Unser Star für die deutsche Vorentscheidung 2020: Die Favoriten der Eurovisions-Jury (Plätze 5-1)

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So langsam kommt Bewegung in die deutschen Aktivitäten im Hinblick auf die deutsche ESC-Vorentscheidung 2020: Eine erste (inoffizielle) Bewerbungsfrist ist schon abgelaufen und die ersten Künstler werfen bereits ihren Hut in den Ring und signalisieren Interesse an einer Vorentscheidungsteilnahme. Da muss doch demnächst auch mal eine offizielle Verlautbarung des NDR kommen…?

Wir haben in den vergangenen Wochen jedenfalls schon unsere Schuldigkeit getan und etliche Vorschläge gemacht, wer im kommenden Jahr an der deutschen Vorentscheidung (wie auch immer diese aussehen wird, intern oder extern) teilnehmen könnte. Links zu allen bisherigen Folgen dieser Serie findet Ihr am Ende dieses Beitrags. Und wie diese Liste und Rangfolge entstanden ist, lässt sich hier nachlesen.

Jetzt geht es aber auch ohne weitere Umschweife los: Nach den Plätze 10-6 in der vergangenen Folge stellen wir heute die Plätze 5-1 und damit auch den Sieger dieser Abstimmung vor. Viel Spaß dabei!

Platz 5: Blitzkids mvt.

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Los geht es direkt mit alten Bekannten und – spoiler alert! – sie werden nicht die einzigen bleiben. Das Duo Blitzkids mvt. (sprich: Blitzkids Movement) hat bereits an der legendär guten ESC-Vorentscheidung 2013 teilgenommen, dort mit „Heart on the Line“ das Jury-Voting gewonnen und am Ende den 6. Platz erreicht. Nach diesem Auftritt und dem kurz darauf erschienenen Album „Silhouettes“ ist es aber ruhig geworden um Nomi und Petone, lediglich im Jahr 2017 erschien noch die Single „Good Things“. Vielleicht kommt es ja zu einem Comeback im Rahmen der ESC-Vorentscheidung?

Platz 4: Alina

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Alina wird gerne als die deutsche Adele bezeichnet. Im vergangenen Jahr durfte die Sängerin Deutschland schon beim OGAE Song Contest vertreten und belegte dort den 16. Platz. Bislang war Alina eher für Singer-Songwriter-Pop bekannt, ihre neue Single „Berlin“ ist aber deutlich elektronischer – bislang aber noch mit sehr überschaubarem Erfolg. Ob der Song nur ein Experiment ist oder ob Alina sich für ihr zweites Album insgesamt weiterentwickelt, wird sich zeigen.

Platz 3: Jade Pearl Baker

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Jade Pearl Baker ist eine Berliner Dragqueen und nahm im Jahr 2017 an der 7. Staffel von „The Voice of Germany“ teil. Dort schaffte sie es zwar nur bis in die Sing Offs, hinterließ mit ihrer jazzig-rauchigen Stimme aber trotzdem bleibenden Eindruck. Für den ESC bräuchte die Sängerin, die auch am Deutschen Theater in Berlin schauspielert, allerdings einen Song – und bislang hat sie kein eigenes Material veröffentlicht. Vielleicht kann ihr ja jemand eine 20er-Jahre-James-Bond-Nummer auf den Leib schreiben?

Platz 2: Fahrenhaidt

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Was gab es im Vorfeld der deutschen ESC-Vorentscheidung 2015 nicht für einen Hype um Fahrenhaidt und ihren Song „Frozen Silence“. Dann aber die Ernüchterung: Die visuelle Umsetzung auf der Bühne war bestenfalls okay, der Gesang der dänischen Sängerin Amanda Pedersen nicht einmal das. Entsprechend blieben Fahrenhaidt in der ersten Runde hängen. Kommenden Monat erscheint nun aber bereits das dritte Album „Memories of Tomorrow“ der Nature-Pop-Band und vielleicht wäre es an der Zeit für einen zweiten Anlauf in Sachen ESC.

Platz 1: Laing

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Achja, Laing. Seit dem Auftritt der Band beim Bundesvision Song Contest 2012 und dem überraschenden 2. Platz für „Morgens immer müde“ steht für den Autor dieser Zeilen fest, dass Laing eines Tages Deutschland beim ESC repräsentieren müssen. Mit ihrem elektronischen Pop, den ungewöhnlich geistreichen und witzigen Texten und vor allem den durchdachten Liveauftritten wissen die vier Frauen zu überzeugen – und würden sicherlich auch international eine gute Platzierung einfahren. Bei „Unser Song für Österreich“ konnten Laing zwar in die zweite Runde, aber nicht ins Superfinale einziehen – zumindest die Eurovisions-Jury würde der Band nun aber gerne eine zweite Chance geben. Zuletzt haben Laing ihr drittes Studioalbum „Fotogena“ veröffentlicht.

Damit endet unsere kleine Serie mit einem für viele wahrscheinlich nicht ganz so überraschenden Ergebnis. Welchen der in den letzten Wochen genannten Künstler würdet Ihr Euch für die deutsche Vorentscheidung 2020 wünschen? Seid Ihr mit dem Ergebnis einverstanden? Und habt Ihr weitere Vorschläge? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Bisher in der Reihe „Unser Star für die deutsche Vorentscheidung 2020“ erschienen:

Die Favoriten der Eurovisions-Jury (Plätze 25-21)
Die Favoriten der Eurovisions-Jury (Plätze 20-16)
Die Favoriten der Eurovisions-Jury (Plätze 15-11)
Die Favoriten der Eurovisions-Jury (Plätze 10-6)



41 Kommentare

  1. Alle 5 fände ich echt super und ich würde immer noch gerne wissen, wie Blitzkids mvt. anstelle von Cascada 2013 abgeschnitten hätten xD

  2. Ich will die Guano Apes im ESC sehen. Stimme! Charakter! Bekanntheit! Qualität!
    Leider würde es so einen Act mit dem NDR niemals geben.

  3. Blitzkids mvt. waren mein Favorit bei der VE 2013. Würde mich echt freuen, wenn sie es noch einmal versuchen würden. Auch Alina finde ich toll, sie hat eine schöne Stimme, aber der Song sollte ein wenig eingängiger sein, als der oben Vorgestellte.
    Jade Pearl Bakers Stimme sagt mir leider gar nicht zu. „Frozen Silence“ war schon ein toller Song, allerdings live eine Vollkatastrophe, wie schon richtig geschrieben. Schade. Der oben vorgestellte Song überzeugt mich auch nicht wirklich.
    Laing wäre natürlich ein Traum, ich glaube, sie würden auch eine tolle Bühnenshow hinbekommen.

  4. Eine nachvollziehbare Topgruppe… Schwierig find ich nur immer die „Ist/sind wie…“-Acts, wodurch sich Alina und Jade Pearl Baker für mich eher nicht so eignen würden. Fahrenhaidt und vor allem Laing wären aber in der Tat traumhaft…

  5. Jade hat eine tolle Stimme! Da müssten wir das Thema „Drag“ nur so verpacken, dass es eben nicht wie eine Conchita-Kopie wirkt. Ich seh gerade so ne 20s-Bar-Szene vor mir. Jade in der Mitte der Bühne an so einem Retro-Standmikrofon. Hinter ihr seitlich eine kleine Band, bisschen wie bei Roger Cicero 2007. Am besten aber doch nur Klavier und Trompete, weil wir dann noch mindestens 2 Tänzer hätten, die auf der anderen Seite für ein bisschen Stimmung sorgen. Entweder 2 Männer, die sie im Verlauf umgarnen, oder ein Tanzpaar aus Frau und Mann, die unterstützend wirken. Gold und Rot auf der Bühne und im Hintergrund. Dann eben diese Golden-20s-Attitude, Swing, bischen jazzy maybe, richtig schöne elegante Nummer… 😀

      • Roger hat das Backup-Juryvoting gewonnen, wenn ich mich richtig erinnere. Das hat zwar fürs Ergebnis nichts gebracht, weil es 100 Prozent Televote war, aber hey, heutzutage kann sowas bestimmt noch bei den Juries ziehen 😀

      • Und das sogar auf Deutsch! Wahrscheinlich waren sie einfach froh, unsere Texte nicht mehr zu verstehen.^^

  6. Hurra! Laing hat es tatsächlich auf Platz 1 geschafft. In meinem Fitnessstudio gibt es überall Bildschrirme und Lautsprecher. Es ist tatsächlich passiert, dass „Zeig deine Muskeln“ dort passenderweise gezeigt und abgespielt wurde. Die Mädels haben auf jeden Fall motiviert. Pump, pump, pump, pump… Zeig mir deine Bizeps, Trizeps, Muskulus Maximus, so ein schöner Quadrizeps, Latissimus, Rectus abdominis.

  7. Das ist ja alles eine ganz nette Spielerei, mehr aber auch nicht. Wir wissen doch alle, das es schon ein großer Zufall wäre, wenn nur einer der 25 favorisierten Acts von ESC-Kompakt bei der VE teilnehmen würden. Der NDR hat ja noch nicht mal offiziell verkündet, was man machen will. Wenn es was großes und innovatives wäre, hätte man schon längst was verkündet. Der NDR kann ja immer noch schlechter.

    • Was wäre denn das Schlimmste für Dich, was beim dt. VE passieren könnte? Das kann doch nur auf Lukas Rieger, Mike Singer oder die Lochis hinauslaufen.

      • @lumbalis31

        Auf die von dir genannten Akteure hätte ich auch keine Lust, noch schlimmer wären aber so Möchtegern-Musiker wie Shirin David!! *würg*

  8. Blitzkids sind eines der beispiele, das der esc ein karriere-killer ist. Ausser vielleicht der schulte und lena sind doch samt und sonders nach ihren esc-versuchen in der versenkung verschwunden. Als künstler würd ich mir das dreimal überlegen..

      • Zeigt aber, das eine esc-ve teilnahme, wenn man nicht gewinnt, kein karriere-förderer ist.
        Wär doch was für die saure-gurkenzeit…was wurde aus ve-teilnehmern.

  9. Nix Neues und verpasste Chancen aufwärmen, na ich weiß nicht 🤷‍♂️
    Kannte übrigens kaum einen dieser 25 Acts, aber die deutsche Musikszene ist eh nicht meins, von daher kein Maßstab.
    Man wird sehen…

  10. Naja, sind halt die üblichen Ex-VE-Teilnehmer, die immer genannt werden. Allerdings durchaus zurecht, weil sie natürlich in ihrem Jahr die besseren Vertreter gewesen wären. „HotL“, „WdB“ und „FS“ sind Mega-Songs, die beim ESC weit vorne gelandet wären.

    In dem Zusammenhang: Wer war eigentlich der letzte, der an zwei deutschen VEs teilgenommen hat (Lena natürlich ausgenommen)?

    Ich glaube allerdings mittlerweile ganz stark, dass der NDR für nächstes Jahr eine interne Auswahl durchführen wird.

    • Wäre echt schön, wenn wir mal ein paar Wiederkehrer hätten und keine beleidigten Leberwürste, wenn man nicht gewonnen hat. Ich sehe gerade Aly Ryan und vielleicht BB Thomaz an.

    • Die letzten Rückkehrer waren Sascha Pierro (2003 Solo, 2008 als Frontsänger von Marquess),Tagträumer (2001, 2003 mit Aynur Aydin) und Lou (2001 mit Band, 2003 ohne Band). Zuletzt sozusagen in gleicher Formation mehrfach teilgenommen hat Corinna May (1999, 2000, 2002). Außerdem ist gerüchteweise Oceana 2009 mit „Cry Cry“ intern auf Platz 2 gelandet, war also zweimal in der engeren Wahl.
      Im letzten Jahr hieß es ja noch, dass man „nicht plane“, Kandidaten aus den Vorjahren wieder mit einzubinden, aber da Aly Ryan bereits angefragt wurde, ist man davon wohl glücklicherweise wieder abgerückt!

      • Eine weitere Rückkehrerin in jüngerer Zeit war Joy Fleming, die nach ihrer ESC-Teilnahne 1975 an den VEs 1986, 2001 und 2002 teilnahm.
        Vicky Leandros war 2006 ja quasi auch eine Rückkehrerin … 😉

  11. also kann man sagen, dass in der Dekade von Thomas Schreiber so gut wie keinem ehemaligen teilnehmer noch mal eine zweite chnace gegeben wurde. das finde ich echt schade, denn es zeigt, dass die teulnehmer verheizt werden und anschlueßend auf dem „friedhof der schreiber-tiere“ gelandet sind (durchaus witzig gemeint in anlehnung an den „friedhof der Siegel-Tiere“). aber scherz beiseite: es wurden nun in den letzten zehn jahre soviele newcomer gesucht, gefunden und wieder „weggeworfen“, dass man ruhig mal in die tonne greifen sollte, und was recyceln sollte. fahrenhaidt fänd ich super, das lied war viel besser als alles andere 2015 in der ve, aber wie schon richtig bemerkt wurde, war die choreo und die sängerin schlecht von „frozen silence“. damit wären wir aber mit besserer choreo nicht letzter geworden, sondern top 10. aber das will man hinter der hand vielleicht gar nicht, weil ein potentieller sieg ja arbeit und geld bedeutet und das kann man doch viel besser für fussball bundesliga und so sache ausgeben. so ist vermutlich die ard denke?!!!

    • Ich denke, besonders zwischen 2013 und 2016 sind viele Acts vor allem von ihrem Label gefragt bzw. überzeugt wurden, am VE teilzunehmen. Im Nachgang kamen viele wahrscheinlich gar nicht darauf, sich aus Eigeninitiative wieder zu bewerben, auch, weil es diese Möglichkeit zumindest offiziell gar nicht gab.

    • Du könntest (leider) damit Recht haben, dass ARD/NDR in Wahrheit gar nicht so scharf auf einen ESC-Erfolg sind. Habe ich mir auch öfters gedacht.

  12. Wieso hat eigentlich der NDR ein momentan gefühltes Monopol auf die Organisation und Austragung der Vorentscheide und Wahl der ESC Teinehmer? Mitglied(er) der EBU sind ARD und ZDF. Da könnte ja auch mal eine Rotation stattfinden. Die Sender anderer Bundesländer haben zum Teil richtig tolle Programme und möglicherweise auch mal zündende Ideen – jenseits der eingestaubten NDR-(entschuldigung) Sesselfurzer. Eine interne Konkurrenzsituation wäre vielleicht belebend.
    Grüße aus Hamburg

  13. @ ESC1994: Kein Wunder – Shirin David ist mehr beauty queen als eine Sängerin. Aber als Werbeikone für ein Duschgel wäre sie doch gut!

    @escfan05: Ich gehe mal davon aus, dass Du unter einem C-act einen typischen Durchschnitt-Song verstehst, vorgetragen von einem Durchschnitt-Sänger. Youtube wird ohnehin von C-acts überwuchert. Eine interne Nominierung musst Du aber, glaube ich, nicht befürchten.
    Ich hätte da mal eine ganz andere Idee! Wie wäre es mit einem Song auf Köllsch! Das entspricht mal der deutschen Kultur und ist einzigartig.

  14. Die üblichen Verdächtigen… Einige davon sicher nicht verkehrt (Laing, Blitzkids), aber insgesamt zeigt das Ranking, dass sich die (gutbürgerliche?) Fancommunity doch sehr auf nette Singer/Songwriter (ab und zu mit etwas Soul) und harmlosen Elektropop kapriziert. Wo waren die Metal-Kapellen, die Straßenrapper, die House- und Technoacts? Irgendetwas mal außerhalb der Komfortzone, dass in der Öffentlichkeit und beim ESC für Gesprächsstoff sorgt. Wo sind die Hataris, die AWSs, die Sobrals, die Ausnahmen?

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