Replay Rotterdam (2): Måneskin aus Italien waren mit „Zitti e buoni“ auch die Televoting-Sieger

„Italy get ready to receive from the public… 318 points”. Mit 318 Punkten ist Italien der Televoting-Sieger des Eurovision Song Contest 2021 und konnte sich so trotz „nur“ eines vierten Platzes im Juryvoting den Gesamtsieg holen. Heute wollen wir in unserer Serie „Replay Rotterdam“ einen Blick auf die Punkte werfen, die Måneskin von den Zuschauern zu Hause erhalten haben.

Italien hat Publikums-Punkte aus allen anderen Ländern erhalten, aus keinem Land gab es Null Punkte. So verteilen sich die Punktzahlen:

  • 12 Punkte (5x): Ukraine, Malta, Serbien, San Marino, Bulgarien
  • 10 Punkte (13x): Frankreich, Spanien, Schweiz, Zypern, Griechenland, Slowenien, Kroatien, Litauen, Polen, Rumänien, Russland, Aserbaidschan, Albanien
  • 8 Punkte (7x): Belgien, Georgien, Österreich, Nordmazedonien, Finnland, Moldau, Estland
  • 7 Punkte (6x): Australien, Lettland, Deutschland, Israel, Portugal, Norwegen
  • 6 Punkte (2x): Tschechien, Irland
  • 5 Punkte (2x): Dänemark, Island
  • 3 Punkte (2x): Schweden, Großbritannien
  • 2 Punkte (1x): Niederlande

Auffällig ist, dass die Anzahl an 12-Punkten gar nicht extrem hoch ist: „nur“ fünf Länder vergeben die Höchstwertung an Italien. Die gleiche Anzahl an „12ern“ können Litauen, Serbien und die Ukraine einstreichen. Obendrein zählt das Televoting von San Marino genaugenommen nicht einmal, weil es nur simuliert wird. Italien hat sich den Televotingsieg eher durch konstant gute Punktewerte im Bereich von 7 bis 10 Punkten erkämpft.

Hier die Verteilung der Punkte noch einmal als Karte:

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2021

Eine klare geographische Verteilung der Punktevergabe ist nicht zu erkennen. Måneskin können hohe Werte in Süd-, Ost- und Mitteleuropa einsammeln. Eine Tendenz zu weniger Punkten gibt es lediglich in Richtung Nordeuropa.

Weil Måneskin durch ihr Televotingergebnis vom vierten Rang im Juryvoting auf den ersten Rang im Gesamtranking springen konnten, erscheint die Summe an Televotingpunkte erst einmal sehr groß. Lässt sich das bei Betrachtung der Gesamtanzahl an Zuschauerpunkten in den letzten Jahren bestätigen? Nachfolgend ist die Gesamtzahl der Televotingpunkte der Televotingsieger aus den letzten fünf Jahren und der prozentuale Anteil der erreichten Punktzahl im Verhältnis zu der maximal möglichen Punktzahl (12 Punkte von allen anderen Ländern) aufgeführt:

Måneskin ordnen sich hier im Mittelfeld ein. Mit Keiino und Netta gab es in den letzten Jahren Televoting-Sieger, die deutlich weniger Punkte erhalten haben, mit Salvador Sobral und Il Volo aber auch Gewinner im Zuschauervoting, die deutlich mehr Punkte einstreichen konnten.

Aus Deutschland gab es 7 Punkte. Damit reihen sich Måneskin auch hier eher im Mittelfeld der bisherigen Punktevergaben aus Deutschland an Italien ein. Mit 12 Punkten haben sowohl Ermal Meta & Fabrizio Moro als auch Il Volo deutlich mehr Anrufe und SMS sammeln können.

  • 2019 (Mahmood): 6 Punkte
  • 2018 (Ermal Meta & Fabrizio Moro): 12 Punkte
  • 2017 (Francesco Gabbani): 4 Punkte
  • 2016 (Francesca Michielin): 1 Punkt
  • 2015 (Il Volo): 12 Punkte

Dass das Televotingergebnis nicht nur eine Momentaufnahme ist, sondern eine generelles Gefallen an der Musik von Måneskin widerspiegelt, zeigt sich auch in der View- und Streamingzahlen nach dem Contest: Das Video mit dem Liveauftritt von „Zitti e buoni“ hat mittlerweile 47 Millionen Aufrufe, der Song ist genauso wie „I Wanna Be Your Slave“ immer noch in den Spotify-Global-Top 50 platziert und auch in den offziellen deutschen Single- und Albumcharts konnten Måneskin einsteigen.

Ist die hohe Anzahl an Zuschauer-Punkten für Måneskin berechtigt? Hattet Ihr schon vor dem Contest damit gerechnet, dass die Band so gut beim Publikum abschneiden wird? Wie hättet Ihr es gefunden, wenn es für Måneskin trotz Televoting-Sieg nicht für den Gesamtsieg gereicht hätte?

Bereits in der Serie „Replay Rotterdam“ erschienen:


171 Kommentare

  1. Da ich von den Juries nicht viel halte, finde ich es immer gut, wenn der Televotingsieger gewinnt.
    WIR SIND DAS VOLK

  2. Na ja, was heißt hier „nur 5 x 12 Punkte“?? Es kommt ja schließlich nicht darauf an wie oft man die Höchstwertung kassiert sondern wie viele Punkte man insgesamt hat. Allein die hohe Anzahl von 10 und 8 zeigt dass der Song sehr großes TV-Appeal hatte. Serbien dagegen hatte zwar auch 5 x 12, das waren allerdings entweder Länder des früheren Jugoslawiens oder mit Österreich und Schweiz Länder mit großer serbischer Diaspora, ansonsten höchstens Kleckerbeträge.

    Von daher geht der Sieg Italiens völlig in Ordnung für mich, es ist zwar nicht mein Lieblingstitel Italiens aber die Performance hat mich dann irgendwie doch mitgerissen. Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr, wo auch immer der ESC in Italien ausgetragen wird.

  3. Um ehrlich zu sein: Vor dem ESC habe ich schon damit gerechnet, dass Måneskin gut abschneiden werden, allerdings hätte ich jetzt nicht mit einem Sieg gerechnet. Da bin ich doch (angenehm) überrascht, obwohl mir Blind Channel noch einen Tacken besser gefallen hat. 🙂

    Natürlich ist es immer ein gutes Zeichen, wenn der Televoting-Sieger auch der Gesamtsieger ist. Macht sich für die Akzeptanz doch besser, meine ich.

    Die Juries sind ja eingeführt worden, um für mehr Gerechtigkeit zu sorgen, aber sie sind ja auch oft „befangen“, also könnte man auf sie auch wieder ganz verzichten, wie ich finde.

    • Bei der Sache mit den Juries stimme ich dir zu! Habe ich ebenfalls schon mal letzte Woche hier in einem Kommentar geschrieben, dass die nicht so richtig hilfreich sind!

  4. Korrektur: Die Karte von Berenike zeigt nicht die Televotes, sondern die Luftdruckverteilung Mitte Mai über Europa! Es ist deutlich ein nordatlantischer Tiefdruckkeil zu erkennen, der von Island kommend, über UK und NED ziehend, Skandinavien & Mitteleuropa erfasst hat!

  5. Eine klare geographische Verteilung gab es beim Juryvoting:

    Alle Jurys westlich von Deutschland hat keine bis kaum Punkte für Maneskin vergeben.
    (GB, IR, DK, NL, BE, FR, SPA, PO)
    Ist auf der gleichen Wikipedia Seite schon auffällig

    Und sie haben natürlich jeden einzelnen Televoting-Punkt mehr als verdient

    Und sie sind ein absoluter Glücksfall für das Image des ESC weltweit.
    Nach Duncan wieder ein Act der international durch die Decke geht, was will man mehr als Fan

    • Duncan ist ein Act, der international durch die Decke ging? LOL, wo denn – in Belgien? In den USA ist der Song trotz TikTok-TamTams und Ellen bislang soweit ich weiß nicht gechartet.

      • US-Billboard-Charts: Peak: 78 Aktuell 88
        Dazu dann noch mehrere Platzierungen in den verschiedenen Kategorie-Charts wie Adult Contemporary, Mainstream und Adult.

      • OK danke für’s Chart-Update, da war ich hinterher – dennoch kaum der große Durchbruch. Hat Arcade ja zu meinem Erstaunen nicht mal in D geschafft, wo solches Gejammere sonst gerne im Radio gespielt wird (alerdings eher auf Deutsch).

      • Nun, der Song kam in diesem Jahr (wohl Tik-Tok-bedingt) wieder in einige Hitparaden hinein, im UK hat er, nach einer kurzen Stippvisite 2019, dieses Jahr seine Höchstposition erreicht (Platz 29, also besser als Lenas „Satellite“), und in Deutschland kam er mit Platz 35 nahe an seine damalige Höchsposition 26 ran. Das Besondere an diesem Jahr ist, dass er sich in beiden Hitparaden viele Wochen in den Charts gehalten hat bzw. noch hält (in D seit Februar), während sonst ESC-Titel nach ihrem Einstieg auf der Höchstposition sehr schnell wieder aus den Top100 rausfallen.

      • @4porcelli
        Na, global platinum mit über 1 Milliarde streams weltweit muss man erstmal schaffen

  6. Da zeigt sich wieder wie hoch das Televoting 2015 für Il Volo war.
    Ich meine prozentual das HÖCHSTE Televoting im gesamten Esc

  7. Nur 5×12 finde ich übertrieben, es gibt halt nicht jedes Jahr ein Sobral, eine Loreen oder ein Ryback die alles abräumen.
    Diese Tabelle erinnert mich nur daran das ich Il Volo überbewertet finde.

  8. Sehr interessante Einblicke, vor allem, welche italienischen Beiträge beim deutschen Publikum besonders gut ankamen. Danke und Saluti aus Italia!

  9. Maneskin hat ganz sicher nicht wegen dem song gewonnen. Viele wollen vordergründig halt mal was anderes und veränderung liegt im trend. Ich kann diesen song nicht hören und die freude am esc ist mir momentan(?) sehr vergangen.

      • Mit 267 bzw. 218 Televoting-Punkten haben sich auch viele für die Ukraine und Finnland entschieden. 😉

      • Ich denke, alle 3 (Fin,Ita,Ukr) haben die aktuelle Stimmung der meisten Europäer am besten getroffen – und Italien hatte dabei das beste Paket am Start.
        Florian hatte das ja gut prognostiziert, es wird heuer keine Ballade gewinnen.
        Barbara hat es mit ihrem tollen Auftritt ja trotzdem beinahe geschafft.

    • Mir geht es mit diesem Song ähnlich, dazu noch der finnische Krach auf 6. Mich frustet aber viel mehr, von so vielen Fans lesen zu müssen, dass dieser Song ein Gewinn für den ESC sei, während ein Sieg Frankreichs oder der Schweiz ein Rückfall in alte Zeiten gewesen wäre. Warum lehnen ESC-Fans diese „alten Zeiten“ so sehr ab? Wegen mir braucht der ESC nicht zu einem Anziehungspunkt für Wacken-Fans zu werden (welche diejenigen, die über alte Chanson-Grand-Prix-Zeiten die Nase rümpfen, noch verstärken dürften).

      Dass ich insgesamt gerade aber trotzdem nicht gefrustet bin, liegt daran, dass meine Top 3 alle in den Top 10 gelandet sind (2, 5 und 8 – wann gab es das schon mal?) und ich die meisten anderen Top-10-Songs inzwischen auch sehr mag, insbesondere auch Platz 3, und eigentlich war der gesamte Jahrgang eh sehr hochwertig. Toll auch, dass auf den Plätzen 1 bis 3, 5 und 9 keine englischsprachigen Beiträge gelandet sind.

      • Zum Glück gibt’s die tatsächlich auch 🙂 . Das habe ich ja auch nicht ganz ausgeschlossen. Ok, zumindest nicht mit meinem zweiten Satz, aber zugegebenermaßen hätte im dritten Satz in der Tat vor „ESC-Fans“ ein „viele“ rein müssen, so klang das zu verallgemeinernd, sorry!

      • @Thomas M (mit Punkt)

        Mir gefällt sowohl Italien als auch Frankreich und die Schweiz. Selten war ich so einverstanden mit den TOP 3.🙂

      • @Thomas M.:
        Ich wundere mich ein wenig, wie oft und redundant teilweise du hier schreibst, dass du mit Italien als Sieger 2021 nichts anfangen kannst. Du musst das Lied ja nicht mögen, das ist total okay. Aber wenn man hier was gegen die Sisters oder Jendrik schreibst, bist du aber sofort auf dem Plan.
        Warum ist es dann aber okay, dass du ständig wiederholst, dass das Lied aus Italien Krach ist (und Finnland natürlich auch, eh klar) und dass du das nicht als Sieger akzeptieren kannst/möchtest, der international gut ankommt?

        Du forderst zurecht mehr Toleranz und Fairness gegenüber Sisters und Jendrik, dann üb du sie doch einfach auch mal. Wäre ein sympathischer Anfang.

      • „Warum ist es dann aber okay, dass du ständig wiederholst, dass das Lied aus Italien Krach ist (und Finnland natürlich auch, eh klar) und dass du das nicht als Sieger akzeptieren kannst/möchtest, der international gut ankommt?“

        Ich versuche mal, Deine Frage zu beantworten:

        1. Wo habe ich je geschrieben, dass ich das Lied nicht als Sieger akzeptieren kann/möchte? Ich ärgere mich darüber, dass es gewonnen hat, aber das ist was ganz Anderes. Ich habe mich öfters schon über ESC-Sieger geärgert (nicht übrigens 1989, Rivas Sieg war einer meiner schönsten Grand-Prix-Momente, trotzdem komme ich damit klar, dass das immer als ein Beispiel für einen „unverdienten“ Gewinner angeführt wird). Aber noch nie habe ich einen Sieg „nicht akzeptiert“.

        2. Es ist ein Unterschied, ob man Kritik als Minderheitenmeinung zum Ausdruck bringt („Zitti e buoni“, das anscheinend fast alle toll finden) oder ob man sich zu etwas negativ äußert, wo eh schon viele draufgehauen haben (S!sters, Jendrik).

        3. Ich habe hier nie etwas persönlich gegen die Gruppenmitglieder von Maneskin gesagt, ich habe sogar geschrieben, dass mir sympathisch war, wie sie sich über ihren Sieg gefreut und dass sie dem ESC ein Orchester wie in San Remo empfohlen haben.

        4. Ich habe lediglich meine Meinung zum Lied zum Ausdruck gebracht, und wenn ich das als Krach empfinde, dann darf ich das auch hier schreiben, auch wenn es nicht Deiner Meinung entspricht. Die paar Mal, bei denen ich das erwähnt habe, sind in einer völlig anderen Dimension als die „Sister“- oder „I don’t feel hate“-Verrisse, die hier zu lesen waren/sind.

      • @Thomas M

        Nicht böse gemeint, aber irgendwie mußte ich an Dich denken, als Måneskin gewonnen haben. Ich finde den Song ja gut, aber ich mag es ja auch ab und zu ein bißchen progressiver. Ich kann aber schon nachvollziehen, dass sich die Euphorie bei einigen Fans in Grenzen hält. Aber ich glaube nicht, dass der ESC deshalb gleich zu zweiten Wacken mutiert.🙂

      • @Thomas M.:
        Punkt 2 kann ich nachvollziehen.
        Mit Punkt 4 bestätigst du aber meine Ansicht, dass „Italien ist Krach“ okay ist, „IDFH ist doof“ aber nicht okay ist. Es macht für dich ja die Menge. Wenn man dieser Argumentation folgt, dürftest du noch ein paar Mal deinen Frust über Italien rauslassen.
        Aber wie wärs denn, wenn man sowohl das eine als auch das andere mal lässt und mal over it gettet?

      • Ich muss jetzt einfach nochmal Jorges Rezept von unten üben, damit ich’s nicht gleich wieder verlerne, auch wenn es in diesem Fall eh nur mein eigener „Antwort“-Knopf gewesen wäre, auf den ich gedrückt hätte. Es steht jetzt tatsächlich da „Schreibe eine Antwort zu Andi“ 🙂

        Danke für Deine Antwort und fürs Akzeptieren von Punkt 2 (Du nimmst ja sympathischerweise auch öfters mal Minderheitenpositionen ein). Zu Punkt 4: Keine Angst, ich habe nicht vor, in der Menge aufzuholen. Mir ging’s mit diesem Kommentar eigentlich auch weniger um den „Krach“ – daher hätte ich mir dieses Wort in der Tat verkneifen können, aber ich wollte wohl einfach sicher gehen, dass mich auch wirklich niemand für einen „Zitti e buoni“-Fan hält 😉 Mir ging’s eher um die Haltung, die ich, vielleicht etwas übersensibel, aus doch gar nicht so wenigen Kommentaren herauslese und die ich jetzt etwas überspitzt wiedergebe als: „Alles, was den ESC weg von seinen Wurzeln führt, ist gut.“

        „IDHF ist doof“ zu schreiben ist völlig ok, wenn die Kritik sonst einigermaßen fair geschrieben ist. Und ein klein bisschen verstehen kannst Du es vielleicht ja doch, wenn ein Nicht-Rock-Fan (um es nett zu formulieren) diese Art von Musik bisweilen als „Krach“ empfindet. Bei Finnland habe ich übrigens mal die Synthie-Passagen gelobt, allerdings hat im Finale Italien Finnland bei mir überholt, weil ich Maneskin sympathischer fand als Blind Channel und weil italienisch halt einfach eine schöne Sprache ist.

        Ich arbeite schwer daran, mein Weltbild so anzupassen, dass es offensichtlich doch eine Menge ESC-Fans gibt, die diese Art von Musik mögen (bei dieser Gelegenheit: danke auch für Deinen Kommentar, Gaby) 🙂

  10. Sorry, aber die Frage, ob „die hohe Anzahl.an Zuschauerpunkten berechtigt“ ist, finde ich schon ziemlich grenzwertig.. Diese Abstimmung ist für mich eine der demokratischsten Überhaupt und dem Juryvoting tausendfach überlegene., was die Auswahl der 26 Titel angeht. Lediglich das Kappen der Punkte für die Plätze 13 – 26 ist ungerecht. Aber zu hinterfragen, ob das Ergebnis gerechtfertigt ist, ist imho ein bisschen anmaßend. Die Frage stellt sich einfach nicht.

    • Ich geb dir recht, was das Kappen der Punkte angeht ab dem 11.! Platz (Es bekommen ja nur die ersten 10 Punkte, da 9 und 11 Punkte nicht vergeben werden). Gerecht ist das nach hinten hinaus nicht, wenn der Song der im Televoting z.B. an 13. oder 14. Stelle liegt bei der Punktevergabe genauso 0 Punkte zu hören bekommt, wie der im Televoting an 25. oder 26. Stelle liegende und der Eindruck entsteht beide Songs wären gleich schlecht beim Publikum angekommen

  11. Nicht dass Italiener je besonders votingverrückt gewesen wären, aber: In keinem seiner großen Diaspora-Länder hat Italien die 12 Punkte vom Publikum abgesahnt. 10 waren es bei FRA/SUI, mittelhohe bei BEL/DEU/AUS, nur Krümel aus UK.

    Aber klarer Fall von Blockvoting: Die höchsten Wertungen kamen aus oströmischen Zerfallsstaaten. 😉 Inklusive 10 Televotingpunkten aus Aserbaidschan – shocking surprise.

    • In dem Fall hat glaube ich tatsächlich die Jury unseren Ruf mit 12 Punkten für Mahmood gerettet.

  12. Ein paar von Euch scheinen ganz schön tief in der PED zu stecken und vielleicht auch das ein oder andere Komma zu wichtig zu nehmen (oder auch die ein oder anderen Anführungszeichen nicht wichtig genug). Wenn man die Kommentare ließt und den Artikel nicht kennt, könnte man glatt meinen hier hätte jemand geschrieben, dass der Sieg von Måneskin ungerechtfertigt gewesen wäre.

  13. Ich verstehe die Überschrift nicht. Wieso „das Televoting auch gewonnen“? Sie haben das Televoting gewonnen, das Juryvoting nicht. Da waren sie „nur“ auf Platz 4. Obwohl Italien nicht mein Favorit war, bin ich froh das der Televotingsieger auch der Gesamtsieger ist. Mit nem Top 10 Platz für Italien habe ich gerechnet, aber Sieg? Nein. Da waren für mich Frankreich und Schweiz besser. Aber so ist es halt eben. Hoffentlich wird der ESC 2022 besser als der von 1991 bezüglich Gastgeber.

    • Die Formulierung macht’s.
      Klar geht man davon aus, dass der Sieger die meisten 12 Punkte Wertungen geholt hat, wie zB Griechenland 2005 insgesamt 10 Mal die Höchstwertungen kassiert hat. Aber Duncan hat ja noch weniger Höchstwertungen im Televoting abgestaubt als Maneskin, genauso wie Aserbaidschan 2011. Entscheidend ist vielmehr, dass ein Lied ÜBERALL in Europa punktet. Und genau das hat Zitti e buoni 😉
      So hätte man in dem Artikel noch hervorheben können, dass Italien in über 25 Ländern in der TOP 3 des Televotings lag. Nicht zu vergessen, dass Zitti e buoni hierbei in JEDEM Land punkten konnte. Das unterstreicht letztendlich die Qualität des Songs/der Show/der Kombi aus beidem, unabhängig vom persönlichen Geschmack.

      • Dass sie in jedem Land punkten konnten steht aber im Text drin.

  14. Spotify Global Charts von gestern:

    #21 Måneskin – Zitti e Buoni
    #24 Måneskin – I wanna be your slave
    #138 Måneskin – Beggin‘
    #175 Måneskin – Coraline

    Måneskin haben damit im Moment 4 ihrer Lieder unter den 200 meist gehörten pro Tag – und das 2 Wochen nach dem ESC. Der Siegersong sinkt langsam ab (Höchstposition war 9), hält sich aber immer noch sehr gut in fast allen Charts in Europa. Es zeigt sich also, dass sich der Erfolg von Måneskin nicht auf den ESC beschränken wird, sondern vermutlich weit darüber hinaus in nächster Zeit.

    Alle anderen ESC Songs sind nach ca. einer Woche aus den Top 200 gefallen, zuletzt SHUM aus der Ukraine.

  15. Wenn man hier einige Kommentare liest, könnte man meinen es sei Welttag der Erbsenzähler, Haarspalter und Griesgrame. 😉

    Ich gehöre übrigens zur FRA + ITA 2021-Fanfraktion. Sind mein erster und dritter Platz, dazwischen puffert die Ukraine. 😀

    • Am liebsten wäre mir, man würde Deutschland mal wieder in diese Regionen der Tabelle zu sehen und nicht immer ganz weit hinten. Ich hoffe das vielleicht nächstes Jahr, mal wieder gut wird für Deutschland.

      • Das wäre natürlich schön für Deutschland, aber für mich ist es wichtiger, dass ich genug Futter für meine ESC-Playlist bekomme; wo das Futter herkommt, ist mir dann schlussendlich egal. 😀

    • Ich komme auf 74 Erbsen, beim Haarespalten habe ich mich leider ziemlich ungeschickt angestellt (ich brauche dafür wohl eine kleinere Spezial-Axt), dafür hat der Grießbrei prima geschmeckt 🙂

    • Dieser Welttag ist glaube ich auf ESC-Blogs mindestens 1x die Woche verpflichtend.

  16. Ich hätte nicht mit 300+ Punkten für Maneskin im Televoting gerechnet, mich hat jedoch das Juryvoting mehr überrascht (hätte da eher ein Ergebnis erwartet, was Litauen bekommen hat), was die Siegchancen eröffnet hat. Das Paket aus Band, Auftritt und Song hat am meisten überzeugt. Sehr schön, dass sich das auch in den globalen Charts zeigt, umso mehr schmerzt es mich ja schon, dass ich da keine persönlichen Aktien drin habe, obwohl ich es sehr gut finde, dass ein Rocksong mal wieder den ESC gewonnen hat. Nach Sichtung der X-Factor Auftritte denke ich, dass mir der Sound der Band nicht liegt. Das ist mir doch ein wenig zu krawallig-punkig.
    Außerhalb dieser subjektiven Wahrnehmung kann ich jedoch auch nur sagen, dass Maneskin ein sehr guter Sieger ist und hilft das Image in den westeuropäischen Ländern zu verbessern.
    Was mich leicht irritiert ist das überraschende Gefälle zwischen West und Osteuropa. Meine erste Hypothese wäre eine geringere Tradition von Rockmusik und dementsprechend der größere Wunsch nach Repräsentation und anderer Zuschauerzusammenstellung im Vergleich zu westeuropäischen Ländern (wo Rockmusik in der Jugend ja inzwischen eher ein Nischendasein fristet und der ESC traditionell anders belegt ist). Kann aber gerne zerpflückt werden mit besseren Argumenten^^

    • Italien hat sich den Sieg aufgrund der Ergebnisse der letzten Jahre, dann auch mal verdient. Im Rockduell hatte für mich eindeutig Finnland das bessere Lied. Okay, jetzt hat Italien den Sieg, den sie schon so oft in den letzten Jahren knapp verpasst haben. Bin mal gespant ob es ihnen dann 2022 so ergeht, wie so vielen Hostcountries in den letzten Jahren, nämlich das sie weit hinten landen.

    • Mal was anderes: Wie weit bist Du denn inzwischen mit Deinem ESC-Rückwärtsgangprojekt? Ich überarbeite heute meine 1968-Liste. ❤ Das Wetter lädt zum Verweilen im Hause ein …

      • 1972. Ich komme aktuell auch nicht wirklich voran. Das Wetter hier ist zwar auch nicht optimal, aber mir kommen gerade andere Leidenschaften dazwischen😅

      • Das kann passieren … Ich habe in den vergangenen 2 Wochen meine montenegrinischen Reisetagebücher Korrektur gelesen …

  17. Man ist so machtlos als ESC- Fan hierzulande. Ich freue mich sehr über den Erfolg der Italiener. Ein Hit ist so oder so immer eine gute Werbung für unser tolles Hobby. Was mich nun brennend interessiert ist, wie geht es in Deutschland weiter. Man ist einfach nur machtlos und muss das hinnehmen, was uns präsentiert wird. Es läuft in Deutschland doch nur noch so ab: nach der Krise ist vor der Krise.

    • Da der Beratervertrag so ich das richtig verstanden habe noch 1 weiteres Jahr läuft, geht es wohl erst mal mit Juries und Songwriting-Camps weiter. So es nicht wieder zu einem Glückstreffer wie Michael Schulte kommt, würde dann für 2023 wieder mal ein Neuanfang ausgerufen werden.

      • Verträge kann man vorher kündigen. Das mit den Juries und Songwriting Camps hat nix gebracht. Also weg damit. Vorentscheid her.

  18. Off Topic

    Ich habe überlegt… Embers ist eigentlich ein ganz guter Song… (abgesehen von Interpretation und Performance)
    Definitiv in meinerm Top 5 (ok, vielleicht Top 10).

    • Ich find’s langweilig. Als Lied ’ne typische 6/12 (= tut nicht weh, braucht die Welt aber auch nicht), aber dann gab es leider noch Abzüge für den Liveauftritt. 🙁

    • Gut, aber nicht gut genug um viele Votes zu bekommen, dafür ein bisschen zu stromlinienförmig. Der Auftritt hat es dann endgültig gekillt, davor hatte ich noch gedacht, dass das überraschend gut fürs UK werden kann

      • Ich fand das der Auftritt sehr lustlos wirkte. Ohne Dynamik. Lag aber auch am Sänger. Der Song passte überhaupt nicht zum Sänger. Im Video konnte man das ganz gut kaschieren, nicht aber beim Liveauftritt. Aber ich denke es gibt in ganz Europa Vorbehalte gegen UK. Wer Europa nicht will, der hat auch beim Eurovision nix mehr verloren.

    • Doch, „Maneskin aus Italien waren mit ‚Zitti e buoni‘ auch die Televoting-Sieger“, nicht nur die Sieger der Gesamtwertung.

      • Oh peinlich, ich hatte auf „Antwort abbrechen“ gedrückt, als ich die Kombination „das Gesamtwertung“ entdeckte, und freute mich, dass diese Antwort dann tatsächlich nicht erschien, es wäre das erste Mal gewesen. Nun, jetzt ist sie ja doch erschienen. Und ich habe in diesem Thread jetzt wirklich genug Kommentare für heute geschrieben …

  19. @Togravus: Nein für mich ist die Platzierung von Deutschland wichtig. Die anderen Lieder, so gut wie sie auch waren, vergesse ich dann schnell nach dem ESC. Leider war der ESC, aus deutscher Sicht, mal wieder zum vergessen. Ob der Siegersong ein Hit wird, ist mir relativ egal. Aber als deutscher Fan ist man Kummer gewohnt.

    • Ich kann das nachvollziehen… Obwohl… für mich ist vor allem wichtig, dass ich den italienischen Beitrag gut finde, abgesehen von den Endplatzierung.
      In den letzen Jahren war vor allem mit Marco Mengoni, Francesca Michielin, Mahamood und Maneskin der Fall.

    • Was Deutschland angeht… finde ich vor allem Schade, dass es seit langem keinen Beitrag auf Deutsch mehr gibt. Aber ok….

      • ich habe nix gegen Englische Songs, aber warum es nicht mal in Songs in Deutsch versuchen. Ich verstehe nicht, wie ignorant der NDR diesbezüglich ist. Von den besten 5, waren 4 in Landessprache. Also Mut zur Landessprache. Das Lied muss natürlich auch gut sein.

      • Im Endeffekt ist es egal,ob der Song auf Englisch oder in Landessprache geschrieben ist. Beides kann funktionieren. Wichtiger ist die Qualität des Songs, jemand der/die den Song überzeugend interpretieren kann und ein Staging, dass den Song hebt. Die Sprache entscheidet erst nachrangig über Erfolg oder Misserfolg.

      • In meinem Umfeld bin ich der einzige Fan, und wenn man sich mal über den ESC unterhält, ist das erste, was ich höre, dass allgemein bedauert wird, dass viele Songs mittlerweile auf Englisch dargeboten werden. Finde ich interessant, dass es auch Leuten extrem auffällt, die den ESC, wenn überhaupt, nur einmal im Jahr verfolgen.😉

  20. „Die anderen Lieder, so gut wie sie auch waren, vergesse ich dann schnell nach dem ESC.“

    Also, ich habe sogar noch einige internationale Beiträge des 1956-Jahrgangs in meiner Playlist: „Messieurs les noyés de la Seine“ und „Ne crois pas“ z. B. … aber auch der deutsche „Wartesaal“ tummelt sich dort noch immer. ❤

    • Mir bleiben nur die ESCs in guter Erinnerung, wo auch Deutschland gut abgeschnitten hat. Also für mich sind die ESCs z.bsp von 2010, 2011, 2012 und 2018 unvergessen. Die anderen verdränge ich.

      • Oh je, das ist schade, escfan05, wenn Du Dir die ESCs nur durch die Deutschland-Brille anschaust, scheinst Du ja an den meisten ESCs sehr wenig Freude zu haben.
        Wenn Du Dich einfach an der Musik und den Auftritten erfreust, wird es Dir bestimmt viel mehr Spaß machen.😉

  21. Ich hätte so gern wieder einen deutschen Beitrag, wo fast ganz Deutschland mitfiebert. Wie schön war das 1998, 2000, 2004, 2006, 2010 und 2011. Das ist sooo lange her. Der NDR kann es nicht mehr! Wir Fans waren nun wirklich sehr nachsichtig. Schreiber hat 1000 Chancen bekommen. Es geht einfach nicht mehr. Ich habe in einem ironischen Beitrag davon geschrieben, der NDR wird zeitnah News bekanntgegeben. Und genau dieses „zeitnah“ hat Frau Wolfslast nun in den Mund genommen. Wir Fans können doch nicht zuschauen, wie der ESC Jahr für Jahr Stück um Stück ruiniert wird. Wenn die ARD keinen Bock mehr hat, gebt es dem ZDF. Die würden es mit Kusshand nehmen.

    • Fast ganz Deutschland? 1998 haben ich und fast alle Menschen, die ich kenne, Guildo Horn die Pest an den Hals gewünscht. Was für eine geschmacklose Nummer!

      Dafür haben wir 2007 ganz enthusiastisch mitgefiebert. 😍

      • Ach 2007, fand ich damals als Kind furchtbar dröge und dann erst die beleidigten Leberwurste in Deutschland. Angeblich soll „Frauen regieren die Welt“ auf Platz Eins beim Backup Juryvoting gelandet sein, was ich durchaus für realistisch halte und ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass der NDR einer der druckvollsten Verfechter für das 50/50 Voting war, genauso wie bei der Umstellung auf das aus dem Mello bekannte System 2016

      • Für Kinder war DEU07 natürlich nichts. Das kann ich verstehen. Ich habe Roger Cicero dann 2009 oder 2010 live gesehen. War ein fantastisches Konzert.
        Und die Leberwurstreaktionen in Deutschland kann man dem Künstler ja auch nicht ankreiden. Soviel ich weiß, hat Herr Cicero sich nicht daran beteiligt.

      • Inzwischen ist das auch in meinen Jahrgangstopten, was gerade nach der Jahrtausendwende immer seltener geworden ist^^
        Er hat das auch sportlich genommen, aber die Episode zeigt gut die Mentalität, die hier bezüglich im Feuilleton und bei Künstlern über den ESC vorherrscht und den Einfluss den Deutschland bei der EBU hat(te?)

      • Die Leute verstehen einfach nicht, dass ein guter Beitrag beim ESC keinen Erfolg garantiert, und dass die Welt nicht untergeht, wenn man mit einem guten Beitrag mal zwischen Platz 15 und 20 einkommt.
        Deutschland hat ja Ende der 1990er auch den Wechsel auf Televoting unterstützt, weil unsere tantanhaften Beiträge der 1990er Jahre meist nicht gut ankamen. Und dann hat man mit Herrn Horn die Richtung vorgegeben, in die sich der ESC entwickeln sollte, weg von musikalischer Qualität und hin zu dümmlicher Unterhaltung.

      • Garantien gibt es beim ESC nicht, aber mit einem guten Beitrag (die letzten Jahre haben bewiesen, wie vielfältig das sein kann), der stimmig ist, steigen die Chancen, dass man regelmäßig weiter vorne landet (siehe Italien, Ukraine, Schweden bis zur Sinnkrise).
        Unsere tantenhaften Beiträge wurden ja entweder von Ralph Siegel geschrieben oder von Leuten, die davor und danach nie wieder die Öffentlichkeit gesehen haben und waren puh. (1994 stach immerhin heraus, weil es was flottes war, aber fünf Jahre vorher oder später auch eher ein Kandidat für das hintere Drittel statt Platz Drei(!)).
        Ob Horn jetzt Fluch oder Segen für den ESC war oder beides könnte man stundenlang diskutieren. Eine goldene Phase des ESC war die reine Televoting Ära aber sicher nicht

      • Momentan scheinen wir tatsächlich in einer Qualitätisttrumpfphase des ESC zu sein. Möge sie möglichst lange dauern. 👏
        Für mich hat Schweden übrigens bereits 2000 den Faden verloren. Danach mochte ich nur noch The Ark, Loreen und Frans … und seit kurzem auch Sanna, aber das liegt wohl daran, dass ich langsam in die Jahre komme und mehr und mehr für Tantenhaftes anfällig werde … 😉

      • Ausgerechnet Frans finde ich aus der gut gemachter Plastik-Pop Fraktion der Schweden (der Beginn davon war 2004 und dann eigentlich durchgängig ab 2011, davor noch 2006 und 2008) persönlich am schwächsten. Ich kann jedes Argument gegen die schwedischen 2010er Songs auf persönlicher Ebene nachvollziehen, vor allem wenn es um Seelenlosigkeit geht, aber es sind alles gut gemachte Nummern (manche mehr, manche weniger). Nach dem Ingrossodebakel, was weniger mit dem Song als mit der Präsentation zu tun hatte, haben sie aber vollkommen den Faden verloren. Einmal konnte das ein charismatischer Sänger kaschieren, aber nicht zweimal^^

      • Ich werde lieber mit ‚O jardim‘ Letzter als mit dem Nusseckengehampel Siebter.

      • Ich finde toll, dass Guildo noch über 20 Jahre später so intensive Reaktionen hervorruft. Ich war damals und bin heute noch der Meinung, er war das Beste, was dem ESC in Deutschland in der Situation passieren konnte. MEIN Interesse am ESC war in den 90ern jedenfalls auch minimalst, der Begriff ESC war bis dahin toxisch verseucht. Und sorry, auch wenn ich das intime Stück „O jardim“ ebenso mochte, war das kein sphärisch magisch einmaliges Stück Musikgeschichte. Natürlich zu schlecht im Voting weggekommen, aber 2-3 solche Nummern am Stück entsandt und man kann den Laden zuschliessen. Klar, hast du das nur als Beispiel genannt, artifizielle Musik KANN mal toll sein – die Dosis macht’s aber. Ich würde es jedenfalls nicht als Generalargument heranziehen.

      • Das ist kein Guildophänomen. Ich kann über alle ESC-Beiträge emotional diskutieren. Das ist doch der Spaß an der ganzen Sache. 😀

      • Sollst du doch auch. 🙂

        Ich fand diese Beendigung der Vereinnahmung des ESC und damit verbundenen, aufkeimenden Verlustängste eine durchaus eine kulturelle Errungenschaft! 😉

      • Ich kann ganz ohne irgendein Problem oder irgendeine Hemmung all die tantenhaften deutschen ESC-Beiträge der Vorguildoperiode (1985 – 1997) UND Guildo selbst ganz schlimm finden. Schließt sich ja nicht gegenseitig aus. 😀

      • Damals war Deutschland so wie die Briten heute immer noch sind: keiner mag uns und beim ESC ist es eh eine politische Abstimmung. Schlechte Verlierer eben.

      • Es ist ja wohl eine sehr logische Angelegenheit, dass gute Lieder und schlechte Lieder in der langen Geschichte des ESC gewonnen haben. Genauso sind schlechte und gute Lieder hinten gelandet. So ist das eben. Und überhaupt was ist gut und schlecht? Über Geschmack lässt sich nun überhaupt nicht streiten. Weil es gut und schlecht gar nicht gibt.

      • Natürlich gibt es gute und schlechte Musik, genauso wie es gute und schlechte Romane oder Gedichte gibt (bin Literaturwissenschaftler). Das eine ist der persönliche Geschmack, der wie die Liebe immer recht hat, aber der hat überhaupt nichts damit zu tun, ob etwas technisch/ästhetisch gut gemacht ist oder nicht. Wenn es diesen Unterschied nicht gäbe, wären ja auch die ESC Jurys überflüssig.

        Ich gebe Dir mal ein Beispiel aus einem Bereich, in dem ich mich auskenne: Christoph Ransmayrs ‚Die letzte Welt‘ ist ein großartiger Roman und Thomas Meineckes ‚Tomboy‘ ist ein schlechter Roman. Da gibt es keine 2 Fachmeinungen, aber wenn ein Laie ‚Tomboy‘ besser findet als ‚Die letzte Welt‘ ist das persönlicher Geschmack und vollkommen i. O.

      • Jetzt hatte ich den inneren Drang nach Thomas Meineckes Roman „Tomboy“ zu recherchieren. Danke dafür.
        Ansonsten stimme ich deinem Kommentar hier auch zu. Ich versuche auch wieder deutlicher zu machen, wann ich eher von der Wertigkeit des Songs spreche, als von meinem persönlichen Geschmack. Manchmal unterscheidet sich das deutlich. (Dieses Jahr zum Beispiel Manizhas Beitrag oder eben Roger Ciceros 2007er Beitrag)

      • Gerne geschehen. 😀

        Bei mir liegen manchmal Abgründe zwischen persönlichem Geschmack und Qualität. Stichwort: CYP05. 😍

      • Da schlägst Du mich ganz eindeutig in der Kategorie Abgrund … Laying down my armour ♫♪♫

      • Bei 2009 kontere ich mit ALB und SRB. HA! Jetzt bin ich aber auf Deinen nächsten Zug gespannt. 💃💃

      • Habe gerade gesehen, dass der Pinguin aufgetaucht ist. Jetzt haben wir keine Chance mehr. Der kommt und womöglich mit MDA21 … 🤣💃💃

      • Dann schlag ich Dich mit HRV08 … Mann, ich bin soooo südosteuropaanfällig. Gibt es dagegen was von Ratiopharm?

      • Vielleicht gibt es das ja schon auf dem Schwarzmarkt. Ich ziehe ROU07.

      • Das kann ich auch: DNK06.

        Oje, wir spammen hier den ganzen Thread mit alphanumerischer ESC Mystik voll. 🤣

      • Lassen wir GER 96 gelten? Das wäre mein nächster Zug.

        Das überlesen 99% hier sowieso andauernd, was wir von uns geben in diesen Kommentarantworten^^

      • OK, ich will mal nicht so sein. Dann schiebe ich MAK96 gleich nach.

      • Mir gehen so langsam die 1972+ Karten aus. Ich halte nur noch ältere Karten in meiner Hand: MCO69. Wirst Du bald verstehen …

      • Gut, dass Du 2019 ansprichst. Da habe ich noch AUT19 auf dem 10. Platz. 😀

      • ESP82. Ich weiß, das war eine musikalische Ohrfeige für das UK, aber trotzdem …

      • @Jorge (und ja, ich drücke bei Toggie auf den Antwortknopf, weil kein WP-Account ^^):
        Ich finde den Ausdruck „kulturelle Errungenschaft“ in Bezug auf Guildo sehr schön ^^ Macht mir Freude und man muss auch mMn nicht immer so streng in „anspruchsvolle“ und angeblich „billige“ Kunst unterscheiden. Okay, beim Wort „billig“ entgleitet mir als Mitte-20-jähriger sowieso immer alles, wenn z.B. Elena Tsangrinous Kleid der Untergang aller Sitten sein soll. Sehe ich relativ locker. „If I show some skin doesn’t mean I’m givin‘ in“ 😉

      • Da werde ich als mal wieder als Sprungbrett missbraucht … 😉🤣

      • @ESCFan2009: Der arme togravus! Da haben wir eine doppelte Übereinstimmung, schön! 🙂

        Ich habe zwar ein WP-Account, nutze das hier aber nicht. Man kann mit Trick trotzdem auf alle Kommentare antworten. Hier ein Howto:

        a) Wenn du mit der Maus über den Zeitstempel ziehst, poppt der Link zum gewünschten Kommentar irgendwo im Browser inkl. Kommentarnummer auf (deiner war z.B. Kommentar 152307).
        b) öffne irgendeinen (nächstbesten) Antwortbutton mit rechter Maustaste in neuem Tab/Fenster
        c) tausche dort die Nummern in der Adressleiste aus (vor #respond) und drücke direkt return
        d) anschliessend kannst du antworten, ohne togravus zu alarmieren!

      • @Jorge: krasses Feature, ich habe deine Anleitung gescreenshotet und probiere es jetzt einmal aus ^^
        Und schon steht da „schreibe eine Antwort zu Jorge“. Na also ^^

      • @ESCFAN2009 (&Thomas M.)

        PER-FEKT. 👍 Ist nicht so kompliziert, wie es aussieht! Es macht das schreiben vielleicht nicht schneller, aber manchmal möchte man eben direkt antworten. Gerade bei meinen Battles mit Bro‘ 4porcelli brauch ich das. 😉

      • Ich bekomme langsam Übung 🙂 Ein bisschen fies ist es aber schon gegenüber den Kommentaren,die schon vorher da waren und die durch dieses Zwischenreinschieben nach unten verdrängt werden, so wie ich es jetzt mit meinem vorhin geschriebenen Kommentar mache.

        Absolution bekommst Du übrigens erst, wenn Du schreibst, dass der alte Grand Prix der beste war und es diese ganzen Neuerungen nicht braucht, genausowenig wie diese ganze komische Musik, die anders klingt als Chansons, Schlager und traditionelle Ethnosongs 😉

      • Ich hatte ja weiter oben quasi versprochen, dass ich in diesem Thread nichts mehr schreibe (was mir bei vielen Kommentaren hier gar nicht so leicht gefallen ist), aber Deine Anleitung musste ich einfach ausprobieren. Wenn ich das weiter übe, wird togravus ceterum deutlich entlastet werden, wie oft habe ich bei ihm schon auf „Antworten“ gedrückt, nur um an einer Unterhaltung unter seiner Antwort teilzunehmen!

        Du hattest mir das schon mal in meinen Anfangszeiten hier erklärt, aber da hat es bei mir nicht geklappt. Jetzt ganz offensichtlich schon (zumindest steht oben gerade „Schreibe eine Antwort zu Jorge“, mal schauen, was passiert, wenn ich auf „Antworten“ gedrückt habe). Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung, dafür verzeih ich Dir auch alles, was Du gerade zum ESC in den 90ern und zum deutschen Beitrag 1998 geschrieben hast 😉

        Und wo ich jetzt eh meinen Vorsatz gebrochen habe, kann ich auch kurz noch zu einem Kommentar weiter oben was schreiben, in dem die Jahre 98, 00, 04, 06, 10, 11 und 12 gelobt wurden: Genau diese Jahre fand ich im Vorfeld des ESC furchtbar, ich habe mich mit diesen Hypes um den deutschen Beitrag extrem unwohl gefühlt. Vielleicht bin ich da ja irgendwie falsch gepolt, aber ich genieße das Nischendasein und die Exotenposition, die man (außer in den Jahren 98, 00, 04, 06, 10, 11 und 12) als Liebhaber dieser Veranstaltung genießt.

      • Sehr schön. Verzeihung hilft da leider nicht weiter, ich brauche da schon ewig währende Absolution! 🙂

    • 2006 war auch nix. Nur Platz 14. Auch wenn Deutschland mitgefiebert hat. Wenn man Beiträge zum Mitfiebern haben will, braucht man einen öffentlichen Vorentscheid. Und nicht, wo alles hinter verschlossenen Türen entschieden wird.

    • @Andi

      Woher weißt Du denn, ob das ZDF den ESC mit Kußhand nehmen würde? Ich meine, dann hätten sie sich doch längst drum bemüht.😉

      • @ Gaby.

        Du hast recht. Es ist meine Vermutung. Richtig angepackt wäre der ESC hierzulande etwas ganz Großes.

  22. Und wenn ich an die Leute von eurovision. de denke…..die eigentlich Plan haben sollten. Wie haben die nicht unseren Flop kommentiert: eine tolle Wahl…endlich traut sich Deutschland was…usw.. Mir ist klar das die Leute nicht gegen den NDR schießen können. Aber muss man soviel Kreide essen!!! Man kann doch dezent sein Missfallen kundtun wie Peter Urban…indem man sagt, wie sympathisch Jendrik ist.

    P.s.: Ja Alina beim ESC wurde schon gesteppt. Auch Deutschland, auch intern gewählt, auch erfolglos.

  23. 2007 war für mich der schlimmste ESC überhaupt. Wo sich die Osteuropäer dank ihrer Diaspora nur noch die Punkte zugeschoben haben. Nur Osteuropäer in den Top 10. Die Westlichen Länder hatten gar keine Chance. Nur gut das die EBU mit dem Juryvoting einen Riegel da vorgeschoben hat. Sonst hätten die westlichen Länder ja gar keine Chance mehr auf gute Ergebnisse gehabt. Jetzt ist es wieder in der richtigen Balance. Am ESC 2007 war alles schlecht. Die deutsche Platzierung und das Ergebnis an sich auch.

    • Der ESC 2007 war einer der besten ESCs des neuen Jahrtausends, meiner Meinung nach. Die osteuropäischen Staaten hatten halt sehr gute Songs und kreative Auftritte, das wurde eben belohnt. Den einzigen Beitrag, den ich im Finale noch vermißt habe, war Island.
      Okay, Roger Cicero war auch gut, ich war schon ein bißchen traurig über die Platzierung. War aber irgendwie auch absehbar, da Swing halt nicht unbedingt überall gut ankommt. Es war schon ein Wagnis. Ich bin jedenfalls froh, dass die Platzierung Rogers Karriere nicht geschadet hat.🙂

  24. Auch wenn man Guildo Horn nicht mag, sollte man anerkennen, dass das gesamte Team (Raab, Meier-Beer, BILD) dem ESC hierzulande sehr gut getan hat. Der ESC lag am Boden und ist dank Horn wieder auferstanden. Man stelle sich nur vor Can Can hätte den Vorentscheid gewonnen….

  25. Ich habe Mal spaßeshalber das 25 Punkte-System gerechnet. Sieger des Televotes / der Jury bekommt 25 Punkte, der letzte 1 Punkt, bei Nichtteilnehmern bekommt der Letzte 0 Punkte. Frankreich hätte mit 1533 zu 1531 Punkten gewonnen. Deutschland wäre beim Publikum auf Platz 17 gekommen und wäre meilenweit vor den Letztplatzierte Briten gewesen. Wenn jemand Interesse hat, poste ich gerne Mal die komplette Liste

  26. Oje, die Kommentarspalte hat ja schon mächtig in die Länge zugenommen. 🙂

    Ich habe es an dem Tag gar nicht mehr geschafft zu sagen, weil so viel hier los war. Für mich war das einer der verdientesten Sieger ever (einer der besten obendrein, aber es gab auch noch nie so viel 12/12-Gewinner. Aber das ist ein anderes Thema), und so wie erhofft schlug der Song wie eine Bombe gerade in meiner Generation ein. Ich habe es schon bei den unterschiedlichsten Personen als musikalische Untermalung gehört oder sonstige Sachen gesehen, die mit dem ESC kaum was am Hut haben. Und zusätzlich war es ein goldiger Tag für die Rockmusik beim Wettbewerb, die Gründe hierfür muss ich nicht benennen. Und darüber freue ich mich auch jetzt noch sehr. 🙂

    • Doch @cali, benenn doch mal die gründe bitte.
      Will man wirklich aus dem esc ein rockfestival machen, nur damit die jüngere generation angesprochen wird? Da kann man nur gespannt sein auf die nächste saison.

      • Man braucht keine Sorgen haben, dass der kommende ESC ein Rockfestival wird. Wahrscheinlich wird das eine oder andere Land einen Rocktitel nach Turin schicken. Aber diese werden im Semi aussortiert (siehe 2007). Mittlerweile wird jedes Jahr ein neuer Trend ausgerufen.
        Viel interessanter finde ich die Frage, was aus Jendrik’s Fingerkostüm wurde?! Steht es nun im Haus der Geschichte in Bonn? Oder demnächst auf einer Kirmes, wo man es mit faulen Eiern bewerfen kann.

      • @Rainer 1, nur weil einmal in 15 Jahren ein Rocksong gewinnt, heißt das nicht dass der ESC zum Rockfestival wird. Aber Rock sollte wie jede andere Musikrichtung auch einen Platz beim ESC haben.

        Sieger wie Duncan Laurence („Arcade“ kennt gefühlt jeder auf der Welt, zumindest bei den Jüngeren) oder Maneskin (sind auf den Weg Superstars zu werden) tun dem ESC extrem gut. Dadurch hält man das Interesse aufrecht und es werden auch wieder mehr Leute einschalten im nächsten Jahr. Auch denke ich, dass sich vllt. mehr Künstler überlegen teilzunehmen, wenn sie sehen wie erfolgreich man mit einer ESC Teilnahme werden kann.

        Ich gehöre selbst zur jüngeren Generation, schaue den ESC aber schon seit 10 Jahren. Damit war ich bei meinen Leuten oft alleine, weil über den ESC allgemein eine sehr abwertende Meinung herrschte (vorallem bei Leuten da gar nicht zuschauen). Heuer war das aber ganz anders, die Leute waren sehr begeistert über die musikalischen Beiträge (nicht nur über den Sieger) und werden sicherlich auch im nächsten Jahr wieder zuschauen.

        Meine Mutter hingegen hat es weniger gefallen, mehr so Kommentare wie „Das ist nicht mehr meine Musik“ oder „Ich schau das ja eh nur wegen euch“.

        Aber ich finde es insgesamt sehr positiv, wenn jetzt mit der Musik mehr die jüngere Generation angesprochen wird. Sie sind schließlich die zukünftigen Zuschauer des ESC.

      • Würde man die Jugend ansprechen wollen, käme man mit Rock wahrscheinlich nicht all zu weit.
        Ich versteh auch nicht, wie Du nach EINEM Gewinner Angst vor einem Trend haben kannst. Wir wurden ja in diesem Jahr auch vor einer Balladenschwemme verschont, obwohl der letzte Gewinnersong Arcade hieß.

      • Eben! Die Gewinnertitel der letzten 10 Jahre könnten kaum unterschiedlicher sein. Jedes Jahr beginnt das Spiel von vorne und die Kugel bleibt woanders liegen. Ich finde es immer amüsant wie regelmäßig neue Trends erkannt werden und ein Jahr später nichts mehr davon übrig ist.

  27. Die Quote in Deutschland war im Vergleich zu den letzten 10 Jahren schlecht. Trotz sehr guter Rahmenbedingungen (schlechtes Wetter, leider Pandemie) schaffte der ESC keine ausgezeichneten Zahlen. Hierzulande hängt es vor allem vom eigenen Kandidaten ab. Ob jener Teilnehmer die Landsleute zum Daumen drücken mobilisieren kann. Dann wird auch zugeschaut.
    Selbst weltweit haben die 3 Shows zusammengerechnet „nur“ 183 Mio geschaut.

  28. Quod erat expectandum! Bei Italien stimmte das Gesamtpaket. Eine Band (und ein Frontmann) mit Ausstrahlung, der richtigen Rock-Attütüde und ein Song, der zündet. Was bei Frankreich zu klischeehaft französisch wirkte und bei der Schweiz zu (hoch-)artifiziell, das war ein Italien europaweit in der Zuschauerschft eben konsensfähig. Well done! Hatte das Ergenis so erwartet und erhofft. Und dass die Juries es weniger goutieren würden, erwartbar!

  29. Italien ist als Rocknummer sicher wie Lordi einzuordnen, so ein Sieg kann halt passieren, wenns gut gemacht ist, war auch schon mutig so etwas zu schicken, und dann geht es aber das nächste Jahr wieder anders weiter.
    Ich kann eher das gute Abschneiden von Voila nicht fassen. Sollen wir jetzt die nächsten Jahre im Rückblick sämtliche Klischees von den Ländern präsentiert bekommen? Alles gecovert und wieder und wieder aufgebacken. Am schlimmsten noch das Video von Voila mit Barbara als so ne Art Resistance Kämpferin, wo sind die denn hängengeblieben ?
    Ich wünsche mir echt mal nen richtig guten Rapsong (bin kein Rap Fan) als Gewinner, auf jeden Fall etwas was in die Zukunft weist (Ukraine war nicht umsonst 2. Platz im Televoting), am liebsten aus Georgien oder Island oder so …

    • So weit sind wir davon ja nicht entfernt. ITA19 lässt grüßen.
      „Voila“ war einfach ein extrem gut gemachtes Lied und der Eiffelturm war dieses Jahr nicht dabei. Hat vielleicht nur ein paar andere ruhige Balladen im Televoting gekillt (*Bulgarien* hust).
      Ich wünsche mir einfach gut gemachte Lieder als Gewinner. Egal ob zukunftsweisend, zeitgeistig oder altmodisch

      • Ehrlich gesagt war mir die Nummer auf dem Eifelturm echt lieber, wenn schon (irgendwas mit Nation), denn schon 🙂

    • „Ich wünsche mir echt mal nen richtig guten Rapsong (bin kein Rap Fan) als Gewinner, auf jeden Fall etwas was in die Zukunft weist (Ukraine war nicht umsonst 2. Platz im Televoting), am liebsten aus Georgien oder Island oder so“

      Das wünsche ich dir, mir und besonders Rainer1 auch!

      Ich hätte da auch was für dich aus der Reihe Jorges Stars für den ESC Georgien: Creams

      • Danke für denTipp, echt schöne Titel, zerbechlich, atmosphärisch, mag ich, müssten für den ESC eventuell dann durch professionelle (schwedische?) Produzenten etwas aufgemotzt werden😜seufz, c‘ est la vie, leider

    • Das mit den Klischees finde ich auch immer schade, besonders wenn dann argumentiert wird, wie „landestypisch“ das doch sei und daher gut. Ich verstehe das nicht. Es ist für mich nicht Sinn und Zweck der Sache, überkommene Stereotype zu zeigen, sondern aktuelle Musikszenen und Wirklichkeiten zu spiegeln. Und ich bin auch kein Rap-Fan, aber teile so langsam immer öfter die Einschätzungen von @trevoristos dazu.
      Und dann lese ich in Fan-Kommentaren, dass ein potenzieller deutscher VE wieder ein Orchester haben sollte. Ich heule 😭 Wir haben MASSIVE Ergebnisprobleme (ja, Dabeisein ist auch toll, aber nicht 5x in 7 Jahren) und müssen an Songs und Stagings arbeiten, aber nein, wir sollen Geld für Instrumente ausgeben, die beim Endprodukt vom Band kommen, also komplett irrelevant sind? Und das ist kein Gebühren-Rant, sondern der Appell, bitte etwas Sinnvolles zu tun 😉

      • Willst du jetzt sagen, dass es in Frankreich keine Chansons mehr gebe oder was?
        Gerne sehe ich aktuelle Musikszenen, aber dann musst du eher bei den Lady Gaga und Ariana Grande Klonen ansetzen als bei Frankreich 2021. Von mir aus können wir gerne Apache 207 zum ESC schicken, werden wir halt auch mit Vorletzter^^
        Spätestens dieses Jahr wo auch Backings vom Band kamen, kann ich den Orchesterwunsch nachvollziehen. Die Energie der Auftritte von Finnland und Italien hat es bei mir geschadet, dass man weiß, dass das kein „echtes“ Spiel ist, was wir hören

      • Doch, aber eben auch Amir, Alma oder auch Pony X (denen Marie Myriam 12 Punkte gegeben hat, obwohl es auch in Kommentaren hieß, die ältere Dame mit ihrem Kontext müsste doch dem Chanson 12 Punkte geben. Nö, muss sie eben nicht. Das war ein ganz toller Moment für mich 😍). Oder sowas wie Maitre Gims. Florina, Gabriella aus dem VE 2019. Louane, Déborah Lemoine ^^

  30. Der erste Gewinnersong, den ich nach dem ESC nicht mehr vollständig angehört habe. Ich bekomme die Melodie der seltsamsten Beiträge seit den 70ern gesummt, aber dieser Song hat mich so wenig mitgenommen, wie kein anderer Gewinner. Ich freue mich über die tolle Platzierung der Ukraine und habe damit meinen Gewinner 2021 gefunden.

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