Swedish Show Autumn 2019 (1): Göteborg – Danny Saucedo „The Run Away Show“

Bereits zum fünften Mal sind Peter, Blogfreund Norman und der Autor über das erste November-Wochenende auf Tour durch Schweden. An drei Abenden werden wir drei Shows sehen. Der erste Stopp ist Göteborg. Dort treffen wir im Laufe des Donnerstagnachmittags ein – und nutzen die Zeit und das schöne Wetter für einen kleinen Gang durch die City.

Blick vom Hotel: Links das Lorensbergsteatern, in dem wir schon mehrmals Shows gesehen haben – zum Beispiel Pernilla Wahlgrens super-erfolgreichen Klamauk „Kort, glad och tacksam“ (kurz, fröhlich und dankbar).

In der Gaybar Bee Bar haben wir schon oft nach Shows oder einem Mello-Semi gefeiert. An diesem Abend wird sie uns enttäuschen, weil sie bereits um 23 Uhr schließt.

Der Göteborger Dom in der Nachmittagssonne.

Durch die Viktoria-Passage kommen wir zum grandiosen Candy-Store Kanold. Peter konkretisiert: es ist ein Gottesgeschenk – und kauft dort den kompletten Vorrat einzelner Bonbons und Pralinen vollständig auf.

Um 17:15 Uhr begeben wir uns dann in winterzeitlicher Dunkelheit in Richtung Gothia Towers – und passieren dabei das Scandinavium, in dem 1985 der ESC ausgetragen wurde.

Vor einem großen Danny-Plakat wird uns dann klar: Wir sind tatsächlich bei der Premiere seiner neuen Show „The Run Away Show“ dabei. Vor ein paar Jahren haben Peter und ich schon seine erste Show „Nu“ gesehen, die uns vollkommen geflasht hatte und ganze vier Saisons in Schweden gespielt wurde.

Während „Nu“ seine Premiere in Stockholm feierte, startet Danny dieses Mal in Göteborg – in den Gothia Towers. Das ist ein Komplex mit Hochhäusern, der auch gleichzeitig die Göteborger Messe beinhaltet. Und in einer solchen Messehalle, die für die Show entsprechend umdekoriert wurde, findet die Show statt.

Zunächst passiert man einen Vorderbereich, wo dann die Garderobe abgegeben …

… und Fotos vor der Pressewand gemacht werden können.

Dann kommt man in einen mit Vorhängen abhängten Barbereich. Wir sind um 17:30 Uhr dort. Um 17:45 beginnt der Einlass für Inhaber von Tickets mit der Dinner-Option – wir gehören dazu.

Um kurz vor 6 kommen wir in den Veranstaltungsbereich und werden zu unserem Tisch vorne rechts neben der Bühne geführt. Während die Dinner-Gäste mit dem Essen beginnen, füllt sich der Rest der Halle immer weiter.

Das Essen ist – aus welchem Grund auch immer – asiatisch inspiriert. Wir sitzen mit unterschiedlichen Leuten am Tisch, die aber alle wegen unserer schwedischen Musikkenntnisse überrascht sind. Warum nur?!

Um 20:15 Uhr beginnt dann endlich die letztlich 85-minütige Show. Die dreieckige Deckeninstallation erinnert an den ESC in Tel Aviv, wird aber viel intensiver in die Show eingebunden und erzeugt teilweise grandiose Effekte.

Auch die Kostüme der Eröffnungsnummer weisen bereits den Weg: hier wurde weder kreativ noch finanziell gespart. Das ist Entertainment auf ganz hohem Niveau.

Natürlich ist die gesamte Show durchchoreografiert. Sowohl allein oder mit seinen zehn Tänzerinnen und Tänzern tanzt und singt sich Danny durchs Programm. Seine bekanntesten Hits werden neu interpretiert. Die meisten sind auf Schwedisch gesungen und viele waren in den letzten drei, vier Jahren Radiohits. Die Zuschauer freuen sich und gehen begeistert mit.

Auf der Bühne gibt es mehrere höhenverstellbare Podeste. Die meiste Zeit wird Danny von Pontus unterstützt. Das ist ein musikalisches Multitalent, das offenbar auch tanzen kann. Er sichert die musikalische Qualität auch dann, wenn Danny vom Tanzen aus der Puste ist.

Ruhigere Momente gehen bisweilen leider etwas unter, weil die Halle ein bisschen zu groß ist. Bei der Intimität einer Hamburger Börs, wo Danny „Nu“ spielte, traut sich keiner zu reden. Hier sind nun aber 1.600 Leute in einem großen Raum, so dass manche laut reden als wären sie bei einem Konzert mit 10.000 Besuchern. Das ist etwas schade.

Auch die große Kameraleinwand kann noch optimiert werden. Teilweise ist das Bild unscharf oder sehr wackelig. Aber das sind wirklich First-World-Problems.

Danny profitiert von der Vielfältigkeit und Bekanntheit seiner Hits. Etliche davon stammen aus der Cover-Show „Så mycket bättre“, quasi dem Vorbild von „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“. Daraus stammt auch die Schlussnummer „Snacket på stan“.

Vorher rockt aber Danny mit „In da Club“ noch einmal richtig die Bühne und zeigt, wie Show und Tanz die Menschen mitreißen kann.

Wie es sich für eine Premiere gehört, gibt es am Ende auch Blumen für alle Beteiligten.

Während in der Halle nach der Show eine DJ:ane übernimmt, machen wir uns langsam auf den Weg in die Göteborger Nacht. Zwar bekommen wir in der Bee Bar keinen Drink mehr (siehe oben), aber ein letzter Wein in der Hotelbar ist ein mindestens genauso schöner Ausklang für einen grandiosen Auftakt des diesjährigen Swedish Show Autumns.

Denn bereits am späten Freitagvormittag sind wir schon im Zug unterwegs nach Stockholm zum nächsten Highlight. Aufgrund einer Baustelle müssen wir in Alingsås den Zug wechseln. Da ich gerade angefangen habe, Bilder für den Beitrag hochzuladen, schleppe ich dabei den Rechner offen über den Bahnsteig. Alles für die Leser…

Dannys Show wird bis zum 21. Dezember 2019 jeden Donnerstag, Freitag und Samstag in Göteborg gespielt. Ab Februar bis Mai 2020 tourt er dann damit durch Schweden. Da Stockholm bei den Planung bisher nicht dabei ist, ist davon auszugehen, dass er mit seiner sehenswerten Show im Herbst nächsten Jahres für längere Zeit Station in der Hauptstadt machen wird.

Liederliste „The Run Away Tour 2019“

1. If only you
2. Det brinner i bröstet
3. Hör vad du säger
4. Dansa med mig
5. Undantag
6. Hålla emot
7. Innan du väcker
8. Amazing
9. Ta på dig jackan
10. De ba livet
11. Hornstullstrand
12. Dör för dig
13. För kärlekens skull
14. Så som i himlen
15. Super 8
16. Tänk på mig
17. Kandelaber
18. Skepp
19. In da club
20. Snacket på stan



8 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Bericht und die tollen Bilder. Göteborg durfte ich 2005 auch einmal besuchen. Eine wunderschöne Stadt! Leider war das Wetter nicht so toll.

  2. Sieht toll aus! Was schaut ihr Euch in Stockholm an? Magnus Carlsson? Den hab ich vor zwei Wochen gesehen und das war echt ein Highlight!

  3. Ich bin den schwedischen süssigkeit ja leider auch komplett verfallen, da kann ich peter gut verstehen.
    @dp, muss man diesen pontus kennen?

  4. Toller Bericht 😀 Auch gerade mit den „Kleinigkeiten“ wie den Pralinen oder dem Laptop über den Bahnsteig tragen – ich liebe sowas 😀 Danke Douze Points!

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