Talking Tel Aviv (7): Sind KEiiNO die wahren ESC-Sieger?

So sehen Sieger aus: Der ESC-Kompromiss-Sieger Duncan Laurence aus den Niederlanden (rechts) und die Sieger des diesjährigen Televotings: KEiiNO aus Norwegen. Bereits im zweiten Semi-Finale hatten die drei das Zuschauervoting deutlich mit 170 Punkten vor Duncan Laurence (140) gewonnen. Wäre es nach den Juroren gegangen, hätten die Skandinavier jedoch nicht mal den Sprung ins Finale geschafft. Diese hatten sie nämlich nur auf Platz 11 gesetzt.

Im Finale landeten sie bei den Juroren nur auf Platz 18 (mit 40 Punkten, genauso viele wie im Semi). Wieder trennten die Norweger und den Niederländer exakt 30 Punkte im Televoting (291 zu 261). In den Jahren 2003 bis 2008 wäre damit klar gewesen: KEiiNO hätten mit „Spirit in the Sky“ den Eurovision Song Contest gewonnen. Sind sie also die wahren ESC-Sieger 2019?

In jedem Fall sind sie die Sieger der Herzen. Sie waren nicht der Fan Favourite Fail des Jahres. Und sie sind nicht nur Helden einer Nacht gewesen. Im Gegenteil: Neben dem ersten Platz in den norwegischen Charts gehörte „Spirit in the Sky“ zu den fünf, sechs Beiträgen dieses Jahres, die sich zumindest in einigen Hitlisten platzieren konnten – wenn auch nur auf den hinteren Plätzen und für kurze Zeit.

Mich hat dieser Erfolg von KEiiNO aus verschiedenen Gründen sehr gefreut. Die Teilnahme am norwegischen Vorentscheid und dann am ESC war für sie eine Herzensangelegenheit, für die sie gebrannt haben und ihren eigenen Weg gegangen sind. Sie waren wie beim Interview bei Eurovision in Concert in Amsterdam immer sympathisch und haben proaktiv ihre Botschaft gespielt: Akzeptanz von Minderheiten.

A winning fashion concept? Tom Hugo von KEiiNO (rechts) folgte der modischen Vorlage von Tomas N’evergreen (links), der 2010 zusammen mit Chanée immerhin den 4. Platz beim ESC belegte

Meinen größten Sympathiebonus bekamen die Norweger aber bei der Pressekonferenz nach dem zweiten Semi: Da saßen Alexandra Rotan und Tom Hugo zwischen den ganzen anderen Favoriten – Sergey Lazarev, Duncan Laurence, Chingiz, John Lundvik – und konnten ihr Glück kaum fassen. Aber sie waren nicht überdreht, sondern demütig und stolz und genossen jeden Moment. Hätten sie gewusst, dass sie gerade all diese Favoriten ausgestochen hatten…

Last not least freue ich mich auch ein bisschen darüber, dass viele der Befürworter der Abschaffung der Jurys beim ESC in diesem Jahr vielleicht doch ganz froh waren, dass es sie gibt und sie einen Sieg eines Euro-Stampfers mit Joik-Rap verhindert haben. Ich halte die Jurys ja durchaus für richtig und kann daher auch in diesem Jahr gut damit leben, dass es sie gibt. Der sechste Platz im Finale ist für mich, aber sicher auch die drei KEiiNOs mehr als sie sich erträumt hatten. Schön, dass es solche Überraschungen beim ESC gibt.

Bereits erschienene Talking-Tel-Aviv-Folgen

(1) Duncan Laurence, der lachende Dritte
(2) Leider ein berechtigter vorletzter Platz für Deutschland
(3) Dynamisches, emotionales und farbenfrohes Opening des Finals
(4) Braucht’s wirklich vier Moderatoren?
(5) Mehr ist mehr – aber nicht beim Pausenact
(6) Nordmazedoniens erster ESC-Sieg – bei den Juroren



53 Kommentare

  1. Das ist genau das, was ich auch gestern sprachlich kritisieren konnte (und ich meine das nicht böse, das ist im Grunde ein philosophisches Problem ganz allgemein): „um den Sieg gebracht“ oder „die wahren Sieger“.
    Das klingt, als wäre bei Game Of Thrones der rechtmäßige Herrscher (sofern es ihn gibt, aber egal jetzt) durch böse Kräfte auf das Unfairste überhaupt abgemeuchelt und um den Eisernen Thron gebracht worden 😀
    Wenn das System eines Wettbewerbs (50/50) vorher für alle bekannt ist, ist man kein rechtmäßiger Sieger, wenn man „nur“ eine Säule davon gewonnen hat.
    Und dass Tom Hugo sich hinterher beschwert, wieso es die Jurys gibt (https://wiwibloggs.com/2019/05/21/keiino-tom-hugo-it-is-strange-that-a-few-people-decide-half-the-points/239360/), ist das Allerletzte! Bitter lemon. Hat er doch vor der Bewerbung beim MGP gewusst, dass es beim ESC 2 Instanzen gibt…

    • Tom Hugo hat ja aber nicht am ESC teilgenommen, um seine Musik einer ,,professionalen“Jury vorzuträllern, sondern wegen den ESC Fans und der Chance des Singens vor ca:180 Mio Leute.
      Und der Aussage, dass es komisch ist, dass 246 Leute so viel Power haben wie alle Televoter zusammen, ist meiner Meinung nach auch zuzustimmen.

  2. Lustiges Fashion-Bilderspiel mit Thomas/Tom Hugo. In diese Faschings-Modelinie passt auch der Televotingkracher Michal Szpak (in rot). Die These scheint also zu stimmen. 😉

    Dieses Jahr waren weder Jurysiegerin noch die Televotingsieger besondere Aushängeschilder für mich und grundsätzlich finde ich es schöner, wenn der Gesamtsieger wenigstens in einer Abstimmung vorne liegt. .. So what?! Ich kann dir den letzten Absatz & dein Fazit nur komplett unterschreiben. Das System kommunizierender (Voting-)Röhren hat in diesem Jahr das .. annähernd 😉 .. bestmögliche Ergebnis herausgeholt.

  3. Ich bin wirklich froh, dass es das 50/50 System gibt. Die Jury Wertungen sind oft sehr seltsam… Die Publikumsstimmen aber manchmal auch. Und das Endergebnis ist dann meistens top, die Mischung macht es. Und für mich sind Keiino genau genauso wenig die „wahren Sieger“ wie Sergey 2016.

    • Ich stimme Dir voll und ganz zu, sehe ich genauso. Es gibt nunmal ein 50/50-System, so sind die Regeln. Wahrer Sieger ist dann eben Duncan, er hat auch als Einziger von allen Kandidaten Punkte aus allen Ländern bekommen. Vollkommen egal, ob von Jury oder Zuschauer.

      Das reine Televoting wurde aus gutem Grund 2009 abgeschafft und ich habe mich besonders in den letzten Jahren auch über manche Juryentscheidungen geärgert (Schweden 2018 auf Platz 2, geht´s noch?), aber dann kann so etwas vom Publikum auch revidiert werden. Die Mischiung macht es eben und dieses Jahr habe ich es richtig genossen, weil es spannend bis zum Schluß war.

      Um die Frage zu beantworten: Nein, Keiino sind nicht die wahren Sieger und das ist auch gut so !

      • Hola Mariposa!

        Nicht zu vergessen, San Marino im Televoting auf dem 10. Platz! Tss..

        Da war ich besonders froh um die Jury.

        Im Falle von Griechenland verstehe ich aber nicht die enorme Diskrepanz zwischen Semi und Finale.

        Auch Mikis 7 Punkte machen keinen Sinn, genauso wenig, dass Belarus so viele Punkte bekommen hat. Israels 0 Punkte von der Jury??

        Aber das größte Verbrechen haben wir noch gar nicht besprochen: Conan!

        Ich habe es mittlerweile verdaut, und habe es auch an dem Abend befürchtet (Bildregie ist die wahre Power), aber extrem schade ist es schon. Allein schon der musikalischen Diversität zu liebe.

        Ein wirklich gerechtes System wird es nie geben, dennoch muss die Jury besser besetzt werden, 100 Leute pro Land mindestens und bessere Kontrollen müssen her. Was heißt denn hier die verstehen nicht, 1-25 durchzunummerieren? Selbst ein Erstklässler versteht das.
        Auch auf höherer Instanz, Belarusgate kauf ich so nicht ab.
        Ob es nicht eher der Effekthascherei dienen sollte, ein populäres Land wie SW und NL zum Showdown zu haben?

        Ach, wie auch immer, watt soll’s.

        NL 2020 – neues Jahr, neues Glück!

      • „Um die Frage zu beantworten: Nein, Keiino sind nicht die wahren Sieger und das ist auch gut so !“

        *Unterschreib* ich so!

  4. Ich hätte mir Keiino durchaus als ESC-Sieger vorstellen können, doch am Ende ist es die Niederlande geworden. Mit dem Sieg im Televoting haben Keiino auf jeden Fall die Kritiker Lügen gestraft, die sie schon als FFF gesehen haben und schließlich eines besseren belehrt wurden.

  5. Von den 290 voting-punkten gehen 200 an den samischen guttural-gesang, 30 saara aalto-gedächtniss-punkte und 60 an alle(wie ich)die denken, das genau so ein esc song sein muss. Schade hatte tom hugo seine hundeohren nicht montiert

  6. Ich hätte niemals gedacht dass KEiiNO das Televoting beim ESC gewinnen würden. Und vor allem 12 Punkte auch aus Deutschland bekommen. But that’s ESC 😀 Der Sieg wäre außerdem genau 10 Jahre nach Alexander Rybak und demnach hätte der ESC 2020 in Oslo stattgefunden, und wir wissen ja alle welch gute Erinnerungen wir an Oslo hatten 😀 vielleicht hätte dann Deutschland auch 2020 gewonnen

    • Dann hat der NDR bereits einen Sündenbock, wenn wir nächstes Jahr auf dem letzten Platz landen: Die Jurys 2019 waren schuld! Sehr praktisch!

      • Dieses Jahr war es ja wohl wieder Angela Merkel oder irgendwelche Verschwörer, die zum Boykott aufgerufen haben….

  7. Ich bin gegen die Juries und für ein reines Televoting, für mich hätte Norwegen gewinnen können, obwohl es nicht mein Lieblingslied ist, aber wann gewinnt das schon.
    Ich bin für Demokratie und ich weiss nicht warum ein Vincent Weiss oder eine Anett Louisian sich besser auskennen sollen als ich, der ich mein Leben lang viel Musik höre und selber Musik mache.

    Wir sind das Volk, bin aber aus nrw.

    • Was hat denn der ESC mit Demokratie zu tun? Demokratie ist eine spezifische Form der Organisation des Gemeinwesens. Sie hat auch nichts mit Gerechtigkeit oder Gleichberechtigung zu tun: Es gab Demokratien, die kein Problem mit Sklavenhaltung hatten, Demokratien ohne Frauenwahlrecht etc.

      Der ESC ist ein Liederwettstreit, bei dem ich mir musikalisch glaubwürdige Sieger mit mit einem Mindestmaß an Qualität wünsche. Das klappt mit dem derzeitigen System mMn ganz gut. Seit 2010 gab es für mich nur zwei Siegertitel, die nun wirklich nichts ganz oben verloren hatten: 2013 und 2015 … und letzteres obwohl ich Måns ganz klasse finde. Wenn ich mir einige Nur-Televoting-Sieger anschaue, mag ich hingegen wie die Romanfigur Kurtz rufen: „The horror! The horror!“ 😉

      • Wer wäre Dein Siegfavorit 2015 gewesen ? Bei mir keineswegs Russland oder Italien, sondern ganz klar Aminata für Lettland.

      • Aminata? Oje, mittlerweile finde ich den Song ja ganz okay (damals habe ich ihn gehasst), aber als Gewinner hätte das Geschreie nun nichts getaugt.
        Über Emmelie haben wir uns ja schon verständigt. 😉

        Ich bin ehrlich, 2016 und besonders 2017 habe ich mich durchaus geschämt in der Schule für den Siegersong – mit Ell & Nikki und Conchita Wurst konnte ich ebenso wenig was anfangen.

      • Ich bin hier ja als ein ganz Lieber bekannt, der jede Meinung respektiert … aber wenn jemand schlecht über den 2017 Sieger spricht, ist eine Grenze erreicht. ‚Amar pelos dois‘ ist zusammen mit ‚Euphoria‘ (das ich persönlich gar nicht so mag) der beste Siegertitel seit 1963. Manchmal gibt es eben keine Diskussion. 😉

    • Ich bin absolut gegen reines Televoting, nie wieder !

      Allerding sollte man das Jurysystem dringend reformieren, es sollten viel mehr Mitglieder sein und vor allem weniger „Experten“ aus der Musikbranche, sondern eher ESC-Fans.

      • Vielleicht 5 Experten wie gehabt und dann noch zusätzlich 5 Fans, bzw. „musikinteressierte Laien“ (wie es damals noch so schön hieß).

      • @porsteinn Ja, das ist auch meine Top 2. Zwei Songs die ich sehr lieber, wobei meine Liebe für Rythm Inside (fast) unübertroffen ist. 🙂 2015 sowieso so ein tolles Jahr..

      • @Mariposa: Nein, bitte keine „Fans“ in der Expertenjury, sorry. Die wurde auch dafür eingeführt, Dinge wie Komposition, Text und Stimme zu bewerten und da hätte ich gerne Sänger, Komponisten und Produzenten drin! „Fans“ sind doch keine „Musikexperten“, das sind Leute wie du und ich, die einfach aus Spaß den ESC gucken („Unprofessionelle“) und die gehören ins Televoting! 😀

  8. Der Erfolg von Keiino ist dahingehend interessant, dass anscheinend das Publikum von den ganzen Botschaftssongs inzwischen schon wieder die Nase voll hat. „Spirit in the Sky“ ist Eurovision in sein essenziellsten Form, eingängig, bisschen trashig und vom aktuellen Musikgeschehen ziemlich weit entfernt. Und die drei haben ihren Song klar, ohne große Posen und im besten Sinne des Wortes „straight“ über die Bühne gebracht. Keine optischen Ablenkung, Kinderbildchen oder mehrsprachige Texte, damit es jeder Idiot versteht. Bestes Beispiel für ein überinszeniertes Chaos ist Miki aus Spanien. Sein ähnlicher Mitklatschklopper buhlt eigentlich ums gleiche Votingpotential, ist aber gnadenlos abgekackt.

    • „Spirit in the Sky“ ist doch auch ein Messagesong. Wir sind schwul, dick, gehören einer Minderheit an. Uns wurde Unrecht getan und Leid zugefügt, aber wir haben das duchgestanden …und jetzt haben wir gemeinsam Spaß und machen den Ballermann. Besonders Tom hat diese Botschaft ja in Tel Aviv 2 Wochen vor sich hergetragen wie die Monstranz bei der Messe …

      • Und genau das ist die Art von Botschaften, die ich gar nicht mag, aufdringlich ohne Ende. Zudem noch verpackt in stampfigen Europop mit ein bißchen Ethno.

        In diesem Fall kann ich wirklich sagen: Merci, Jury !

    • Das Publikum war doch in der Breite noch nie besonders „Botschafts“-affin. Bei „Toy“ war die Botschaft doch nicht viel mehr als das Tüpfelchen auf dem I. In erster Linie war das ein genialer Party-Song. Wie der zweite Platz Fuego auch. Salvador, Sergey Lazarev 2016 und Il Volo hatten alle nur allgemeine Liebessongs.

  9. Ich finde es gut, dass es die Jurys als zweite, korrektive Ebene gibt. Als es in den 2000er Jahren ausschließlich Publikumswertung gab schrieen alle wegen der vielen Tanzflittchen und Balkanblock die die niederen Instinkte zum anrufen aufrüttelten. Jetzt haben auch weniger populäre Lieder eine Chance: Jamala, Salvador Sobral, Duncan – und wenn Jury und Publikum übereinstimmen, noch besser!

      • Manchmal hat auch das Publikum Geschmack ! Ich hatte nämlich 2017 kurz vor der Publikumswertung kein so gutes Gefühl und wurde dann doch positiv überrascht.

  10. Glücklicherweise nein, aber wir wissen ja, dass so billiges Zeugs ab und zu beim Televoting zieht. Ich sage nur: Yodel it! Allerdings gebe ich zu, dass der Liveauftritt im Finale sehr sympathisch und enthusiastisch war. Leider ändert dies aber nichts an der Qualität des norwegischen Liedbeitrags.

  11. Mit dem Jury- und Televoting entsteht erfreulicherweise ein differenziertes Bild beim Ranking und es können sich mehr Acts über eine Wertschätzung freuen als wenn es nur ein einziges Ranking gäbe.
    Es sollte aber auf alle Fälle in Zukunft auf mehr Disziplin bei den Expertenjurys geachtet werden.

    Keiino waren auch für mich eine positive Überraschung im Teilnehmerfeld, was ich ihnen im Vorfeld gar nicht zugetraut hätte.
    Es ist verblüffend wie sich so ein Eindruck verändern kann, wenn man letztendlich die Teilnehmer im Gesamtfeld betrachtet. Hier waren sie bei mir mit Semi- und Finalauftritt ganz nach vorn gerückt.

  12. Ich bin weder für reines Jury-Voting noch für reines Televoting. So wie es jetzt ist, ist es gut. Und alle die rumjammern, das die Jury was verhindert hat. Alle schwafeln immer was von Diversität, aber wenn Jury und Televoting dann auseinanderliegen, wird dann gejammert. Ist doch gut, das Juries ne andere Meinung haben als Televoter. Ich habe die Norweger bei weitem nicht so gut gesehen. Alle wussten doch vorher wie die Regeln sind. Und das macht auch den Reiz des neuen Votings aus, das alles umgeschmissen werden kann, das macht es spannend und aufregend. So spannend empfand ich das Voting schon lange nicht mehr.

  13. Nein, sind sie nicht. Der Contest hat Regeln, die man gern kritisieren oder schlecht finden kann, aber die zurzeit nunmal gelten. Und wer teilnimmt, der kennt die Regeln und akzeptiert sie. Sieger nach den geltenden Regeln ist Duncan Lawrence, einen „eigentlichen“ oder „wahren“ Sieger gibt es ebensowenig, wie sich die Juries dadurch disqualifizieren, wenn sie weit vom Televotingergebnis abweichen, was ein immer wieder zu lesendes Missverständnis ist. Glückwunsch an die Norweger zur insgesamt immer noch sehr guten Platzierung!

  14. Dieses Jahr hat sich wieder gezeigt, wie wichtig das System aus Jury und Publikum ist. Weder der reine Publikumsvote mit Norwegen als Sieger und San Marino in den Top 10 noch der reine Juryvote mit Nordmazedonien und Schweden vorne wären wirklich zufriedenstellend gewesen. Das Publikum korrigiert die Jury und diese korrigiert wiederum das Publikum, wodurch dieses Jahr ein für mich perfekter erster und zweiter Platz herausgekommen ist. Abgesehen davon freue ich mich nächstes Jahr auf einen friedlichen und vor allem weniger politischen ESC in den Niederlanden

    • Eben… Aber es gibt halt anscheinend „Fans“, die jedes Jahr einen Grund zu meckern haben…

      Die Abstimmung war von der Dranaturgie her für mich eine der besten in der gesamten ESC-Geschchte, hat mir nach den Katastrophenentscheidungen vom ersten Semi den Jahrgang noch gerettet.

  15. Der wahre Sieger des ESC 2019 ist und bleibt Duncan Laurence. Daran ist weder irgendwas schäbig, noch sind Keiino die wahren Sieger. De Regels sind de Regels, und gemäß dieser Regeln war Duncan am besten. Und das sagt jemand, bei dem „Spirit in the Sky“ der Jahrgangsliebling ist (Arcade liegt aber auf Rang 2).

    Dass das Jurysystem dringend reformiert gehört, bleibt davon unberührt.

  16. Oh ja neben Albanien ist KEIINO mein absoluter Sieger dieses Jahr. Nicht nur Sieger der Herzen, auch Sieger meines Herzens!!!

  17. ESC-Fans in Jurys oder größere Jurys: Immer diese eigenbrödlerische Fan-Träumerei. Warum dann nicht gleich das OGAE-Poll übernehmen? Oder in der Halle per Akklamation abstimmen lassen? Und wenn ich hier immer lese, 10 oder 20 Juroren pro Land zu engagieren, überlegt mal Kosten und Aufwand eines solchen Programmes – manche Länder haben ja kaum mehr Teilnehmer am Televoting.

    • Vergiss nicht das Panel (auch wenn es bei manchen anscheinend psychologische Traumas verursacht hat)!

  18. Erstaunlich finde ich, dass Norwegen den schlechtesten Startplatz, der für die drei möglich war, erhalten hat, obwohl Norwegen schon im Halbfinale das Televoting gewonnen hat.

    • Ich denke, zwischen Israel und Großbritannien war sogar eher einer der besten Startplätze, um positiv aufzufallen.

  19. Ich hab jetzt nicht die ganze bisherige Diskussion gelesen und es sollte ja bekannt sein, dass ich großer Fan des Songs bin. Dennoch gibt es nur einen wahren Sieger, Duncan Lawrence. Sein Song hat die Leute berührt, er lag auf Platz Zwei im Televoting und hat aus jedem Land Punkte bekommen und wurde Dritter im Televoting und das hat zum Sieg gereicht. In meinen Augen hat er den besten Siegersong seit Jahren und überhaupt bin ich diesmal sehr mit dem Gesamtergebnis zufrieden. Auch wenn Hater des Songs vielleicht bestreiten, aber Spirit in the Sky war auch einer der besten Songs des Jahrgangs, dass man ihn nicht mag, kann ich aber verstehen, und wurde von der Jury überbewertet und von den Televotern überbewertet und ist auf einen verdienten Platz gelandet.

  20. Ganz klar ist Norwegen der ESC Sieger 2019, auch wenns nicht mein Lieblingssong war.
    Genauso wie Il Volo und Sergey davor.
    Das Publikum zählt und sonst nix, und die haben mit überwältigender Mehrheit Keiino gewählt.
    Gratulation an die Winkinger, hätte ich niemals erwartet dass deren Nummer so zündet!

    • Wusste ich noch gar nicht, dass wir nächstes Jahr nach Oslo fahren und nicht in die Niederlande, aber man lernt ja nie aus! 🙂

      • …und 1979 haben die Niederlande gewonnen, 1980 war ja schließlich der ESC in Den Haag.
        Man lernt halt nie aus! 😀
        Spaß beiseite, Hauptsache sie lassen das Voting so transparent.
        Würde mir nur eine Umkehr der Ergebnisverkündigung wünschen, damit der Televote Sieger mehr Anerkennung bekommt, so geht er doch ziemlich unter.

    • 30 Punkte Vorsprung vor dem zweiten Platz bei 41 teilnehmenden Ländern sind alles andere als eine „überwältigende Mehrheit“ – da gab es schon ganz andere Sieger mit wesentlich größerem Vorsprung! Egal ob es nur Juryvoting oder Televoting gab oder ob man nur Televoting oder nur Juryvoting zählt.

  21. Mal Tom Hugo fragen ob er nicht nächstes Jahr für Deutschland an den start gegen will er wohnt in Berlin weiß sogar wo wäre interessant zu sehen

  22. @thomas
    1979 hat Israel das 2 mal hintereinander gewonnen nur haben sie den Songtconest 1980 nicht ausgetragen und auch nicht teilgenommen wegen eines Feiertags und weil die IBA sich damals ausser stände ah den Content 2x auszurichten, deshalb sind Die Niederlande ist eingesprungen und deshalb fand das Festival in Dan Haag statt.
    Wo Übrigens Jonny Logan gewann von Katja Ebstein

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