RTL vs. ProSieben: Kampf der Gesangs-Shows ausgebrochen – und alle mit ESC-Bezug

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Quelle: ProSieben/TVNOW

Sowohl RTL als auch ProSieben wollen im Sommer und Herbst neue Unterhaltungsformate ins Programm nehmen. Beide setzen dabei auf ähnliche Konzepte und beide haben auch ESC-Bezug. Hier ein kleiner Überblick über die zweite Sendungen, die um die Gunst der Zuschauer kämpfen werden.

„Fame Maker“ mit Conchita, oder Tom?

Aus Raabs Feder entsprungen geht ProSieben mit der Sendung Fame Maker an den Start. Dem Konzept nach treten unbekannte Kandidaten unter einer schalldichten Kuppel auf. Drei Juroren Carolin Kebekus, Luke Mockridge und Teddy Teclebrhan schauen sich die Auftritte an und können die Kuppel öffnen, wenn ihnen gefällt, was sie sehen. Die Künstler müssen dabei ihre „Entertainment-Qualitäten“ unter Beweis stellen. Ähnlich wie beim The Voice-Format stellen die Juroren ihre Teams zusammen und lassen diese in  einem Finale gegeneinander antreten.

Moderiert wird das ganze von Conchita Wurst, oder besser gesagt Tom Neuwirth. Die ESC-Siegerin von 2014 will nach eigenen Angaben bei Fame Maker als Tom und nicht als die Drag-Figur Conchita auftreten.

Es ist zugegebenermaßen noch unklar in wie fern die Kandidaten unter der Kuppel die drei Comedy-Juroren überzeugen werden und ob diese auch ein mögliches „Gesangs-Talent“ so erkennen beziehungsweise bewerten können.  Einen genauen Start-Termin gibt es für die neueste Raab-Sendung noch nicht. Die Aufzeichnung soll jetzt im Sommer erfolgen, die Ausstrahlung dann im Herbst.

„I Can See Your Voice“ mit ESC-Moderatorin 

Das Format von „I Can See Your Voice“ ist nicht unbekannt, da es sich schon in asiatischen Ländern wie Süd-Korea oder Thailand zum echten Quoten-Hit gemausert hat. So läuft das ganze ab: Sieben Unbekannte kommen auf die Bühne, ein bekannter Musik-Star und sein sogenannter Superfan müssen herausfinden, wer von den Kandidaten ein Gesangstalent und welcher ein Hochstapler ist. Runde für Runde wählen sie einen Kandidaten ab. Bei jedem Rauswurf zeigt sich dann, ob derjenige singen konnte oder nicht. Denn der ausgeschiedene Teilnehmer performt auf der sogenannten „Stage of Truth“.

Der Kandidat, der es ins Finale schafft, darf mit dem Musik-Star auftreten. Sollte dieser tatsächlich singen können, gewinnt der Superfan einen Geldbetrag. Sollte sich aber der Kandidat als Hochstapler erweisen, bekommt dieser das Geld. Mitraten werden im Studio Evelyn Burdecki, Jorge Gonzalez, der Moderator diverser deutscher ESC-Vorentscheidungen Thomas Hermanns, Tim Mälzer und die ESC-CO-Moderatorin von 2011 Judith Rakers. 

Der erste Musik-Star wird Sasha sein, dieser soll laut Medienberichten mit seinem „größten Fan“ an den Start gehen. Um die Moderation kümmert sich Dschungel- und Let’s Dance-Host Daniel Hartwich. RTL zeigt zunächst zwei Folgen des neuen Formats: jeweils am 18. und 19. August um 20.15 Uhr. Der Musik-Star der zweiten Sendung ist noch nicht bekannt.

Was meint Ihr zu den Sendungen? Werdet Ihr sie euch anschauen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!


38 Kommentare

  1. Wenn ich diese Promi-Namen schon höre oder lese: Carolin Kebekus, Stefan Raabs-Ziehsohn Luke Mockridge, Teddy Teclebrhan, Evelyn Burdecki, Jorge Gonzales, Thomas Hermanns, Tim Mälzer und Con-Tom Neuwirth-Wurst sowie Daniel Hartwich….ich könnte mich laufend mit wachsender Begeisterung übergeben. Ständig die „üblichen Verdächtigen“ in jeder nur erdenklichen Spiel- u. Talkshow. Jetzt auch in diesen Abklatsch-Sing-Sang-Contests der privaten TV-Anbieter. Das (!) allein ist für mich Grund genug meine Lebenszeit sinnvoll zu nutzen.
    Reine Prothelenshows für das entsprechende Publikum.

  2. Pro 7 wird das Sommerlich kaum mit einer Show füllen können, die erst im Herbst ausgestrahlt wird. Auch wenn ihr keine professionellen Journalisten seid, aber ein bisschen mitdenken wäre schon nicht so schlecht.

  3. Keine wirkliche Konkurenz zu „The Voice“ und deren Ableger, da bei beiden eher die Spaßigkeit an Vordergrund steht, wie man anhand der Jury erkennen kann! Nicht wirklich jemand mit Musikerfahrung, beruflich gesehen, dabei. Und Tom, jemand mit Musikerfahrung, ist ja der Moderator und kein Jurymitglied!
    Ich werde mir beiden Sendungen mal anschauen und dann entscheiden, welche ich weiter schaue! Vielleicht ja sogar beide? Oder überhaupt keine?
    Ich mag ja Shows wo es etwas lockerer zu geht, was aber nicht gleichzusetzen mit Albernheit ist! Um es mal mit den ganzen Quizshows zu vergleichen: Dort sind mir solche Shows wie „Wer weiß denn sowas?“ oder „Kaum zu glauben“ lieber, als wie die ernsthafteren wie „ZDF Quizchampion“ oder deren ARD-Clon „Ich weiß alles“, aber auch „Gefragt-Gejagt“ ist mir zu ernsthaft!
    Also wenn „Fame Maker“ und „I Can See Your Voice“ sich auf dem ungefähr gleichen Niveau wie „Wer weiß denn sowas?“ befinden, dann werden mir diese beiden Shows bestimmt gefallen! Erstmal ganz neutral an die Sache heran gehen und nicht voreingenommen sein! Das ist meine Devise bei jeder Neuigkeit!

  4. Ich freu mich ja tatsächlich über jeder Show wo es um und mit Musik geht. Aber ich glaube die Pro 7 Show werde ich mir nicht antun. Ich kann mich irgendwie mit dem Konzept nicht anfreunden. Die RTL Sendung werde ich mir anschauen bleibe aber noch ein bisschen skeptisch. Grundsätzlich wird mir das alles etwas to much. DSDS , Supertalent und auch the Voice sind auch nicht mehr das was sie mal waren. Einzig allein der ESC ist ein Fels in der Brandung im Musikshowmeer

  5. Kann es sein, dass in der neuen Show auf RTL zwei einer der Teilnehmer aus der Schweizer ESC-Vorentscheidung 2018 [Naeman] mitmacht? Bin fast sicher, dass es der gleiche Naeman vom Aussehen sein könnte. Stimmt das? Außerdem machen die zwei Zwillinge aus der Pre-ESC 2020-Show auf ONE anscheinend auch die Moderation auf den Social Media Kanälen. Dabei fand ich ihre Moderationskünste auf ONE schon eher sehr grenzwertig. Haben anscheinend einen guten Draht zu einem Produzenten im TV oder Produktionsfirma.

  6. „Fame Maker“ werde ich sicher eine Chance geben. Das Konzept wurde bereits mal innerhalb von „Die beste Show der Welt“ unter dem Namen „The Noise of Germany“ vorgestellt und war irre komisch. Bleibt nur zu hoffen, dass die abendfüllende Variante nicht zu sehr aufgebläht wird, um möglichst viele Werbekunden bedienen zu können.

    Was die RTL Show angeht muss ich gestehen, ich raffe den Ablauf nicht. Singen die Kandidaten erst, nachdem sie rausgeflogen sind? Wenn ja, was machen sie denn zuvor? Schnall ich nicht.

    Und da mein „The Story of Fire Saga“-Probemonat noch nicht abgelaufen ist:
    Auch Netflix präsentiert ab 7. August mit „Sing on! Germany“ eine Gesangs-Show mit ESC Bezug (Palina Rojinski > Pro7 > Raab > Lena und Co.). Die Fangemeinde des Streamingdienstes ist irritiert, da dort nun Sendeformate Einzug halten, wie sie bisher nur im linearen TV zu sehen waren. Auf Twitter gab’s dafür richtigen Hate. Ich bin da leidenschaftslos.

    https://youtu.be/A8pioQsOKC4

    • Und ich werde der Sendung allein deswegen schon eine Chance geben, weil Palina moderiert! Ich liebe sie! 😀
      Außerdem darf mMn Netflix gerne auch solche Shows eigenproduzieren, genauso wie Filme, Serien und Dokus ja auch ^^ Da ist der „Hate“ auf Twitter in meinen Augen völlig übertrieben, aber das ist ja oftmals so ^^

  7. Ich finde die Bezeichnung „mit ESC-Bezug“ immer so schön, weil sie die Begründung dafür ist, dass hier darüber berichtet wird. Wenn in irgendeiner Sendung z. B. Sergej Lazarev einen Pups lassen würde, gäbe es bestimmt einen Beitrag darüber und als Aufmacherbild einen supersexy Sergej halbnackt am Strand 😀

    Den Showanteil in diesen Sendungen finde ich immer ganz gut, aber die ganze Sabbelei dann geht mir tierisch auf die Nerven (vgl. Masked Singer).

    • Bezüglich dem Gequatsche zwischen den einzelnen Acts stimme ich Dir zu. Zusammen mit den dauernden Werbeunterbrechungen ist das für mich der Hauptgrund, warum ich mir solche Sendungen nicht anschaue. Es ist schade, denn eigentlich mag ich Musiksendungen jeglicher Art ausser Volksmusiksendungen🙂.
      Ein Beispiel hierfür ist für mich die „Ultimative Chart Show“, die ich vom Konzept her gut finde, und die ich mir früher auch immer gerne angeschaut habe. Aber diese ewigen Unterbrechungen gingen mir irgendwann echt auf den Keks.

      • Stimmt. Und die Laura war 2015 beim ESC Vorentscheid der Schweiz! Dazu noch 2 Coaches mit ESC-Jury Erfahrung. Mehr ESC-Bezug geht fast nicht.

  8. Das dachte ich auch zuerst. Ich finde die Show ganz solide, allerdings bei den bisher von den Teamchefs ausgewählten Kandidaten sind nur wenige Perlen dabei. Am allerbesten war aber der Auftritt der Frau mit dem Discokugeloutfit und den goldenen Overknees, die hatte stimmlich ordentlich was zu bieten (Michelle hieß sie mit bürgerlichem Namen und war im Einspieler mit ihrem Opa und dem Schoßhund zu sehen).

  9. Stimmt und ich bin auf die nächste Show gespanmt. Wie findest Du die Moderation und wurde bei den drei Juroren (Caroline, Teddy und Luke) die richtige Wahl getroffen?

    • Conchita hat wenig zu tun und kann fast nichts falsch machen. Die Jurykommentare sind teilweise ganz witzig. Caroline gefällt mir am besten. Luke schau ich mir normalerweise nicht an, er stört aber auch nicht. Mit Teddy kann ich leider überhaupt nichts anfangen. Ich wüsste so auf Anhieb aber auch keine Alternative.

      Ich fände es besser, wenn man der Jury gegenüber einen Wissensvorsprung hätte. Das würde ihre Kommentare und Reaktionen noch interessanter machen. Genau das liebe ich an der Variante aus der alten Joko und Klaas Sendung: Schau mal rein, falls du das noch nicht kennst:

      https://www.prosieben.de/tv/beste-show-der-welt/videos/21-klaas-the-noise-of-germany-clip

  10. Ich habe gestern mal (zugegebenermaßen nur für drei Auftritte) reingeschaut und dann wieder weggeschaltet. Finde das Konzept nicht besonders schlüssig. Die Auftritte waren alle mittelmäßig, sowohl was die Performance (auch deshalb, weil alle natürlich extra bemüht sind und besonders ausdrucksstark performen wollen) als auch was den Gesang anging. Letztendlich ist es wirklich nur ein reines Glücksspiel, wann die Juroren ziehen bzw. meistens hing es davon ab, wie überzeugend die Begleitpersonen sind. Aber nicht einmal dann kann man sagen „Ah ja, das war jetzt eine gute Entscheidung“ (oder eben nicht), weil halt viele irgendwie so okay singen. Also das war nichts für mich, aber vielleicht habe ich auch einen schlechten Moment in der Show erwischt.

  11. Die 3 Schnelldurchläufe mit den Kandidaten der einzelnen Juroren hatten schon einen gewissen Unterhaltungswert, auch wenn ich die Auswahl für die Finalshow nur teilweise nachvollziehen kann. Irgendwie kann ich mir auch noch nicht richtig vorstellen, wie es am Donnerstag weitergeht.

    Ich lass mich mal überraschen,

    Auf jeden Fall gewinnt FameMaker gegen den Masked Singer Abklatsch auf RTL.

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