Talking Tel Aviv (10): Peter Urban – die (bereits zu?) langjährige Stimme des ESC

Er ist aktuell der wohl dienstälteste ESC-Kommentator: Peter Urban. 1997 trat er seinen Dienst an, ein Jahr nachdem der NDR die ESC-Verantwortung vom MDR übernommen hatte. Im ersten Jahr saß noch Ulf Ansorge in einer Kabine in Hamburg-Lokstedt, weil Deutschland mit Leon nicht bei der Show dabei sein durfte.

Aber 1997 wurde dann Peter Urbans weiche Stimme und sein pointierter Humor das auditive Markenzeichen für den ESC in Deutschland. Aufgrund einer Hüftoperation 2009 wurde er in Moskau von Tim Frühling als deutscher Kommentator vertreten. Entsprechend feierte Urban erst in Kiew sein 20. Kommentatoren-Jubiläum. Nach Lissabon und Tel Aviv steht der Zähler nun bei 22.

Allein bestreitet Urban die Kommentierung jedoch seit einigen Jahr nicht mehr, auch wenn nur er zu hören ist. Lukas Heinser (Foto unten, links), der sich in den Lena-Jahren als Videoblogger einen Namen in der ESC-Bubble gemacht hat, unterstützt den NDR-Mann. Das betrifft sowohl die Vorbereitung der Skripte für die drei Shows als auch die Begleitung während der Sendung. Ihn meint er, wenn Urban in der Sendung von „mein Assistent“ spricht.

So sehr für viele deutsche Zuschauer Urban zum ESC gehört wie der Braten zu Weihnachten, so sehr wünschen sich andere endlich mal etwas Abwechslung. Und zu kritisieren wäre sicher einiges, zumindest aber zu hinterfragen. Das bezieht sich nicht nur auf die vielen Versprecher bei der diesjährigen Kommentierung, die sich gerade dann häufen, wenn die geschliffen-humorvollen Texte offenbar von Heinser kamen. Und natürlich kann es wie in diesem Jahr auch mal eine Unachtsamkeit geben, wenn die Skripte nach den Halbfinals nicht auf aufs Finale umgeschrieben sind. Aber ist das wirklich innovativ, unterhaltend, abwechslungsreich?

Nein, ich werde hier nicht auf die Vorwürfe eingehen, dass Urbans Kommentare zu den Songs in den Halbfinals und im Finale meist identisch sind; das sind sie in vielen anderen Ländern auch. Aber ich habe den Eindruck, dass der NDR hier – wie übrigens auch bei Barbara Schöneberger – zu lange für denselben Job auf dieselbe Person setzt. Vermutlich aus Sicherheit. Denn Alternativen gäbe es.

Måns Zelmerlöw ESC 2015 Graham Norton Edward af Sillén

Natürlich ist Urban noch weit entfernt von Terry Wogans Rekord, der 37 Mal für die britische BBC den ESC kommentierte. Allerdings hängte er seinen Kommentatoren-Job mit 70 Jahren an den Nagel. Urban wurde im April 71. Dass die Nachfolge nicht schlechter sein muss als das Original, beweist ebenfalls die BBC mit Graham Norton (Foto unten, rechts), der den Kommentatoren-Job seit 2009 innehat.

Auf dem oben Foto ist in der Mitte Edward af Sillén zu sehen. Er kommentiert seit 2009 mit Unterbrechungen den ESC für das schwedische Fernsehen SVT. Ihm wird dabei meist ein ehemaliger ESC-Teilnehmer zur Seite gestellt; in diesem Jahr etwa Charlotte Perrelli. Einen ähnlichen Ansatz versuchte man auch bei Unser Lied für Israel, als Michael Schulte zumindest zeitweise neben Peter Urban co-kommentierte – oder ihm zumindest für Fragen zur Verfügung stand. Beim ESC konnte man sich zu einer solchen Neuerung nicht durchringen. Da bleibt dann wieder mal alles beim (sehr) alten.

24 Jahre jünger als Urban, aber auch schon seit 1999 ESC-Kommentator (ebenfalls mit dem Aussetzer 2009): Andi Knoll aus Österreich (rechts)

Wie seht Ihr das? Wie gut machte Urban den Job in diesem Jahr? Wie wichtig ist der deutsche Kommentator beim ESC ganz generell? Und was geht vor: Tradition, Innovation und/oder Abwechslung?

Bereits erschienene Talking-Tel-Aviv-Folgen

(1) Duncan Laurence, der lachende Dritte
(2) Leider ein berechtigter vorletzter Platz für Deutschland
(3) Dynamisches, emotionales und farbenfrohes Opening des Finals
(4) Braucht’s wirklich vier Moderatoren?
(5) Mehr ist mehr – aber nicht beim Pausenact
(6) Nordmazedoniens erster ESC-Sieg – bei den Juroren
(7) Sind KEiiNO die wahren ESC-Sieger?
(8) Muss man den eigenen Beitrag unterstützen?
(9) Macht’s die neue Punktevergabe spannender – und gerechter?



86 Kommentare

  1. So gerne ich den Urban auch habe, muss jetzt mal jemand ran der mehr Freude rüber bringt und vielleicht die Namen richtig aussprechen kann.
    Deshalb schlage ich Alina und Stefan von Eurovision.de vor.

      • Um Himmels Willen bitte nicht. Ich kriege schon cringe Attacken wenn ich ein Youtube Video von den beiden sehe. Das soll jetzt nicht gemein sein oder so, aber dann sollte man den Job doch mit jemandem ersetzen der Ahnung hat. Weil die haben die beiden halt nicht.

    • @escvegi genau meine Meinung entlasst den Mann in die wohlverdiente Rente und lässt endlich mal Junge ran! Alina und Stefan sind super. Und bei der Gelegenheit kann der Uran das ganze Looser-Team um diesen Thomas Schreiber mitnehmen? Bitte, bitte! Ich möchte endlich mal wieder dass wir deutschen ESC Fans mit Freude und nicht mit Scham den ESC schauen können.

  2. Wie im Artikel bereits erwähnt: Peter Urban ist als Kommentator Tradition. In einem Interview hat er mal erwähnt, dass wenn er „keine vernünftigen Sätze bilden könne und rumstottern würde“ er den Job niederlegen würde. Ich möchte dies keinesfalls heraufbeschwören, aber in diesem Jahr haben sich da einige Ansätze gezeigt.
    In einem so großen Land wie Deutschland dürfte es dennoch (Nachwuchs)talent geben, dass diesen Job übernehmen könnte. Was da intern beim NDR hinter verschlossenen Türen vorgeht kriegen wir ja leider nicht mit, aber da gibt es mit Sicherheit auch schon Pläne für einen Nachfolger.

    Ich würde es natürlich auch gerne machen, aber das will sicher keiner hören und wissen, vor allem beim NDR 😄

  3. Für den gewöhnlichen Fernsehzuschauer ist es zum Ritual am abendlichen Lagerfeuer geworden, wenn Peter Urban kommentiert. Unter Fangesichtspunkten ist das natürlich bedauerlich, wenn Abwechslung und Erneuerung negiert werden und die ESC-Kommentatorenbox zum Gnadenhof wird.
    Aber bei den öffentlich-rechtlichen und offenbar besonders beim NDR ist die Postenbelegung nach dem Peter-Prinzip geregelt. Nicht schön, aber man kann ja mal darauf hinweisen.

  4. In diesem Jahr habe ich erstmals auch gedacht, dass den Job langsam mal jemand „frischeres“ übernehmen sollte. Ich finde Peter Urbans Stimme sehr angenehm und kann sie weiterhin auf meinem Heimatsender hören, aber als Zeichen eines Neuanfanges wäre ein Wechsel wünschenswert. Auch Moderationswunderwaffe Barbara sollte nicht bis zu ihrem Ruhestand weitermachen.

  5. Ich mag Peter Urban sehr und höre ihm gerne zu. Der darf das gerne noch so lange weitermachen, wie er möchte. Und ich schätze, genau das ist auch die interne Absprache. Und das ist ja auch völlig okay. Dass es andere gibt, die den Job auch könnten, steht außer Frage.
    Und auch die Idee, einen Co-Kommentator ihm zur Seite zu stellen, halte ich für gut. Klappte mE auch mit Michael Schulte ganz gut beim VE.

    Und ich muss es leider auch sagen: Lukas Heinser geht gar nicht. Der Typ ist unfassbar selbstverliebt.

  6. Nachdem Peter Urban den Kommentatorenjob schon 22 Jahre macht, wird es Zeit für einen Neuanfang. Das gilt auch für die Moderation des Vorentscheides und gleichzeitig wird ja momentan auch nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin von Christoph „Pelli“ Pellander gesucht.

    Als Nachfolger von Peter Urban könnte ich mir gut Thomas Mohr vorstellen. Was die Moderation des Vorentscheides betrifft, wäre Ina Müller eine sehr gute Alternative, denn die ist schlagfertig und bringt immer gute Laune mit.

      • Tim kenne ich persönlich und er ist weitaus ambitionierter in Sachen ESC als der ganze Troß vom NDR.

    • Ich mag Ina unglaublich gern und liebe ihre „Kodderschnauze“, fürchte aber, dass sie nur im Norden so gut ankommt. Nicht Norddeutsche dürfen mir gern widersprechen!

      • Ich bin Nicht-Norddeutscher (aus Bayern) und kann dir definitiv nicht widersprechen – als Nordlicht findet man ihre Art vielleicht klasse, hier im Süden, naja … sagen wir mal so, auf dem Fischmarkt wäre sie mit ihrem durchdringenden Gekrähe auch ganz gut aufgehoben 😛

      • @ Bandido
        Dachte ich mir doch! 😏 Vermutlich fühlt Ina sich da auch viel wohler. Inas Nacht wird übrigens in einer kleinen Kneipe am Fischmarkt aufgezeichnet.

      • @DerKai: Bin auch als „Süddeutscher“ im #TeamInaMüller 😂 „Sabbeln und saufen im Schellfischposten“ 😀

      • @ESCFan2009
        Dann ebenfalls herzlich willkommen! Ina kann ja bei der Vorauswahl helfen. Ich mag ihre musikalischen Gäste häufig gern!

      • Ina ist megaaaaa….sowohl ihre Konzerte als auch ihre Moderation. Sie war schon bei „Queen Bee“ genial – und das aus dem Mundes eines Schwaben ^^ 😉

      • Auch ich halte Ina Müller für eine gut Alternative. Und es ist ein Irrtum das nur Norddeutsche mit ihrer Art klarkommen. Ihre Konzerte sind auch im Süden ausverkauft und ich liebe Inas Nacht. Grüße aus SÜD-Hessen

      • Ina , ich mag Dich auch so sehr ! Wenn wir 2020 in NERDERLAND gewinnen, bin ein Traeumer,
        wuensche ich mir das Du moderiest und Peter Urban weiter dem ESC die Stimme gibt.

  7. Ich bin nicht erst seit diesem Jahr von Peter Urban genervt. Ich finde ein Kommentator sollte möglichst neutral über die Teilnehmer berichten, um niemanden zu beeinflussen. Peter Urban wertet jedoch fast immer die Auftritte und das z.T. sehr vernichtend. Dieses Jahr kamen zudem die ganzen Versprecher hinzu.
    Ich würde einen frischen Wind sehr begrüßen. Auch mal einen Kommentator der Emotionen zeigt und ein bisschen enthusiastischer ist, wenn Deutschland Punkte bekommt (auch wenn es nicht immer viele waren) und auch mal den ein oder anderen Witz macht. Denn Peter Urban trägt in den letzten Jahren nicht gerade zur Unterhaltung bei.

  8. Die Versprecher finde ich jetzt gar nicht so schlimm. Kann passieren, und wirkt irgendwie auch sympathisch, meiner Meinung nach. Und ich mag Herrn Urban auch gut leiden, seine Stimme finde ich sehr angenehm. Trotzdem denke ich, sollte er sich mit persönlichen Meinungen ein wenig zurückhalten. Es genügt doch völlig, wenn er die Künstler vorstellt, vielleicht auch noch ein wenig die Postkarten beschreibt. Und natürlich die Punktevergabe kommentiert. Mehr braucht ein Kommentator gar nicht zu sagen, meiner Meinung nach.
    Vielleicht wäre es allmählich doch an der Zeit, jemand anders zu engagieren. Gilt übrigens auch für Frau Schöneberger, man hat fast den Eindruck, es gäbe keine anderen Moderatorinnen mehr in Deutschland.

  9. Hier feiert der Ageismus ja mal wieder fröhliche Urständ! Der Herr Urban macht alles in allem einen wirklich guten Job als deutscher ESC-Kommentator, mit genau der richtigen Mischung aus Fakten, Witz und moderater Kritik. Und er verfügt – ebenfalls kein unwichtiges Kriterium für einen Kommentator – über eine einprägsame, angenehme Stimme. Ja, gar keine Frage, dass andere den Job auch könnten; Tim Frühling hat das 2009 ja schon bewiesen. Aber Peter Urban gehört für mich zum ESC-Abend einfach dazu. Der darf das gerne noch so lange weitermachen, wie er selbst möchte. Gilt im Übrigen auch für die Babsi als Vorentscheids-Moderatorin. In dieser Beziehung bin ich gerne konservativ: wenn was gut funktioniert, kann man’s doch einfach mal so lassen!
    Das einzige, was mich ein kleines bisschen stört, ist, dass er im Finale die exakt gleichen Texte vorliest wie in den Semis. Wenn der NDR schon gleich zwei Mann für den Job auf Dienstreise schickt, dürfte es doch nicht zuviel verlangt sein, das innerhalb von zwei Tagen mal umzuformulieren.

    • Dazu, lieber Oliver, lege ich Dir den „Merci Cherie“- Podcast aus Österreich ans Herz. Dort gibt es eine Folge mit den Kommentatoren aus der Schweiz, Österreich und eben auch Peter Urban. Und ab ca Minute 24 geht’s um die Moderationstexte.

  10. Andy Knoll , so sehen Kommentare in einer ESC Blase aus, noch ein paar Jaehrchen und dann schieben Sie Dich auch aus dem Bild. Aber wir sind hier nur ein Kleiner Haufen. Andy , leg Bitte auch in den naechsten den Arm um Peter Urban seine Schulter.

    jetzt geht’s wieder los mit den Kommentaren: aus einem stolpern harmlos heiter wird bald ein Beinbruch und so weiter.

    • ach Andy noch was. bevor Barbara und Peter gehen sollen bekommen die beiden noch eine Verdienstmedaille , rausloben, siehe Kommentare hier.

    • @Peter Philipp: wahrscheinlich bin ich zum Plattenauflegen zu jung. In jedem Fall bestreite ich meine DJ-Sets nur vom Rechner. Und da bin ich ganz bei Peter Urban: ich mache das nur auf Anfrage. Wenn die nicht da ist, kann ich mich auch gut anders beschäftigen. Zum Beispiel hier bloggen 🙂

  11. Solange der NDR das Pferd reitet, bis es tot umfällt, solange hat der NDR auch keine Glaubwürdigkeit mehr, was den ESC als Ganzes angeht. Das Festhalten an alten, weissen Männern (um die unsägliche Metapher zu bemühen) wird nur weiter dazu führen, dass Neuerungen und frischeres Blut im Keim erstickt werden. Und man sich Jahr um Jahr an der gekünzelten Ahnungslosigkeit ergötzt, wenn es denn wieder null Punkte geworden sind.

    Daher: Wie Frau Schöneberger kann auch Herr Schreiber gleich Herrn Urban mitnehmen. Man sollte wissen, wann man gehen sollte. Es ist Zeit.

  12. Ja, auch ich finde es wäre Zeit für einen Neuanfang. Das sich Herr Urban dieses Jahr ein paar mal versprochen hat finde ich jetzt nicht so schlimm. Aber für mich repressäntiert Herr Urban zu sehr den ganzen NDR-Klüngel. Mir ist schon klar das man als deutscher ESC Moderator den deutschen Beitrag unterstützen muss aber zu sagen (bei Levina) „ich verstehe das gar nicht, uber 50% der deutschen Zuschauer haben sie doch gewählt“, geht gar nicht. Wenn man teilweise mit anderen Beiträgen sehr kritisch kommentiert (das finde ich auch gut) muss man aber beim deutschen Beitrag die gleiche Messlatte anlegen. Und ich finde auch das man sich beim deutschen Vorentscheid langsam von Barbara Schöneberger verabschieden sollte. Ich schätze Babara sehr aber es sollte mal frischer Wind da rein, auch um vielleicht mehr jüngeres Publikum anzusprechen und damit vielleicht (evtl. nur eine Wunschvorstellung) auch mal etwas progressiveres zum ESC zu schicken.

  13. Also ich glaube, von den „normalen“ Zuschauern hat kaum jemand ein Problem mit Peter Urban (ich im übrigen auch nicht) und es allen Fans recht zu machen, ist wohl unmöglich. Von mir aus kann er gerne so lange weitermachen, wie er will. Ewig wird das auch nicht mehr sein.

  14. Für mich als „alten ESC-Hasen“ bedeutet ESC=Peter Urban. Seine Stimme gehört nach über 20 Jahren einfach dazu. Außerdem ist er fachlich kompetent.
    Aber, ja aber trotzdem würde ich mir auch mal etwas frischen Wind wünschen. Der ESC hat sich in den letzten Jahren auch extrem verändert und es hat nicht geschadet, im Gegenteil.
    Vielleicht sollte sich Herr Urban künftig einfach eine/n jüngeren Co-Kommentatoren/in an die Seite holen und das Ganze damit ein bisschen auflockern. Einen Ghostwriter für Kommentare, wie anscheinend aktuell praktiziert, finde ich die schlechteste Lösung.

  15. Peter ist super lieb und kann angenehm sprechen. Die Versprecher passieren, aber auch er wird eben älter, ja. Und in Bezug auf so manchen Künstler war er mir dann doch zu bitterböse wie bei Katerine Duska – da muss man dazu sagen, dass hier ein Renaissance-Gemälde nachgestellt wird, anstatt sich ohne Kontext über das „Oma-Outfit“ lustig zu machen…

  16. An für sich mag ich die Stimme von Peter und man verbindet sie mit dem ESC. Aber dieses Jahr waren doch arg viele Versprecher drinne und die üblichen Floskeln nach den desaströsen Ergebnisse der letzten Jahren seit 2015 a la „Europa hat unser Lied nicht verstanden“ „Wer versteht dieses Ergebnis? – Ich nicht!“ „Keine Stimmen von unseren Nachbarn. Das liegt bestimmt daran, dass sie im Semi schon ausgeschieden sind“ „DIe Stimme war super. Und gesungen wurde toll“ nerven einfach nur noch…

  17. Der kommentiert immer noch? Kriege das gar nicht mehr so mit, gucke den ESC nur noch ohne Kommentar. Ich finde Urban an sich ja nicht schlecht, aber was mich stört, ist diese ständige Zuschauerbeeinflussung. Mag ja das ein oder andere Mal lustig sein (oder eben auch nicht), aber ich will nicht vom Kommentator darin beeinflusst werden, was ich gut zu finden habe. Dann muss er entweder bei allen einen Verriss machen oder bei keinem. Daher gibt’s bei mir den ESC nur noch ohne Kommentar. Den kommentiere ich dann lieber für mich selbst.

    Und ich finde es geht gut ohne Kommentar. Glaube auch bei einem neuen Kommentator würde ich nicht mehr mit Kommentar schauen. Aber es wäre trotzdem überfällig.

  18. Peter Urban ist Kult und gehört einfach zum ESC. Ich mag seine Stimme und gerade die wertenden Kommentare finde ich teilweise sehr unterhaltend (auch wenn ich sie musikalisch öfters nicht teile). Allerdings befürworte ich einen jährlich wechselnden Co- Kommentator (da gibt es viele interessante Leute, braucht man sich nur mal die eurovision.de Songchecks anschauen).

  19. Mich nervt Peter Urban schon lange. Ich bin sehr für  Tim Frühling! Er moderiert in Frankfurt seit Jahren unseren OGAE-Grad Prix sur le Main und macht das supersympathisch, schlagfertig und kenntnisreich. Genau die richtige Mischung aus Bissigkeit und ESC-Begeisterung!
    Barbara Schöneberger find ich nach wie vor klasse. Sie ist ja auch noch nicht 71😉
    Alina und Stefan find ich auch super; sie sollten neue Aufgaben bekommen.

  20. Andi Knoll wäre mir in der Tat lieber. Der letzte ESC war ja wirklich schlimm. Nicht nur, dass er immer die Texte vom Blatt abliest, aber so viele Versprecher hatte Peter noch nie.

    Um es mal vorsichtig zu formulieren, aber Urban ist nun mal Teil des Systems Schreiber. Ulf Ansorge musste man ja schnell wieder los werden. Ich habe seinen Kommentar nie gehört, aber nach dem, was mir zu Ohren gekommen ist, war klar, dass sein Verhalten nicht gerade förderlich war. Aber wenn Herr Meier-Beer damals nicht Urban gefunden hätte, weiß ich nicht wie Deutschlands Zukunft beim ESC gelaufen wäre. Da hat man in den mittleren 90ern ja eher einen großen Bogen gemacht, weil es dem eigenen Ansehen ziemlich geschadet hätte.

  21. Ich vermisse immer noch Ado Schlier 🙂

    Was Peter Urban betrifft, so stimme ich denen zu, die wie Kontrapunkt kritisieren, dass er die Zuschauer durch seine Kommentierung doch manchmal beeinflusst (über manche Titel macht er sich lustig, manche lobt er), aber das hält sich schon noch halbwegs im Rahmen, meine ich. Bissiger braucht er nicht zu werden, und mir gefällt auch, dass er mit den deutschen Teilnehmer(innen), die mit eher wenig Punkten aus der Wertung kommen, nett umgeht (teile also die von manchen diesbezüglich geäußerte Kritik nicht; Kommentare wie „Mich überrascht es überhaupt nicht, dass dieses Lied ganz hinten gelandet ist“ braucht es wirklich nicht).

  22. Ich habe den ESC damals gesehen und fand Ulf Ansorge gar nicht so schlimm wie viele immer behaupten und die Zuschauerbeschwerden überhaupt nicht nachvollziehen.

    • Ulf Ansorge damals war mega…noch immer einer meiner Kult-ESC-Übertragungen, wenn man das so sagen darf 😊 ist ja auch schon lange her.

  23. Es wäre doch eine ganz nette Idee, wenn Peter Urban (und in absehbarer Zeit jemand anderes) in Zukunft immer mit dem deutschen Vertreter des Vorjahres in der Kabine sitzt; bei ULfI hat mir das gut gefallen! Dann kann dieser von seinen eigenen Erfahrungen berichten, es darf aus dem Nähkästchen geplaudert werden und durch den Dialog kommt mehr Dynamik in den Kommentar. Dass Peter größtenteils Texte vorliest, hört man leider immer deutlicher.

  24. Ado Schlier war für mich auch der beste Kommentator.

    Einen Versuch mit einem ehemaligen Teilnehmer hat es ja 1988 gegen, als Nicole zusammen mit Claus-Erich Boetzkes kommentierte. Das war leider nicht so gut. Wer den ESC meiner Meinung nach auch gut kommentierte waren 1987 Christoph Deumling und Lotti Ohnesorge.
    Für mich braucht der ESC keinen Kommentator mehr und beim Peter Urban schlate ich den Ton auch eher ab bzw. freue mich auf die DVD ganz ohne Kommentierung.

    Ansonsten kann gerne mal jemand neues den Job übernehmen, dann höre ich vielleicht auch wieder zu.

  25. Der NDR sollte Tim Frühling wieder ans Mikro lassen, denn der hatte Peter Urban ja vor zehn Jahren würdig vertreten. Unter den ehemaligen Kommentatoren sind auch die Tagesschausprecher Werner Veigel und Jan Hofer dabeigewesen. Steven Gätjen oder Yared Dibaba könnte ich mir auch vorstellen, letzteren ja als Nachfolger von Babse Schöneberger als ESC-Vorentscheidgastgeber?

    • Steven 😍 Der darf gerne auch mal den VE moderieren! Ich finde den klasse, egal ob bei Schlag den Raab, Joko & Klaas gegen Pro7 oder der Goldenen Kamera… Der macht Sprüche und moderiert das trotzdem souverän weg…

      • Steven saß ja auch schon mal in 2011 bei einem der Semis bei Peter. Fand ich auch nicht schlecht.

  26. Ich bin noch nie ein Urban-Fan gewesen, da er mit dummen Bemerkungen schon so manches Lied schlecht geredet hat, was gut war. Was die einen für witzig halten, sehe ich als Meinungsmache. Von einem Moderator würde ich mir in dieser Beziehung mehr Zurückhaltung wünschen. Mich persönlich würde es erleichtern, wenn er endlich seine Hut nimmt. Tim Frühlings Moderation im 2009 war sehr viel angenehmer.

  27. off-topic: Keine Ahnung, ob bereits darüber in den Kommentaren geredet wurde, aber ich habe gerade ein Interview mit Carlotta in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung entdeckt. Besonders eine Stelle fand ich interessant, was sich viele auch schon vorab denken konnten:

    „Was kommt als nächstes? Wird es S!sters weiter geben?

    Wir überlegen. Wo treffen sich unsere Musikgeschmäcker, wenn wir Songs schreiben würden? „Sister“ war ja nicht unser Song. Wir wollen in Ruhe nachdenken und hatten noch nicht wirklich Zeit, darüber zu sprechen. Wir finden uns gut zusammen, wir haben Spaß miteinander und eine persönliche Verbindung. Das ist schon mal eine gute Voraussetzung. Aber wir wissen es noch nicht.“

    Klingt schon ganz anders als das „Wir machen auf jeden Fall weiter egal was passiert.“ Gefasel.

    • „„Sister“ war ja nicht unser Song. “

      Na, immerhin Problem erkannt und den Unterschied zu YLMWA im letzten Jahr. Jetzt muss das nur noch zum NDR vordringen.

  28. Ich bin und bleibe ein Urban Fan. Ich mag sein Understatement, seine subtile Ironie und seine ruhige Art. Viel besser als die so häufig anzutreffenden OMG-Schreier.

  29. Ich fand sowohl Ulf Ansorge als auch Tim Frühling um Längen unterhaltsamer als Peter Urban. Ich hab mich zwar mittlerweile auch einigermaßen an ihn gewöhnt, aber ich hätte auch überhaupt nichts gegen eine personelle Veränderung – Herrn Mohr oder Dr. Irving Wolther könnte ich mir gut vorstellen, Stefan und Alina durchaus auch, die wären aber schon eher die zweite Riege.

  30. Ich passe mich dem Niveau der Diskussion an und schlage den Sohn von Hans Rosenthal (ersatzweise Harald Juhnkes), Jürgen Drews (ESC-Teilnehmer) oder Andreas Kümmert mit Aly Ryan als Sidekick vor (ihr wisst schon – weil ganz, ganz pöööser NDR) .

    • Warum nicht ein Nachfahre von Lou van Burg? Dann wäre auch ein aktueller NL-Bezug sichergestellt.

      • Mir egal. Von denen ist Nachwuchs bekannt und der eine kann „Das war spitze!“ oder „Dalli Dalli“ als Votingaufruf einwerfen, der andere singt ein Potpourri aller ESC-Songs statt des Recaps.

      • @4porcelli-rowdy Rowdy 4ever,

        jetzt weiss ich wieder wer Du bist. Haben wir beide nicht 1964 , abwechslungsweise die Antenne auf dem Dach gedreht. Wir Nachbarjungen und Deine Tante Gertrud wolltre doch so gerne Ihren Liebling Lou van Burg sehen. Ach war das ein Ereignis: Der goldene Schuss.

      • Hahaha – ganz so old bin ich doch nicht ;-). Aber eine Tante Gertrud hatte ich, in HH-Wandsbek!

  31. Ich finde ja, das 22 Jahre genug sind. Früher wechselte jedes Jahr der Kommentator. Sogar Thomas Gottschalk hat einmal kommentiert. Ich finde man sollte mal jemand anders finden.

    • @4porcelli – rowdy rowdi 4ever

      ach, dann war das Dein Vater mit dem ich die Antenne gedreht habe. Tante Gertrud war Klasse, die hat 1976 in Japan das erste JVC Video Home System bestellt , teures Spiel, dass gabs noch nicht in Deutrschland. Und das alles nur wegen Lou van Burg. Von 1976 bis 1981 haben wir, fuer Tante Gertrud ,jede Sendung : Wir machen Musik, aufgenommen. Stimmt , da warst Du noch nicht geboren. Mit dem Video Recorder hast Du aber spaeter jeden ESC aufgenommen.

      Sorry manchmal bringe ich einiges Durcheinander , wie bei @Douze Points, der legt doch auch keine Platten auf, der macht Musik mit dem Rechner.

  32. Für mich wird Urban langsam zum Johannes Paul II. des deutschen ESC (und auch entsprechend lustig). Läuft der Vertrag mit dem NDR denn bis zum Ableben ? Ein selbstgewählter rechtzeitiger Rücktritt in Würde ist einer Ablösung – weils garnicht mehr geht – immer vorzuziehen. Meine Hochachtung hätte er, wenn er sagte: Schluss jetzt.

  33. Ich kenne eigentlich nur Peter Urban als Moderator des ESC, da ich erst seit 1998 dabei bin. Für mich gehört er einfach dazu. Er ist die Stimme des ESC. 2009 hatte er mir sogar gefehlt. War irgendwie befremdlich, eine andere Stimme zu hören.
    Da ich die letzten 3 Jahre immer live vor Ort war, habe ich die Kommentare gar nicht mehr mitbekommen.
    Beim Nachhören, ist mir aufgefallen, dass er früher schon mal bissiger war und man hört leider wirklich, dass es vorformulierte Sätze sind, die auch hörbar abgelesen werden und sich im Finale wiederholen. Früher war mir das nicht so aufgefallen.
    Von mir aus kann er das noch ein paar Jahre machen, bis er selbst keinen Bock mehr hat oder sich nicht mehr in der Lage fühlt. Er darf sich auch gern jemand dazu holen, um mal wieder frischen Wind reinzubekommen und damit es weniger abgelesen wirkt.

  34. Ich finde Urban sollte ersetzt werden. Ist ja schön und gut, dass er so viele Jahre schon dabei ist aber wegen ihm nervt mich die deutsche Ausstrahlung im TV. Es ist nicht mal, dass er sich oft verspricht, sondern eher die negativen Kommentare, die er jedem Teilnehmer entgegenbringt. Man kann ja seine Meinung äußern, aber muss man dabei so herablassend sein? Ich finde es echt unprofessionell so jemanden den ESC kommentieren zu lassen, wenn er nur gut über Deutschland reden kann und der Rest für ihn quasi Abschaum ist….

    • Lustig. Einigen ist er zu bissig, anderen nicht bissig genug. Wie man es macht …

      Und dass alles außer Deutschland für ihn Abschaum ist, stimmt definitiv nicht.

    • Das ist doch totaler Quatsch, dass für Urban alles außer Deutschland Abschaum sei. Manche Beiträge kommentiert er etwas bissiger (manchmal mag er damit zu weit gehen, aber wer für einen Beitrag, der ihm eigentlich gefallen hat, dann doch nicht anruft, weil Peter Urban „etwas Böses“ darüber gesagt hat, dem ist eh nicht mehr zu helfen), aber andere lobt er auch. Und oft ist er auch ziemlich neutral. Man darf selbstverständlich jemanden nicht mögen, aber man sollte fair bleiben.

  35. Ich bin ja so GAR kein Urban-Fan und finde, es ist allerhöchste Zeit, dass er geht. Als Nachfolger bitte Consi (Constantin Zöller). Da käm Leben in die Bude! Für Consi würde ich sofort eine Petition starten.

  36. Constantin Zöller würde ich als ESC-Vorentscheid-Moderator vorschlagen. Am besten zusammen mit Tobi Schlegl von N-Joy Radio, den ich in meiner Hamburger Zeit gerne gehört habe. Ansonsten würden mir da noch Bianca Hauda, Marvin Fischer (schmacht!), Jan Koeppen, Christian Terhoeven und Johanna Klum einfallen.

  37. Für mich gehört Peter Urban zum ESC. In den 90er Jahren wo das Niveau des ESC am Boden lag habe ich eigentlich nur wegen seiner witzigen Kommentare eingeschaltet. Ich glaube ein Co.Kommentator wäre gut um altersbedingte Schwächen zu kaschieren. Und die Wiederholung der Kommentare aus den Semis muss aufhören.

  38. Peter Urban ist Kult, ich liebe seine Stimme. Keine Ahnung wie er sich selbst sieht, aber bei nicht wenigen Zuschauern werden seine Ansichten von Gewicht sein, ob sie sich dessen nun bewusst werden oder nicht. Und es ist mindestens naiv zu glauben, dass seine „Bewertungen“ bei einem von subjektiven Eindrücken und Einschätzungen geprägten Wettbewerb ohne Auswirkungen bleiben. Der Mensch ist und bleibt suggestibel, sonst wäre auch jede Werbung für die Katz‘.
    Es hat leider was von Doppelmoral, alljährliche Liebkosungen nur dem deutschen Beitrag und vielleicht noch (eigenen) saisonalen Lieblingen angedeihen zu lassen, dies als „Fairplay“ und Respekt vor den Künstlern zu firmieren, um dann andere aus erfindlichen Gründen bissig-ironisch zu verunglimpfen. Geht gar nicht.
    Co-Kommentar könnte hier tatsächlich für Abhilfe sorgen.

  39. Ich mag Peter Urban an sich gern, seine Stimme ist extrem angenehm und er strahlt eine wunderbare Ruhe aus, was dem teilweise ja sehr lauten ESC ziemlich guttut. Dass er die Einleitungen zwischen Semi und Finale nicht ändert, stört mich einerseits auch, andererseits ist die Zahl der Zuschauer in den Semis so niedrig, dass ich verstehen kann, dass man es nicht für nötig hält, da gleich zwei Texte vorzubereiten. Und natürlich muss er die ablesen, sonst kommt er am Ende mit der Zeit nicht hin oder verhaspelt sich komplett. Nur vielleicht sollte er das etwas öfter üben, denn in den letzten Jahren klang es tatsächlich immer weniger flüssig und die Versprecher häuften sich deutlich. Das hat mich dieses Jahr doch ziemlich genervt, muss ich zugeben.

    Die wertenden Kommentare … da muss man doch drüber stehen. Ja klar, ein bisschen Beeinflussung mag da passieren, aber wenn Dänemark jetzt mein Lieblingsbeitrag gewesen wäre und dann kommt Peter Urban und sagt, das würde nicht mal mehr der KiKa spielen (wobei, das hat er glaub ich tatsächlich nur im Semi gesagt, oder?), dann würde ich da doch um Himmels willen trotzdem für anrufen – höchstens sogar noch einmal mehr, um dem blöden Kommentator eins reinzuwürgen. 😉 Auch Werbung funktioniert ja in erster Linie durch Penetranz, sonst müssten dieselben Spots nicht 29237402mal laufen, sondern nur 3-4mal. Und Urban kommentiert einen Beitrag genau einmal – und immer erst im Nachgang, nicht während der Postkarte. Ein bisschen Ironie gefällt mir persönlich gut, aber leider scheint das bei immer weniger Leuten anzukommen, ganz generell.

    Tim Frühling hat mir seinerzeit übrigens auch sehr gut gefallen, also wenn Herr Urban tatsächlich würde aufhören wollen, wäre er für mich ein hervorragenden Nachfolger.
    Die Idee mit dem Co-Kommentar gefällt mir irgendwie gar nicht. Wann soll denn Zeit dafür sein, dass sich gleich zwei Leute äußern? Der Kommentar sollte für mich im Hintergrund stehen, ein bisschen einordnen („Sie ist ihn ihrem Heimatland eine sehr erfolgreiche Künstlerin“ usw.), aber während der Beiträge, ob nun im Wettbewerb oder im Pausenprogramm, so viel wie möglich schweigen. Das kann man allein viel besser – und zwei Leute werden auch schnell albern zusammen, das würde mir kolossal auf die Nerven gehen.

    Allgemein meine ich, dass die Personalie des Kommentators echt unser geringstes Problem ist. Da ist die Frage, wer den VE moderiert, in meinen Augen viel wichtiger. Und ich mag Barbara Schöneberger durchaus, aber mir scheint, sie zieht das „falsche“ Publikum an. Ich gucke nicht viele TV-Shows und bin in der Moderatorenszene nicht so zu Hause, dass ich einen Top-Kandidaten nennen könnte, aber dass es niemanden gibt, der das so gut könnte wie Schöneberger und gleichzeitig ein etwas jüngeres Publikum vor den Bildschirm locken könnte, mag ich nicht glauben.

  40. Also ich bin Peter Urban-Unterstützer und er hat meine Kommentatorenwildcard, solange er es noch machen möchte und nicht solche Abnutzungserscheinungen und Selbstgefälligkeiten wie Thomas Gottschalk zum Ende seiner Wetten, dass..?-Zeit aufzeigt. Er ist ein Musikspezialist (das schadet beim ESC-Zirkus auch mal nicht!) und vom Otto-Normal-Zuschauer anerkannt. Ich schätze Thomas Mohr bei ESCUpdate, aber der ist für einen Kommentatorenjob massiv zu missionarisch drauf. Tim Frühling wäre hingegen in der Tat keine schlechte Nachfolge. Selbst die Yared Dibaba-Idee finde ich gut, wobei ich seine Haltung zum ESC aber nicht kenne. Alina und Stefan wären zu fanspleenig und sind beim Songcheck, aber beim VE und ESC-Kommentar nicht gut aufgehoben, vor allem nicht Stefan, sorry… Ich finde wirklich, dass der Kommentatorenjob nicht Deutschlands Baustelle ist. Da gibt’s ganz andere…

  41. Andi Knoll ist meiner Meinung nach viel unterhaltsamer und um Längen spontaner als Urban. Vorlesen kann man bei der Tagesschau, allerdings nicht beim Kommentieren… Ich schaue viel lieber beim ORF. SRF und ARD sind, was den ESC-Kommentar anlangt, zum Einschlafen…

  42. Das einzig positive an den ARD Übertragungen des ESC ist, dass es keine Werbeunterbrechungen gibt. Andi Knoll ist viel cooler, da können auch junge Leute mit. Peter Urban ist absolut kein Angebot für junge Leute und wenn er mal einen Witz macht, dann ist der erstens meistens nicht lustig und zweitens wirkt er vorbereitet.

    • Das ist eine sehr österreichische Sicht. Ich habe dieses Jahr kurz nach dem ESC mal bei Schweiz und Österreich reingehört und war enttäuscht. Obwohl jünger, hörte sich da nichts cooler oder frischer an. Und der Schweizer hatte zudem irgendwie Beklemmungen, seiner Freude Ausdruck zu verleihen.

  43. In Wahrheit ist die Jobbeschreibung von Urbans Kritikern gar nicht die eines Kommentatoren, sondern einer Alexa Sprachassistentin. „Alexa, lese mir die Fan-Meinungen zum dt. Beitrag vor.“, „Alexa, wer ist der Komponist des nächsten Beitrages?“, „Alexa, die ESC-Atmo loben“, „Alexa, eine Erinnerung für das Voting setzen“ …

    „Ist kult / war immer so“ usw., wären für mich schlechte Argumente. Und den ESC würde ich gerne mal für andere Milieus öffnen. Aber mit Peter Urban habe ich nun wirklich kaum ein Problem – und habe das auch nie woanders zu hören bekommen. Stimmt schon, dass mal ein Kommentar etwas zusammengewürfelt oder holprig abgelesen rüberkommt – finde das bisher aber nicht diskutabel und umständliche Formulierungen liegen oft an übertriebener Rücksichtnahme.
    Ich rechne ihm hoch an, dass er wenige Berührungsängste hat, er in die Fanforen reinschnuppert und mit seinem Musikverständnis nicht so festgenagelt ist wie viele, die sich jünger wähnen und hier auf sein Alter anspielen. Meistens bringt er die Widersprüche eines ESC-Beitrages korrekt auf den Punkt. Seine Ironie ist doch eher dezent rücksichtsvoll (ich wäre da ne Spur direkter). Und wenn er sich mal verrannt hat – kommt vor, so what?! Deutsche TV-Zuschauer sind da eher resistent. Urban beschränkt das ohnehin auf die Nachkommentierung (unterlässt es in der Anmoderation), also nachdem sich das Publikum sein Urteil bilden konnte.
    Wenn er den Job in den kommenden Jahren aufgibt, dann sicher aufgrund der körperlichen Herausforderung eines ESC. Hier konkreten Handlungsbedarf (wie von anderen schon erwähnt, an der falschen Baustelle) heraufzubeschwören, gleichzeitig aber Leute der selben Journalistengattung (oder aus dem Dunstkreis der Fans) zu promoten, ist total widersprüchlich. Nach dem VE19, wird der NDR das Experiment Sidekick (hoffentlich einem „bad cop“) vielleicht im Semi ausprobieren oder den Live-Stream mal parallel von einer spontan-coolen (jungen) Sau kommentieren lassen – nein, Alina & Stefan sind NICHT cool! Der Rest lässt sich seine Wunschkommentare von der dubiosen Alexa zuflüstern.

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