Polen wählt seinen Act für den ESC 2023 am 26. Februar im Vorentscheid „Krajowe Eliminacje“

Ochman beim ESC 2022 – Foto: EBU/Nathan Reinds

Nachdem Polen im letzten Jahr zuerst auf eine interne Auswahl setzen wollte und dann doch noch zu einem Vorentscheid umschwenkte, steht 2023 von Anfang an fest, dass das Land einen Vorentscheid veranstalten wird. Am Sonntag gab der polnische Sender TVP bekannt, dass der Vorentscheid „Krajowe Eliminacje“ im kommenden Februar stattfinden wird und veröffentlichte das Regelwerk.

Bewerbungen können bis zum 15. Januar eingereicht werden. Interessierte Künsterler:innen müssen eine Mp3 des Liedes, das allen ESC-Regeln entsprechen muss, zusammen mit einem ausgefüllten Bewerbungsformular sowie einer Kurzbiographie und Fotos an eurowizja@tvp.pl senden. Aus allen Einsendungen werden anschließend durch eine fünfköpfige Kommission bis zu zehn Acts ausgewählt, die am 25. Januar bekannt gegeben werden. Außerdem behält sich der Sender TVP das Recht vor, eine Wildcard zu vergeben.

Der Vorentscheid selbst wird am 26. Februar stattfinden und wird aus zwei Runden bestehen. In der ersten Runde stimmen eine Jury und die Televoter ab, deren Stimmanteile jeweils 50% ausmachen. Die drei Teilnehmer:innen mit den meisten Stimmen gelangen in die zweite Runde. Dort stimmen Jury und Televoter noch einmal ganz neu ab und der Act mit den meisten Stimmen darf Polen beim 67. Eurovision Song Contest im Vereinigten Königreich vertreten.

Beim Vorentscheid für den ESC 2022 konnte sich Ochman durchsetzen und erreichte in Turin mit seinem Beitrag „River“ den zwölften Platz. Nach drei verpassten Finaleinzügen in den Jahren zuvor war dies ein kleiner Erfolg, auch wenn sich die Polen sicherlich mehr erhofft hatten, wurde der Beitrag doch in den Wetten höher gehandelt.

Findet Ihr es gut, dass Polen in diesem Jahr von Anfang an auf einen öffentlichen Vorentscheid setzt oder sollte das Land wieder zu einer internen Auswahl zurückkehren? Welche polnischen Künstler:innen wünscht Ihr Euch als teilnehmende Acts?


30 Kommentare

  1. Bleibt zu hoffen, das man ein besseres Lied als dieses Jahr auswählt. Fand den Beitrag einfach nur nichtssagend. Den 12ten Platz konnte ich nicht nachvollziehen.

  2. Viel Glück, Polen.🙂

    Allzu oft konnte mich Polen bisher nicht beim ESC begeistern, Michal Szpak hat mir am besten gefallen. Diesen Ochman fand ich ganz schlimm.

    Lasse mich gerne positiv überraschen.

    • Von Belgien hört man das es keine Ausschreibung gibt sondern das mit direkt mit den Plattenfirmen verhandelt wird. Vllt macht der NDR das diesmal auch wer weiß

      • Hoffentlich nicht! Die großen Plattenfirmen (Majors) sind daran interessiert Einnahmen zu generieren! Dies funktioniert wenn ihre Künstler natürlich eine große Hörerschaft haben (über Streaming etc.). Um an eine große Hörerschaft zu gelangen muss man natürlich erst einmal bekannt werden. Und wie wird man bekannt? Wer macht die Hits? Immer noch das gute alte Radio! Und dafür braucht man einen radiotauglichen Song! Dann wären wir wieder so weit wie in diesem Jahr! Gutes Beispiel ist UK 2021 wo der Künstler zusammen mit BMG heraus gesucht wurde! Natürlich hat es bei UK in diesem Jahr mit Sam Ryder, welcher von „Tap Music“ heraus gesucht wurde geklappt, aber erstens ist „Tap Music“ keine klassische Plattenfirma, sondern eher ein Mix aus Label und Künstlermanagement und zweitens kann dies in diesem Jahr -wie ich schon desöfteren erwähnt habe- auch nur eine Eintragsfliege gewesen sein.

      • Der NDR hat zu sehr mit sich selbst zu tun. Ich fürchte es wird mal wieder nur ne interne Entscheidung, über die wir uns dann im Frühjahr so richtig ärgern werden. Und in UK sind se dann alle wieder total schockiert, warum man der Act für Deutschland mal wieder total abgekackt ist. Bin dann gespant welcher Act dann Deutschland blamieren wird.

  3. Erstmal: Hoffentlich kennt Polen bzw. TVP bis zum ESC im Mai (und auch bereits für den JESC im Dezember) die Regeln der Juryabstimmung!

    zum Vorentscheid:
    Bis auf dem Namen ist der Vorentscheid für den ESC 2023 ja eigentlich mit dem für 2022 vergleichbar und mit dem 12. Platz beim diesjährigen ESC kann man auch leben. Also da hat Polen eine gute Platzierung erreicht und es hätte mich gewundert, wenn TVP jetzt wieder zu einem anderen Vorentscheidskonzept, wie eben z.B. einer internen Auswahl, umgeschwenkt wäre. Never change a winning tea..äh…concept! Auch beim JESC gehen sie so vor und lassen die Songs dafür fast nur immer vom gleichen Songwriting-Team schreiben. Und der Erfolg gibt TVP recht mit zwei ersten (2018 & 2019) und einem zweiten (2021) Platz.

  4. Für Donatan & Cleo habe ich 2014 eine SMS abgesetzt. Alle anderen Sachen liefen eher an mir vorbei oder .. mir eiskalt den Rücken runter.

  5. Musikalisch Edyta Górniak – To nie ja (Eurovision 1994) – und optisch Krystian Ochman.

    Meine Mainstream-Bedürfnisse hingegen lechzen nach etwas wie die polnischen Maroon 5.

  6. Eine VE ist immer gut. Ich bin gespannt, ob mich nächstes Jahr der polnische Song mitreißen kann. Die vier Beiträge 1994 – 1997 sind für mich nämlich immer noch besten polnischen Beiträge 🙂

  7. BREAKING NEWS:
    Malta hat (Leider nur) Snippets aller seiner Vorentscheid-Titel für den JESC veröffentlicht.
    „Diamonds in the Sky“ von Gaia Gambuzza ist meiner Meinung nach der beste Song von allen. Fröhlich eingängige Melodie, starke Instrumentierung und eine Destiny-like Künstlerin.
    Auf Platz zwei folgt bei mir die stimmgewaltige Charelle mit der Mid-Tempo-Nummer „The Extra Mile“.

    Hier der Link zu den Songs:

  8. Eigentlich traurig, aber auch typisch für die Kommentare hier seit einiger Zeit, dass es selbst auf diese neutrale MItteilung gefühlt nur negative Kommentare gibt, bis hin zu persönlichen Angriffen.
    Ich wollte selbst ja nichts Negatives mehr schreiben, aber das kann man leider nicht positiv ausdrücken. Also mal wieder der Oberlehrer, aber vielleicht bin ichnicht der einzige mit diesem Gefühl.

    • Ich würde dir dabei Recht geben, dass beim polnischen VE in den letzten Jahren meistens auch wirklich gute Sachen dabei waren. Bin aber erstmal skeptisch, was den Ausgang der Show und das Rahmenprogramm betrifft.

  9. Ich finde der polnische Künstler Ochman wird vakant. Vielleicht weil er besser singen kann als sich nur darstellen wie manch ein anderer ESC-Teilnehmer. Aber das ist auch alles Geschmackssache. Die einen hüh, die anderen hott.

  10. @zwo.2
    das mache ich normalerweise nicht, aber Dein Rechtschreibfehler ist zu putzig. Du meinst „verkannt“. „vakant“ heißt unbesetzt (zb eine Stelle, politische Position).

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