Vierer-Band Tulia singt für Polen beim ESC in Tel Aviv

Der polnische Fernsehsender TVP hat intern die Gruppe Tulia als Vertreter des Landes beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv bestimmt. Die Band besteht aus den vier Sängerinnen Patrycja Nowicka, Dominika Siepka, Joanna Sinkiewicz und Tulia Biczak. Mit ihrer Musik kombinieren sie traditionelle Klänge mit moderner Soundproduktion. Der Song, mit dem sie in Tel Aviv auftreten werden, wird später bekanntgegeben.

Seit ihrer Gründung Anfang 2018 konnten die vier Frauen bereits große Erfolge feiern. So traten sie bei der FRYDERYKI 2018 Gala auf, die etwa dem eingestellten ECHO ähneln soll. Beim ältesten und wichtigsten polnischen Musikfestival in Oppeln gewannen sie alle drei Auszeichnungen. Ihre erste Tour war vollständig ausverkauft. Und ihr im Mai 2018 veröffentlichtes Debüt-Album wurde mit Platin ausgezeichnet. Fehlt (fast) nur noch ein ESC-Sieg.

TULIA – „Nieznajomy“ (Cover-Version von Dawid-Podsiadło-Song)



37 Kommentare

  1. Bei der aktuellen politischen Lage bleibt ein kleiner Beigeschmack, wenn die guten Polen etwas scheinbar konservatives ins Rennen schicken. Doch bin ich gespannt und hoffe auf etwas ähnliches wie bei My słowianie, nur halt seriöser

    • Bis auf Italien gefallen mir die bisher gewählten Titel leider nicht so und die Lieder aus den anderen Vorentscheiden sind auch nicht so meins (Außer Ungarn, Norwegen und Portugal)

      Aber wer weiß, vielleicht hast du doch noch recht und die internen Nominierungen haben gute Songs 😀

      • Ich glaube fest an gute Songs aus: Belgien, Niederlande, Griechenland, Polen, Aserbaidschan, Zypern, Island(ok, da würden viele widersprechen 😛 ),Österreich, Schweiz, Armenien,Ukraine, Ungarn, Norwegen, Portugal und ja, auch Russland.

    • Scheint wirklich so zu sein. Die Mädels klingen echt cool. Dass ich so früh in der Saison schon so zufrieden bin, kann aber eigentlich nur ein schlechtes Zeichen sein… 😉

  2. Meine Güte, wie geil!!! Genau sowas will ich aus Polen hören!!! Das klingt ja wie Bulgarian Voices oder Quartett Bulgarka auf Polnisch. Wenn der ESC-Beitrag von denen ähnlich ausfällt, wäre das der erste Song im diesjährigen Line-Up, für den ich anrufen würde. Wie toll!! 🙂

  3. Erinnert mich an an die Teilnehmer von 2014 und die russischen Babouschkas von 2012. Nach fünf Jahren wieder eine Ethnonummer aus Polen am Start.

  4. Solch traditionelle Klänge passen natürlich gut zur politischen und gesellschaftlichen Stimmung in Polen, aber wenn ich diesen bösen Gedanken mal für eine Minute beiseite lasse, gefällt mir was ich höre sehr gut. Außerdem können die jungen Damen ja auch traditionelle Musik machen und trotzdem weltoffen sein. 🙂
    Meine Erwartungen sind auf jeden Fall sehr hoch. Ich liebe POL95-97. 1998, 2004, 2005 und 2014 waren in Ordnung, aber der Rest war entweder total kitschig oder schlichtweg handwerklich (mundwerklich?) schlecht.

  5. Cool. Gefällt mir und passt zu polen. Sowas möchte ich von polen sehen/hören. Aber bitte nicht allzu christlich(ein bisschen ist ok. Mich erinnern sie übrigen extrem an den chor in „samo shampioni bul2013)

  6. @ Alkibernd

    Auf so manche Gestalten und Möchtegernpopstars kann man auch gut verzichten.

    Im Idealfall (also mit Hatari und Conan!) wäre das erste Semifinale schon hervorragend und fern vom Mainstream besetzt, wenn zudem noch die Mädels aus Polen in der Tat in die Richtung gehen würden, wie hier bereits spekuliert wurde. Dazu noch die sehr interessante Sängerin aus Griechenland… Nur dürfen wir leider für alle nicht anrufen, da hilft nur Daumendrücken.

  7. Tulia sind mir zuerst bei der Verleihung der Fryderyki im Jahr 2018 aufgefallen – wie schon von Douze Points erklärt – dem seeligen Echo ähnlich als wichtigster Musikpreis Polens. Auf ihrem Debüt covern sie hauptsächlich andere Künstler, aber sie geben jedem Song ihre eigene Note. Alleine schon durch ihren Gesangsstil „biały śpiew“ (zu deutsch: weißer Gesang), eine in der osteuropäischen Folklore sehr verbreitete Art zu Singen (vgl. Yuko aus Vidbir).
    Mein Liebling ist „Kiedy powiem sobie dość“, eine Coverversion der Rockgruppe O.N.A. von 1996, die schon im Original einfach klasse war.

    https://www.youtube.com/watch?v=P1nlNbcFUug

    Trzymam kciuki 🙂

  8. Cool! Ich habe gleich an Justyna Steczkowskas Sama (1995) denken müssen. Tulia komnen wohl etwas glattpolierter daher, aber das geht schon sehr in die Richtung dessen, was ich gerne höre!
    Bin jetzt gespannt auf ihren Song!

  9. @ Susanne

    Ich bin auch sehr gespannt…. Zudem ist es mir ziemlich schnuppe, wenn ein landestypischer Beitrag gleich in die rechte Ecke gestellt wird. Wäre wohl er anglophone Einheitsbrei die Alternative, weil es ja dann alles so schön „international“ klingt ? Für mich war dieser Aspekt einer der Gründe, daß mein Interresse für den ESC zwischenzeitlich gesunken ist. Ich habe da den Eindruck, daß insbesondere einige deutsche Fans solche Ansichten vertreten. Na ja….

  10. Macht die Volkstanzgruppe Warschau Süd also ihren Betriebsausflug nach Tel Aviv zum ESC. Ihrem Führ ähh Ministerpräsidenten wird es bestimmt gefallen. Und den Parteigenossen von der PIS wird es bestimmt auch gefallen. Naja. Den ESC zu gewinnen wird ja auch überbewertet. So toll ist das auch nicht. Dann kommen so ganz komische Leute ins Land. Das will doch keiner. Das Ziel dürfte mit der Gruppe bestimmt auch erreicht werden.

  11. ich finde das super,daß die polen was traditionelles schicken wollen.
    ich warte übrigens immer noch darauf,daß die ukraine mal in erwägung zieht die unglaublichen DakhaBrakha zu schicken.

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