S!sters im Sisterhood-Test: So gut kennen sich Carlotta und Laurita wirklich

Beim Eurovision-in-Concert-Pressetreff in Amsterdam treffen wir auf die gut gelaunten S!sters Carlotta und Laurita. Sie bestätigen uns gleich zum Eingang des Gesprächs, dass ihre „Sisterhood forever“ währen soll. Das wollen wir prüfen und stellen den beiden abwechselnd Fragen über die jeweils andere. Wie gut kennen sich die beiden S!sters?

ESC kompakt: Carlotta, was macht Laurita morgens als erstes?

Carlotta (lacht): Das weiß ich, darf ich aber nicht sagen.

Laurita: Stimmt, das darf sie wirklich nicht sagen.

Ok, dann drehen wir das um. Laurita, was macht Carlotta morgens als erstes?

Laurita: Carlotta trinkt als allererstes ein Wasser, weil sie sehr gesund lebt.

Carlotta: Das ist richtig.

Carlotta, wie trinkt Laurita ihren Kaffee?

Carlotta: Wie? Mit abgespreiztem Finger. (macht das vor, Aufmacherbild) Nein, mit ein bisschen Milch und Zucker. (Laurita bestätigt) 

Laurita, welches Essen kann Carlotta auf den Tod nicht ausstehen?

Laurita (überlegt): Das hast Du mir mal gesagt. Oh, man. Darf sie Tipps geben?

(Carlotta gibt den Tipp, dass es sich um ein Gewürz handelt. Das ist grün und fängt mit P an.)

Laurita: Petersilie.

Carlotta: Ich hasse Petersilie!

Laurita: Und weil ich’s so geil finde, habe ich das wahrscheinlich verdrängt.

Carlotta, welches Fach konnte Laurita in der Schule nicht leiden?

Carlotta: Mathe.

Laurita: Du kennst mich so gut!

Laurita, was war die erste Single, die sich Carlotta gekauft hat?

Laurita: Das war wahrscheinlich „Schrei“ von Tokio Hotel. (Carlotta bestätigt.) 

Carlotta, wie hieß die erste Liebe von Laurita?

Laurita: Das weiß ich ja selbst nicht. (Beide prusten.) Ja, im Kindergarten…

Willst Du was zur Kindergartenbeziehung sagen?

Laurita: Ich hab ihn seitdem nicht mehr wiedergesehen. (beide lachen)

Laurita, was bringt Carlotta auf die Palme?

(Carlotta schmatzt laut.)

Laurita: Zum einen ist es Schmatzen. Aber es gibt da noch etwas, und zwar Zeitdruck.

Carlotta: Ja, Deadlines. Die machen mich völlig wild.

Laurita: Da sind wir Geschwister, denn das fühlen wir beide gleich.

Geschwister gehen sich auch mal auf die Nerven. Laurita, was glaubst Du, was Carlotta an Dir nervt?

Laurita: Oh, da gibt es ein paar Dinge. Aber wir sind beide Menschen, die sich eher auf das Positive fokussieren. Ich glaube, sie schätzt an mir, dass ich manchmal ruhig bin, wenn sie das braucht. Also, dass ich das fühle, wenn Carlotta nervös ist. Lustigerweise ist es genau so auch andersrum. Aber Du ergänzt mich in vielen Dingen.

Carlotta: Ich brauche Laurita tatsächlich immer, um von meinem Trip runterzukommen, wenn ich ein bisschen durchdrehe, weil mir alles zu viel wird. Laurita ist natürlich ein bisschen älter. Da kann man manchmal gechillt sein.

Carlotta, was ist der Sehnsuchtsort von Laurita? Wo wäre sie am liebsten, wenn sie jetzt nicht hier in Amsterdam sein würde?

Carlotta: Sie hat mal gesagt … irgendwo, wo es warm ist. Wir waren gerade in Gran Canaria und hatten da einen Auftritt. Und da meinte sie, das ist so schön hier.

Laurita: Ja, das stimmt. Ich liebe die Kälte, aber da muss man immer so viele Klamotten tragen, damit es warm ist.

Das Problem habt Ihr ja in Tel Aviv nicht …

Carlotta: Ich werde verbrennen. Ich habe so viel Sonnenschutz, selbst für die Kopfhaut zum Nachsprayen.

Kurze Frage zu den Vorbereitungen. Das Lyrics-Video ist gemacht. Jetzt habt Ihr noch ein richtiges Video in der Pipeline. Wann kommt das?

Laurita: Da könnt Ihr Euch überraschen lassen. Aber wir wissen es natürlich.

Aber noch vor dem ESC?

Carlotta: Nein, fünf Jahre später.

Wir laufen die Vorbereitungen für den Auftritt? Klamotten und Auftritt – ist alles aus einem Guss? Was plant Ihr für den Auftritt?

Laurita: Wir finden, dass unser Song das Wichtigste ist. Alles andere ist nicht im Ansatz so wichtig, wenn der Song einem einfach aus dem Herzen spricht, wie es bei uns der Fall ist.

Also werdet Ihr so auf die Bühne gehen, wie Ihr jetzt seid?

Laurita: Mal schauen.

Carlotta: Nackt.

Laurita: Nackt wäre in Ordnung.

Carlotta: Mit Glitzer.

Laurita: Wird aber nicht ganz so sein.

Worauf freut Ihr Euch in Israel besonders?

Carlotta: Ich will unbedingt Jerusalem mal sehen. Ich hoffe, wir fahren da hin. Und ich freue mich total, weil alle, die da schon mal waren, sagen, dass Tel Aviv eine so junge, offene Stadt ist und das Feeling wäre so anders als hier in Deutschland. Und das will ich erleben.

Laurita: Und jetzt komme ich halt wieder: Ich freue mich aufs Essen! (lacht)

Dann lasst es Euch schmecken. Vielen Dank und viel Erfolg in Israel!

Nachtrag zum Auftritt der S!sters. Im Interview mit eurovision.de sagte Florian Wieder, der Bühnendesigner für den ESC in Tel Aviv und Verantwortliche für den deutschen Auftritt: „Wir werden wohl darauf verzichten, sie (die S!sters) auf der Bühne auf einem sich drehenden Karree gehen zu lassen – so ist der letzte Stand. Das war ein bisschen verwirrend, für alle, für die Zuschauer wie für die Künstlerinnen selbst. In Tel Aviv wird viel stärker die Message ihres Liedes fokussiert, gerade am Anfang. Ihre Stimmen, die so wahnsinnig perfekt zusammenpassen, sprechen ja für sich. Für uns geht es nun darum, die Ideen, die ihr Lied transportiert, klar ins Bild zu setzen.“

Unser erstes Interview mit den S!sters noch vor „Unser Lied für Israel“ könnt ihr hier nachlesen.



29 Kommentare

  1. Ziemlich unreif wirken sie auf mich. Und dass der NDR sicher gerne weiter mit den ach so tollen Künstlern zusammenarbeiten wird, selbst bei einem schlechten Abschneiden, ist ja bei der proklamierten „immerwährenden Sisterhood“ fast schon gesetzt😉.

    • Also langsam reicht es wirklich.
      Genau, Humor und Selbstironie ist immer mit Unreife gleichzusetzen.
      Das kann doch nicht dein Ernst sein.

      Gerades dieses Interview ist doch Indikator genug dafür, all die Unkenrufe und die Häme, die Laurita und Carlotta aufgrund ihrer „scheinbar fehlenden Authenzitität“ erfahren, auszuhebeln.

      • Wir leihen uns das drehende Karree von Herrn Wieder aus und setzen ihn drauf. Dann lassen wir den Song „Sister“ in Dauerschleife laufen und holen ihn dann nach dem großen ESC-Finale wieder herunter, vielleicht ist dann seine Gehässigkeit verflogen!

  2. Sehr sympathisch! Das sind jugendliche, frische Vertreterinnen für Deutschland auf dem ESC-Parkett! Man muss ja nicht immer so professionell unterkühlte 08/15-Interviews führen – das hier ist klasse! 🙂

  3. Ihr hättet Euren Kommentar erst nach dem Interview veröffentlichen sollen. Ich glaube dann wäre einiges an Diskussion müssig gewesen. 😉

  4. Also mein Geschmack sind die zwei jetzt nicht unbedingt mit dieser quirligen-kindischen Art. Mit dem ruhigen, seriösen Michael Schulte konnte ich mich da auf jeden Fall eher identifizieren. 😀 Aber das ist natürlich nur persönliches Empfinden.

    Was ich aber doch eher schade finde: es klingt doch deutlich raus, dass man auf kein besonderes Staging setzt. „Der Song spricht für sich“. Naja. Michael wäre ohne das tolle Staging auch mit gutem Song bestimmt nicht auf Platz 4 gelandet. Schade, dass es sich der NDR da wohl wieder so leicht macht. Ich sehe schon den grauen Hintergrund und graue Kleider.

  5. Finde das Interview sehr sympathisch und erfrischend. Nur der Satz : Das Lied ist wichtig etc…macht schon ein bisschen Angst ^^ Schön, dass die S!sters hinter ihrem Song stehen, aber dass es ohne einen guten Auftritt beim ESC nicht geht, sollte sich mittlerweile auch in D herum gesprochen haben ;-). Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass man (der NDR) dieses mal leider wieder so gar keine kreative Vorstellung hat, wie das staging aussehen soll. Focus auf Lied, Message klingt halt irgendwie nach : Wir machen ein paar Frauenbildchen und sonst nichts und das am besten noch in grau. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt grins. Die Mädels sind auf jeden Fall sympathisch, aber das alleine reicht nun wirklich nicht aus um nicht ganz hinten zu landen.

  6. Und wenn sie sagt, das der song wichtig ist und der rest nicht im ansatz so wichtig, dann hat sie in den letzten jahren nicht viele esc gesehen.

  7. Die beiden klingen sehr erfrischend und fröhlich. Das gefällt mir und der Song ist sowieso toll !
    Meine Stimme bekommen sie 🙂

  8. Der NDR wird sicher seine Lehren aus dem letzten Jahr gezogen haben und (hoffentlich) nicht wieder in „graue“ Vorzeiten zurückfallen. Michael Schulte hat aber im Grunde auch „nur“ still vor einer Projektionswand gestanden und einmal die Arme breit gemacht, der Song hat (mit ein bisschen Hilfe) ebenso für sich selbst gesprochen und genau so wird man es dieses Jahr wohl auch machen: Die Message im Text etwas deutlicher herausstellen ohne den Song gleich zu erschlagen. Meines Wissen sind ja auch die gleichen Leute wie 2018 wieder mit im Boot.

  9. Die sind so scheiße die Beiden. Das ist Platz 23 abwärts mit Ansage. Die beiden sind eigentlich Nix. Total albern, kindisch, unreif… und vor allem kein bisschen authentisch. Wie auch bei der NDR-Retorten-Nummer.

    Wer glaubt dass DAS auch nur den Hauch einer Chance haben wird auch nur in die Nähe der Platzierung eines Michael Schulte zu kommen… der ist entweder ganz schön blöd… oder naiv….. wahrscheinlich wohl beides.

    • Das geht über die Meinungsfreiheit hinaus geradewegs in die Beleidigung.
      Kauf dir einen Boxsack, an der du deine Aggressionen auslassen kannst, aber lass den ESC in Ruhe.

    • Ohne Worte. Nun weicht die Sachlichkeit völlig und man wird nur noch persönlich, anmaßend und pejorativ.
      Wer hier wirklich unreif ist, zeigt sich damit schnell…

    • Vielen Dank an meine 5 Vor“redner“, deren Kritik ich teile.

      Noch ein paar Worte zum Vorwurf der mangelnden „Authentizität“, der ja nicht nur den beiden S!sters, sondern auch der „NDR-Retorten-Nummer“ gegenüber erhoben wird: Bei einem Wettbewerb, bei dem es so wichtig ist, wie ein Titel „inszeniert“ wird (auch hier wird ja immer wieder über die Inszenierungen diskutiert), finde ich „Authentizität“, was immer das genau sein soll, ein etwas schwierig zu erreichendes Ideal. Am besten sollten sich die Interpreten wohl „authentisch“ inszenieren, was ich für einen Widerspruch in sich halte.

      Mir gefällt am deutschen Beitrag nicht nur die Komposition und der Gesang des sympathischen Duos; gerade auch die Tatsache, dass es sich bei der Gruppe um ein extra für den ESC gegründetes „Kunstprodukt“ handelt, finde ich aufregend. So ähnlich war das auch 1985 bei der Gruppe Wind mit einem meiner bisherigen Lieblingsbeiträge. Auch Mekado und Sürpriz fand ich toll. Schön finde ich auch, dass die beiden sich, entgegen den aktuellen Chartskonventionen, nicht „Laurita ft. Carlotta“ oder „Carlotta versus Laurita“ oder so ähnlich nennen, sondern sich mit S!sters einen Gruppennamen gegeben haben.

  10. Toll, dass sie so gut zusammengewachsen sind. Ich war sehr skeptisch, was die Authenzität angeht, aber schon beim Sieg beim Vorentscheid war ich – nach anfänglicher Enttäuschung – über ihre Reaktion sehr gerührt. Das zeigt sich auch hier wieder.
    Dass der Song das Wichtigste ist usw. mag mir aber nicht so gefallen. Michael Schulte wäre nicht ansatzweise so gut platziert gewesen, wenn er nicht die Bilder im HIntergrund gehabt hätte, was in diesem Jahr dank fehlender LED-Wand übrigens ein Alleinstellungsmerkmal hatte. Bitte wieder etwas, das heraussticht.
    Den Auftritt von „Perfect Life“ beschrieb Levina auch als schlicht und ansehnlich zu gleich meine ich in Erinnerung zu haben, aber letztendlich war es eine hellhäutige Frau, mit hellen Haaren, hellgrauem Kleid mit hellgrauen Hintergrund und den Standart-Armbewegungen.
    Wenn sie die Drehbühne wegnehmen, bleibt von der Performance ja gar nichts mehr übrig.

  11. Aber die wenigen Posts zu diesem Artikel – davon 6, die unangemessene Kommentare nicht mögen -zeigen leider auch, dass der Beitrag die meisten kalt lässt. Ich mag den Song, seit er veröffentlicht wurde und ich bleibe weiterhin positiv eingestellt. Der Song funktioniert und wird von zwei guten Sängerinnen vorgetragen. Daumen gedrückt! Und übrigens: Polen wird seeeeehr weit vorne landen.

  12. „Wir finden, dass unser Song das Wichtigste ist. Alles andere ist nicht im Ansatz so wichtig […]“ – Wieso denke ich sofort an ein graues Perfect Life?

  13. Uff.. Ich weiß noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Im Interview kommen beide sehr frisch und sympathisch rüber, und ihr Song wächst bei mir insofern immer mehr, als der größte Teil des restlichen Jahrgangs die Wurst auch nicht vom Teller zieht. Dass sie auf die Drehbühne verzichten und nur den Song wirken lassen wollen, lässt allerdings die Alarmsirene angehen. EIgentlich müsste man mal eine Umfrage machen unter allen, die bei der VE für diesen Song gestimmt haben, und sie fragen, warum sie das getan haben bzw was den Ausschlag gegeben hat. Und das müsste man dann ausbauen.

  14. Na ja, „Sister“ gehört auch nicht gerade zu meinen Lieblingssongs. Dafür ist einfach zu belanglos. Aber es gibt dieses Jahr echt Schlimmeres. Die Mädels kommen meiner Meinung nach sehr sympathisch rüber, und man spürt auch eine gewisse Begeisterung. Nur sollte man sich schon ein Bühnenkonzept ausdenken, es muss ja keine Drehscheibe sein. Glaube nicht, dass die Message allein trägt.

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