Schweizer Songwriting Camp: Entsteht hier das nächste „She Got Me“?

Schon wieder ein Songwriting Camp! Das dritte Songwriting Camp der SUISA, der Schweizer Genossenschaft der Urheber und Verleger, hat gestern begonnen und soll drei Tage dauern. Es ist zwar nicht explizit bzw. nicht ausschließlich dafür da, Lieder für den ESC zu schreiben, aber da seine beiden Vorgänger mit „Sister“ und „She Got Me“ zwei ESC-Beiträge hervorgebracht haben, ist es sicherlich nicht vermessen anzunehmen, dass es auch Ergebnisse dieser Session in den einen oder anderen ESC-Auswahlprozess schaffen werden. Und am wahrscheinlichsten ist es da, dass sich das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hier selbst wieder bedient. Wieso auch nicht, nachdem das in diesem Jahr mit einem vierten Platz in Tel Aviv belohnt wurde. Über das Schweizer Auswahlverfahren für den ESC-Künstler und -Beitrag 2020 ist bislang allerdings noch nichts offiziell bekannt.

An dem Camp, das aktuell in den Powerplay Studios in Maur stattfindet, nehmen jedenfalls einige alte Bekannte teil: Da sind zum einen mit Laurell Barker und Mac Frazer mindestens zwei der vier an „She Got Me“ von Luca Hänni beteiligten Songwriter – wobei Laurell Barker neben dem vierten Platz für die Schweiz beim vergangenen ESC eben auch einen vorletzten und letzten Platz für Deutschland und Großbritannien eingefahren hat. Zum anderen nimmt mit Gabriel Broggini mindestens eine Hälfte der ehemaligen Schweizer Teilnehmer Sinplus an dem Songwriting Camp der SUISA teil.

Daneben verraten verschiedene Social-Media-Posts, dass außerdem die Schweizer Sängerin – laut ihrer Webseite „mit holländischen (!!!) Wurzeln“ – NYSSINA in dem Camp dabei ist. Wo findet nochmal der ESC 2020 statt? Es bleibt spannend…

Habt ihr auf dem Aufmacherbild oben noch jemanden erkannt, den wir übersehen haben?



29 Kommentare

  1. Nyssina? Noch nie gehört.
    Ich hoffe immer noch auf stefanie heinzmann. Weitere optionenen wären bastian baker, lo&leduc, loco escrito oder stress

  2. Mein erster Gedanke war auch, dass hier ein kleines Juwel für Deutschland geschrieben wird. Ich freue mich! Danke Schweiz für eure großartigen Produktionen! Schickt uns nur das Lied. Wir finden dazu die passenden Künster. Lena hat bestimmt noch eine Backgroundsängerin übrig und von The Voice Kids bekommen wir auch bestimmt noch was.

  3. Also… wenn sich Schreiber dort wieder bedient, aber das LIed gut ist und der gesamte Act sozusagen auch authentisch rüberkommt – warum nicht? Zweifel sind natürlich nach dem jüngsten Desaster angebracht. Aber vielleicht, und wirklich nur vielleicht, könnte man aber auch erstmal abwarten, bevor man wieder rumunkt.

  4. Für Schreiber und Konsorten bedeutet das Schweizer Songwritingcamp auf jeden Fall „Finger weg!“ Man hat ja gesehen, wohin das führt!

  5. Interessante Wahl – die Headline hätte auch „Entsteht hier das nächste s!stärZ“ sein können.

      • In der Zwischenzeit kann ich Dir das stilistisch ähnliche „Disney on ice“ empfehlen.

      • Danke, Eiskunstlaufen mag ich sehr gerne!!! Woher wusstest Du das? 🙂
        Disney-Musik ist dagegen in der Regel nicht mein Fall.

        Wo diese schöne Sportart schon mal angesprochen ist, kann ich mir die (überhaupt nicht zum Thema dieses Threads passende) Bemerkung nicht verkneifen, dass bei Eiskunstlaufwettbewerben – ich rede nicht von Shows – nur Instrumentalmusik erlaubt sein sollte, so wie es bis 2014 der Fall war; es gäbe also keine Schnittmenge mit dem ESC.

      • @4porcelli (Antwort auf Deinen Kommentar weiter unten um 18:01, damit dieses Randthema lokal begrenzt bleibt und nicht den Thread hier kapert):

        Es freut mich, dass Dich Eiskunstlaufen auch interessiert! Das Punktesystem bis 6,0 war sicher sehr attraktiv und sofort nachvollziehbar, aber als jemand, dem es Spaß macht, wenn viele verschiedene Zahlen mit verschiedenen Gewichtungen zusammen gerechnet werden, mag ich das neue System noch mehr 🙂

      • Zum Teil tatsächlich gut gelungene Filmzuordnungen und speziell Sisters funktioniert kombiniert mit Lilo & Stitch (resp. Nani) sehr gut.
        Ich sehe allerdings sowieso nicht, warum man als Eurovisions-Liebhaber ein Problem mit Disney-Songs haben sollte.

  6. ist das unten links in dem schwarzen muskelshirt duncan laurence? eher nicht, aber die person erinnert mich auf dem unscharfen bild an ihn.

  7. @Thomas M. Punkt – beim Eiskunstlauf stimme ich Dir zu; außerdem bitte eine Rückkehr zu den nachvollziehbaren 6, 0 Punkten.
    Musikalisch ist s!setc für mich eine Disney-Ballade, wie auch Lasarov, von daher der Vergleich.

  8. Nyssina, vollständig Nysinna Swerissen. In 2010 Teilnehmerin der 1. Staffel von ‚The Voice of Holland‘, war nicht im Finale dabei ( Quelle: https://nl.wikipedia.org/wiki/The_Voice_Of_Holland ) Sie ist kurz danach umgezogen in die Schweiz und alles andere auf ihrer Webseite. Angeblich multi-talentiert.

    Kurz reingehört bei ihr, aber Sohnemann mischte sich ein. ‚Für die Katze, nicht für dich‘. Urteil fällt aus.

    Zu den Songcamps. Ich frage mich nur warum? Gibt es keine musikalische Studiengänge/Ausbildungen in Großbritannien, Deutschland, Schweiz? Hat man so wenig Vertrauen in landeseigenen Sänger oder sind da halt zu große Egos involviert? Oder handelt es sich hier um eine getarnte ABM-Stelle für Poeten?

    • Martijn Krabbé, Geraldine Kemper und Chantal Janzen könnte ich mir auch gut als ESC-Moderatoren vorstellen, weil sie nämlich „The Voice of Holland“ (sollte es nicht korrekterweise „The Voice of the Netherlands“ heißen?) moderieren und da es ja um gesangliche Qualitäten geht, wären sie für den ESC bestens geeignet.

      In der ersten Ausgabe war auch Joan Franka, die ESC-Teilnehmerin von 2012 mit dabei.

  9. Dieses Jahr haben wir unseren wundervollen Schreibtischschubladensong ja schon, aber Schreiber sollte ja das nächste Jahr schon im Blick haben und erneut einen tollen B-Waren-Song ergattern. Da können wir unser Song Writing Camp doch lassen und das Geld für….die nicht vorhandene Performance benutzen?

  10. Übrigens beginnt die neue Staffel von „The Voice of Holland“ im November und damit könnte nämlich das niederländische Fernsehen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: der Sieger der Staffel ist dann auch gleichzeitig der ESC-Teilnehmer 2020. War bei O’G3NE genauso, obwohl zwei Jahre dazwischen lagen.

  11. Wäre ganz schön blöd, „She Got Me“ neu aufzulegen. So blöd werden sie in der Schweiz kaum sein. Sinplus – unbreakable gefiel mir immer schon, aber wenn ich hier über die Kaste der Auftragsschreiber aus der Voice-Schmiede lese, mache ich mir besser noch keinen großen Kopf um das mögliche Endprodukt..

  12. Das ist ja schon wieder eine ganz schön defätistische Stimmung hier. Dafür gibt es allerdings überhaupt keinen Grund, weil mich das Ergebnis unserer Gesangsschwestern positiv überrascht hat. 😉 🙂

  13. Vielleicht können wir uns ja bei den Schweizern revanchieren und denen dann unseren musikalischen Restmüll versuchen anzudrehen.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.