Ukraine: Ausschnitte der drei potenziellen ESC-Songs von Go_A veröffentlicht – „SHUM“ doch im Rennen

In der Ukraine geht es in Sachen ESC 2021 jetzt plötzlich erstaunlich und unerwartet schnell: Erst vergangenen Freitag wurden die Jury und das konkrete Prozedere zur Auswahl des Beitrags der bereits gesetzten Band Go_A für den Eurovision Song Contest in diesem Jahr bekanntgegeben, nur drei Tage später hatte sich die fünfköpfige Jury dann auch schon für eines der eingereichten Lieder entschieden – und heute nun wurde bekannt, dass bereits morgen verkündet werden soll, um welchen Song es sich dabei handelt.

Ein wenig überraschend ist, dass auch der Song „SHUM (Шум)“ unter den drei potenziellen Beiträgen für den ESC 2021 ist, nachdem die letzte Veröffentlichung von Go_A zunächst als möglicher Wettbewerbstitel gehandelt, diese Spekulationen dann aber dementiert wurden. Da der Song in der ESC-Community sehr gut angekommen ist, dürfte es gut möglich sein, dass „SHUM“ auch tatsächlich das ukrainische Lied für Rotterdam ist. Allerdings müsste der Song dann noch gekürzt werden, aktuell ist er knapp vier (statt der erlaubten drei) Minuten lang.

Erste Hörproben gibt es auch von den anderen beiden Titeln, die in der Auswahl waren:

  • Rano (Рано)
  • Tserkovka (Церковка)

Kurze Ausschnitte der drei potenziellen ukrainischen ESC-Beiträge gibt es im folgenden Instagram-Post zu hören (für die anderen Lieder bitte auf den Pfeil nach rechts klicken).

Mit welchem dieser drei Beiträge Go_A im Mai am Eurovision Song Contest teilnehmen werden, erfahren wir dann also morgen. Wir halten Euch hier an dieser Stelle natürlich auf dem Laufenden. Welcher Song ist Euer Favorit?

Die Band Go_A besteht aus Kateryna Pavlenko, Ihor Didenchuk, Taras Shevchenko und Ivan Hryhoriak. Sie entstand ursprünglich aus der Idee heraus, moderne elektronische Musik mit ethnischen Einflüssen zu kombinieren. Mit dem Lied „Solovey“ wollte die Ukraine beim ESC 2020 zu alter Stärke zurückfinden, nachdem das Land seine Teilnahme im vorherigen Jahr zurückgezogen hatte und die Teilnahme auch im letzten Jahr aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten am seidenen Faden hing. Go_A sind auch gut in die Saison gestartet, konnten in unserem Songcheck 60 von 84 Punkten erreichenlagen beim ESC-kompakt-Index auf Platz 9 von 41 und wurden von der Mehrheit der ESC-kompakt-Leser für den ESC auf einen Platz zwischen 6 und 15 getippt.


26 Kommentare

  1. Also Shum gefällt mir sehr wobei ich mir jetzt nicht gut vorstellen kann ob er stark gekürzt die gleiche Wirkung hat. Tserkovka finde ich auch sehr spannend , mich interessiert gerade wie es weitergeht in dem Song ob da noch ein wumms kommt. Aber an Solovey kommt alles nicht wirklich ran

  2. Durch ihre recht dominante stimme tönt das alles irgendwie gleich. Ich erschrecke immer wenn sie anfängt zu singen, hab mich aber mittlerweile daran gewöhnt.

  3. Shum ist schon echt klasse und wäre wieder ein toller Beitrag , schade das er gekürzt werden muss .
    Die anderen beiden interesseren mich auch und werde mir diese denn sicher auch auf die Playlist packen .

  4. Ukraine vor ein paar Tagen: „Shum ist nicht in der Auswahl, wir veröffentlichen den Song am 10. März.“
    Ukraine heute: „Shum ist in der Auswahl, wir veröffentlichen den Song morgen.“ 😀

  5. Bei „Solovey“ hatte ich schon das Problem, dass ich nach drei mal anhören das Lied eher nervig fand.
    Eigentlich mag ich diese Mixtur aus Folklore und Elektropop. Aber ihre Stimme wir mit jedem Anhören nerviger.
    Da fand ich im vorletzten Jahr die Polinnen von Tulia besser.
    Shum kopier exakt das Konzept von Solovey, auch hier, interessanter Folklore-Elekromix, aber nervige Stimme.
    Nein, danke…

  6. Sorry, aber ich kann mit keinem der 3 Beiträge auch nur ansatzweise was anfangen. Finde ihre Stimme auch extrem unangenehm.

  7. Am besten gefällt mir „Shum“, aber die Hörprobe von „Rano“ gefällt mir auch sehr gut. „Tserkovka“ fällt schon etwas ab, wobei ich auf den kompletten Song gespannt bin, der Schnipsel war vielleicht nicht ganz so aussagekräftig.

  8. Was waren das noch für Zeiten, als die Ukraine mit Ruslana, Tina Karol oder Gaitana brillierte….es tut mir leid, aber der sog. „weisse Gesang“ ist einfach nix für (meine) Ohren. Bei Solovey musste ich auch stets leiser drehen in dem Moment wo Kataryna zu singen begann….

    • Christian, hier ist mal ein Beispiel wo unsere Geschmäcker auseinandergehen. Ich mag zwar auch die von Dir angesprochenen Beiträge, aber auch Go_A gehört für mich zu den ukrainischen Highlights. Und den hier so viel gescholtenen weißen Gesang finde ich wesentlich angenehmer als dieses Hin- und Herschwanken zwischen Brust- und Kopfstimme, wie wir es dieses Jahr bei einigen Sängern zu hören bekommen (ich hab‘ nicht grundsätzlich was gegen Kopfstimmen, Jimmy Somerville mag ich z.B. sehr).

      • @Thomas, naja klar – ab und an wirds natürlich auch mal Abweichungen beim Geschmack geben – aber unsere Schnittmengen sind schon sehr sehr hoch, stelle ich immer wieder gerne fest. By the way – auch um Missverständnisse zu vermeiden – es ist nicht so, dass ich Go_A per se nicht mag (sehr löblich ist hier ja vor allem traditionelles mit modernem zu verbinden und auch die Tatsache, dass sie bei der Landessprache bleiben) und „Solovey“ als Gesamtkunstwerk fand ich sogar Klasse – mich hat nur die doch sehr penetrante Stimme von Kataryna gestört, da wäre mE weniger mehr gewesen. Bei dem neuen Song jetzt ist ihr Gesang nun noch dominierender, da wirds dann für mich echt schwierig. Aber lass uns da nochmal die ESC-gerechte Kürzung abwarten, dann sehen wir weiter.

  9. Solovey ist kaum zu toppen, das war vom Beat und Aufbau die spannendste Nummer des letzten Jahrgangs.
    Da kommt „SHUM“ nicht ganz ran, aber es gefällt mir auch.
    Bin gespannt welcher Song es am Ende wird.

  10. sehr enttäuschend , nachdem mir Solovey sehr gut gefallen hat … Das hier ist reinstes Mittelmaß , am Besten eindeutig Shum

  11. Also der letzte Beitrag aus der Ukraine, den ich gefeiert hab, war „Under the ladder“ und das wird sich wohl auch 2021 nicht ändern 🙈
    Hoffentlich hat Tayanna 2022 Zeit. Oder Fo Sho 😍

    • So sehr ich mich freue, dass an Go_A festgehalten wurde (obschon ich mich auch auf ein neues Vidbir gefreut hätte), haben diese drei neuen Beiträge zunächst tatsächlich alle das Problem, nicht Соловей zu sein. Bei einem so guten Vorgänger noch nachzulegen, ist im ESC-Rahmen eben keine leichte Aufgabe (siehe auch The Roop), aber so wie an Discoteque finde ich ganz gewiss auch an Шум oder vielleicht ja sogar einen der anderen beiden Titel gefallen. Ein Platz in meiner Jahrgangs-Top10 ist Go_A jedenfalls relativ sicher (The Roop oder Gebrasy übrigens auch;).

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