Offizielle EBU-Fristen abgelaufen: Welche Länder nehmen am ESC 2020 teil und wie wählen sie ihren Beitrag aus?

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Bis zum 16. September diesen Jahres hatten alle teilnahmeberechtigten Länder Zeit, ihre Unterlagen zur Teilnahme am Eurovision Song Contest 2020 einzureichen – offiziell bis zum gestrigen Tag konnten die jeweiligen ausrichtenden Sender ihre Teilnahme kostenfrei wieder zurückziehen. 

Schauen wir uns also nun mal an, wer seine Teilnahme zugesagt hat, aber auch, wer dem kommenden ESC in Rotterdam Stand heute fernbleiben wird.

 

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BIG 5 (+ Gastgeber)

Erfreulicherweise nehmen alle sogenannten BIG 5-Länder am kommenden Wettbewerb teil. Die Niederlande als Gastgeber, sowie Großbritannien und Spanien werden auf eine interne Auswahl zurückgreifen. Spanien hat dabei seinen Repräsentanten Blas Cantó vor ein paar Tagen schon ungewöhnlich früh bekanntgegeben. Frankreich und Italien werden wohl wieder auf die bewährten Formate „Destination Eurovision“ und das Sanremo-Festival (Festival della Canzone Italiana vom 4. bis 8. Februar) für die Auswahl ihres Teilnehmers zurückgreifen. 

Deutschland:
Der NDR gab im Mai diesen Jahres bekannt, dass das Konzept der letzten beiden Jahre überdacht werden wird, installierte aber schon frühzeitig wieder das ESC-Panel. Mit weiteren Informationen hält sich der Sender aber noch zurück. Somit ist bisher noch nicht offiziell bekannt, ob es wieder einen Vorentscheid geben wird oder eine Art interne Auswahl (wie die Schweiz es in diesem Jahr vormachte). Abgesehen von Lena 2011 war die letzte wirkliche interne Auswahl im Jahre 2009 mit Platz 20 nicht von großem Erfolg gekrönt („Miss Kiss Kiss Bang“ von Alex Swings Oscar Sings!). Die intern getroffene Wahl von Xavier Naidoo für den ESC 2016 in Stockholm wurde sogar zum medialen Eklat und nach einem sogenannten Brandbrief innerhalb des Senders schon nach wenigen Tagen wieder zurückgenommen. 

 

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Zusagen mit nationalen Vorentscheidungen:

Albanien:
Im Juli gab der Sender RTSH bekannt, dass das im Dezember stattfindende 58. Festivali i Këngës 2019 auch diesmal wieder als albanischer Vorentscheid genutzt wird. Ein genauer Termin ist bisher nicht bekannt, auch nicht, ob es vielleicht konzeptionelle Änderungen geben wird.

Australien:
Auch 2020 will Australien auf seinen Vorentscheid „Australia Decides“ nicht verzichten. Am 8. Februar soll das Format zum zweiten mal ausgerichtet werden. Erste Namen werden schon diskutiert, wie z.B. der visuell auffallende zweimalige The-Voice-Teilnehmer Sheldon Riley, der selbst berichtete unbedingt einmal am ESC teilnehmen zu wollen. Ende des Jahres sollen die zehn Teilnehmer und Beiträge bekanntgegeben werden. 

Dänemark:
Zum ersten mal nach 2002 wird der mittlerweile schon 50. Dansk Melodi Grand Prix wieder in Kopenhagen stattfinden. Auch nächstes Jahr werden wieder zehn Teilnehmer am beliebten Vorentscheid, der für den 7. März 2020 angesetzt ist, teilnehmen. Anders als in den vergangenen Jahren wird eine Jury sieben Beiträge auswählen, die drei weiteren Teilnehmer sollen durch die Zuhörer des Regionalsenders DR P4 bestimmt werden. 

Estland:
Am 29. Februar 2020 soll das Finale des 12. Eesti Laul stattfinden, am 13. und 15. Februar werden die beiden Halbfinale zu sehen sein. Unter insgesamt 24 Beiträgen können die Esten und die eingesetzte Jury dabei ihren Beitrag für Rotterdam wählen.

Finnland:
Nach dem letzten Platz im diesjährigen Halbfinale und einem vorletzten Platz im Finale 2018, zog der ausrichtende Sender Yle die Notbremse und kehrt nach einer Befragung unter seinen Zuschauern zum offenen Vorentscheidsformat mit vier bis zehn unterschiedlichen Interpreten zurück. Die endgültige Teilnehmeranzahl soll sich dabei an der Qualität der Beiträge orientieren. 

Georgien:
Beim kommenden Georgian Idol 2020, in dessen Jury erneut auch wieder Nadia Todua sitzen wird, soll erneut der Interpret für den ESC 2020 gefunden werden. Neu ist allerdings, dass der Beitrag erst nach der Castingshow veröffentlicht werden soll.

Island:
Nach einem guten 10. Platz in diesem Jahr, bleibt für die ESC-verrückten Isländer im kommenden Jahr alles beim Alten: Zehn in isländisch vorgetragene Beiträge werden auf zwei Halbfinale (8. und 15. Februar) aufgeteilt, die besten zwei kommen ins Finale am 29. Februar. Der Sender RÚV behält sich allerdings vor, eine weitere Wildcard für das Finale auszuhändigen. Im Finale haben die Interpreten dann freie Sprachwahl.

Israel:
Die Castingshow HaKokhav HaBa L’Eurovizion 2020 („Der nächste Star für den Eurovision Song Contest 2020“) soll auch im kommenden Jahr in mehreren Runden den israelischen Interpreten für Rotterdam finden. Neu geplant ist allerdings, dass es auch eine Show zur Auswahl des Liedes selbst geben soll – in den letzten Jahren wurde dieser immer intern ausgewählt und oft nach erster Veröffentlichung noch bearbeitet.

Kroatien:
Auch 2020 will Kroatien sein Vorentscheidsformat DORA wieder aufleben lassen. Dies gab der ausrichtende Sender HRT im Rahmen der Präsentation seines Herbst-Programms für die Saison 2019/2020 bekannt.

Lettland:
Es gab bei den lettischen Verantwortlichen viel Diskussion, ob das Vorentscheidformat „Supernova“ weiter fortgeführt werden soll. Doch nun gab der Sender bekannt, dass – aufgrund der hohen Anzahl an Bewerbungen – das Format auch im kommenden Jahr zu sehen sein wird. Das Finale soll dabei am 8. Februar 2020 stattfinden, weitere Informationen zum Konzept der Show folgen.

Litauen:
„Nur“ noch sechs Sendungen und ein Fokus auf die Qualität der einzelnen Beiträge, verspricht die litauische Rundfunkgesellschaft LRT für die litauische Vorentscheidung „Eurovizijos 2020“. Zudem soll es Änderungen bezüglich des Votings geben: Die eingesetzten Jurys werden die Auftritte nicht mehr kommentieren, das Zuschauervoting soll nur noch am Ende der jeweiligen Shows gezeigt werden.

Malta:
PBS, die maltesische öffentliche Rundfunkanstalt, hat bestätigt, dass der Interpret, der für Malta zum ESC 2020 fährt, erneut über die Castingshow „X Factor Malta“ ermittelt wird. Die Live-Shows von X Factor Malta werden im Januar sonntags auf TVM ausgestrahlt, während das große Finale der Show am Samstag, dem 8. Februar, stattfinden soll.

Norwegen:
Wie schon berichtet, wird der norwegische Vorentscheid „Melodi Grand Prix“ im kommenden Jahr anlässlich des 60-jährigen Bestehens auf insgesamt sechs wöchentliche Shows (fünf Halbfinale und ein Finale) ausgeweitet. Das erste Halbfinale wird am 11. Januar zu sehen sein, das Finale ist für den 15. Februar angesetzt. In jedem Halbfinale werden vier Interpreten in Duellen gegeneinander antreten (beide Gewinner treten dann nochmal in einem Superduell an) aus dem dann einer schlussendlich das Finale erreicht. Im Finale treffen diese fünf dann auf weitere fünf Interpreten, die im Vorfeld von einer Jury ausgewählt wurden. 

Portugal:
Trotz der bescheidenen Resultate der letzten beiden Jahre, bleibt Portugal seinem Konzept des Festival da Canção auch 2020 treu. Zwei Halbfinale mit acht Beiträgen im Februar und ein Finale im März sollen einen Beitrag finden, der Portugal mal wieder einen guten Platz im ESC-Finale einbringt.

Schweden:
Das Melodifestivalen wird 2020 zum mittlerweile achtzehnten Mal im aktuellen Modus nicht nur die Schweden in seinen Bann ziehen. Wie gewohnt werden vier Halbfinale, eine Andra-Chansen-Show und das große Finale(n) den schwedischen Beitrag finden. Die erste Interpretin Amanda Aasa konnte schon gefunden werden, über alle weiteren Entwicklungen werden wir Euch natürlich detailreich informieren.

Serbien:
Auch der serbische Sender RST hat sich für das kommende Jahr entschieden, das Konzept der „Beovizija“ fortzuführen. Dabei können zwar ausländische Komponisten Beiträge einreichen, die Interpreten müssen aber die serbische Staatsbürgerschaft besitzen. 

Slowenien:
Der slowenische Vorentscheid „Evrovizijska Melodija“, ist immer wieder für eine Überraschung gut – und so wurde schon im August bekannt, dass der Sender RTVSLO im kommenden Jahr im Rahmen einer Vorrunde namens EMA Freš eine Wildcard für das Finale an unbekannte Musiker vergibt. Die Wahl des Gewinners wird dabei ausschließlich im Internet erfolgen. Alle Beiträge des Finales sollen spätestens zum 20. Dezember bekanntgegeben werden.

Tschechien:
Die letzten beiden guten Ergebnisse beim ESC scheinen den zuvor gebeutelten Tschechen gut getan und neues Selbstbewusstsein gegeben zu haben, denn für das kommende Jahr gab der ausführende Sender ČT bekannt, erstmals nach 2008 wieder eine Vorentscheidung, die live im Fernsehen übertragen wird, durchzuführen. Acht Beiträge konkurrieren am 25. Januar um die Gunst der Jury und der tschechischen Zuschauer. 

 

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Zusagen mit interner Auswahl

Belgien:
Die beiden belgischen Fernsehsender RTBF (französisch) und VRT (niederländisch), die sich jährlich mit der Teilnahme am ESC abwechseln, scheinen sich nun beide auf eine interne Auswahl festzulegen. VRT, die bis 2016 meist den Vorentscheid „Eurosong“ ausrichteten, gab nun vor ein paar Tagen bekannt, dass die Band Hooverphonic intern ausgewählt wurde und Belgien in Rotterdam vertreten wird. Der Beitrag soll im Februar veröffentlicht werden.

Irland:
Auch Irland wählt Interpret und Lied wieder intern aus. Bis zum 25. Oktober können dafür Beiträge  eingereicht werden.

Österreich:
Auch 2020 müssen unsere Nachbarn leider auf eine öffentliche Vorentscheidung verzichten. Stattdessen gab der ausrichtende Sender ORF schon im Mai bekannt, auch 2020 – und damit schon zum vierten mal hintereinander – wieder intern auswählen zu wollen.

Russland:
Seit 2013 bestimmt der russische Sender meist mit gutem Erfolg seine Beiträge für den ESC intern. Wie nun von Head of Delegation Yuri Aksyuta bekannt gegeben wurde, beginnt in Kürze der interne Auswahlprozess für die Wahl des russischen Repräsentanten.

Schweiz:
Wie schon berichtet, hält die Schweiz im Großen und Ganzen am letztjährigen Auswahlprozess mit 100-köpfigem Panel fest und wählt seinen Beitrag erneut intern aus. Grund genug, dass Fan-Liebling Aly Ryan sich nun hier beworben hat, nachdem sie bekanntgab, nur noch an Auswahlprozessen teilnehmen zu wollen, wenn die Auswahl intern stattfindet.

Zypern:
Zwischen 2006 und 2015 erreichte Zypern lediglich drei mal das ESC-Finale, seit 2016 wird intern ausgewählt. Mit Erfolg: Seither erreichte Zypern immer das Finale, Eleni Foureira holte 2018 sogar das bisher beste Ergebnis für Zypern. Seit Mitte September befindet sich der ausrichtende Sender CyBC mit Plattenfirmen auf der Suche nach einem geeignetem Beitrag.

 

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Zusagen ohne Informationen zur Auswahl:

Aserbaidschan, Griechenland, Montenegro, Nordmazedonien, Polen, Rumänien, San Marino, Ukraine und Weißrussland haben mittlerweile offiziell bestätigt, in Rotterdam dabei sein zu wollen. Bei all diesen Ländern gibt es aber noch keine gesicherten Informationen über den Auswahlmechanismus, mit dem der teilnehmende Beitrag gefunden werden soll.

Damit haben nun insgesamt 39 Länder offiziell ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest 2020 bekanntgegeben.

 

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Erwartet und erhofft werden aber zusätzlich noch Zusagen aus Moldau, Armenien und Ungarn, wobei eine Teilnahme gerade von Ungarn sehr wahrscheinlich ist, da der Sender MTVA bekanntgab, das Vorentscheidungsformat A Dal sogar in eine größere Halle legen zu wollen. Ebenfalls wird noch auf eine abschließende Aussage aus Bulgarien erwartet, da die Bulgaren allerdings schon 2019 aus finanziellen Gründen pausieren mussten, kann es gut sein, dass auch 2020 nicht mit einer Rückkehr zu rechnen ist. Sollten aber alle diese Länder zusagen, nehmen also – wie zuletzt 2018 in Lissabon – 43 Teilnehmer am ESC 2020 teil.

Absagen:

Die Türkei wird, trotz großer Aktion auf Twitter, erwartungsgemäß auch 2020 dem Song Contest fernbleiben. Ebenso sagten Andorra, Bosnien und Herzegowina, Luxemburg, die Slowakei und auch Monaco seine Teilnahme ab. Xavier Darcy (deutscher Vorentscheid 2018) wird also nicht für Monaco auftreten, auch wenn er sich dafür schon mit dem ausrichtendem Sender TMC in Gesprächen befand.

Während Liechtenstein auch 2020 nicht beim ESC debütieren wird, konnten die beiden interessierten Länder Kasachstan und Kosovo auch in diesem Jahr keine Mitgliedschaft in der EBU erlangen und bleiben daher auch 2020 dem ESC fern.

Über weitere Zu- und Absagen sowie Neuigkeiten rund um die Vorentscheide und internen Auswahlprozesse halten wir Euch hier natürlich weiter auf dem Laufenden.



32 Kommentare

  1. Das Schizophrene an den Niederlanden ist, daß man zwar in diesem Jahr einen nationalen Vorentscheid zum Junior ESC ausgerichtet hat, aber den Teilnehmer für den Heim-ESC intern auswählt! Da stellt sich natürlich die Frage: warum hat man es nicht umgekehrt gemacht? Wenn AVROTROS mit den Finanzen einmal vernünftig haushalten würde, dann wären sowohl für den JESC als auch den ESC durchaus Geld für die Ausrichtung eines jeweiligen Vorentscheides vorhanden!

      • Auch eine inteene Auswahl bürgt nicht immer für Erfolg, wie man an Belgien, Polen, Griechenland und Österreich sowie Armenien gesehen hat. Auch die Niederlande wird dieses Schicksal bald wieder treffen, und zwar frühestens 2021.

  2. Vielen Dank für diesen kompakten Überblick. Ich kann mittlerweile nicht mehr wirklich nachvollziehen, warum Slowakei immer den Schwanz einzieht, wo man doch beim „großen Bruder“ Tschechien die Erfolge der letzten zwei Jahre sieht.
    Zu den teilnehmenden Ländern: Ich freue mich, dass Tschechien und Ungarn ihre Vorentscheide erweitern (gut, Ungarn mag primär andere Gründe als den ESC haben, bspw. die hohe Popularität der Shows), währenddessen könnte die „Verzwergung“ des litauischen Vorentscheids ihnen auch mal zugute kommen. Das sind doch immer seeehr viele Beiträge gewesen.
    Besonders gespannt bin ich aber wieder auf die Supernova. Ich freue mich richtig, dass sie genügend Bewerbungen bekommen haben, um sich doch noch überzeugen zu lassen. Da bislang nur ein Termin feststeht – gibt es auch nur ein Finale ohne Halbfinale? Das wäre schon schade. Und ich bin mmir recht sicher, dass, falls auch 2020 kein erhoffter Erfolg erzielt werden kann, das Format „Supernova“ endgültig abgesetzt wird. Schade…

    Ich freue mich langsam schon auf die kommende Vorentscheidssaison. 🙂 Runde Nummer 6 kann kommen!

      • Das ist zumindest der offiziell angeführte Grund des Senders, dass in der Slowakai das Interesse des Fernsehzuschauers zu gering ist.

        Das ein Interesse an an einer solchen Show auch geweckt werden kann, scheint der Sender zumindest nicht offiziel zu bedenken…

    • Bisher wurde laut meinen Informationen nur das Finale terminiert, weiter Informationen sollen in nächster Zeit veröffentlicht werden.

    • @Cali: Ich möchte dir wirklich nicht deine Supernova wegnehmen, aber könnte man bitte mal über eine interne Nominierung von Edgars Kreilis nachdenken @Latvia? 🥰😊

      • Ich habe gehört, da läuft im Hintergrund schon die Gründung eines männlichen Superduos mit Edgars Kreilis und Markus Riva als „Br0therz“. 😉

  3. Schade mit Monaco. Wäre lustig gewesen, wenn wir dann 2020 beim ESC all unsere Ex-Vorentscheidteilnehmer wiedergetroffen hätten (Xavier für Monaco, Aly für Schweiz). 😀

    • Und die sIstärz noch mal für uns – das ist nämlich das vage angekündigte Projekt, an dem sie vielleicht zusammenarbeiten.

  4. Hallo Esc ich habe immer in Europa gelebt bis von 3 oder 4 Jahre statt zusammen zu feien…. ihr seit schlimmer geworden.. in Europa die Menschen haben gelitten in die 80 und 90 Jahren bis 2000 durch Jugoslawien Krieg jetzt sind fast alle dabei nur eine nicht wie lange noch… ein Land mit 1.8 Millionen Menschen das ist nicht fehr… durch Musik Menschen können mit einander liebe lernen…. und das ist KOSOVO ❤

    • Ich vermute es wird, was den/die Künstler/in betrifft, eine Direktnominierung gegeben. Beim Lied bin ich mir noch nicht sicher – das könnte theoretisch über einen Vorentscheid geregelt werden. Dafür ist bisher zuviel Zeit ins Land vergangen, um jetzt noch sagen zu können, dass es einen Vorentscheid mit mehreren Leuten gibt.

      • Die Vermutung liegt nahe, ja. Gerade weil die Schweiz im letzten Jahr gezeigt hat, wie man es auch direkt machen kann, selbst wenn man ein ESC-Panel einsetzt.

        Andererseits: nur weil der NDR den mühsamen Weg diesmal nicht geht die Fans und Interessierten in jeden Prozess mit einzubeziehen (das war im letzten Jahr sicher sehr arbeitsintensiv und sicher auch nervig, sich mit dem ganzen Gemecker auseinanderzusetzen), heißt es nicht, das hinter den Kulissen nicht vielleicht schon an einem Vorentscheid gearbeitet wird. Wir haben grad einmal mitte Oktober, letztes Jahr zu dieser Zeit war auch noch nicht viel bekannt. Zudem hat man ja grad nach dem Naidoo-Gate 2016 gesehen, wie schnell dann doch ein Vorentscheid mit unterschiedlichen Künstlern auf die Beine gestellt werden kann.

        Wir müssen wohl einfach noch geduldig sein… 😉

      • Gegen eine Direktnominierung des/r Künstler/in (oder einer Band) hätte ich nichts. Käme auf einen Versuch an. Um die Demokratie zu wahren könnte man ja in der Tat mehrere Songs zur Auswahl stellen. Warum nicht? Andere Länder hatten mit einer Direktnominierung schon Erfolg, natürlich hatten sie auch vielversprechende Acts, und diese wurden von den Experten auch erkannt. Das wäre natürlich wichtig. Hier braucht man Menschen mit „Gespür“. Am besten aus verschiedenen Altersgruppen.

        Aber stimmt schon, erst einmal abwarten, das Spekulieren macht trotzdem Spaß, irgendwie.

      • Ich hab im Grunde auch nichts gegen eine Direktnominierung und wenn der NDR sich hier ein bisschen umschaut ist es auch nicht schwer einen geeigneten Kandidaten zu finden. Der Song sollte aber meiner Meinung nach in einem VE gesucht werden. Wir haben bei Lena 2011 gesehen, dass sowas auch ganz gut klappen kann und da waren es immerhin ganze 12 Songs die zur Wahl standen

  5. Ich weiß gar nicht, warum man so eine Riesenaktion für die ESC-Rückkehr der Türkei gemacht hat. Die Erdogan-Türkei vermisse ich beim ESC so sehr vie Forunkel am Hintern. Wer die Regeln und die Vielfalt des ESC nicht akzeptiert, der braucht auch nicht daran teilnehmen. Ne weitere Diktatur brauche ich auch nicht beim ESC.

    • Aber um Bulgarien ist es dann doch Schade. Zumindest hier ist die (noch) nicht vorhandene Rückkehr bedauerlich. Sie hatten in ihren letzten teilnehmenden Jahren so gute Songs ins Rennen geschickt, dass man von einer Bereicherung des ESC sprechen kann. Liegt das wirklich am Geld, oder wird es bloß als Ausrede benutzt, weil sie einfach keine Lust mehr an einer Teilnahme haben?

      • Die Motivation einer Teilnahme am ESC ist da, es liegt aber leider am Geld. Der bulgarische Sender BNT ist bei der EBU in der Kreide, weil Mitgliedsbeiträge nicht bezahlt wurden, was bei Rumänien auch schon der Fall war und zum Ausschluß von Ovidiu Anton führte.

        Ich bin für eine Rückkehr von Bulgarien und Bosnien-Herzegowina zum ESC. Die Türkei soll erst dann wieder teilnehmen dürfen, wenn Erdoğan nicht mehr an der Macht ist.

    • Vielleicht haben sie ja ihre Teilnahmebestätigung schon an die EBU gesendet aber noch nicht verkündet?? Moldau hat seine Teilnahme 2019 auch nicht gesonders besätigt sondern war letzten Endes auf der Teilnahmeliste der EBU.

  6. Der Gewinner des San-Remo-Festivals im kommenden Jahr wird Italien definitiv auch beim ESC vertreten:

    https://escxtra.com/2019/10/26/sanremo-winner-to-represent-italy/

    Das bedeutet, daß der Gewinner laut aktuellem Reglement seine ESC-Teilnahme nicht revidieren darf, was zuletzt vor drei Jahren bei der Gruppe Stadio der Fall war. Die hatte San Remo zwar gewonnen, trat aber nicht beim ESC in Stockholm an, sondern es war Francesca Michielin.

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