.

Welcher Beitrag ist Euer Favorit im 1. Halbfinale des Norsk MGP 2021?

  • Stina Talling – Elevate (37%, 96 Votes)
  • Blåsemafian – Let Loose (30%, 79 Votes)
  • Jorn – Faith Bloody Faith (23%, 61 Votes)
  • Beady Belle – Playing With Fire (10%, 27 Votes)

Total Voters: 263

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45 Kommentare

  1. Keiino finde ich unklug. Entweder machen sie ein Spirit in the Sky 2.0, was aber nur verlieren kann oder sie ändern ihren Stil komplett wie Lena, was ich aber für unwahrscheinlich halte.

  2. Jorn klingt für mich bis jetzt am interessantesten. Auch, dass er schon mit Avantasia zusammen
    gearbetet hat finde ich cool.
    Ich bin auf den kompletten Song gespannt.🙂

    • Jorn ist auch live fast immer bei Avantasia dabei. Sehr beeindruckender Sänger. Tobi Sammet nennt ihn immer „The Striking Viking“, haha.

  3. Bin mal gespannt. Mit Keeino und Rein Alexander sind schon mal tolle Acts dabei. Jetzt kommt es auf die Songs an

  4. Ich finde Beady Belle und Stina Talling gut.
    Die Saxophon-Nummer ist auch nicht schlecht, aber der alte Rocker ist absoluter Schrott.
    Alles in Allem ein starker Auftakt für die norwegische Vorentscheidung.

  5. Ich finde es toll, daß KEIINO wieder antreten und bin auf den Song gespannt!

    Stavangerkameratene hört sich wie der Name eines Fußballvereins an. Blåsemafian ist die norwegische Antwort auf LaBrassBanda und bei denen hätte ich eher einen Song in Landessprache vermutet.

  6. Ich hoffe, dass wir irgendwann einmal die Sängerin „Sigrid“ mit einem ihrer starken Songs beim Norsk MGP bzw. ESC sehen werden. Sie ist echt eine geniale Sängerin/Songwriterin.

    • Das wär schon schön, doch fürchte ich, dass es sich bei den Norwegern ähnlich verhält wie bei uns: wer schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat (Sigrid ja sogar international), wird sich zweimal überlegen, sich mit dem üblichen Castingsternchen zu messen – und dabei evtl sogar abzuschmieren.

  7. Beim MGP geht es mir ähnlich wie beim MF. Früher fanden die Beiträge reihenweise Eingang in meine Playlist, aber seit einigen Jahren ist nur noch sehr wenig dabei, das ich auch nur ein zweites Mal hören möchte. Na ja, vielleicht ändert sich das ja wieder. Dum spiro spero. 🙂

  8. Stinas Song fängt gut an, hat aber einen schlechten Refrain.
    Bei Jorn ist es genau anders herum.
    Im Zweifel bin ich für den guten Refrain.

  9. Die blasemafia hatte vor jahren mal einen auftritt in zürich. Bin aber nicht hingegangen, weil ich dachte es sei was unanständiges😀😀.
    Ich lege mich jetzt schon fest und sage…der sieger wird keiner sein, der ein hf bestreiten muss.

  10. Der Schlager-Metal gefällt mir am besten 🙂
    „Elevate“ ist ganz nett und gefällig, aber auch schon wieder dieser typische skandinvische ESC-Pop, zwar grundsolide, aber ohne irgendeinen eigenen Twist, den ich inzwischen einfach ein paar mal zu oft gehört habe. „Let Loose“ und „Playing with Fire“ finde ich beide für die Bühne eher weniger geeignet.

  11. Auf Youtube gibt es übrigens die Songs der ersten vier Halbfinalisten in voller Länge und sind daher auch aussagekräftiger als in der Schnipselversion.

  12. Geil, Keiino wieder dabei.
    Hoffentlich ist der Song auch einigermaßen mitreißend wie Spirit in the sky.
    Mir gefallen auch die meisten anderen ihrer Songs, aber beim ESC brauchts dann doch was besonderes.

    Von den Halbfinalisten gefällt mir Jörn ganz gut.
    Klassisches Rezept: Metal/ Rock etwas weichgespült und schon kann man auch beim ESC mitmachen.

  13. „Spirit in the Sky“ hab ich persönlich eher gehasst. Das Lied kommt mir vor wie „Wir haben mit dem Joikteil ja was, das Aufmerksamkeit erregt, da müssen wir uns beim Songwriting keine Mühe geben“, und genau das werden viele Jurys vielleicht auch so gesehen haben. Ich hoffe, es wird diesmal nicht wieder so eine offensichtliche Punkteabgreifnummer, sondern ein Lied, das mit Allem punkten kann. Die drei finde ich supersympathisch, und genau so gut würde ich ihr Lied auch gerne finden. Ich bin am hoffen!

  14. Ich freue mich sehr über Keiino.
    Toll, jetzt geht es jedes Wochenende Schlag auf Schlag mit den Vorentscheidungen. Pure Vorfreude.
    Von den vorgestellten Song gefällt mir am meisten Blåsemafian – Let Loose gefolgt von Stina.
    Jorn scheint mir auch Ähnlichkeiten mit Avantasia zu haben. Könnte aber live auch sehr interessant werden.

  15. Ich mag Keiino gerne und habe auch nichts gegen Rückkehrer, aber es wäre mir persönlich ein bisschen früh. Auch weil 2020 ausgefallen ist und wir im Prinzip nach Keiino 2019 dann direkt wieder Keiino auf der großen Bühne hätten.
    Das sage ich auch bei Fanfave Eleni Foureira immer. Gerne mal wieder, aber nicht sofort bitte ^^

  16. Von den Halbfinalisten gefällt mir Elevate am besten. Dieser moderne Scandi-Pop ist genau das, was ich mir aus Norwegen wünsche. Das Metal/Schlager-Ding gefällt mir auch ganz gut, Avantasia 2016 haben das aber besser gemacht. Die Blaskapelle ist mir zu wirr und das vierte hab ich jetzt schon wieder vergessen. Ich freue mich aber sehr auf den Start der „richtigen“ VE-Saison am Samstag.

  17. Ich weiß noch nicht so Recht, was ich von der Teilnahme von KEIINO halten soll…

    Für mich sind sie nach ihrem 1. Platz beim Publikumsvoting absolute Helden. Falls die den VE gewinnen sollten und wieder am ESC teilnehmen, fürchte ich, dass sie sich diese gute Erinnerung vieler Fans ein bisschen kaputt machen, wie der Rybak mit deinem solalaen zweiten Song damals.

    Klar es gibt auch Gegenbeispiele wie das Sunstroke Project. Aber naja … Mal abwarten, erstmal müssen sie ja die VE rocken.

  18. Danke für das Reinstellen der Videos.😊

    Ehrlich, der Schnipsel von „Faith Bloody Faith“ hat nicht zu viel versprochen. Einfach nur Hammer! Aber ich wage zu behaupten, dass der Song keine große Chance beim MGP hat. Schade eigentlich.

    Die Stimme von Stina finde ich etwas gewöhnungsbedürftig, aber der Song ist eigentlich auch ganz gut.

    Bei Beady Bell ist es gerade umgekehrt, die Stimme hammermäßig gut, den Song finde ich eher so lala.

    Blåsemafian ist auch ganz okay, muß ich wohl nochmal reinhören, im Moment bleibt nicht allzu viel bei mir hängen. Hat aber Schönhörpotenzial bei mir.😉

  19. „Faith Bloody Faith“ ist ja mal scharf – in der selben Güteklasse wie „Hard Rock Hallelujah“: eine als Hardrock getarnte, astreine Eurovisions-Power-Hymne. Find ich irgendwie schon gut 😀

    „Playing With Fire“ gefällt mir auch, aber da weiß ich jetzt schon dass das durchfallen wird – etwas zu ambitioniert und über drei Minuten vielleicht auch zu langatmig.

    Das „Elevate“ bei den Fans aktuell vorne liegt, ernüchtert mich – der tausendste generische Skandipop von der Stange, wie er gerne beim Melodifestivalen in der Andra Chansen rausfliegt.

  20. Ich hatte heute ESC Radio laufen und hab mich bei dieser Gelegenheit sofort in ELEVATE verliebt. Ich finde Stinas Stimme richtig schön und die Melodie, so generisch die auch sein mag, ist genau mein Ding. Eindeutig mein Favorit von den momentan festehenden Songs. Obwohl ich natürlich als KEIINO Fan natürlich auch total gespannt auf deren Song bin😉

  21. Blåsemafian sind nach dem ersten Hören meine Favoriten. Stinas Song fängt gut an, kommt dann aber im Refrain nicht so recht von der Stelle. „Faith Bloody Faith“ finde ich auch in Ordnung; einzig mit „Playing With Fire“ kann ich nicht so recht etwas anfangen.

  22. Stina Tallings „Elevate“ gefällt mir sehr gut, „Let loose“ von Blasemafian auch, Beady Belles Lied „Playing with fire“ ist ok, gruslig finde ich dagegen „Faith bloody faith“ von Jorn. Auf jeden Fall eine recht abwechslungsreiche Auswahl.

  23. Ich habe mir schon gedacht, dass „Faith bloody faith“ nicht Dein Fall ist. 😀
    Sorry, ist echt nicht böse gemeint, aber man kennt manche Geschmäcker ein bißchen.😉

    • Niemals würde ich denken, dass das böse gemeint war! Ich freu mich, dass Du meinen Geschmack ein bisschen kennst und mich nicht für einen „Faith bloody faith“-Fan halten würdest 🙂

  24. Ich habe mir gerade mal alle vier Songs angehört und komme zum Ergebnis, daß mir Jorn und Blåsemafian von allen vier Beiträgen am besten gefallen und hoffe, daß sich einer der beiden für das Finale qualifiziert. Den Song von Stina finde ich durchschnittlich und frage mich, warum sie bei den Wettquoten sowie hier im Voting derzeit vorne liegt. Letztes Jahr lag z. B. JÆGER bei den Lesern von ESC-kompakt in der Umfrage auf dem ersten Platz, schied aber im Duell gegen Rein Alexander aus. Stina könnte also heute Abend das gleiche Schicksal blühen.

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