Unser Lied für Rotterdam: Diesmal stehen die Songs an erster Stelle

Linus Bruhn Gregor Hägele Unser Lied für Israel Deutsche Vorentscheidung 2019 Song Writing Camp

Vor Kurzem haben wir noch über das Schweigen des NDR berichtet, da erreichen uns aus unterschiedlichen Quellen nun doch weitere Details zur deutschen ESC-Vorentscheidung 2020. So haben wir ein etwas klareres Bild davon bekommen, welche Idee hinter dem diesjährigen Auswahlprozess steht und wie weit die Suche nach dem nächsten ESC-Teilnehmer schon fortgeschritten ist. Offiziell vom NDR bestätigt oder kommentiert ist all das aber bislang nicht, ebenso wenig übrigens wie der Titel der Vorentscheidung „Unser Lied für Rotterdam“.

Nach zwei Jahren, in denen jeweils zuerst über einen mehrstufigen Prozess Künstler für die Vorentscheidung ausgewählt wurden, für die dann in einem nächsten Schritt ein Lied geschrieben oder ausgewählt wurde, wurde der Prozess in diesem Jahr geändert. Von Anfang an geht es jetzt darum, einen ESC-tauglichen Song zu finden – wie von uns schon an anderer Stelle vermutet.

Das äußert sich dadurch, dass in dieser Saison schon während des Auswahlprozesses Act-Song-Kombinationen bewertet werden, d.h. die Juroren bekommen schon zu einem früheren Zeitpunkt die potenziellen ESC-Songs zu hören und entscheiden (auch) auf deren Basis, ob ein Act weiterkommt oder nicht. Folgerichtig wird auch auf das Songwriting Camp (Aufmacherbild: Linus Bruhn und Gregor Hägele im SWC 2018) nach der Künstlerauswahl und auf die traditionellen Eurovision-Workshops verzichtet, so dass die Künstler also keine einheitlichen Videos aufnehmen, auf deren Basis dann bewertet wird. Stattdessen werden den Jurys sogar teilweise nur Audioversionen der Lieder vorgelegt, ohne das diese erfahren, wer da gerade singt. Der Fokus soll also offensichtlich wirklich ganz auf den Songs liegen – und weder auf dem (unter Umständen ja schon bekannten) Künstler, noch auf der möglichen Performance. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich nicht notwendig, sollte aber eine größere Rolle einnehmen, je näher das Ende der Auswahl rückt.

Dieses Vorgehen erinnert an den aktuellen ESC-Auswahlprozess der Schweiz. Auch hier liegt der Fokus auf den Songs und die Verantwortlichen behalten sich sogar explizit das Recht vor, Künstler und Songs im Laufe des Prozesses neu zu kombinieren. Ob das unter Umständen auch in Deutschland so gehandhabt wird, können wir bislang nicht sagen.

Nach unseren Informationen hat nach der Eurovisions-Jury nun auch die internationale Jury ihre Arbeit aufgenommen und bewertet aktuell die noch im Rennen befindlichen Künstler-Song-Kombinationen. Das könnte bedeuten, dass aktuell noch etwa 20 bis 50 Songs im Rennen sind.

Unklar ist nach wie vor, ob es eine öffentliche Vorentscheidungsshow geben wird. Nachdem die Zeichen zunächst eher auf interne Auswahl standen, ist nun wohl doch im Gespräch, eine Show in Berlin zu veranstalten. Sobald es dazu etwas Neues gibt, erfahrt Ihr es natürlich hier auf ESC kompakt. Stay tuned!



90 Kommentare

  1. Na das ist ja interessant. Da kann es ja jetzt nicht mehr lange dauern was vom NDR zu hören wenn ihr hier jetzt schon unbestätigte Infos veröffentlicht ^^

  2. Schon mal ein richtige Ansatz. Gute Sänger bzw. Sängerinnen hatten wir einige in den letzten Jahren. Ein guter Song ist viel schwieriger zu finden!

  3. Der vierte platz von luca hänni hat den ndr offenbar stark beeindruckt. Aprops schweiz. Es geistern bei uns drei namen herum, dj.antoine, bastian baker und vincent gross..

  4. Hoffen wir mal, dass an der Vorauswahl nicht dieselben Leute beteiligt sind, die „Sister“, „Wildfire“ und „Perfect Life“ durchgewunken haben. Und dass es trotz Fokus auf den Song dem siegreichen Act am Ende nicht an Authentizität mangelt.

    • Oh ja, die Hoffnung stirbt zuletzt! Wobei ich „Wildfire“ gar nicht mal sooo schlecht fand. Hätte ich auf jeden Fall eher mit leben können als mit „Perfect life“.

  5. Moment! Bei unserem diesjährigen Beitrag stand doch auch der Song im Vordergrund und die Sänger wurden dann passend dazugecastet. Ich habe so langsam das Gefühl, dass Douze Points Recht hat, wenn er vermutet, dass die NDR-Leute die Fan-Resonanz für das Debakel verantwortlich machen. Also „wenn wir S!sters erst kurz vor dem ESC veröffentlicht hätten, wäre das ein riesiger Erfolg gewesen.“ *schauder*

    • Genau, und dieses Lied kam beim ARD-Fernsehzuschauer und bei den internationalen Jurys besser an als die anderen 6, die nach dem jetzt verworfenen Modus entstanden waren. Eine hintere Platzierung bei 26 (meist) guten Titeln ist übrigens kein „Debakel“.

      • Beim Televoting beim ESC waren es exakt 0 Punkte gewesen. Sorry, aber das ist ein Debakel. Leider auch ein Debakel, dass sich angebahnt hatte, ganz unabhängig davon, was die deutschen Fans zum Lied gesagt haben. Ich möchte nur mal daran erinnern, was die Reaktion von der Presse vor Ort war bei den Proben war. Wenn da selbst ein William von den WiWis echte Probleme hat, dass noch schönzureden, dann weiss Du ungefähr was Sache war.
        Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich sage nicht, dass das Lied Sisters die letzte Grütze war. Ich würde es unter nett verorten. Das ändert aber nichts daran, dass der Aufschrei der Fans nicht das Problem war.

    • Ich sehe auch schon den nächsten „Concept-Song“ kommen. Prinzipiell ist die Idee Song vor Sänger nicht schlecht (auch wenn ich persönlich Künstler mit eigenen Songs bevorzuge), aber ob der NDR, der „Perfect Life“ bzw. „Wildfire“ und „Sister“ als geeignete, gute Songs für den ESC sah, jetzt so viel dazugelernt hat…?

  6. Ich hoffe aber das dann auch mal Songs in Frage kommen, die mal kein Sendungsbewusstsein haben, sondern einfach auch mal „nur“ unterhalten. Der Song vom Schweizer dieses Jahr hat ja auch prima unterhalten und wollte nicht krampfhaft eine Message ans Volk bringen und hat einen tollen vierten Platz erreicht.

  7. Was nützt es eigentlich, wenn Deutschland jetzt einen starken Song wählt, wenn am Ende beim ESC in Rotterdam 40 andere stärkere Songs dabei sind…? Vielleicht hätte Sister (mit einer besseren durchdachteren Inszenierung) auch in einem ganz schwachen Jahrgang besser abgeschnitten? Der ESC ist doch am Ende des Tages auch nur ein Spiel: Mal gewinnt, mal verliert man!

    • Nach einem längeren, äußerst komplizierten Abwägungsprozess (denn „warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht?“) würde ich Deine zweite Frage mit „nein“ beantworten.

      Zur Deiner ersten Frage: „Nach zwei Jahren, in denen jeweils zuerst über einen mehrstufigen Prozess Künstler für die Vorentscheidung ausgewählt wurden, für die dann in einem nächsten Schritt ein Lied geschrieben oder ausgewählt wurde, …“ geht es jetzt schon von Anfang an um den Song.

      • Eigentlich absurd, wenn man genauer darüber nachdenkt.

        2018 Schulte zuerst, YLMWA später -> Platz 4
        2019 Sister zuerst, Sängerinnen dazugecastet -> Sorry, Germany…

        Aber warten wir mal ab, ob man für 2020 ein besseres Händchen bei der Auswahl der Songs hat. Und der Künstler. Ich könnte mir vorstellen, dass Sister von Zwillingen gesungen besser herübergekommen wäre als von zwei definitiv nicht verschwisterten Sängerinnen, die man ohne jedes weitere erklärende Bühnenbild dahingestellt hat.

      • @porsteinn

        Extrembeispiel:
        2010: Lena war da, Schubladensong wird auf sie zugeschnitten -> Sieg
        2015: Ann Sophie war da, Schubladensong wird auf sie zugeschnitten -> Letzte

        Der Kontext war natürlich jeweils ein anderer, aber dieses Beispiel zeigt ganz gut, dass es DAS perfekte Verfahren eben nicht gibt. Michael Schulte war in jeglicher Hinsicht ein Glücksgriff, aber in der Rückschau auf die letzten beiden Jahre zeigt sich, dass es schwieriger ist, ausgesuchten Interpreten einen richtig guten Song zu beschaffen als wohl vorher gedacht. Daher ist es eigentlich eine logische Konsequenz, den Fokus verstärkt auf den Song zu legen und so früh wie möglich vergleichbare Gesamtpakete herzustellen, auch um ein erneutes „Sister“-Szenario zu verhindern. Wenn man jetzt noch richtige Choreographen engagiert und nicht wieder alles an Ladislaus Kiraly hängen bleibt, scheinen wir wohl auf einem ganz ordentlichen Weg zu sein 🙂

  8. Nun ja, über die Definition dieses Begriffes lässt sich streiten 🙂 , ich bin da wohl nicht so streng wie Du und bewundere alle, die diese Strapazen auf sich nehmen und unter all dem Druck doch meist sehr passable Auftritte hinbekommen.

    Mir gefällt übrigens nicht nur, dass der Song jetzt von Anfang im Mittelpunkt steht, sondern ganz besonders auch, „dass in dieser Saison schon während des Auswahlprozesses Act-Song-Kombinationen bewertet werden“.

    Und jetzt noch eine VE und keine interne Nominierung, dann passt alles!

    • Oh, da habe ich wohl auf den falschen „Antwort“-Knopf gedrückt. Das eben sollte sich auf Bernd um 13:56 Uhr (nicht um 13:37 Uhr) beziehen und mit „diesem Begriff“ meinte ich „Künstler“.

  9. Wenn man jetzt einen „ESC- tauglichen Song“ sucht, kann wieder alles schief gehen. Es braucht endlich Mut, einen originellen Song bzw ein extravagantes Lied einzureichen.

  10. Man kann nur hoffen das nicht wieder die 08/15 Komponisten beauftragt wurden. Wir haben sehr gute Komponisten, die nix mit dem ESC am Hut haben. Genau diese braucht es jetzt.

    • Finde ich gut. So hat man nicht mehr die Katze im Sack, leider scheinen die Teilnehmer an der Komposition aber gar nicht mehr teilzunehmen.
      Entweder kommen geile Kombinationen aus Song und Sänger oder aufgedrückte mittelmäßige Levina-Songs dabei heraus.

      • Zumindest laut FAQ auf der digame-Seite war es durchaus vorgesehen, dass mit den Interpreten in der engeren Wahl auch „Songwriting Sessions“ abgehalten werden. Ausgeschlossen ist das also nicht.

  11. Ähm…irgendein Jury-Mitglied hat wohl gegen einen sehr, sehr teuren Vertrag verstoßen oder ihr habt eure Infos woanders her. Etwa von Eurovision.de?

  12. Na spitze…der tolle Zauberalgorithmus, der den Totalflop beschert hat, wird von Digame kurzerhand durch die Schweizer Glücksformel ausgetauscht und dann ist sofort alles gut. Die nächste Dorfsau passend für die nächste Katastrophe. BessengeneverBernd hat den Durchblick. Die Brille von Herrn S. ist das Problem.
    War übrigens schon immer so.

  13. Bei solchen Erst-Song-dann-Künstler-Konzepten ist der NDR mehrfach abgeschmiert – ganz frisch mit den S!sters. Naja, man kann es diesmal erneut versuchen. Mir bleibt es für immer ein Rätsel, wie man nach zwei letzten Plätzen das extrem langweilige Lied „Perfect Life“ überhaupt zu einem Vorentscheid zulassen konnte. Und nach nur zwei Jahren danach die Nullnummer „Sister“. Haben diese Menschen alle keine Ohren? Gleiches kann ich nur über „Ghost“ und „Black Smoke“ sagen. Beide Lieder habe ich schon nach zehn Sekunden gehasst und „Ghost“ als seeeehr ödes Lied hätte niemals zu einem Vorentscheid zugelassen werden dürfen.
    Ich hoffe, dass ich 2020 kein fünftes Lied in diese Liste hinzufügen muss. Falls das alles nicht wird, dann wünsche ich mir einen klassischen Vorentscheid mit Künstlern, die einen Song selbst mitbringen und mit Künstler meine ich keine B-Ware aus Castingshows aka Andreas Kümmert oder Jamie-Lee. Man muss sich vorstellen, dass 2013 der einzige „saubere“ VE ohne Casting-Anteil war und das seit 2008, also 12 Jahren! Sonst wurde der klassische VE immer mit „Pre-Castings“ verunstaltet: 2014 mit Elaiza-Wildcard, 2015 mit Ann-Sophie-Wildcard und 2016 mit Jamie-Lee-TVOG. 2017, 2018 und 2019 waren sogar reine Castings. Ich denke, die Zeit ist reif für einen klassischen Vorentscheid ohne Casting-Schnickschnack. Vielleicht ab 2021?

    • „…dann wünsche ich mir einen klassischen Vorentscheid mit Künstlern, die einen Song selbst mitbringen“ und „Ich denke, die Zeit ist reif für einen klassischen Vorentscheid“.

      Wow, bei diesen Punkten kann ich Ruhrpottler voll zustimmen!! Und 2013 fand ich auch den besten Vorentscheid in diesem Jahrzehnt 🙂

      Damit die Euphorie über diese außergewöhnliche Übereinstimmung nicht zu groß wird, sei hier noch kurz der Begriff „B-Ware“ kritisiert …

  14. Solange ich keines der Lieder gehört habe, kann ich mir jede Kritik am NDR sparen. Das kommt dann zu einem späteren Zeitpunkt ;-).

    Glaube ich daran, dass „ESC-taugliche Lieder“, was immer das auch sein mag, gefunden werden? Nein, nicht bei der Historie. Und nicht bei der Hörigkeit des Senders am Nullformat „The Voice of Germany“, seinen unsäglichen formattauglichen Sängern/Liedern und dem fanuntauglichen Studios in Berlin.

    Ich freue mich auf den Quark, der da gerade angerührt wird. Riecht jetzt schon sauer.

  15. Mein Gott, das übliche sinnbefreite Gezicke beim NDR. Man stelle sich vor, das Melodifestivalen-Team würde ein solches Geblubber verlauten lassen: „Diesmal achten wir auf den Song“ „Diesmal steht die repräsentative Besetzung der Juries im Vordergrund “ „Diesmal nur langwelliges Licht auf der Bühne“ „Diesmal achten wir darauf, dass die Interpreten ihr Gemächt vor dem Auftritt gewaschen haben“.

    Die haben doch keinerlei Ahnung und Schreiber muss endlich weg. Wie lange wollt ihr das Ewiggleiche noch hinnehmen?

    • Das Melodifestivalen wird zur Hälfte genau auf dem Weg bestückt, den der NDR jetzt gewählt hat: Songs werden eingereicht, bewertet, mit verschiedenen Sängern getestet und das überzeugendste Paket kommt dann in die Show.

      Wo ist eigentlich Meckie? Der möchte sich zu diesem Sachverhalt doch bestimmt besonders konstruktiv äußern!

      • Ja, sag ich doch. Machen, nicht reden Die sollen uns mal ne gut inszenierte VE bieten und nicht solche Anfängerfehler wie beim letzten Mal

    • „Diesmal fragen wir den Programmdirektor von „Antenne Radio Hintertupfingen“, ob der Song unauffällig genug ist um keine Hörer zu verschrecken.“

      • Naja, in Österreich hat ein Radiosender auch Paenda gefunden, im Radio ist es vermutlich nirgends gelaufen.

      • Ja, Nico Santos ist im Moment einer der wenigen Künstler die ich gerne beim ESC sehen würde und die eine Chance hätten zumindest nicht Letzter oder Vorletzter zu werden.

      • Eine wirklich gute Nummer und mit Sicherheit ein Anwärter auf die Top Ten beim ESC. Damit hätten wir wahrscheinlich auch beim OGAE Song Contest sehr gut abgeschnitten.

    • Cooler Song! Würde ich sofort zum ESC schicken. Allerdings: Wahrscheinlich zu stark für den NDR.
      Man könnte ja weit oben landen, bei gutem Staging. Manchmal bezweifle ich ein wenig, dass dieses die Absicht von den Verantwortlichen ist. Irre mich in diesem Fall gerne.

    • Ich bin ja kein großer Fan von Kopfstimmengesang, aber bei ihm gefallen mir die hohen Töne ausgesprochen gut. Dafür liegt mir sein „normaler“ Gesang, zumindest in diesem Lied, gar nicht, das geht mir zu sehr in Richtung Schreien.

    • Wow, sehr geil. Könnte ich mir echt supergut auf der großen ESC-Bühne vorstellen. Catchy, dramatisch, poppig, viele Ansatzpunkte für eine erinnerungswürdige Show. I love it!

  16. Waaas ?? Eine Durchschnittsnummer mit 3 Akkorden, die eigentlich nur vom , zugegeben guten, Video mit ein paar nackten Frauen lebt ? Compi-Musik, die ein 12 Jähriger zusammenmischen kann und Gesang , der aus der Grundoktave kaum herauskommt ? Aly Ryan als Mann ? So etwas möchtet ihr Europa anbieten ? Na dann … viel Erfolg

      • @Trakol: Ah, Du meinst also im Unterschied zu Matty, dass er doch Ahnung von guter Musik hat! 😉

      • Hmm … das ist natürlich eine Antwort auf fundierte Kritik. Etwas hilflos. Und nicht von sich auf Andere schliessen … es soll sogar Musiker und Produzenten geben , die hier mitlesen – Gut , die haben natürlich manchmal wirklich keine Ahnung, wie manche schlichten Konsumenten ticken – können aber immer noch Akkorde zählen und Stimmlagen beurteilen. Klingt komisch ? Ist aber so 😉

      • Oh sorry, ich muss mich verbessern : doch 4 Akkorde : C-moll , Gis-Dur + bass f, F-moll + bass f, G-Dur – Das ganze dann ohne jede weitere Idee geschätzte 80 Takte bei ca. 100 bpm immer in die Runde. Und OK , er wechselt auch mal die Oktave, so gut er kann. Den Rest macht die Technik – Sorry für die Fakten, wer das nicht vor 20 Jahren auf seinem C64 hinbekommen hat , machte etwas falsch 😉

    • Ist doch scheißegal, ob es 4 Akkorde sind oder 16 so lange die Nummer funktioniert. Und das würde sie auf der ESC-Bühne (entsprechende Live-Qualitäten von Nico vorausgesetzt).

      Da zählt immer noch was gefällt und nicht was möglichst komplex ist. Wenn schon kein wirkliches Experiment, dann wäre ich tatsächlich sehr froh über so eine „sichere Bank“ für die erste Tabellenhälfte beim Televoting. Immerhin ist dort eine Schmach auszuwetzen.

      • Hintere Platzierungen sind doch keine „Schmach“, die es auszuwetzen gilt. Lieber in die Zwanziger mit etwas Interessantem (passiert beim ESC öfters) als mit 0-8-15 Chartsgedudel in die vordere Hälfte (passiert beim ESC leider auch öfters).

      • „Interessant“ wäre nicht meine Bezeichnung für unsere 20er-Plätze der jüngeren Vergangenheit. Eher „harmlos, gefällig, unauffällig“. Auch wenn ich zumindest „Ghost“ sehr mag.

    • Wo waren denn da Frauen im Video? 😮 Ich hab nur auf Nico Santos geachtet 😉

      Aber ernsthaft: Ich habe persönlich nichts daran auszusetzen, einen englischen Popsong zu schicken, solange er ins Ohr geht, gut gesungen wird und eine tolle Bühnenshow hat. Und wenn man sich 2017 und 2019 vom Song und der Bühnenshow her anguckt (gegen unsere Damen selbst sage ich nie was, singen konnten sie alle wirklich gut), dann wäre Nico Santos mit sowas eine Steigerung um 1000 Prozent…

  17. Nico Santos wär schon gut, aber nicht dieser Song. Ich fand Save und Rooftop besser, vielleicht hat er noch so was in der Art in seiner Schublade ….

    • Um Himmels Willen nicht das böse S-Wort verwenden!

      Ansonsten: zugegeben gut produzierter Langweiler-Song, der bei Eurovision bestenfalls durch eine ansehliche Inszenierung punkten dürfte. Auch wage ich zu bezweifeln, dass so einer Nummer als Beitrag eines Nonames im litauischen Vorentscheid derartige Erfolgsaussichten eingeräumt würden …

  18. Eines ist auch klar: Sollte es der NDR wirklich wagen, den deutschen ESC-Kandidaten hinter verschlossenen Türen auzukungeln, wünsche ich mir das erstemal das Deutschland abkackt. Dürfte nicht so schwierig sein. Ich bin absolut gegen eine interne Nominierung. Egal wer da für Deutschland teilnehmen wird. Selbst wenn es Helene Fischer sein sollte, was es natürlich nicht wird. Wer Gebühren kassiert, hat bei sowas gefälligst transparent zu sein. Und den Zuschauern die Möglichkeit zu eröffnen an der Entscheidung mitzuwirken. Selbst wenn die Ergebnisse in den letzten Jahren meistens schlecht waren, ist das kein Argument um den Vorentscheid abzuschaffen. Einschaltquote auch nicht. Denn daran ist die ARD und der NDR selbst schuld, weil sie viel zu wenig Werbung für die Vorentscheidssendungen gemacht haben. Der Vorentscheid zu canceln ist ein absolutes NoGo und wird hoffentlich, erst mal so einen richtigen Shitstorm auslösen. Ähnlich wie bei Xavier Naidoo.

    • Wir zahlen die Gebühren doch nicht nur für den ESC.

      Also meine Forderung: Mehr Einflussnahme des Gebührenzahlers im gesamten Programm! Öffentliches Schauspielercasting mit Televoting bei Eigenproduktionen! Eine Mischung aus Fachleuten und dramatisch interessierten Laien entscheidet zukünftig über den Handlungsfortgang der Telenovelas! Beteiligung der Gebührenzahler an den Werbeeinnahmen!

    • Bitte, ESCfan05, ich lese deine Position schon über ein halbes Jahr. Ich sehe das um 180 Grad gedreht. Bitte eine interne Auswahl, damit das gesamte Budget für Lied und Künstler verwendet werden und die Bekanntgabe so spät wie möglich.

      Etwas ganz anderes oder doch nicht. Das Lied soll bereits im Vorfeld gut ankommen und bemerkt werden, Ein gutes Video gehört dazu. Mein Beispiel ist Svetlana Loboda, die in den letzten Jahren öfter politische oder gesellschaftliche Themen verwendet.
      1: https://www.youtube.com/watch?v=6gCbAkqMKYg (verschiedenes)
      2: https://www.youtube.com/watch?v=gs1JrhjUpnc (Homosexualität am Anfang)
      3: https://www.youtube.com/watch?v=4p9kZobAUJ8 (18+, enthalt Gewalt)

  19. Hab gestern mal in den Livestream von Irving Wolther reingeschaut. Er hat gesagt, dass die Kollegen von Eurovision.de bislang auch keine Infos erhalten haben, oder aber auch keine Infos nach außen tragen dürfen, wobei ersteres wahrscheinlicher ist. und er geht davon aus, dass man erstmal anhand der beiden Jurys abwägen will, ob es genügend gute Songs gibt, die man in einem Vorentscheid antreten lassen kann. Wenn nicht, wird man sich vermutlich intern den besten Song rauspicken.

  20. […] According to German site ESC Kompakt, the broadcaster is making more changes that previously anticip…. After two years of artists being selected through a multi-stage process before the songs, the process was changed this year. For Unsur Lied für Rotterdam, it’s all about finding an ‘ESC-ready’ song from the jump. A ‘suitable’ artist for this song (or songs) will then follow. […]

  21. […] According to German site ESC Kompakt, the broadcaster is making more changes that previously anticip…. After two years of artists being selected through a multi-stage process before the songs, the process was changed this year. For Unsur Lied für Rotterdam, it’s all about finding an ‘ESC-ready’ song from the jump. A ‘suitable’ artist for this song (or songs) will then follow. […]

  22. […] Sembra infatti che la ARD, il consorzio che gestisce le varie emittenti tedesche, voglia concentrarsi maggiormente sulla canzone, e poi in base ad essa selezionare in qualche modo l’artista che la interpreterà sul palco della Ahoy Arena di Rotterdam, confidando in un risultato migliore rispetto alla scorsa edizione, quando i tedeschi ottennero solo il penultimo posto con il brano “Sister” interpretato dal duo tutto femminile delle S!sters. […]

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