„Violent Thing“ von Ben Dolic knackt auf Spotify und YouTube die 3-Millionen-Marke

Ben Dolic Violent Thing Stage Version Deutschland ESC 2020 Eurovision
Bild: Zlatimir Arakliev

Gute Nachrichten für Ben Dolic und den deutschen ESC-Beitrag „Violent Thing“. Knapp drei Monate nach der Veröffentlichung hat es der Song auf Spotify auf insgesamt über drei Millionen Streams geschafft. Und das gilt allein schon für die Original-Version. Die später veröffentlichte „Stage Version“ steht ebenfalls schon bei mehr als 220.000 Streams; über die offizielle Compilation zum diesjährigen Eurovision Song Contest hat der Song weitere 3.500 Streams generiert. Insgesamt kommt „Violent Thing“ damit also schon auf knapp 3.270.000 Streams allein auf Spotify. Nicht umsonst hat es der Song auf Platz 3 der weltweit meistgestreamten Beiträge des aktuellen ESC-Jahrgangs auf Spotify geschafft.

Damit noch nicht genug, denn auch auf YouTube hat das offizielle Video zu „Violent Thing“ mittlerweile die magische 3-Millionen-Marke geknackt. 1,7 Millionen Aufrufe wurden dabei über Bens eigenen Kanal generiert, 1,5 Millionen über den offiziellen Eurovision-Kanal. Diese guten Zahlen trösten dann vielleicht auch etwas darüber hinweg, dass es auch nach Bens Auftritten beim deutschen Finale in der Elbphilharmonie und im ZDF-Fernsehgarten nicht für eine Platzierung in den deutschen Single-Charts gereicht hat.

Keine Neuigkeiten gibt es weiterhin zu der Frage, ob Ben Dolic Deutschland auch beim ESC 2021 vertreten wird. In der aktuellen Ausgabe vom „ESC Update“ kommt auch NDR-Unterhaltungschef Thomas Schreiber zu Wort, lässt sich aber zu keiner konkreten Aussage verleiten. Ob Ben im kommenden Jahr wieder ran darf, wie der Auswahlprozess aussehen wird, ob es eine Vorentscheidung gibt und wie sich die angekündigten Sparmaßnahmen beim NDR auf den ESC auswirken werden – weiterhin alles offen und im Fluss. Die kommenden Wochen versprechen also spannend zu werden und wie immer halten wir Euch hier auf ESC kompakt weiter auf dem Laufenden.


26 Kommentare

  1. Ein voller Erfolg für das Gesamtpaket: Ben Dolic und dem Songwriter-Team unter der Leitung von Borislav Milanov.

    Herzlichen Glückwunsch!

    „Violent Thing“, der erfolgreichste Beitrag des ESC-Jahres 2020. Wow!

    • „Der erfolgreichste Beitrag des ESC-Jahres 2020“ – inwiefern ist das so, wenn „Think about things“ bei Spotify bei fast 12 Millionen Streams liegt? „Fai rumore“ bei 23 Millionen? Inwiefern sind knapp 3 Mio. Streams da erfolgreicher?

      • Du mußt noch die überzeugenden Auftritte dazurechnen. Dann ist das Weltstar-Level, also wie Madonna in Tel Aviv. Drüber sprechen die Leute ja noch heute!

      • @Thilo:
        Nö, das stimmt nicht.
        Schweden: 9 Millionen Streams, Norwegen: 5 Millionen, Russland: knapp 4 Millionen. Und weiter hab ich jetzt nicht geguckt. Es ist also bestenfalls Platz 6.

      • Du musst den für Italiener größten Sanremo-Festival-Status abziehen, dann liegt er drunter.

    • Leider fehlt der wichtigste teil von diesem erfolgreichen gesamtpaket. Ein zumindest halbwegs erfolgsversprechender live-auftritt. Und der erfolgreichste esc-song2020? Island, russland, italien?

  2. Wann wird es je einen deutschen ESC-Beitrag geben, den die deutschen ESC-Fans gefällt?
    Es wird immer nur gemeckert, „das Haar in der Suppe“ gesucht, gedreht und verbogen…Hauptsache negativ.

    Fans anderer Länder geben sich loyaler gegenüber ihrem nationalen Beitrag, auch wenn dieser nicht ihrem Geschmack entspricht.

    Hier wird der Erfolg von Ben und seinem Lied nicht gegönnt…Hauptsache niedermachen.

  3. Die Piesepampel dürfen Ben ja noch dankbar sein.Das er ihnen mit den Elphi-Auftritt das Futter gegeben hat,auf das man so lange gewartet hat..Aber so ist es halt.

    • Das war ja kein „Futter, auf das man gewartet hat“ – der Auftritt bestätigte die recht offensichtliche Tatsache, dass Sänger und Song überhaupt nicht zusammenpassen.
      Es wird immer wieder gesagt, dass Sandro / CYP 2020 auch in der Endauswahl war; zu dem hätte der Song zB vom Typ her viel gepasst (Klangfarbe wäre natürlich anders gewesen).

      • Glaube, dass es eher am Song lag als an Ben (die hohen Streamingzahlen täuschen, auch ich streame Songs, die ich danach nie wieder höre). Laurell Barker wäre beim ESC für Germany dabei gewesen, wenn Nico Santos, Benedikt K. oder A. Bujupi die Jury-Vorauswahl bestanden hätten. Die haben zumindest mit ihr 2019 an Songs gearbeitet. Thomas Steengaard & Frazer waren auch sicher beim Songwriting-Camp. Glaub die hab i bei Unser Lied für Rotterdam gesehen, ebenso BB Thomaz, die trotz letzter Platz unbedingt wieder dabei sein wollte. Wahrscheinlich fehlt ihr etwas der Fame, da sie immer noch völlig unbekannt in der Musik Szene ohne Erfolg ist. Sandro hätte vom Image voll zum Song gepasst. Selbst Benedikt Köstler von The Voice hätte es eher gestanden. Klan hätten wenigstens etwas für Presse-Aufsehen gesorgt. Und der Song ist auch nicht schlechter als alle letztplatzierten deutschen Beiträge zusammen.

  4. Was ist denn eigentlich mit diesem „violetten Ding“ gemeint? Ich habe es bis heute nicht wirklich verstanden.

    • Das heißt eben nicht violett sondern gefährlich. Damit ist quasi eine gefährliche Liebe gemeint. So habe ich es verstanden

    • Mehr oder weniger ein Allegorismus. Der gottlos verruchte Feger hat ihn so brutal emotional geflasht, dass unweigerlich das Tier in Ben geweckt wurde. Beim Wahnwitzauftritt in der Elbphilharmonie wurde das in einer unübertrefflichen Umsetzung doch so dargestellt, dass mit dem Schlussakkord plötzlich eine holde Maid wie bestellt und nicht abgeholt auf der Bühne stand, weil Benchen sie aus vermaledeiten Infektionsschutzgründen nicht wie ebenso kongenial geplant sofortigst umschlingen und auf die Bretter darniederlegen durfte. Das der Braut um den Hals gehängte Pappschild mit der in Universalenglisch verfassten Bitte, wie 2018 das Taschentuch zeitig beiseite zu legen um uns den hart erarbeiteten Anruf zukommen lassen zu können, wäre dann erst in Rotterdam zum Einsatz gekommen. So viel Phantasie muss sein…

  5. Der sieht auf dem Foto aus als würde er extrem leiden…
    Ich möchte nicht gemein sein, aber ein wirklicher Sympathieträger ist Ben nicht

  6. Mir hatte der Song von Anfang an gefallen, aber von Anfang an war das auch kommerziell ein richtiger Flop. Leider, sehr schade, aber ist so. Und nach dem Elphi-Auftritt zu urteilen wäre das Ganze auch in Rotterdam gnadenlos abgestürzt.

    Eigentlich sollte ja ein überzeugendes „Gesamtkonzept“ gefunden werden. Hat leider nicht geklappt. Null.

  7. Er hat auch Grund zu leiden, er hat es ja, verliebt wie er wohl ist, mit einem gewalttätigen Ding zu tun (violent thing).
    Erst bringt das Ding ihn sanft mit grossen braunen Augen um (kill me soft with big brown eyes) und dann schmeisst es ihn um wie einen Dominostein (knocking me down like a domino), bis das Ding ihn letztendlich auf der Kante seines Sitzes hat (you got me on the edge of my seat, evtl. Autositz?).
    Also eine besonders feinfühlige Szenerie, wie man sie von dem vermutlich sensiblen Ben erwarten würde, wird hier nicht geschildert.
    Und dann noch danach peinlich berührt zu fordern, erzähl bloss nicht deiner Mama, was du heute nacht gemacht hast (dont tell your Mama what youre doing tonight!!!!).
    Na da hört doch alles auf.🙄

  8. Grundsätzlich stellt sich doch die Frage, warum es nicht einmal im eigenen Land gelingt, in die Charts zu kommen trotz ordentlich Promotion. Allein den Auftritt in der Elphi sahen doch Millionen. Wieso schafft man es dann nicht in die Top100.

    Mein Eindruck ist, dass bei all den ESC-Songs immer ein totales Missverhältnis zwischen Bekanntheit (durch Streaming belegt) und Downloads / Plattenverkäufen besteht.

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