Unser Lied für Israel: Gregor Hägele im Interview

Gregor Hägele Unser Lied für Israel Deutsche Vorentscheidung 2019 Song Writing Camp 2

Am 22. Februar findet in Berlin die deutsche ESC-Vorentscheidung „Unser Lied für Israel“ statt. Wir wollten mehr über die sieben teilnehmenden Acts erfahren und haben deshalb mit allen ein schriftliches Interview geführt.

Heute ist Gregor Hägele dran. Bei der Vorentscheidung singt er den Song „Let Me Go“, geschrieben im Song Writing Camp von ihm selbst, Jonas Shandel, David Jürgens und Tamara Olorga.

ESC kompakt: Wie stellst Du Dich und das, was Du machst, Fremden bei einer Party vor?

Gregor: Ich mache das, was ich liebe und feier.

Seit wann machst Du Musik?

Professionell erst seit ca. 2 Jahren, Aber auch als Baby war ich schon ein  hervorragender Schreihals und bin damit auch jedem auf die Nerven gegangen. 😉

Was war Dein tollstes, emotionalstes, erfolgreichstes Erlebnis im Zusammenhang mit der Musik?

Das war definitiv die „The Voice of Germany – Live in Concert“-Tour 2017/18. Das war wirklich ein unfassbares Erlebnis, in ausverkauften Hallen für und mit so vielen tollen Menschen Musik machen zu dürfen.

Was ist Dir bei Deiner Musik besonders wichtig?

Ich will, dass ich immer zu 100% hinter meiner Musik stehen kann. Deshalb muss sie authentisch, offen und vor allem ECHT sein.

Wie kam es zu Deiner Teilnahme an Unser Lied für Israel?

Ich wurde über Instagram und E-Mail von Werner Kloetsch kontaktiert und dachte zuerst, das wäre eine Fake-Nachricht. Aber nach und nach hat sich das ganze dann doch als wahr erwiesen und dann führte eins zum anderen…

Wie hast Du reagiert als Du erfahren hast, dass Du bei der TV-Show dabei bist?

Ich bin ausgerastet!! Ich konnte es gar nicht fassen.

Wie war das Song Writing Camp für Dich?

Das Camp war ein einziger Genuss!! Wirklich! Mir hat es unendlich viel Spaß gemacht mit so vielen tollen Musikern so viel tolle Musik zu machen. Wirklich, ich fand einfach alles daran genial!

Was kannst Du schon über Deinen Beitrag für Unser Lied für Israel verraten und was macht ihn besonders? 

Ich hoffe, dass mein Song „Let Me Go“ das Publikum genau so mitnimmt, wie er das bei mir jedes Mal tut, wenn ich ihn höre/singe. Im Prinzip geht es darum, seinen eigenen Weg zu finden, und letztendlich auch das Wissen, dass ich nur wirklich glücklich sein werde, wenn ich diesen Weg auch einschlage (in welche Richtung auch immer). Und gleichzeitig ist es auch ein Appell an die Menschen, die wir lieben, dass sie uns eben diesen Weg auch gehen lassen müssen, wenn sie uns wirklich lieben. „Let me go“.

Hast Du Dich schon vor Unser Lied für Israel für den ESC und die deutsche Vorentscheidung interessiert?

Ja total, letztes Jahr war ich sogar live in Berlin dabei! Aber damals habe ich natürlich nicht mal im Traum daran gedacht, selbst auf dieser Bühne zu stehen.

Und hast Du auch Lieblingslieder beim ESC?

Ja, die habe ich. Meine zwei Favourites sind  „Amar pelos dois“ von Salvador Sobral und „Euphoria“ von Loreen. Beide absolut genial!

Wie verbringst Du denn jetzt die Zeit bis zum Vorentscheid?

In der Zeit bis zum Vorentscheid wird viel hin und her geflogen. Ich selbst wohne ja in Stuttgart und die Action spielt halt in Berlin. Deshalb bin ich ziemlich viel am pendeln…

Gregor Hägele Unser Lied für Israel Deutsche Vorentscheidung 2019 Song Writing Camp

Zum Abschluss noch eine Schnellfragerunde:

Dana International oder Netta?

NETTA

Kibbuz oder Großstadt?

Beides (bin auf dem Land groß geworden, aber wohne mittlerweile in Stuttgart)

Hummus oder Datteln?

Rummikub oder Mau-Mau?

Hummus und Rummikub (gaaaanz sicher)

Berge oder Meer?

Uiiiii, das ist schwer. Auch beides! Ich liebe das Skifahren, aber auch Ibiza.

Bayern oder Dortmund?

Dortmund

Dein aktuelles Lieblingslied?

Lady Gaga & Bradley Cooper – Shallow

Deine erste CD?

Roger Cicero – Männersachen

Dein erster Job?

Aushilfe in einem Supermarkt

Wer begleitet Dich in Berlin beim Unser Lied für Israel?

Die wichtigsten Menschen in meinem Leben

 

In der Interview-Serie „Unser Lied für Israel“ sind bereits erschienen:

Makeda
Linus Bruhn
Sisters
lilly among clouds



24 Kommentare

  1. Wunderschöne Message.
    Ich analysiere zwei Angriffsflächen: 1. Titel und Message erinnern scheinbar an „Let It Go“. 2. sein junges Alter.
    Zu 1: Hier geht es aber wohl darum, dass die anderen Menschen loslassen sollen; bei „LIG“ war es eine stärkere Fixierung auf einen selbst. Zu 2: Na und? 😀

    • Das Alter wird hier nur von einer gewissen Person in den Vordergrund gerückt, wenn jemand jung aussieht wie bei Linus (was absolut schwachsinn ist).

  2. Meiner meinung nach wäre er der richtige, die message die er vermitteln will, auf deutsch vorzutragen. Ich finds immer noch schade, ist deutsch zumindest in deutschland, völlig out.

    • Glaube man erhofft sich einfach einen internationaleren Appeal, da auf Englisch seine Message ja auch verstanden wird. Bringt ja nicht so viel, wenn man eine Botschaft übermitteln möchte, die dann niemand versteht, man redet dann ja schon sehr aneinander vorbei.

      Aber man könnte es aber zumindest mal versuchen wie Italien letztes Jahr. Wichtige Schlagbegriffe oder einzelne Zeilen in Englisch oder allen möglichen Sprachen einblenden, während man dann in der Muttersprache singt. Wäre ein Jahr danach aber auch sehr abgeguckt.

    • Es muss einfach das Paket stimmen und wenn der oder die Künstler nicht Deutsch singen möchten, ist das halt so. Quotenregelungen oder zwangsaufgedrückte deutsche Songs führen am Ende nur zu einem neuen „Perfect Life“!

  3. Bei Floskeln wie „Musik muss echt sein!“ erwarte ich schonmal eine langweilige Schnarchballade, die uns jammernd vorgetragen wird und so schon 10000x sowohl beim ESC war alsauch generell geschrieben und gesungen wurde.
    „Echt“ ist heißt halt nicht originell oder spannend. Zwei Wörter mit denen ich ihn leider auch nicht beschreiben würde.

    Aaaaber ich bin offen mich von ihm überzeugen zu lassen, nur habe durch das Interview jetzt halt keine großen Erwartungen.

  4. Ich erwarte mir von der diesjährigen VE fast gar nix. Die einzigen die einigermaßen interessant sind, sind Aly Ryan und Lily among Clouds. Alles andere kann man vergessen. Und wenn ich solche Phrasen schon lesen, „Musik muss echt sein“. Und das von jemand der noch nicht mal Trocken hinter den Ohren ist und genau wieviele CDs verkauft hat? Ich bin mehr als enttäuscht von der Auswahl. Waren bei der Vorauswahl nur Ohrenkranke dabei? Oder hat die Redaktion von The Voice bei der Auswahl geholfen? Sind das wirklich die besten die dort im VE-Finale stehen? Gabs wirklich nix anderes als dieser Kindergarten, der sich beworben hat? Warum sind keine gestandenen Musiker dabei?

    • Wir kennen die Songs doch noch nicht mal. Deshalb ist es etwas gewagt, sich jetzt schon ein Urteil zu bilden. Zum Thema „gestandene Musiker“: Wenn diese nur mässige Songs präsentieren, eben weil sie sich auf ihren „Promibonus“ verlassen, haben wir damit auch nichts erreicht. Weil: International sind sie nämlich genau so ein „Nobody“ wie die jetzigen Kandidaten. Habe ich wohl an anderer Stelle schon öfters erwähnt. Wiederhole mich hier gerne. Also, ich bin sehr gespannt auf alle Künstler und freue mich auf die VE. Eben, weil es wohl keinen klaren Favoriten gibt. Jede/r hat die Chance. Ist doch cool!!

  5. Um Stuttgart als Großstadt zu bezeichnen, muss man wohl ganz tief im ländlichen Raum aufgewachsen sein. 😉 Aber schön, dass jemand aus dem Ländle dabei ist, wir werden ja oft übersehen …
    Ich frage mich immer, wieviele ESC-Beiträge die Kandidaten überhaupt kennen. Wenn man etwas weiter zurückschaut, gibt es ganz fantastische Beiträge, die nie erwähnt werden. Viel Erfolg!

    • Wie du an meinem Usernamen erkennst und sowieso von mir weißt, kenne ich auch nicht alle alten Beiträge, toggie. Wenn ich aber singen könnte und dir mein Lied gefällt, würdest du mich doch trotzdem beim ESC unterstützen, oder nicht? 😉 Manchmal habt ihr Ansprüche, die nicht ganz den objektiven Voraussetzungen entsprechen… 😂😂

      • Ich bin mir sicher, dass Du Dich informieren würdest, wenn Du am Vorentscheid teilnehmen würdest. 🙂

  6. Mag ja sein. Was mich einfach ärgert, das der NDR suggeriert hat, jeder interessierte Künstler oder Gruppe oder Duett könnte sich für den Vorentscheid bewerben. Man macht ein Riesenbohei um die Juries. Aber wer ist am Ende im Finale. Nur Castingshowheinis. Schon im letzten Jahr ist mir das sauer aufgestoßen. Es ist ja schon vielsagend, das beim Fragebogen, wenn man sich als Juror bewerben will, gefragt wird, welche Castingshow man sich anschaut. Und siehe da, wer ist im Finale: Zu 50% Castingshowloser, die es selbst da nicht weit gebracht haben. Aber dann suggerieren, jede Gruppe, Einzelkünstler oder Duett könne sich bewerben und hätte tatsächlich eine Chance. Dabei will man doch nur ehemalige The Voice-Kandidaten. Das kann man ja so machen, aber dann sollte man vorher so ehrlich sein und das auch so kommunizieren. Mich ärgert einfach das vehement gelogen wird beim NDR. Denn es gibt außerhalb von Castingshows gute Musiker in Deutschland. Hat sich anscheinend beim NDR noch nicht rumgesprochen. Das mag letztes Jahr einmal gut gegangen sein, aber das kann dieses Jahr gänzlich schiefgehen. Und ich sehe keinen Künstler in dieser VE, der auch nur ansatzweise das Format von Michael Schulte hat. Es sagt ja alles, das der NDR als Intervalacts Lena, Revolverheld, Lindenberg und Michael Schulte eingeladen hat. Wenn die VE-Kandidaten nur Mist sind, dann muß wenigstens das Drumherum gut sein.

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