UMK 2020 in Finnland: Erika Vikman singt „Cicciolina“

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Der zweite Beitrag für das finnische Finale des Uuden Musiikin Kilpailu (UMK) am 7. März wurde heute Nacht offiziell veröffentlicht.

Am letzten Dienstag wurden in einer kurzen Pressekonferenz alle Interpreten und Titelnamen bekanntgegeben, die am 7. März um die Gunst der Zuschauer und die der zehnköpfigen Jury kämpfen werden. Wir stellen Euch diese selbstverständlich alle vor, am Ende (also kommenden Freitag) könnt Ihr dann auch wieder für Euren Favoriten voten.

Nach den wenig zufrieden stellenden Ergebnissen der letzten beiden Jahre, hatte der ausrichtende Sender eine Umfrage unter den Zuschauern gestartet, welchen Auswahlmodus diese vorziehen und kehrte deshalb zum „alten“ UMK-Verfahren zurück, bei dem mehrere Interpreten mit einem Beitrag an der Vorentscheidung teilnehmen. Aus 426 eingereichten Titeln wurden intern insgesamt sechs für das Finale ausgewählt, die nun werktäglich offiziell veröffentlicht werden.

Auch Erika Vikman nahm schon an einer finnischen Castingshow teil: 2017 erreichte sie bei „Tähdet, tähdet“ („Stars, Stars“), in der die Teilnehmer wöchentlich unterschiedliche Genres bedienen müssen, immerhin den 5. Platz und bewies schon damals, dass sie durchaus auch eine „kleine Rampensau“ sein kann.

„Cicciolina“ ist ein energiegeladenes 80er-Synthie-Finndisco-Lied, für das die Politikerin und ehemalige Pornodarstellerin Elena Anna Staller alias „Cicciolina“ Pate stand. Wer jetzt aber denkt, dass „Cicciolina“ ausschließlich eine quatschige Spaßnummer ist, der liegt damit nicht komplett richtig. Erika ist es wichtig zu betonen, dass ihre finnischen Popsongs auch eine Botschaft besitzen. So weist uns Erika in „Cicciolina“ darauf hin, dass sich Weiblichkeit und Feminismus keineswegs ausschließen. „Ich glaube wirklich, dass mein Lied eine wichtige Botschaft vermittelt und ich glaube zu 100% daran“, gibt sie im Interview bekannt.

Wird „Cicciolina“ also der diesjährige #metoo-Beitrag beim Song Contest im Mai? Wir werden es sehen, die UMK-Jury zeigte sich allerdings begeistert und beschreibt den Song als einen Pop-Hit, der in zehn Jahren noch auf finnischen Junggesellenabschieden gespielt werden wird. Vorgetragen von einer „charismatischen Künstlerpersönlichkeit. Erika ist die richtige Person, um es auszuführen.“

Für ordentlich Spaß und gute Laune ist bei diesem Beitrag auf jeden Fall gesorgt, die ersten Fan-Reaktionen sind begeistert – auch bei ESC-Partys und im Euroclub wird der Titel sicher für volle Tanzflächen sorgen.

Wie gefällt euch Erika Vikmans Beitrag „Cicciolina“ – wäre er der richtige für Rotterdam?


54 Kommentare

  1. Immerhin ein Song auf Finnisch ! Ansonsten auch weit besser als erwartet, die Beats sind durchaus angenehm. In einem schwachen Jahrgang hätte so etwas bei mir Chancen auf die obere Hälfte.

  2. Wow! Meine hohen Erwartungen an meine „Vorab-Favoritin“ wurden nicht enttäuscht. Schönes Intro, guter Rhythmus und die finnische Sprache klingt auch super dazu! Tolles Styling, Ausstrahlung beim Singen, sassy und dynamisch. Darf gerne zum ESC fahren, wäre momentan meine Nummer 1 😍

    • Du spielst deine Rolle als JeG-Ersatz wirklich gut. 😉

      Auf Erikas Song war ich vorher tatsächlich auch am meisten gespannt und sie hat nicht enttäuscht. 🙂

      Wobei ich Tika mit meinem soft spot für Drama-Balladen tatsächlich auch nur sehr knapp dahinter sehe. Mal schauen, wer am Ende live die Nase vorn hat. Und was die nächsten Tage noch so kommt.

  3. Hey, wieder mal einer Meinung ! So hört sich „Retro“ an und das man gerne auch mal bringen. Nur bitte keine englische Version.

  4. Erika hat auch eine starke Affinität zum ESC bzw. Grand Prix. Es gibt einen Auftritt von ihr mit „Eläköö elämää“ (dem Beitrag von 1985). Ds Mädel kann was !

  5. Also irgendwie lässt mich der Song total kalt. Auch wenn der Song flott ist, reißt er mich nicht von den Socken. Aber wenn es den Finnen halt gefällt, warum nicht.

  6. Also, ich höre da im Intro eindeutig „Lay All Your Love On Me“ von ABBA. Bei der ersten Bridge ebenfalls, und dann im Refrain schon wieder. Na, wenn das man den Nachbarn in Stockholm gefällt…

    • Sagen wir mal so: Der Song stand dafür Pate, stört aber nicht wirklich. Im Text heißt es übrigens auch „Wein nicht um mich, Argentinien“…

  7. Jaja, die „tschi-tschi-olina“ gefällt mir ganz gut. Und wenn die erika sagt, dass es da auch noch ne me-too botschaft drin hat, wollen wir ihr das einfach mal ungeprüft glauben.

  8. Schöner Schwedenschlager … nur auf Finnisch. Mir gefällts. Ein Gewinner ist das für mich aber (noch) nicht – Finaleinzug wäre wohl auch schwierig.

  9. Love it, mal eine Nummer, die Spaß macht und sich nicht dafür schämt! Finnland macht ’nen klassischen Schweden-Schlager, der mir wesentlich besser gefällt als die Plastik-Songs des Nachbarn in den letzten Jahre. Könnte sogar durchkommen; die Konkurrenz in der VE ist wohl unterirdisch.

      • Es ist faszinierend, dassman keine Sekunde daran denkt „welche Sprache ist das?“; Finnisch fällt durch die vielen Vokale ja sonst immer sehr auf.

      • Da stimmte wirklich gar nichts für mich; der Song war so Plastik wie der Typ und seine Klamotten. Letztes Jahr war wenigstens der Sänger putzig (auch wenn ich das Lied immer sofort nach Hören wieder vergessen hatte).

      • 100% Zustimmung. Dachte immer, schlimmer als Robin Bengtsson geht’s nicht mehr. Wurde mit Benjamin Ingrosso eines Besseren belehrt. Ein Tiefpunkt der schwedischen ESC-Geschichte, meiner Meinung nach. (ups, off Topic, sorry).
        Also, mir gefällt Erika ausgesprochen gut. Erinnert mich an die tollen finnischen Beiträge der 80er Jahre, die meist sträflich unterbewertet waren, meiner Meinung nach.

  10. Die guten alten finnischen ESC-Schlager aus den 80ern und frühen 90ern („Eläköö elämää“, „Hullu Yö“, „Bye Bye Baby“) ins Hier und Jetzt übersetzt – ich find’s gut, kann aber auch jeden verstehen, der das Konzept ziemlich altbacken und modrig findet. 😉

    • Sicherlich – wenn aber die Alternativen die typischen The Voice/X-Factor-Stücke sind, die mittlerweile gefühlt aus fast jedem Land kommen, hat es wenigstens Alleinstellungsmerkmal.

  11. @ porcelli

    Witzig ist auch, daß es im Finnischen kein „f“ gibt. Gehört zu meinen Lieblingssprachen, obwohl ich nur von eins bis fünf zählen und guten Abend sagen kann.

    • Wo ihr beiden schon die Sprache ansprecht. So wie sie „tiukasti kii“ ausspricht, klingt das für mich immer als würde sie an dieser Stelle griechisch singen. 😀

    • Chapeau! Du sprichst bzw. verstehst die finnische Sprache. Ist aber auch lustig anzuhören. Wie jemand anmerkte, man merkt dem Song die Sprache nicht an, er macht Spaß. Wenn nur nicht die Nähe zu ABBA wäre, dann würde ich sagen: Könnt‘ ihr Finnen so machen!

  12. Nein nein nein. Bloß nicht das da wählen. Klingt mal richtig aus einem anderen Jahrtausend und es wurde sich sehr stark an Abba „inspiriert“.

  13. Kayra und Ruta wären auch nicht schlecht. Ich mochte ja schon „Invincible“ von Carola (sowohl Song als auch Person) nicht.

  14. Mich erinnert es ja am Anfang an „The Final Countdown“. Aber wenn ich das auf finnisch will, nehm ich gleich „La Sega Del Canto“.

  15. An alle Finnisch-Sprachigen auf dem Blog: Wenn sie von Maailman singt, geht es nicht darum, den Postboten zu vernaschen, oder? 😀

  16. Wer hört sich sowas freiwillig an?
    Retro hin oder her…. für das Finale sowieso ohne Chance außer ein paar verwirrte Retros 🙂

  17. You have ONE job Finland – don’t mess this up! Please! 😃 Bittebittebitte nicht anders voten (außer es kommt DO und FR noch der Knaller) 😀

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