Rumänien: Mihai Traistariu will 2020 wieder zum ESC – und gewinnen

Mihai Traistariu Rumänien ESC Eurovision 2020

Mihai Traistariu will 2020 erneut für Rumänien beim Eurovision Song Contest antreten und sein erklärtes Ziel ist kein geringeres, als den Wettbewerb auch zu gewinnen. Diese Informationen hat der ESC-Viertplatzierte von 2006 auf Facebook veröffentlicht. In dem Post ruft er auch – nationale und internationale – Komponisten dazu auf, ihm Lieder zu schicken. Und Mihai, der mittlerweile häufig nur noch seinen stilisierten Künstlernamen M I H A I verwendet, hat sehr konkrete Vorstellungen, was für ein Song das sein soll: Eine Ballade nämlich, denn immerhin würden ihn viele Leute den „König der Balladen“ nennen. Kein Wunder bei mehr als fünf Oktaven Stimmumfang.

Man kann Mihai jedenfalls nicht vorwerfen, sich nicht frühzeitig auf die kommende rumänische Vorentscheidung bzw. den kommenden ESC in den Niederlanden vorzubereiten. Bislang ist noch nicht einmal bekannt, wie die rumänische Vorentscheidung „Selecția Națională“ 2020 aussehen oder ob es nach zwei Halbfinal-Aus in Folge nicht vielleicht sogar eine interne Nominierung geben wird.

Insgesamt hat Mihai bislang – solo oder gemeinsam mit anderen Künstlern – achtmal an der rumänischen Vorentscheidung für den ESC teilgenommen und in diesem Jahr hätte eigentlich seine neunte Teilnahme angestanden. Diese zog der Sänger allerdings kurzfristig zurück, nachdem der rumänische TV-Sender TVR nachträglich zwei Wildcards für die Vorentscheidung zugelassen hatte. In der Folge wollte Mihai eigentlich an der weißrussischen Vorentscheidung teilnehmen, versäumte die Auditions dafür jedoch wegen Krankheit.

Mihai Traistariu hat Rumänien einen seiner größten ESC-Erfolge bislang beschert: Im Jahr 2006 konnte er die „Selecția Națională“ für sich entscheiden, löste so das Ticket zum ESC in Athen und erreichte dort einen hervorragenden 4. Platz. Sein Beitrag „Tornero“ ist bis heute ein großer Fanfavorit. Ob Mihai 2020 daran anknüpfen kann?



14 Kommentare

  1. Tornero hätte damals tatsächlich gewinnen sollen, ein guter Song. Und übrigens ist es ein Skandal, dass es den Song nicht bei Spotify gibt. Für ein (wahrscheinlich eher tragisches) Comeback von ihm bin ich sehr aufgeschlossen…

    • Du bist tragischem gegenüber aufgeschlossen? Bin erstaunt. Du bist doch allgemein qualitativ hochwertig, wenn es um Musik geht.

  2. Hoffentlich ist der Song dann nicht ganz so jaulig wie dieses „Tonero“, für mich der schlimmste rumänische Song, und viel zu hoch bewertet.
    Nennt mich meinetwegen Kulturbanausin, aber ich kann nun einmal solche „Oktavenakrobatik“ nicht leiden.
    Auch wenn ich die Leistung, die dahinter steht durchaus anerkenne. Ist bestimmt schwer zu singen.
    Aber schön zu lesen, dass Mihai echte Ambitionen hat, sein Land zu vertreten. Von solchem Engagement können wir hierzulande nur träumen.

  3. Welche Verschwörungstheorie wird er wohl diesmal im Gepäck haben, wenn er mit einem seiner üblichen grottentuckigen Ergüsse in der 1. Runde ausscheidet?

  4. Ich kann auf Mihai beim rumänischen Vorentscheid gut verzichten. Nach der Nummer, die er sich in diesem Jahr geleistet hat, wäre das rumänische Fernsehen gut beraten, auf ihn zu verzichten.

  5. Sein Engagement in allen Ehren, allerdings jedes Jahr die Drama-Queen zu spielen (Wie oft wollte er jetzt schon TVR verklagen?) bringt ihn seinem Traum auch nicht näher. Aber man hat was zu lachen 😀

  6. Immerhin muss man ihm zumindest dieses Jahr zugute halten, dass er wahrscheinlich mit seinem Pseudo-Sommerhit Baya besser abgeschnitten hätte als die tatsächlich gewählte Ester mit ihrem düsteren und etwas sperrigen Song.

  7. Die große Frage ist ja nicht, mit welchem Titel er antritt, sondern mit wievielen transplantierten Haaren und körperlichen Modifikationen.

  8. Natürlich kann man sich über diesen Künstler trefflich lustig machen. Aber eines gebe ich zu bedenken, er will wenigstens sein Land vertreten und er schämt sich nicht dafür. Das ist zunächst einmal positiv und da könnten sich so manch deutsche Künstler und Stars oder die, die sich als Star halten, mal ne Scheibe abschneiden. Ob er gut genug dann ist, das müssen dann die Rumänen entscheiden. Aber zunächst einmal sehe ich es als positiv an, wenn ein Künstler sein Land vertreten will.

    • Kleine Korrektur: er will IRGENDEIN Land vertreten. Egal welches – zur Not auch Weißrussland, wie man letztes Jahr sehen konnte.

      • Vielleicht können ein paar Fans ihn für Deutschland begeistern, als ich würde ihn nehmen als ESC-Vertreter für Deutschland.

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