Spaniens Beitrag für den ESC 2020: „Universo“ von Blas Cantó

Blas Cantó - Universo

Das Geheimnis um den spanischen Beitrag ist gelüftet: Heute wurde das Lied „Universo“ veröffentlicht, mit dem der Sänger Blas Cantó die Iberer in Rotterdam vertreten wird. Das spanische Fernsehen hatte sich in diesem Jahr für eine Direktnominierung des aus Murcia stammenden Sängers entschieden. Mit den Ergebnissen, die das Format „Operación Triunfo“ als Vorentscheidung in den vergangenen zwei Jahren brachten, war man auf der Halbinsel offenbar nicht zufrieden. Mit „Universo“ von Blas Cantó soll nun die Trendwende her.

Das Lied präsentiert sich als Midtempo-Nummer mit epischem Ende und wurde unter rund 50 Liedern von Blas und dem spanischen Fernsehsender RTVE ausgewählt. Unter den Komponisten befinden sich neben dem Sänger selbst Produzent Dan Hammond, das Songwriter-Duo Bright Sparks und Mikolaj Trybulec, der auch den tschechischen Beitrag „Friend of a friend“ von 2019 geschrieben hat. Um an „Universo“ zu arbeiten, flog Blas Cantó nach Schottland ins Studio von Dan Hammond. Über Twitter und Instagram ließ er die ESC-Fans wissen, dass ihn das Lied zu Tränen rühre und er es kaum abwarten könne, den Beitrag endlich vorzustellen.

Zudem wurde heute das Video zum spanischen Beitrag gleich mitgeliefert. Der Clip wurde zu einem großen Teil auf den kanarischen Inseln, genau genommen auf Lanzarote, gedreht. Die vulkanische Erde und die dortigen Strukturen stellen im Video die Mondoberfläche oder die Landschaft auf einen fernen Planeten da – passend zum Titel „Universo“.

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98 Kommentare

  1. Für mich liegt der spanische Beitrag knapp vor Shaj (aber nur ganz knapp) – allerdings, wenn Albanien mit Elvana Gjata „Me tana“ gegangen wäre, dann würde Albanien bei mir mit Abstand auf der #1 sein.

  2. Für mich liegt der Beitrag – derzeit – auch vor Albanien.

    Und so schlecht wie viele der Vorredner finde ich ihn auch nicht. Ich bin da eher auf der Seite derer, die Universo für Spaniens stärksten Beitrag der letzten Jahre halten. Allerdings gibt es da noch ein Aber.

    Im Zusammenspiel mit dem Video fühlt sich der Act gut, komplett und rund an, es stimmt jedoch dass der Song nicht über die komplette Laufzeit trägt und das Finale die Abnutzungserscheinungen nicht vollends zu kaschieren vermag. Ob Spanien in Rotterdam tatsächlich ein Ergebnis jenseits des letzten Drittels erzielt, hängt daher hauptsächlich von zwei Faktoren ab. 1. Wie ist die Inszenierung? 2. Wird es Blas gelingen, den hohen Ton live sowohl im Jury- als auch im Televoting-Finale sauber zu treffen?

    • Buenos tardes amigos….

      Ich war in den letzten Tagen vorwiegend in spanischsprachigen Medien unterwegs, seit der Uraufführung von „Universo“ gibt es teilweise harsche Kritik zu lesen… Perdon, kann ich leider nicht teilen und nach allem, was Blas vom Vorfeld erzählt hat ist es auch ungefähr das, was zu erwarten war – eben keinen Latinopop.

      Für mich hat Spanien seit mindestens einem Jahrzehnt endlich mal wieder einen Beitrag, der absolut professionell und auf der Höhe der Zeit jenseits von ESC-Klischees und in Landessprache (bei diesem Land dulde ich nichts anderes!) produziert wurde.

      Den Text habe ich mir ziemlich schnell eingeprägt, besonders gut gefällt mir „como el viento y desaperecer“). Es hätte allerdings etwas mehr Elektrobeats passend zum Thema geben können, sehr gelungen finde ich die Bridge.

      Da ich zudem die Kanarischen Inseln liebe, war ich hin und weg vom Videoclip.

      Der größte Trumpf allerdings ist Blas selbst: Er hat eine starke Bühnenpräsenz und ist eine Rampensau. Ich würde Spanien dieses jahr nicht abschreiben, platz 10-13 könnte drin sein. vamos a ver…

      @ Frederic

      Sorry, ich muß dich enttäuschen, für mich gab es kein „Schönhören“. Mi gusta la cancion !

      Ich bewerte Spanien mt 8 von 10 Punkten. Hasta luego…

  3. Endlich mal wieder ein spanischer Beitrag der nicht so ausgelutschte Tonfolgen und abgetretene Rhythmen oder abgehalfterte Schwuhenmuttis präsentiert. Ist also ganz brauchbar.

    1. Albanien 5/8
    2. Spanien 5/8

  4. Ich habe den Song zuerst ohne Video angehört und war ganz begeistert Sicher einer der sehr guten Beiträge Spaniens. Beim zweiten Mal hatte ich dann auch Muße, das Video anzuschauen. Ich weiß nicht wieso aber der Typ ist mir irre unsympathisch. Also schaue ich nicht hin und finde den Song trotzdem gut! So geht’s auch. Zumindest bis zum Finale…

  5. Sooo, ich habe es jetzt 4x gehört und ich bin ehrlich gesagt begeistert. Jetzt gerade ist Spanien bei mir auf Platz 1 und Albanien auf der 2. Hier eine Songanalyse:

    Das Lied hat einen starken Pre-Refrain und einen schwachen Refrain, wenn man diesen als Refrain bezeichnen kann. Zum Glück kommt dieser Refrain nur 2x vor und der dritte Refrain wurde durch den Pre-Refrain von vorher ersetzt und stark verstärkt. Genau das ist der entscheidende Schachzug, weil sonst würde das Lied zum Ende hin abfallen. Hier je nach Songteil meine Bewertung:

    1.Strophe: toller Start
    1.Pre-Refrain: brennt sich ein und ist sehr stark
    1.Refrain: schwach
    2.Strophe: wie die 1.Strophe aber verstärkt
    2.Pre-Refrain: wie der 2.Pre-Refrain und stark
    2.Refrain: schwach
    Bridge: eher schwach
    3.Refrain: genau so wie die Pre-Refrains und somit die Rettung des Lieds.

    Also ich hoffe, dass man erkennt, was ich meine. Die beiden Hauptrefrains und die Bridge ziehen das Lied runter, aber alles andere und insbesondere der 3.Refrain retten alles. Daher ist meine Gesamtbewertung: „gefällt mir gut“.

    • Gerade eben habe ich das Lied noch zweimal gehört und dabei Deine interessante Analyse mitgelesen, vielen Dank dafür! Bei den Strophen sehe ich es genau wie Du, da gefällt mir außerdem auch sein Gesang recht gut.

      Allerdings kann ich mich für die Pre-Refrains nicht erwärmen, was leider vor allem an seiner Stimme liegt, die mir in diesen Passagen gar nicht gefällt. Die ersten beiden Refrains bieten davon eine Erholung, das ist sehr positiv, außerdem gefällt mir das Motiv, welches der Chor dabei singt. Genau dieses schöne Motiv kommt instrumental auch in der Bridge vor, daher finde ich auch die sehr akzeptabel. Beim dritten Refrain ist der hohe Ton furchtbar, danach wird’s wieder gut.

  6. War ja schon vorher nicht so begeistert von Blas, habe dem Song aber dennoch ne Chance gegeben. Aber sorry, das ist nichts.

    Der Refrain ist ziemlich repetitiv, der Rest des Songs super langweilig und flach, und seine Stimme geht mir auch ziemlich auf die Nerven. Der lange Ton bei 2:32 ist so deplatziert und unangenehm, habe mich beim ersten Hören echt erschreckt.

    Glaube dass Spanien auch dieses Jahr den Bottom 5 Gesellschaft leisten wird.

  7. Hassnummer für mich, keine Ahnung warum. Stimmchen, gekreischt, nix kommt rüber, billig, irgendwie überall mal so ähnlich gehört.

  8. Daa Geklimper in den Strophen ist aber arg bei Ed Sheeran „Shape of You“ geklaut. Und dann das übliche Gejodel. Leider alles schon x mal gehört und wie vom Reißbrett.

  9. Gerade nochmal reingehört und man muss wenigstens zugestehen, dass hier technisch nichts zu bemängeln ist (und hey, Landessprache!), aber am Ende geht es mir mit „Universo“ genauso wie vorletztes Jahr mit dem Jury-Liebling „Nobody But You“: beide Songs lassen mich absolut kalt …. allerdings kommen solche professionell produzierten (kalkulierten) Nummern zumindest bei den Jurys gemeinhin gut an. Also rechne ich inzwischen auch eher mit einem passablen Ergebnis, mit einer souveränen Performance dürfte sogar je nach Konkurrenz mehr drin sein.

  10. Ich wundere mich, daß von Mariposa noch keine Rezension zu lesen ist. Manche werden sich aber noch wundern, wie gut der Song ankommen wird, wenn erst einmal die Songs der Mitbewerber nach und nach ermittelt werden.

    Heute soll es ja Neuigkeiten vom NDR zur deutschen Teilnahme geben. Vielleicht reicht es ja für die Bekanntgabe des/der neue(n) Delegationsleiters bzw. Delegationsleiterin.

    • Mariposa muss sich „Universo“ vielleicht auch erstmal schönhören. 😉

      Wenn Spanien am Ende auch bei den Fans in der Top10 stehen sollte, würde das für mich eher gegen die Qualität des Jahrgangs sprechen (echte Kracher-Songs habe ich bisher allerdings auch noch keine wahrgenommen).

  11. Hatte mir jetzt von Blas Canto mehr versprochen….
    Wird wohl ein ähnliches Ergebnis wie Miki erzielen, allerdings diesmal mit den Trostpunkten von der Jury
    Immerhin ist Spanien damit klar Platz 1 vor Albanien ;-P

    • 2005 und 2010 habe ich gerade als in Ordnung nachgeschoben. 🙂
      Falls Dich interessiert, warum ich die Hexerei mag: Ich habe in meinem Profil einen ausführlichen Kommentar zu ESP05.

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