Replay Rotterdam (5): Das Moderatoren-Team unter die Lupe genommen

Quelle: EBU/eurovision.tv

Sie führen durch die Nächte aller Nächte – die Moderatoren beim ESC. In Rotterdam waren mit Chantal Janzen, Edsilia Rombley, Jan Smit und Nikkie de Jäger (alias NikkieTutorials) ein Moderatoren-Quartett am Start. Wie haben sich die vier geschlagen? Wir haben uns die Performance einmal genauer angeschaut.

Edsilia Rombley

Mit der Sängerin Edsilia Rombley stand eine zweifache ESC-Teilnehmerin als Moderatorin auf der großen Bühne. Sie hatte die Niederlande erfolgreich im Jahre 1998 in Birmingham und weniger erfolgreich im Jahre 2007 in Helsinki vertreten. Edsilia wurde wie ihre Kollegen bereits im vergangenen Jahr als Moderatorin nominiert. In den Halbfinalen und im Finale war sie für die Zwischenmoderationen und die Green-Room-Interviews zuständig. Eines ihrer Highlights war etwa, als sie ESC-Gewinner Duncan Laurence mit einer Platin-Schallplatte für „Arcade“ überrascht hat.

Edsilia ist bekannt dafür, ein ESC-Fan-Liebling zu sein und machte ihrem Titel alle Ehre. Sympathisch und authentisch führte sie durch ihre Passagen bei der Moderation, speziell als sie die Künstler im Green Room bei der großen Abstimmung im Finale durch ihre Art sicherlich etwas von der Nervosität ablenken konnte. Zudem wusste sie ja bereits gut genug, wie es sich anfühlt, dort zu sitzen und auf die Punktevergabe zu warten.

Am Tag nach dem ESC-Finale zeigte sich Edsilia auf Instagram glücklich über die Moderation und vor allem dankbar für die Chance, durch dieses große Event führen zu können. Zudem schätze sie die Vielfalt des Moderatoren-Quartetts und zeigte sich stolz auf ihre Kollegen.

Chantal Janzen

Der niederländische Fernsehstar Chantal Janzen ist unter anderem dafür bekannt, große Show-Formate wie „Holland’s Got Talent“ und „The Voice of Holland“ zu moderieren. Deutsche Zuschauer kannten sie vielleicht daher, dass sie im Jahr 2015 an der Seite von Thore Schölermann die Castingshow „The Voice Kids“ moderierte. Ihr Talent als Musicaldarstellerin konnte sie gemeinsam mit ihren Moderatoren-Kollegen bei der Flag-Parade unter Beweis stellen, als sie zu dem Song „Venus“ sang.

Zu ihren Aufgaben bei den ESC-Shows zählten Zwischenmoderationen, die Bekanntgabe der Finalisten bei den Semis und nicht zuletzt die große Punktevergabe im Finale. Chantal führte souverän durch die Shows als klassische ESC-Moderatoren. Anders als ihre Kollegin Edsilia oder etwa Anke Engelke im Jahr 2011, ist sie nicht wirklich ein Charmbolzen.

Eher effektiv als spritzig verkündete sie die Finalisten in den Semis. Als das Team aus Aserbaidschan nach der Verkündung des Finaleinzugs ausrastete kommentierte Chantal: „Wow, viel Freude da, Glückwunsch“, fast ohne jegliche Emotion. Nicht jede Moderatorin muss natürlich die personifizierte Sympathie sein, aber die Emotionslosigkeit fiel an einigen Stellen auf.

Nikkie de Jager

Ein Millionenpublikum war sie bereits von YouTube gewohnt; der ESC war für die Vloggerin und Make-Up-Guru Nikkie de Jäger (bekannt als NikkieTutorials) dann doch eine ganz andere Hausnummer. Beim abgesagten ESC im vergangenen Jahr sollte sie lediglich eine Art „Online-Host“-Rolle übernehmen. Für den ESC 2021 erhielt sie dann aber quasi ein Upgrade und vervollständigte das Moderatoren-Team als vollwertiges Mitglied.

Im Vorfeld der Shows interviewte sie im Format „LookLab“ die Teilnehmer auf einer eher persönlichen Ebene. In einem YouTube-Video nach dem ESC gab sie an, dass ihr Lieblingsinterview wohl das mit dem deutschen Vertreter Jendrik gewesen sei.

Bei den ESC-Shows war Nikkie dann wie Edsilia für Zwischenmoderationen und ein besonderes Online-Format zuständig, in dem sie beispielsweise auch ESC-Fans mit Stars wie Conchita Wurst überraschte. Im angesprochenen YouTube-Video, das sie nach dem ESC veröffentlichte, plauderte sie etwas aus dem Nähkästchen über ihre Moderation, was hinter den Kulissen los war und wie sie mit der Kritik umgangen ist. Im Großen und Ganzen bekam sie jedoch viel Lob von der Presse, sowohl national als auch international.

Gerade vor der Reaktion des niederländischen Publikums war ihr im Vorfeld etwas bange, nach eigenen Angaben sei sie im Ausland schon immer besser angekommen als im eigenen Land. Aber kein Grund zur Sorge: Durch ihre witzige und natürliche Art, die sie auch zum YouTube-Star gemacht hat, führte sie ebenfalls souverän durch ihre Moderationen. Nikkie hat zudem im Nachhinein weitere Angebote als Moderatorin erhalten, diese will sie jedoch erst noch mit ihrem Management prüfen.

Jan Smit

Mit Jan Smit war auch ein echter Schlager-Star bei der Moderation am Start. In Deutschland hat er sich unter anderem in den Shows „Schlagerboom“, „Die Hüttenparty“ und „Schlagerchampions“ einen Namen gemacht. Dann der Durchbruch: 2015 gründete er zusammen mit Florian Silbereisen und dem belgischen Sänger Christoff De Bolle die Schlagerband Klubbb3.

In seiner Heimat ist er nicht zuletzt als Kommentator der ESC-Shows bekannt, weswegen es für ihn nach eigenen Angaben eine große Ehre war, durch die Shows in Rotterdam führen zu können. Gemeinsam mit Chantal Janzen war er unter anderem für die Verkündung der Finalisten in den Semis und für die große Punktevergabe im Finale zuständig. Jan verstand sein Handwerk, blieb wie auch Chantal die gesamte Zeit ziemlich cool – aber vielleicht zu cool.

Auch nachdem sie die berühmten „vier Nullen“ nacheinander bekannt gaben, unter anderem für ihr eigenes Land, blieben die beiden emotionslos. Bis zu einem gewissen Grad spricht das auch für ihre Professionalität, bei einem Event, das hauptsächlich von Emotionen lebt, wirkte das dennoch befremdlich. Jan Smit und Chantal Janzen sollten ja keine Oscars vergeben, sondern durch den spannendsten Teil des Abends führen. Eine Punktevergabe, auf die die Zuschauer zwei Jahre lang warten mussten.

Als dann Italien als Sieger feststand, verkündete Jan Smit, dass es im kommenden Jahr also ins „Land der Pizza“ gehen werde – das lassen wir dann mal so stehen.

Nun seid Ihr an der Reihe, wie fandet ihr die Moderatoren beim diesjährigen ESC? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Bereits in der Serie „Replay Rotterdam“ erschienen:


45 Kommentare

  1. Das finde ich alles wunderbar und hundertprozentig richtig beschrieben! Für mich war auch die stets strahlende Edsilia die Beste an diesem Quartett. Insgesamt lässt sich sagen, es gab schon bessere Moderationen (Schweden), aber auch schlechtere (Ukraine).

  2. Emotionslos trifft es wirklich gut. Klar, alle vier haben es gut gemacht, aber wirklich hängen geblieben ist bei mir nur Nikkie. Sie hätte die ganze Veranstaltung auch alleine moderieren können, sie hat die anderen drei ja sowieso komplett überstrahlt. Besonders Jan Smit und Chantal kamen neben ihr wirklich sehr blass rüber. Außerdem war mir Chantals Stimme irgendwie unangenehm, aber dafür kann sie ja nichts. Allerdings ist mir die Moderation beim ESC auch ehrlich gesagt gar nicht so wichtig.

  3. Ich mag es eigentlich, wenn Moderatoren ein bisschen nüchterner sind und es mit den Emotionen nicht allzu sehr übertreiben. Und als ein „Event, das hauptsächlich von Emotionen lebt“ würde und möchte ich den ESC eher nicht sehen.

    • Ich frag mich grad, ob es dir um das Wort „hauptsächlich“ geht oder tatsächlich um die Emotionen.
      Um „hauptsächlich“ ließe sich meiner Meinung nach trefflich streiten, weil man natürlich argumentieren könnte, dass die Musik und die Künstler*innen (ja, ich gender!) im Vordergrund stehen.

      Aber Musik ist doch auch Emotion, transportiert Emotion, löst Emotion aus, ob gut oder schlecht. Grad die Punktevergabe ist Emotion. Ich würde Max‘ Satz also durchaus zustimmen.

      Aber ich würde auch dir zustimmen, dass manchmal auch ein wenig Sachlichkeit dann als Gegenpol gut tut. Bei Jan Smit (den ich für einen hervorragenden Sänger halte) und Chantal Janzen hätte ich mir aber auch mehr Lockerheit gewünscht. Den Spagat zwischen „sachlich Ergebnisse vortragen und sich an Regularien und Vorgaben halten“ und „zwischendurch mal lächeln und nicht so roboterhaft wirken“ haben sie zu keinem Zeitpunkt hinbekommen.

  4. Jan Smit hat mich mit dem strahlenden Dauergrinsen an die Ukrainischen Moderatoren-Roboter von 2017 in Kiew erinnert.
    Chantal hatte was von einer Tagesschau-Sprecherin.
    Edsilia und Nikki haben Leben in die Moderation gebracht.
    Als Gesamtpaket hat das aber gut funktioniert.
    Diese knochentrockene Punktevergabe hat die jeweilige Reaktion der Musiker, egal ob Freude oder Enttäuschung, noch einmal verstärkt.
    Das ist vielleicht nicht sehr mitfühlend, aber von der Wirkung her war das sehr effektiv.

    Insofern gebe ich ein thumbs up für alle 4 Moderatoren

  5. Chantal war mir zu angestrengt, ich finde das schlug auch in ihrer etwas spröden Stimme durch. Von Edsilia blieb bei mir persönlich nur hängen … dass sie da war … die Drölf-Trillionen-Streams Auszeichnung auf Pappe an Duncan war mir persönlich zu gescripted.

    Ich war über Jans kräftigere Stimme offen gestanden froh, weil das indizierte – hier passiert jetzt was. Nikkie hat bei mir den souveränsten Eindruck hinterlassen. Ich meine nicht die Filmchen, sondern die Anmoderationen, bei der man das Gefühl hatte, die Sätze sind vorher auch im Kopf verarbeitet worden. Mein Umfeld hat’s auch so gesehen.

    Grundsätzlich war es eine gute Abwechslung, dass Moderation mal nicht mit Entertainment zu verwechseln war.

  6. Ich schaue mir jedes Jahr nur das Finale an und ich fand die Moderation ganz gut und das Kleid von Frau Nikkie ein Traum!

  7. Ich schließe mich im wesentlichen Alemino an. Nicckie und Edsilia haben die anderen beiden schon in den Schatten gestellt. Dabei haben Chantal und Jan wie oben toll beschrieben ihre Sache souverän gemeistert. Aber ist schon krass das das mittlerweile 3 oder 4 (wann werden es zum ersten Mal 5?!) Moderatoren braucht was früher eine Moderation schaffte. Das wäre mal ein Lesergame wert die beste Moderation zu finden. Da gab es einige Highlights

  8. Also ich finde immer noch dass vier Moderatoren too much sind, für mich reichen ein Duo und vielleicht noch ein gut abgestimmtes Trio völlig aus, ein vierter Moderator ist da finde ich, Achtung Wortwitz, „ein fünftes Rad am Wagen“. 😉

    Ok, ich hör schon auf mit den Witzen.

    Mir persönlich hat Edsilia am besten gefallen, sie hat die ganze Zeit gestrahlt und wirkte von allen vieren auch am nahbarsten auf mich. Chantal war auch ganz in Ordnung, muss den Kritikpunkten aber auch zustimmen, stellenweise wirkte dass etwas hölzern. Jan erinnerte mich dagegen eher an das Trio 2017 was kein Kompliment ist, total blass und langweilig. Auch wenn es eine unpopular Opinion ist, aber ich hätte am ehesten auf Nikki verzichen können, fand diese kleinen Filmchen mit ihr nur sehr bedingt lustig und allgemein hat sie finde ich nichts esenzielles der Moderation zugefügt.

  9. Ich verstehe halt immer noch nicht warum da vier Personen stehen müssen. Ich denke da gerne an Desiree Nosbusch 1984 zurück, die das alleine gerockt hat.

    Und das man, wenn man Petra heisst, sowas auch alleine stemmen kann, weiss man ja eh.

    Mal sehen, ob die Italiener im nächsten Jahr Gigliona und Toto wieder reaktivieren.

  10. Alle vier haben das solide gemacht, das heißt, sie sind weder angenehm noch unangenehm aufgefallen. Edsilia und Nikkie haben mir auch am besten gefallen.

    Ich finde aber auch, vier sind entschieden zu viel. Wenn man zwei Leute für die Hauptmoderation hat und eine Person für den Greenroom, ist das das Maximum, was ich aushalte. Warum sind das eigentlich in den letzten Jahren immer mehr geworden? Petra hat das 2013 wunderbar alleine gewuppt, und die Moderation von Petra und Monz 2016 wird ohnehin auf viele Jahre raus unübertrefflich bleiben.

    • @Tamara

      Ich bin gerade auf deinem Blog fleißig an Kommentare schreiben, du kannst gerne schauen was ich fabriziert habe, wobei ich fürchte dass ich wegen dem was ich zu Dänemark geschrieben habe wohl Hausverbot bekomme.

      • Also, wenn Du DAFÜR schon Hausverbot haben willst, dann wären wir auf unserem Blog ja bald sehr einsam 🙂 Nee, nee, das passt schon so. Unterschiedliche Meinungen muss man schon aushalten können. Ich bin ja selbst auch kein Kind von Traurigkeit, auch wenn man mir in den letzten Jahren zunehmend Altersmilde bei meinen Betrachtungen nachsagt.

        Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Kommentare, ich lese sie sehr gern! <3

      • @Tamara

        Puh, da habe ich gerade noch mal Glück gehabt. Du kannst dich gerne zu den Kommentaren äußern wenn du willst.

        Ich „warne“ dich aber schon mal dass ich bei deinem Post zu den vier Nullen auch eine etwas andere Ansicht haben werde.

      • Danke, werde ich im Bedarfsfall tun – ich freu mich auf jeden Fall drüber! Dann bin ich mal gespannt auf Deine Meinung zu unserem Quartett!

      • @Tamara

        Bin schon am Schreiben. Ich warne dich aber dass es SEHR lang werden wird.

  11. Mir hat bei diesem Moderatorenteam besonders gefallen, dass sie sich nicht zu irgendwelchen platten Witzchen haben hinreißen lassen. Das war alles schön professionell dargeboten. Auch die Moderation aus dem Greenroom war nicht so kreischend, wie man das schon erleben musste. Ok, vieleicht hätten da mehr Emotionen in der Moderation sein können, aber das wurde durch die wunderbaren Bilder aus dem Greenroom mehr als wett gemacht.

  12. Es wäre mal ganz interessant zu erfahren, wieviel wirklich gescripted ist, also nicht mal von den Moderatore selbst geschrieben wurde. Dadurch verliert sich natürlich auch die Möglichkeit, dass man einen Moderator gut oder schlecht findet.

    Letztlich ist mir nur Nikkie in Gedächnis geblieben, weil sie mit ihren Filmchen was eigenes hatte. Wobei lustig waren die nicht wirklich, ich habe mich beispielsweise im ersten Semi richtig geärgert, dass sie ein Negativ-Ranking gemacht hat, sowas finde ich selbst im Internet daneben.
    Wenn ich die letzten zehn Jahre zurück denke, dann kann ich mich nur an zwei gute Moderatoren-Teams erinnern, Schweden beim zweiten Mal (das erste Mal war dagegen schlimm) und Dänemark, die zwar auch recht gescripten schienen, dafür aber ein witziges Script incl. Gesangseinlage hatten.
    Vierer-Teams fand ich bisher immer nicht optimal, auch Österreich hat sich damit keinen Gefallen getan.

  13. Land of Pizza and Sanbucca wird wohl auch auf dem Teleprompter gestanden haben.
    Was wäre dort gestanden für Frankreich, Schweiz oder Island 🙂

    • @stefanohh
      Die Vermutung mit dem Telepromter hatte ich auch. Und nach wiederholtem Sichten des TV-Materials ist mir aufgefallen, dass bei den Bildern der italienischen Jubelstürme die Telepromter-Leinwand mit entsprechendem Pizza-Text tatsächlich kurz in Bild war.
      Eine recht plumpe Würdigung des Siegers – zumal sich die Texter:innen beim Scripten ja durchaus etwas Zeit hätten lassen können… Dann hätte ihnen auch noch etwas Stilvolleres einfallen können.
      Naja, sei’s drum…

  14. Mir ist primär Edsilia positiv in Erinnerung geblieben; man merkte ihr die Begeisterung und Energie für den ESC an – Nikkie war erstaunlich gut, was bei YT-„Stars“ ja eher selten der Fall ist (siehe die Junx vom „Wilden Wohnzimmer“ letztes Jahr). Die Blonde ist mir bis zur Punktevergabe gar nicht aufgefallen; sie oder den Silbereisen-Buddy hätte man sich sparen können – es gibt echt keinen Grund für vier Moderatoren. Fazit: sehr professionell aber eher uninspirierend, als würden Pflaume, Kerner und Miosga den ESC moderieren. La Hunziker wird das nächstes Jahr sicher frischer machen!

  15. Edsilia fand ich auch eindeutig am sympathischsten. Um ehrlich zu sein, bräuchte ich persönlich keine vier!!! ModeratorInnen, Zwei würden mir reichen. Es soll doch primär um die KünstlerInnen und die Musik gehen und nicht mit allzu viel Spökes ablenken.😉

    Klar, es ist auch für die Moderation sicher eine blöde Situation, „Nullrunden“ verkünden zu müssen. Ich weiss nicht, vielleicht wird ja über die Punktevergabe an anderer Stelle noch diskutiert, also ich finde die jetzige Handhabung ziemlich unglücklich, sowohl bei den hinteren Rängen, als auch, wenn Acts z. B. bei den Juries gut ankommen, und dann im Televoting „abschmieren“, wie beispielsweise bei Malta. Aber das ist wohl ein anderes Thema.

  16. Ich fand auch Edsilia am sympathischsten, leider kam Sie viel zu kurz. Ich finde aber das der ESC leider in ein solches Korsett gepresst ist, das es nur wenig Raum für die Moderatoren gibt. Zudem sind vier Moderatoren einfach viel zu viel. Nikkie war sehr natürlich, wurde aber dann doch gegenüber den anderen Moderatoren sehr in den Vordergrund gesetzt. Insgesamt finde ich das es mehr Mut und Ideen braucht um die Show auch zwischen den Songs unterhaltsamer zu gestalten. Viele Auftritte, die als anspruchsvoll und originell angekündigt wurden, waren einfach anstrengend und langatmig. Ich finde alles was im ESC Bezug zu den vielen Jahren steht ist deutlich passender und wird auch vom Publikum genossen. Zudem finde ich es gut wenn Moderatoren, wie schon gerne mal in Schweden, eingebunden sind, durch Gesang, Schauspiel, Sketche usw.

  17. Die einzige logische Erklärung ist für vier Moderatoren, man will alle versorgen, kommt ja nicht so oft der ESC. Was die Leistung angeht empfinde ich ähnlich wie Max und stimme dem Kommentar zu, der sinngemäß meint, dass es ein sehr enges Korsett sei. Aber Chantal und Jan wirkten empathielos, als wären sie verdonnert wurden ne OBI-Baumarkteröffnung zu moderieren.

  18. Was waren das noch für schöne Zeiten als noch eine Fame durch die Show führte. Die etwas strenge Ase Kleveland moderierte souverän durch die 3 Stunden. Lill Lindfors war lustig und Viktor Laszlo sang einen tollen Opener. Trotz der Postkarten kündigten die Damen jeden Teilnehmer einzeln an. Leider gibt es sowas nicht mehr. Aber die Italiener sind für Überraschungen gut. Vielleicht sehen wir Michelle Hunziker sehr oft 2022.

  19. Ich möchte hier auch erwähnen, dass es einen ESC gab, da brachte jedes Land seine eigene Moderatorin mit. Ich glaube, es war 1980 oder so.

    • Ja das war 1980. Zum Jubiläumsjahr durfte jedes Land einen Ansager mitnehmen. Chris Lohner hat den ESC eröffnet und Österreich angekündigt. Für Deutschland übernahm Caroline Reiber diesen Job. Auch Ase Kleveland schnupperte schon mal ESC Luft und stellte Norwegen vor. Wir beschweren uns wegen 4 Moderatoren. 1980 waren es 19!!!

  20. Edsilia: great! Jan und Chantal: souverän, ohne aufgesetzte Fröhlichkeit, sachlich und daher gut und richtig in diesem Job. Die Vlogerin, na ja, wenn man sich selbst so unvorteilhaft schminkt mit zu viel Weiß an der Nasenwurzel und den Lid-Innenflächen, was das ohnehin flächige Gesicht noch breiter macht, dann weist sie das nicht als guten Make-up-Artist aus. Als solche hat sie als Moderatorin eines Musikwettbewerbs nichts verloren. Verzichtbar. Ihren Boulevard-Quatsch-Talk brauche ich nicht.

  21. Edsilia ist durch ihre Sympathie und den ESC-Bezug eine Top-Besetzung gewesen
    Chantal und Jan fand ich in Ordnung, hätten den Spagat seriös-spaßig vllt in Teilen besser managen können.
    Nikkie war die Beste, souverän moderiert und repräsentiert. Die junge Generation (auch wenns immer komisch ist, „Internet im Fernsehen“ zu zeigen) und auch die LGBTs. Das „Look Lab“ hat mich prima unterhalten.
    Auch Krista mit ihren Backing-Berichten. Ich möchte, dass solche Formate auch auf YT in Zukunft Standard werden ^^

  22. Ich finde 4 Moderatoren einfach lächerlich. Das steigert auch nicht den Unterhaltungswert, sondern macht die kurzen Textblöcke größtenteils dümmlich, weil jeder meist nur einen Satz in Halle und Kamera schreit. Und was soll überhaupt diese Dauerschreierei? Können die Leute nicht mehr normal sprechen? Das ganz wirkt auf mich wie Animation beim Ballermann und kann deshalb weg. da hilft auch keine Edsilia, die ich prinzipiell sehr gerne mag.

    Ich wünsche mir mal wieder eine stilsichere und geschmackvolle Moderation … die andere Möglichkeit ist, tatsächlich talentiert und witzig zu sein wie Petra und Måns im Jahre 2016.

    • Die Schreierei geht mir auch oft auf die Nerven. Das finde ich auch bei Frau Schöneberger so schlimm.
      Jede/r hat Angst, nicht wahrgenommen zu werden. Das ist wahrscheinlich ein Phänomen unserer Zeit. 😉

      • Da hast Du leider Recht. Das sieht man ja zum Teil auch in der Politik, wo Populisten jeglicher Couleur im Dauerschreimodus sind, weil sie denken, dass die schreiende Wiederholung im Gehirn der Wähler irgendwann zur ‚Wahrheit‘ gerinnt. Hat ja bei Trump und Johnson auch gut geklappt. 🙁

        Glücklicherweise geht es im deutschen politischen Diskurs mit einer Ausnahme noch immer ziemlich sachlich und zivilisiert zu. 😀

  23. Parteien haben Doppelspitzen, die dt. Auswahljury hatte 120 Mitglieder, der Bundestag 709 und der Ethikrat hat 24 Mitglieder. Mit der Funktionalität hat die Zahl der Moderatoren ohnehin nie zu tun gehabt. Jeder Zuschauergruppe wird suggeriert, vertreten zu sein, aber verantwortlich oder frei ist am Ende niemand mehr.

  24. Ich fand die Moderatoren eher durchschnittlich. Sie haben nicht herausgeragt, haben aber auch nicht genervt. Am besten fand ich Edsilia. Was diese Influencerin dort zu suchen hatte, war mir aber ein Rätsel.

  25. Mal ne Frage: Ist Nicky, die Influencerin, wirklich ne Frau oder eine Dragqueen? Ich frage , weil sie mir doch zu groß erschien für ne Frau. Sie hat ja wirklich alle ihre Kollegen überragt.

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