Slowenien: Das sind die Teilnehmer für die Vorentscheidung „EMA 2020“

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Es ist kurz vor Weihnachten und der slowenische Sender RTV SLO hat heute die komplette Teilnehmerliste für seine ESC-Vorentscheidung 2020 veröffentlicht. Darunter sind mit Tinkara Kovač, Lina Kuduzović und Inmate auch drei bekannte Namen. Tinkara hat Slowenien bereits 2014 mit „Round and Round“ beim Eurovision Song Contest vertreten.

Ein Jahr später, 2015, hat dann Lina für Slowenien am Junior Eurovision Song Contest teilgenommen. Mit „Prva ljubezen“ gelang ihr in Sofia ein hervorragender 3. Platz. Inmate haben bereits im vergangen Jahr an der EMA teilgenommen.

Und hier ist sie, die (fast) komplette Liste der Acts, die Slowenien beim ESC 2020 in Rotterdam vertreten wollen:

  • Ana Soklič – Voda
  • Božidar Wolfand Wolf – Maybe Someday
  • Gaja Prestor – Verjamem vase
  • Imset – Femme Fatale
  • Inmate – The Salt
  • Klara Jazbec – Stop the World
  • Lina Kuduzović – Man Like U
  • Manca Berlec – Večnost
  • Simon Vadnjal – Nisi sam
  • Tinkara Kovač – Forever

Zu diesen zehn Acts werden am Ende noch die zweite Künstler kommen, die sich bei „EMA Freš“ durchsetzen können. Das Finale der Online-Wildcard-Runde findet am 18. Januar statt. Alle Infos dazu und die Liste der Teilnehmer haben wir bereits hier veröffentlicht.

Das Finale der EMA selbst wird dann am 22. Februar live aus dem Studio 1 des slowenischen Fernsehens übertragen. Wie von uns schon vermutet, entscheidet dann zunächst eine dreiköpfige Jury darüber, welche zwei Beiträge ins Superfinale einziehen. In diesem entscheiden dann die Fernsehzuschauer über den Gewinner und damit darüber, wer Slowenien beim ESC in Rotterdam vertreten darf.

Ein bedenklicher Nebenaspekt ergibt sich aus der Tatsache, dass Tinkara Kovač aktuell auch Mitglied in der Fachjury ist, die über den Schweizer ESC-Beitrag 2020 entscheidet. Im Fall der Fälle dürfte die Slowenin also mit darüber entscheiden, wer ihr Konkurrent oder ihre Konkurrentin beim ESC werden soll. Eine äußerst seltsam anmutende Verstrickung, die allerdings nur die nächste Stufe einer Entwicklung darstellt, in der Juroren mit Teilnehmern gut bekannt sein dürfen, die Grenzen zwischen Journalisten und Jury-Mitgliedern verschwimmen und Juroren international eingesetzt werden, die im gleichen Jahr auch bei nationalen Vorentscheidungen anderer Länder im Einsatz waren. Selbstverständlich kann jeder nationale Sender selbst über die Zusammensetzung „seiner“ internationalen Jury entscheiden, von Unabhängigkeit kann bei solchen Konstellationen allerdings nicht mehr wirklich gesprochen werden. Wir werden sehen, wohin die Entwicklung in dieser Hinsicht geht.


7 Kommentare

  1. Super das Tinkara mitmacht!

    Ist bestimmt auch super für die Schweiz und bestimmt auch für Deutschland, wenn sie in der internationalen Jury sitzt und sich da sicherlich gerne die stärksten Konkurrenten auswählt ;D

  2. Da Tinkaras Wertung ja nur 1/21 der Jury in der Schweiz ausmacht (die ohnehin nur 50% des Ergebnisses zählt), die grobe Vorauswahl dort wahrscheinlich schon stattgefunden hat, bevor Tinkara sicher bei der EMA dabei war und es auch nicht sicher ist, ob sie überhaupt nach Rotterdam fährt, finde ich diese Unregelmäßigkeit zu verschmerzen. Im Gegensatz dazu finde ich eher die Dauerpräsenz von Christer Björkman in diversen Juries jedes Jahr, obwohl er als Schirmherr eines Kadidaten immer sicher beim ESC mitmischt, bedenklicher. Benny hat da schon ganz Recht, mit dieser Sichtweise könnten internationale Juries wirklich ein schmaler Grat werden; die Kosten-Nutzen-Rechnung muss da wohl jeder für sich selbst anstellen.

  3. Fast die Hälfte der zehn Teilnehmer singt in Landessprache und mit den beiden Kandidaten von EMA Freš könnten es sogar die Hälfte sein.

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