The Roop legen Schlussspurt hin und gewinnen auch den Eurovision Fan Contest

The Roop Elbphilharmonie Hamburg On Fire ESC 2020 Eurovision Litauen

Lange sah es so aus, als würde Daði Freyr aus Island mit seiner Band Gagnamagnið und dem Song „Think About Things“ den ESC-Jahrgang 2020 mit einem Durchmarsch gewinnen. Also in dem Sinne, wie das eben in diesem Jahr möglich ist: Indem er viele der kleinen und großen Fanvotings gewinnt. Darüber haben wir an anderer Stelle schon berichtet.

Auf den letzten Metern gab es jetzt aber eine kleine Trendwende, wie wir das auch ab und zu schon beim echten ESC erlebt haben. Denn die letzten Votings konnte nicht etwa Island für sich entscheiden, sondern Litauen mit der Band The Roop (Aufmacherfoto in der Hamburger Elbphilharmonie) und dem Lied „On Fire“. Die Balten lagen am Wochenende nicht nur im deutschen Finale ganz vorne, sondern auch beim Eurovision Fan Contest, dem ESC-Ersatzvoting der OGAE-Fanclubs. Neben dem traditionellen Voting der Mitglieder durften diesmal auch nicht-organisierte Fans aus der ganzen Welt ihr Publikumsvoting abgeben. Das Endergebnis sah folgendermaßen aus:

Ergebnis OGAE Eurovision Fan Contest

Insgesamt also wenige Überraschungen auf den vorderen Plätzen, am ehesten könnte man hier vielleicht Ulrikke aus Norwegen auf Platz 6 erwähnen. Auch die Schweiz (Platz 3) und Deutschland (Platz 7) haben – wie bei zahlreichen weiteren Votings – sehr gut abgeschnitten. Österreich liegt leider etwas abgeschlagen auf Platz 33. Am Ende der Tabelle steht Benny Cristo aus Tschechien mit 0 Punkten.

Die komplette Punktevergabe beim Eurovision Fan Contest könnt Ihr hier auf YouTube sehen:

Wenn man all den genannten Votings trauen kann, wäre es in Rotterdam wohl auf einen Zweikampf zwischen Litauen und Island hinausgelaufen. Wobei sich in den letzten Wochen auch Gjon’s Tears aus der Schweiz zunehmend als Mitfavorit präsentiert hat und etwa im Voting des bulgarischen Senders BNT ganz vorne lag. Ben Dolic aus Deutschland lag in diesem Voting auf Platz 2, konnte sich über die letzten Wochen aber etwa bei der Wiwi Jury und beim Radiovision Music Contest durchsetzen. Wer beim Eurovision Song Contest 2020 ganz vorne gelandet wäre, wir werden es nie erfahren, aber spekulieren ist ja immer erlaubt.


30 Kommentare

  1. Es wäre Litauens bestes Ergebnis geworden und vermutlich hätten sich die Jungs durchgesetzt. Probiert es bitte noch mal, Inszenierung habt Ihr drauf 🙂

  2. Ich denke auch, dass es auf einen Zweikampf zwischen Island und Litauen hinausgelaufen wäre. Also hätte ein Land zum ERSTEN Mal gewonnen, und das sind für mich immer besondere Siege, gerade wenn mir die Lieder auch gefallen. Nächstes Jahr macht dann wahrscheinlich wieder einer von den üblichen Verdächtigen das Rennen.

  3. Ich glaube, es wäre auf einen dreikampf litauen/island/schweiz rausgelaufen. Entscheidend wäre da die live performance gewesen. Hätte dadi eine lahmarschige darbietung wie in hamburg hingelegt, wäre er schon mal weg vom fenster gewesen.

  4. Mittlerweile glaube ich, dass Island, gemessen an den Vorschusslorbeeren, einen enttäuschenden Platz in Rotterdam belegt hätte. (Also jedenfalls nicht den ersten Platz).
    The Roop haben in der Elbphi echt abgeliefert, mit der Performance hätten sie auch in Rotterdam abgeliefert, meiner Meinung nach🙂.

  5. ich denke auch es wäre Litauen geworden …ich spekuliere auf folgendes Endergebnis realistisch gesehn .. 1. Litauen 2. Island 3. Bulgarien 4. Schweiz 5. Malta 6. Russland 7. Norwegen 8. italien 9. Aserbadschan 10. Deutschland auf jeden Fall kristallisiert sich heraus das diese 10 Länder in den Top 10 gelandet wären vielleicht in anderer Reihenfolge ..Die nächsten Plazierungen im guten Mittelfeld folgen dann knapp und nicht so leicht einzuschätzen Sschweden Rumänien , israel Ukraine …Australien …

  6. Hätte ich mir sehr gewünscht,wenn Litauen es geworden wäre.Island wäre natürlich auch vorne dabei gewesen.Dritter Platz hätte eher ein anderes Land wie Bulgarien oder Malta oder so gemacht.

  7. Ltauen hätte ganz sicher nicht gewonnen.Top5 sicherlich, aber nicht Platz 1. Dazu habe ich zu viele negative Äusserungen in meinem Nicht-ESC-Bekanntenkreis mitbekommen.

  8. Vermutlich wären die Litauer bei den Zuschauern vorne gewesen, wären aber durch eine schwache Jurybewertung um den Sieg gebracht worden. So wie im letzten Jahr bei KEiiNO.

    • Das glaube ich gar nicht mal. Bei der Jury hätte wahrscheinlich Malta, Bulgarien, die Schweiz oder jemand ganz anderes (Albanien?) vorne gelegen, beim Televoting dann Island oder Russland. Litauen hätte aber gute Chancen gehabt, bei beiden in den Top 3 zu landen und damit zu gewinnen. Dass es dieses Jahr wieder auf einen Kompromiss-Sieger hinausgelaufen wäre, da bin ich mir sehr sicher.

      • Das hätte natürlich auch sein können. Das gab es ja 2016 bei Jamala, die beim Jury- und Televoting jeweils auf Platz 2 war und aber zusammengezählt die meisten Punkte bekam und somit Siegerin wurde.

  9. Abgesehen von diesen fast schon unzähligen ESC-Abstimmungs-Tam-Tam…unterscheiden sich die Ergebnisse kaum, wenn auch nur mit geringen Überraschungen.

    Leute, Leute…wie oft will man das denn noch abstimmen. Jetzt ist aber echt gut gewesen. Oder macht ihr die Abstimmungsprozesse solange bis Großbritannien gewinnt? 😀 haha

  10. Ist dieses Jahr so müßig weil eben kein offizielle Ergebnis die Fans in die Schranken weisen kann.Daher auch von mir nur die Fahrradkette: Denke Dänemark wurde hier unterschätzt dafür die Schweiz überschätzt (=FFF).
    Russland hätte um den Sieg beim Zuschauervoting (wie wohl auch in D. am Samstag) gekämpft da ist aber unklar, wie die Juroren das Lied bewertet hätten.
    Und wahrscheinlich hätte es wieder einen unerwarteten Juryfavoriten gegeben, Albanien oder so was.

  11. Ich hab bei Eurovision.de mal gefragt, ob die genauen Ergebnisse des deutschen Halbfinales und des Finales veröffentlicht werden. Hier ist die Antwort:

    Hallo lieber Uli Wagner, vielen Dank!
    Nein, die Ergebnisse werden nicht veröffentlicht. Es soll am Ende keine „Verlierer“ geben.
    Liebe Grüße
    dein Team von eurovision.de

  12. Z. B. Slowenien lag beim ESC 2018 sehr weit abgeschlagen bei den Buchmachern und ist dennoch fürs Finale qualifiziert gewesen. Es hätte also auch dieses Jahr sicher viele Überraschungen gegeben.

  13. Beim Auftritt von Ben hat man gemerkt, dass Live und Studioversionen meilenweit entfernt sein können. Es wäre alles ganz anders gekommen, wobei wir bei Island und Litauen wussten, dass die Auftritte stimmig sein können. Schweiz hätte bei der Jury sicher abgeräumt. Österreich hätte sicher einen starken Auftritt gehabt, als das Video es vermuten lässt. Violet Thing ist eines meiner Lieblingslieder in der Studioversion, allerdings erinnerte der Live Auftritt an die frühen 90er. Irgendwie habe ich da Belgien 2019 Vibes. Somit kann Deutschland wirklich froh sein, dass es zwar einen Fan Favoriten gab, der sichere FFF (Fan Favorite Fail) uns allen aber erspart blieb.

    • Glaube ich noch nicht mal………hätte da eher so Belgieen 2017er Vibes.Blanche hatte ja auch nicht die überzeugendsten Auftritte,trotzdem Platz 4.:So gut wäre es natürlich nicht gekommen(denke eher so an Platz 6-14).

  14. Das Ergebnis ist für mich recht akzeptabel, kann mir vorstellen, dass es so ausgegangen wäre.
    .
    Ausser der Platz von Slowenien🤢

  15. Wenn man sich das Ranking der OGAEs anschaut, dann hat Litauen verdient gewonnen, doch die Null Punkte für Tschechien sind nicht nachvollziehbar. Ich hätte Portugal auf dem letzten Platz bei den Fans erhofft. Schleierhaft ist mir auch, wie Rußland an Schweden 12 Punkte vergibt, sowas hat es beim echten ESC noch nie in einem Finale gegeben.

    Es gibt aber auch Positives und das ist der siebte Platz für Ben Dolic und „Violent Thing“ noch vor den favorisierten Ländern Malta und Rußland. Der größte Triumph ist aber der Sieg über Schweden, das mit dem zehten Platz noch gut bedient ist. Auf diesem hätte ich eher Rumänien oder Griechenland oder Israel erwartet.

    Sollte Ben nächstes Jahr wieder antreten dürfen, dann wieder ein Uptemposong und keine Ballade! Wir haben ja alle mitbekommen, was letztes Jahr mit der Ballade der Sisters passiert ist. Michael Schulte hate zwar auch eine Ballade in Lissabon 2018 am Start, die hinterließ aber auf Grund der Thematik einen guten vierten Platz mit vielen Punkten. Das Ziel Deutschlands für die nächsten zehn Jahre lautet: erfolgreicher als Schweden abschneiden und zum neuen Juryliebling avancieren sowie gute und wettbewerbsfähige Songs mit durchdachten Inszenierungen.

    • „Sisters“ würde ich eher als Midtempo-Song bezeichnen, weniger als Ballade🙂.
      Doch, ich könnte mir Ben sehr gut mit einer Ballade vorstellen. Man sollte immer schauen, bei welchem Musikstil kann der Künstler am ehesten sein Potenzial entfalten, und nach allem, was ich bei den TVOG-Videos gesehen habe, würde ich ihm ein ruhigeres Stück empfehlen. Seine Stimme klang auch viel angenehmer als bei „Violent Thing“. Aber das ist nur meine unmaßgebliche Meinung🙂. Bin ja eher Laie auf dem Gebiet, ist halt nur so ein Gefühl.

    • So geht’s mir auch. Wegen mir braucht’s dieses durchkalkulierte Prozedere mit einem nach komplizierten Kriterien zusammengestellten ESC-Panel überhaupt nicht. Eine Vorentscheidung ist für mich ein Wert an sich; deren Existenz mir wichtiger ist als eine gute ESC-Platzierung. Und wenn sich das ARD-Publikum einen Titel raussucht, der Letzter wird, ist das auch ok. Es ist nicht schlimm, Letzter zu sein.

      • Oh, da hat sich ein Punkt über ein Komma gedrängt, ohne dass ich es bemerkt hätte!

      • Mit dem „So geht’s mir auch“ meinte ich übrigens, dass ich in der Zukunft generell VEs haben möchte, meine Betonung lag auf „VE“, nicht auf „2021“ (es ging mir also nicht darum zu sagen, Ben Dolic soll nicht nochmal antreten).

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