Österreich: Weitere Details zu „Mr. Song Contest proudly presents – Der ‚kleine‘ Song Contest“ im ORF veröffentlicht

ORF der Kleine Song Contest Eurovision Andi Knoll ESC 2020
Bild: ORF/Thomas Ramstorfer

Ende März hat der österreichische Rundfunksender ORF bereits angekündigt, im April einen eigenen Song Contest unter dem Namen „Mr. Song Contest proudly presents – Der ‚kleine‘ Song Contest“ stattfinden zu lassen. Nun sind weitere Details bekanntgegeben worden, unter anderem wie das Format abläuft und wer Teil der professionellen österreichischen Jury sein wird.

Ö3 und Fernsehmoderator Andi Knoll, der in den vergangenen Jahren auch den ESC für ORF 1 kommentierte, wird die drei in der nächsten Woche stattfindenden Sendungen moderieren. In den drei Shows am 14., 16. und 18. April werden die Musikvideos der teilnehmenden Länder gezeigt, inklusive eines Jury- und Publikumsvotings.

Andi Knoll äußert sich zum kleinen Song Contest wie folgt: „Nachdem die EBU ja bestimmt hat, dass nächstes Jahr zwar die geplanten Interpretinnen und Interpreten antreten dürfen, aber nur mit neuen Songs, wäre es doch schade, wenn die Lieder von heuer alle im Mistkübel der Musikgeschichte landen. Also bei manchen mehr und bei manchen weniger, und da sind wir ja bei einem weiteren Grund, warum man den ESC nicht ausfallen lassen darf. Es ist eine einzigartige Mischung aus Live- und Videoversion. Es wird sehr abwechslungsreich und endlich darf man mal für Österreich abstimmen!“

Eingeleitet werden die Musikvideos der Länder jeweils von einer eigens produzierten Postkarte, um die jeweiligen Acts sowie Highlights der Vorjahre vorzustellen.

Über das Ergebnis jeder Sendung entscheidet eine zehnköpfige Jury ehemaliger österreichischer ESC-Teilnehmer, die jeden Beitrag auf der Eurovisionsskala von 0 bis 12 Punkten bewerten. Anschließend werden die vergebenen Punkte addiert und am Ende jeder Sendung steht der Jurysieger mit der höchsten Gesamtpunktzahl fest. Aus den drei Jurysiegern der Sendungen hat das Publikum dann in der dritten Sendung die Möglichkeit, zu bestimmen, wer den „kleinen“ Song Contest gewinnt.

Die zehnköpfige Jury setzt sich zusammen aus:

  • Waterloo (vertrat Österreich 1976 gemeinsam mit Robinson mit „My Little World“)
  • Simone (vertrat Österreich 1990 mit „Keine Mauern mehr“)
  • Petra Frey (vertrat Österreich 1994 mit „Für den Frieden der Welt“)
  • Manuel Ortega (vertrat Österreich 2002 mit „Say a Word“)
  • Alf Poier (vertrat Österreich 2003 mit „Weil der Mensch zählt“)
  • Eric Papilaya (vertrat Österreich 2007 mit „Get a Life – Get Alive“)
  • Nadine Beiler (vertrat Österreich 2011 mit „The Secret Is Love“)
  • Conchita (gewann 2014 mit „Rise Like a Phoenix“)
  • ZOE (vertrat Österreich 2016 mit „Loin d’ici“)
  • Cesár Sampson (vertrat Österreich 2018 mit „Nobody but You“)

In den Sendungen am 14. und 16. April werden je 14 Nationen antreten, am 18. April nochmal 13 Länder. Beginn ist jeweils um 20:15 auf ORF 1.

Über den Hashtag #ORFESC kann über Twitter an den Abenden zudem unmittelbar an den Shows teilgenommen werden. Ausgewählte Kommentare können über die Seite 780 im Teletext eingeblendet werden.

Außerdem werden die drei Shows i in der ORF-TVthek als Live-Streams sowie als Video-on-Demand angeboten. Zudem gibt es dort das Videoarchiv „Österreich beim Eurovision Song Contest“, wo Auftritte österreichischer Acts der vergangenen Jahrzehnte angesehen werden können.

Was sagt Ihr zu den Planungen des ORF? Werdet Ihr zu den Sendungen am 14., 16. und 18. April einschalten?


24 Kommentare

  1. Finde das alles super und gut durchdacht nur duerfen die das auch
    Hat da die EBU nichts dagegen und wenn man
    fuers eigene Land abstimmen darf wird ja wohl oesterreich gewinnen

    • Jessas, du kennst die Österreicher*innen nicht! Ohne Eingreifen der Jury ist ein letzter Platz möglich 😉

      • Bin gespannt, wie die Aufteilung der Länder auf die drei Abende sein wird und ob Österreich am 18.4. antritt mit einem Land weniger Konkurrenz 🙂

    • „wenn man fuers eigene Land abstimmen darf wird ja wohl oesterreich gewinnen“.

      Da bin ich mir gar nicht so sicher. Mit dem eigenem Land tut man sich bekanntlich immer wieder schwer,

      In Spanien hat ja auch die Fernsehanstalt ein Voting veranstaltet, da hat auch Spanien gewonnen, vor Griechenland und Lithauen.
      Insgesamt sind in Spanien 22,000 Stimmen gezählt worden, Schweiz wurde übrigens 8., Österreich 13. und Deutschland 16.

  2. Darauf freue ich mich schon ausufernd! Ganz lässig, dass der ORF diese Chance beim Krawattl packt, und uns wenigstens im kleinen Rahmen einen ESC schenkt. Habe ich meine Rundfunkgebühren schon bezahlt? Mal nachschauen …

  3. So sollte jetzt jedes Land verfahren und zum guten Schluss werden die Ergebnisse der Länder zusammengefasst und voila wir haben den diesjährigen Sieger / Siegerin😊

  4. Super Idee. Hoffe, man kann das auch irgendwie auf dem TV-Bildschirm verfolgen au´ßerhalb der grenznahen Bereiche…

  5. Die jungs vom küniglberg müssen doch ihrem schnuckiputz andi knoll seine obligaten 3 esc-sendungen pro jahr geben.😂😂
    Die begeisterung für den eigenen beitrag ist in österreich jeweils ähnlich gross wie in deutschland und der schweiz. Ein erdrutschsieg wie für blas cantó in spanien dürfte schwierig werden.
    Aber merci orf, ich werde unsere obligatorische esc-party heuer online via orf veranstalten.

  6. Ich freue mich schon, das klingt wirklich sehr vielversprechend. Nachdem die Ausgangsbeschränkungen verlängert wurden, sind die Österreicher quasi genötigt zuzuschauen. Die Einschaltquoten werden also nicht im Keller sein, aber wohl doch bescheiden, denke ich. Ich bin schon gespannt, wie Cesar Sampson den Song bepunkten wird, an dem er selbst mitgeschrieben hat. 😉 Aber nachdem man auch für Österreich abstimmen darf (könnte mir aber vorstellen, dass Vincent es gar nicht unter die drei schafft), gilt hier wohl eher die Freude an der Sache, ohne es zu streng zu nehmen. Ist auch richtig so.

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