Talking Tel Aviv (6): Nordmazedoniens erster ESC-Sieg – bei den Juroren

Foto: Thomas Hanses

Für viele unerwartet qualifizierte sich die Nordmazedonierin Tamara Todevska aus dem vergleichsweise stark besetzten zweiten ESC-Halbfinale in Tel Aviv. Was an dem Donnerstag noch niemand ahnte: Diese Qualifikation war alles andere als knapp. So zog die Sängerin bei ihrem vierten ESC-Anlauf als Semi-Zweite ins Finale ein. Und dort bestätigte sich dann dieser Erfolg … aufgrund des schlechteren Votings der Zuschauer aber nur fast.

Denn es waren vor allem die Juroren, die sich in Tamara Todevskas Titel „Proud“ verliebt hatten. Sie voteten sie im zweiten Halbfinale auf Platz 1. Die am Samstag zusätzlich abstimmenden Juroren taten es ihnen gleich. Zusammen setzten sie den Titel im Finale ebenfalls auf den ersten Platz. Entsprechend stolz war die Sängerin beim Talk im Greenroom nach der Hälfte der Jurystimmen.

Nicht nur der ganz große Erfolg – der ESC-Sieg – blieb der Sängerin jedoch verwehrt. Aufgrund der fehlerhaften Berechnung der weißrussischen Jurystimmen wurde Schweden in der Show knapp als Sieger des Jury-Votings ausgerufen und stand daher letztlich im Kopf-an-Kopf-Duell bei der Bekanntgabe der Publikumsstimmen gegen Duncan Laurence. Eigentlich hätte dort aber die Nordmazedonierin stehen müssen. Denn mit 247 Jury-Punkten hatte sie nach der Korrektur der Wertung sechs Zähler mehr als John Lundvik aus Schweden.

Was hatten nun „Proud“ und Tamara Todevska, was unsere S!sters nicht hatten? Schließlich fischten beide Beiträge mit Feminismus-geprägten Ansätzen um die Gunst der Juroren und Zuschauer. War der Titel besser? Der Gesang? Der Auftritt? Musikalisch ist „Proud“ für mich weder ein aktuelles noch innovatives Werk. Der Gesang ist natürlich sauber und trotz der statischen Darbietung liefert Tamara auch visuell.

Dennoch ist der Erfolg von „Proud“ für mich nicht schlüssig, wenn ich mir die Regeln für die Bewertung der Juroren anschaue: „By judging each song each jury member will focus on the vocal capacity of the artist(s), the performance on stage, the composition and originality of the song, and the overall impression by the act.“ Auch die stringentere und letztlich auch überzeugendere Social-Media-Strategie von Tamara Todevska allein kann es auch nicht gewesen sein, die mehr überzeugte als die S!sters.

Was glaubt Ihr, woran es lag, dass Tamara Todevska von so vielen Juroren so positiv bewertet wurde? Diskutiert unter diesem Artikel.

Bereits erschienene Talking-Tel-Aviv-Folgen

(1) Duncan Laurence, der lachende Dritte
(2) Leider ein berechtigter vorletzter Platz für Deutschland
(3) Dynamisches, emotionales und farbenfrohes Opening des Finals
(4) Braucht’s wirklich vier Moderatoren?
(5) Mehr ist mehr – aber nicht beim Pausenact



59 Kommentare

  1. Proud war nicht mal in meiner Top 20. Aber nach dem Halbfinale schoss es in meine Top 10. Es hat einfach alles gepasst. Das Staging, Tamara selbst und ihre Stimme. Alles hat dazu beigetragen. Ich finde es immer noch schade, dass die Punkte falsch vergeben wurden. Dann hieß es nämlich am Schluss nicht Schweden oder Holland, sondern Nord-Mazedonien oder Holland. Das wär was ganz außergewöhnliches gewesen

    • Das war politisch von der EU vorgegeben. Es gibt kein Makedonien was nicht griechisch ist. Mit aller Macht für die USA eine Graue Zone auf dem Balkan. CiA und Co. Nein Danke. Aristoteles würde sich im Grabe umdrehen wenn er lesen würde das Alexander der Grosse kein Grieche war und der makedonische Dialekt nicht altgriechisch. Es ist so als ob man behaupten würde schwäbisch wäre nicht deutsch. Man man..jeder Dummdämel merkt was da abläuft.

  2. Also zwischen Proud und Sisters liegen Welten. Beide Songs sind zwar nicht sehr modern, aber Proud ist viel glaubwürdiger und emotionaler interpretiert worden. Die Komposition passt einfach viel besser zum Text und der Aussage des Songs.

    • „Sisters“ klang sehr künstlich und der Refrain bestand letztendlich nur aus einem Wort, daß gesanglich auch alles andere als harmonisch interpretiert wurde.

      „Proud“ war dagegen perfekt auf die Interpretin zugeschnitten und daher glaubwürdig.

  3. Wenn die „experten“ einen song am besten bewerten, der bei den zuschauern überhaupt nicht ankommt, dann sind die bewertungs-kriterien falsch. Ziel der jury sollte es sein, einen siegersong zu küren, der aktuell ist und die dem zeitgeist entspricht und so auch international erfolg hat.
    Klar, tamara hat gut gesungen, aber sowas will doch niemand nach dem esc hören. Soviel ich weiss, suchen sie in malta händeringend nach guten gesangslehrerinnen.

    • doch, @Rainer 1 so was will ich nach dem ESC hoeren. Und was suchst Du so Haenderingend: plumpe Beurteilungen?

      • 60 zuschauerpunkte, davon 50 von den nachbarn.( leicht gerundet)
        Und ich revidiere……fast keiner.

    • Ich verstehe die Logik nicht. Wenn die Jurys wie die Televoter abstimmen, brauchen wir doch keine Jurys mehr.

    • @Rainer 1: Nein, die Jury soll sich bitte keinen Deut um den Zeitgeist scheren. Sie soll die Songs, die sie für qualitativ am hochwertigsten hält am besten bewerten, und das hat oft mit dem Zeitgeist sehr wenig zu tun.

      • Seh ich komplett anders. Ich brauch jedenfalls keine jury die sagt, was gefälligst qualitativ hochwertig ist. Wenn dann hat es die jury gebraucht, um diaspora-und nachbarschaftsvotings auszugleichen. Aber mittlerweile praktiziert die jury ja genau dieses voting.

      • Aber wer braucht denn eine Jury, die sagt, was gefälligt zeitgeistig ist? Wenn das die Aufgabe der Juries sein sollte, dann wäre ich auch für deren Abschaffung.

    • Leider klingt „Spirit in the sky“ überhaupt nicht nach zetgemäßer Musik. Nach diesen Kriterien hätte dann ganz klar „Soldi“ gewinnen müssen und ich persönlich bin auch mit dem zweiten Platz sehr zufrieden.

  4. Ich gehöre zu denen, die Proud schon vorher mochten, das Lied sehr gerne hören und auch beim ESC dieses Lied in der Top 10 hatten. Und ich wurde geflasht. Der ESC ist neben Song auch ein Performance und Gesangswettbewerb.
    Und gesanglich hat sie (neben Albanien) das gesamte Teilnehmerfeld an die Wand gesungen-weil das Lied sehr schwer zu singen ist und sie wirklich immer fehlerfrei war. Ihre Performance war sehr simpel, natürlich und echt, was in einem Teilnehmerfeld, wo jeder den anderen mit möglichst mehr Bombast übertreffen will, einfach raus sticht.
    Der Song an sich ist nicht innovativ, aber er berührt.
    Unsere Sisters waren nicht echt. Das war ein Castingprodukt und dementsprechend war auch die Harmonie auf der Bühne. Die SHow war nicht gut, es war zu viel für natürlich und viel zu wenig für eine gute Show. Gesanglich war das auch nicht gut, die Stimmen harmonieren einfach nicht.

  5. In den Jahren, in denen es nur ein Halbfinale gab, rutschte Fyrom ins Finale und ließ Favoriten hinter sich. Danach sah es eher mau aus, vielleicht wollte der ein oder andere das Land ins Finale nach sieben Jahren verhelfen oder dachte, dass ein Debütant aufgrund des neuen Namens angetreten ist 🙂

    • FYROM rutschte damals immer ins Finale, weil alle Nachbarn dabei waren – als die dank Pots und 2 Semis aufgeteilt wurden hat es dann – meiner Ansicht nach verdientermaßen – halt nicht mehr gereicht. Und sie haben sich dieses Jahr Mühe gegeben, das wird halt auch honoriert, vor allem wenn ein Lied lange so traurige Ergebnisse hatte.

  6. Nord-Mazedonien hatte einfach das beste Paket im bei vielen beliebten Genre Musical-Ballade; andere Länder wie RUS, FRA, ISR, DEU versuchten es im selben Bereich, hatten alle aber mehrere Schwächen. Dazu kam eine glaubwürdige und sympathische Interpretin mit starker Stimme und ohne viel Zirkus – hier war eine gestandene Künstlerin mit ESC-Historie und nicht das 100. Casting-Sternchen.
    Darüber hinaus hat NMAC glaube ich under-the-radar eine sehr geschickte PR-Kampagne gefahren, die vor allem bei den Juroren funktioniert hat; es ist sicher kein Zufall, dass immer wieder dieselben Talking Points zu Proud auftauchten – starke Frauen (obwohl das textlich sehr banal war), Tochter, etablierte Künstlerin. hat offensichtlich besser verfangen, als die endlosen von vielen von uns geschätzten Instagram-Gym-/Strandbilder, die zunehmend austauschbar und nur den Eindruck „Casting-Sternchen“ erweckten. Fazit: Wäre nicht mein Jurysieger gewesen (hätte I oder NL erwartet), aber verdienter als die schwedische Musical-Nummer.

  7. Unspannendes Talkthema. „Proud“ ist Rise Like A Phoenix mit family values. Kompositorisch im gleichen Topf abgegriffen. Der Auftritt hatte … ihre Stimme … und sonst nichts flashendes. Ich interpretiere das als Konservatoriums-Kunstfertigkeitspunkte, die da vergeben wurden. Oder wie es in einer SMS an mich stand: „Waren die Jurys eigentlch alle gekauft oder was hatten die alle mit N.Mazedonien?“ 🙂

    Bezeichnend aber, dass es beim Publikum nichts gerissen hat. 37 Punkte aus Ex-Yugo plus 6 albanische Punkte im Televoting. Ansonsten Krümel, nicht einmal beim konservativem Publikum in UK gepunktet.

      • Danke, der Einwurf kommt wie auf Bestellung. Denn, was man bei ihm bekrittelte, gilt hier ja wohl ebenso, oder? Stichwort generisch …

      • Ich glaube ja, dass dich weder die kl. Anmerkung noch meine Kommentare so aufregen, dass du dich anschliessend beruhigen müsstest. 😉

  8. Fand das Lied vorher etwas öde, aber irgendwas an dem Auftritt hat dann doch berührt und gezündet. Wäre das giftgrüne Kleid nicht gewesen, wären vielleicht noch mehr Punkte drin gewesen…

  9. Was diesen Auftritt ausmachte, war die Stärke: Da steht eine selbstbewusste Frau und schmettert mit starker Stimme eine Hymne raus! a) vocals und b) Standhaftigkeit verstärkt durchs Bühnenbild und c) hymnenhafter Charakter = episch 😊 So wie Ed Sheeran „I see fire“ singt, wenn man beim Hobbit in die Schlacht zieht, so steht Tamara da als Bollwerk und haut einen raus. Das sind epische Momente!
    Sister war weder episch noch hymnenhaft…

  10. Balladen fallen bei mir normalerweise unter den Radar. Trotzdem haben mir neben Arcade und Proud von allen ähnlich gelagerten Songs dieses Jahr am besten gefallen. Warum, kann ich nicht sagen; aber der Auftritt hatte was von Patricia Kaas‘ Auftritt damals (schlicht, aber elegant) und das hatte mir wohl imponiert.
    Außerdem gab es im Vorfeld ein PR-Video, wo sie einem Mädchen mit Down Syndrom ein privates Ständchen sang. Das hatte mir irgendwie Gänsehaut bereitet und war noch im Kopf. Von da an hatte ich sie dann auch als sichere Qualifikation fürs Finale gesehen.

  11. Zunächst einmal stimme ich nicht zu, dass sich die Juroren in den Titel „Proud“ verliebt hatten. Es waren wohl vielmehr der stimmlich überragende Vortrag und die schlüssige Interpretation mittels Gesichtschoreographie. An jenem Samstagabend wirkte Tamara wie eine Künstlerin unter Amateuren. Diesbezüglich war sie der Konkurrenz meilenweit entfleucht. Bei unserer ESC-Party, deren meiste Gäste den Auftritt zum ersten Mal sahen, waren alle ganz ergriffen. Folglich hat Tamara auch die Abstimmung bei uns gewonnen.

    Nun bin ich ja überall als Tamara-Fan Nr. 1 bekannt, aber selbst ich denke, dass das soeben vorgebrachte Argument für einen Jurysieg nicht ausreichend ist. Deshalb ist es gut, dass wir das 50/50-System haben. Am Ende waren die beiden besten Beiträge vorne. Andererseits wäre auch der 13. oder 14. Platz, den Tamara im Televoting ergatterte, ungerecht gewesen. Fazit: Alles gut! 🙂

    Und noch eine Fußnote: Peter Urban hat es nach Tamaras Auftritt einmal mehr auf den Punkt gebracht: Er lobte den stimmlichen Vortrag, sprach aber nicht von einem Lied, sondern von einem Appell. *clapclap*

    • „Am Ende waren die beiden besten Beiträge vorne.“

      Für mich leider in der falschen Reihenfolge. Aber ja, dieses Jahr war ich auch erstmalig für das 50/50-System dankbar.

  12. „Proud“ gehört auch nicht zu meinen Lieblingssongs. Dennoch hat Tamara sowohl von der Ausstrahlung als auch von der Gesangsleistung voll überzeugt. Und die Jurys sollen ja wohl nach „Qualität“ werten, was immer damit gemeint sein mag. Ich gönne ihr den Erfolg bei den Jurys, sie wirkte auf mich auch sehr sympathisch und glaubwürdig. Aber mir war von Anfang an klar, dass das kein Song für den Televoter ist. Dafür ist er einfach zu altbacken.

  13. Ich denke der kleine aber feine Unterschied zu den S!sters ist vor allem das Wort Authentizität und alles, was daran hängt.

    .

  14. Tamara ist meine persönliche Gewinnerin. Da passte einfach alles zusammen. Sie bescherte mir den diesjährigen Gänsehautmoment. Davon gab es leider wahrlich nicht viele. Qualität überzeugt eben!

    @ ESCFan2009 Ich hätte es nicht besser formulieren können. Unterschreibe ich zu 100%.

  15. Eigentlich finde ich Nordmazedonien als Jurysieger nicht mehr oder weniger erstaunlich als Österreich letztes Jahr. 🤷🏻‍♀️ Bei beiden war es mMn in erster Linie der Gesang, der Song stand im Hintergrund. Ich halte die Juryvorgaben auch für zweifelhaft – es ist ja kein Gesangswettbewerb.

      • Der Eurovision Song Contest ist ein internationaler Musikwettbewerb von Komponisten und Textdichtern……….lt. wiki.

      • Nein, tatsächlich, der ESC ist kein Gesangswettbewerb, er ist nicht The Voice of Europe+. Natürlich spielt es eine Rolle, wie gut oder schlecht jemand singt, aber es geht doch um viel mehr als das.

      • Lustige Diskussion 😀 Song Contest heißt auf Deutsch Gesangswettbewerb. Ob die Lieder eigens komponiert wurden oder nicht unterscheidet der Begriff nicht. Früher standen Komponisten und Texter mehr im Fokus, aber schon lange wird der Preis an die Interpreten verliehen.

      • @Indigo: „Song Contest“ heißt auf Deutsch „Liedwettbewerb“. Ein Gesangswettbewerb wäre ein „Singing Contest“.

        Volle Zustimmung zu Rainer 1 und Inger Johanne. Zum Glück ist der ESC nicht „The Voice“, auch wenn natürlich der Gesang AUCH eine Rolle beim Gesamtbild spielt.

  16. Ich bin auch der Meinung, dass es hier eher um Interpretation, als um das Lied als solches ging. Hätte Deutschland „The day I loved you most“ gewählt, hätte die gute Tamara wohl nicht das Juryvoting gewonnen. Das war gut gesungen und nichts lenkte mit irgendwelchem Zirkus von der darbietung ab. Das mögen Musikfachleute wohl. Ansonsten wäre das aber der schlechteste Siegertitel aller Zeiten gewesen. Noch hinter Estland und Lettland 2001 und 2002. Es zeichnet sich ja schon seit mehreren Jahren ab, dass gesangliche Qualität bei eher klassischen Titeln und Authentizität bei den Jurys für ein paar Punkte gut sind. Der deutsche Beitrag war Reißbrett-Pop. Antiseptisch und steril und künstlich. Dass das sogar noch so viele Jurypunkte bekam, hat mich ehrlich gesagt sehr erstaunt.

  17. Tja, warum Tamara wohl besser war:
    – authentisch und glaubwürdig
    – eine starke Stimme
    – gut gesungenes Lied
    – von einer sympatischen Frau
    – eine imposante Erscheinung
    – mit klarem Staging
    – und einer glaubhaften Botschaft
    – welches einen einnahm, man musste einfach zuhören…
    also alles Punkte, die dem unsäglichen deutschen Beitrag fehlten.
    War doch gar nicht so schwer, oder?

    • Eher leicht. *lächeln* Cars10, EscFan2009 haben es am besten auf den Punkt gebracht.

      ‚Proud‘ ist für uns ein Lied, dass man nicht direkt einen Jahr zu ordnen kann. Zeitlos. Schwebend. Schleicht sich unter die Haut. Intensiv und dennoch distanziert. Das Cello …

  18. Tamaras Lied ist einfach so viel besser als unser Sister.
    Es ist ein Lied, dass nicht nur Frauen anspricht, sondern jeden
    Tell them, raise your voice and say it loudly
    Show them what it means to stand up proudly
    Tell them, this is me and thanks to you I’m proud
    Das kann jeden ansprechen und das Lied an sich ist auch 1000 Mal besser und hat vorallem Qualität.

  19. Feminismus? Ich dachte, sie singt ein Lied für Ihre Tochter? Was hat da schon wieder der Begriff Feminismus zu suchen? Nur weil sie ihrer Tochter in einem Lied sagt, wie stolz sie auf sie ist?

  20. Mein persönliches Highlight in diesem Jahr. Der Song hatte mich schon von Anfang an irgendwie gepackt.
    Genau für diese Diskrepanzen, Jury-Sieger Nord-Mazedonien, Televoting-Sieger Norwegen, bin ich totaler Fan des 50/50 Verfahrens.

  21. Der wesentliche Unterschied zwischen Deutschland und Nordmazedonien war die Inszenierung! Die aus Nordmazedonien war nämlich deutlich besser als unsere! Gesanglich waren sowohl Tamara als auch die Sisters auf gleicher Ebene.

  22. Tamara Todevska hatte wohl das, was bei aufrechtgehn als „Séverine-Moment“ bezeichnet werden würde.
    Sie strahlte mit ihrem Auftritt genau so viel Siegeshunger und Willenskraft wie anno dazumal Séverine aus, die damals ebenfalls – ich zitiere – die „[…] Ärmchen völlig entfesselt in die Luft warf und derartig enthusiastisch und voller glühender Verve sang, dass die Juroren gar nicht anders konnten, als sie zur Belohnung mit Punkten zu überhäufen.“

  23. Für mich bisher der mit Abstand beste Song den Nordmazedonien zum ESC geschickt hat, und im Gegensatz zu den deutschen „Schwestern“ kam die Botschaft hier auch glaubwürdig rüber.

    Dass der Song im Televoting eher mau abgeschnitten hat hat mich aber nicht überrascht, dafür war er dann wohl doch etwas zu klassisch.

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