Zweite Probe RUSSLAND: Manizha – Russian Woman

Goedemorge wieder von mir. Am Sonntag hat uns die erste russische Probe ziemlich geflasht! Für viele war sie die Überraschung am ersten Tag der Rehearsals. An den Wetten hatte sich auch etwas getan, wenn auch nur wenig. Aber das ist das Spannende an den Proben, Länder steigen und fallen in den Rankings.

Nun ist Manizha wieder an der Reihe. Ob sie eine weitere Überraschung aus dem Hut zaubert? Jüngst hat sie ein Interview mit Co-Host Nikkie Tutorial geführt und damit viele Fans auf ihre Seite gezogen.

Sie hat unter anderem davon erzählt, wie ihre Mutter quasi ihre Produzentin ist und sie auch in Rotterdam begleitet. Mama-Manizha war früher Marktschreierin. Heute näht sie unter anderem die Kostüme für ihre Tochter. Sie ist auch für den roten Jumpsuit verantwortlich, den Manizha auf der Bühne trägt.

Aber zurück zur Probe!

Gleich ist es so weit. Man muss nur noch das Matroshka-Kostüm auf die Bühne rollen. Manizha nutzt die Momente vor der Probe für ein paar Autogramme.

Foto: eurovision.tv

Und Manizha legt los! Das geht ja flott heute.

Okay, da gibt es einiges zu besprechen nach dem ersten Durchlauf, der uns gezeigt wurde.

Zunächst sind Manizha und ihre Backings komplett gestylt. Sie ist geschminkt, aber nicht zu sehr! Das würde wohl auch nicht im Sinne der Message sein und Manizha ist ja auch ohne Make-Up verdammt hübsch. Das Tuch/Band um ihren Kopf ist jetzt golden, genauso wie die Outfits und Mäntel ihrer Background-Sänger.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

An dem Staging selbst hat sich nicht viel zur ersten Probe verändert: Matroshka-Kostüm wird herumgewirbelt, sie macht wirklich lustige Gesichter dabei, sie steigt aus dem Kostüm einfach heraus und gibt dann alles.

Gegen Ende wird dann wieder der Backdrop zur Video-Wand und verschiedene Menschen performen „Russian Woman“ von „daheim“ aus – aber natürlich nicht live.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Was auffällt: Manizha singt viel mehr. Eigentlich ist dominiert ja Sprechgesang das Lied, gegen Ende legt sie aber ein paar Töne hin, die sie bisher noch nicht gebracht hatte. Sie hören sich aber gut an und es passt definitiv.

Und jetzt zum spannendsten Aspekt: Bereits bei ihrem Interview mit Nikkie sagte Manizha, dass sie der Wandel sein will, den sie in der Welt sehen will. Ich weiß gerade auf die Schnelle nicht, von wem der Spruch ursprünglich ist, aber er ist natürlich weltbekannt.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Genau diesen Spruch wiederholt sie bei ihrer Performance und ruft ihn dann als Schluss-Statement quasi. Da hat das Interview mit Nikkie sie sehr inspiriert, zuvor hatte sie das so nicht gerufen oder gesagt.

Auch der zweite Durchlauf ist voller Attitude, leider brach der Stream am Ende ab und ich konnte nicht sehen (und hören), ob sie „BE THE CHANGE“ noch einmal ruft.

Sie ist für mich definitiv im Finale und ich glaube auch, dass dort dann so einiges drin ist. Nicht der Sieg, aber sie kann für eine dicke Überraschung sorgen. Russland hat bekanntermaßen viel Unterstützung beim Televoting, aber die Nummer wird auch durchaus bei den Jurys ankommen. Vor allem, wenn sie sehen, aus welchem Land gerade diese Message kommt.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Unterschätzt mir da mal die Manizha nicht…

Jetzt der dritte Durchlauf. Sie lacht, sie tanzt. Man merkt ihr an, dass es ihr Kindheitstraum ist. Das macht wirklich immer wieder Spaß, ihr einfach zuzusehen.

Ich bin keine russische Frau und fühle mich total gestärkt und ermutigt.

Okay, beim dritten Durchlauf hat sie den Change-Spruch nicht gebracht, vielleicht haben sie sich doch dagegen entschieden. Eigentlich schade. Und danke natürlich an Fresh Mo, der Spruch ist von Ghandi.

Das war’s dann für heute von der russischen Probe!

Wir haben für Euch eine Übersicht über alle Berichten von den ersten Proben im ersten Halbfinale und im zweiten Halbfinale erstellt.


38 Kommentare

  1. Passt jetzt nicht zur Probe von Russland. Aber mir tut Montaigne gerade richtig leid. Anscheinend hat man ihre Presse-Konferenz zeitlich verschoben und es scheint kaum jemand da zu sein….

    Manizha ist auf jeden Fall mein Grower. Ich mag den Musik-Mix und die charismatische Manizha ruft bei mir viele positive Vibes hervor. Werde auf jeden Fall für Russland im Halbfinale anrufen.

    • ‚Russian Woman‘ ist bei mir auch der Aufsteiger. Das Lied war vor 1 Monat oberes Mittelfeld bei mir, inzwischen hat sich Manizha auf den 4. Platz vorgearbeitet.

  2. Einer der Beiträge der definitiv am meisten von der Show profitieren wird und sie ist auch einfach soooo sympatisch. Vielleicht ist wirklich eine Top 10 Platzierung drin.

    • hauptsache tobleronearcadedingsbums geht es gut. 😀

      man darf wirklich nicht mehr als einmal auf „antworten“ klicken…grummel!

  3. Hoffentlich bringt sie den Spruch am Ende.
    Solche vermeintliche Kleinigkeiten können einen Riesenunterschied ausmachen.

    • das gefällt ebenso wie litauen – erinnert mich abstrakt gesehen ein wenig an ruslana 2004,welche ja bekanntlich gewonnen hat.

  4. Handel ist Wandel. In Zeiten in denen Konzerne größer sind als Staaten, wird jeder gemeinschaftlich angestrebte Wandel entweder kommerzialisiert oder unterdrückt werden. Ein worldvision song contest wäre hingegen aber schon geil…

  5. Wow, toller Vorschauclip.
    Manizha hat echt Charisma und Power, auch die Texte am Backdrop find ich gut, denn so bringt man auch an die nichtrussischen Zuseher die Message besser rüber.

  6. Tagesgericht im 12-Sterne-Restaurant „Zum Ehrwürdigen Erasmus“:

    Gefüllte Matrioschka mit rotem Schmackes an goldigen Nockerln € 11,35

      • Nö, das Lehrerkollegium ist nur mit allen Schülern in eine größere Aula für die Prüfungen umgezogen und berichtet aus der dortigen Schulkantine.

      • Wann ist denn die Lateinprüfung? Und bekommen die Schüler dazu Garum serviert?

      • Kommt drauf an,ob die italienischstämmigen Schüler was davon mitbringen. Erasmushausen ist zwar nah am Fisch gebaut, aber das Zeug muss ja reifen…

        Und die ersten Prüfungen in Neulatein sind glaub ich morgen…

  7. Das einzige, was mich zweifeln lässt, ob es die Top 5 knackt oder nicht, sind die fehlenden Punkte aus Belarus und Armenien. Ansonsten geht das Ding ab!

    Gänsehaut pur!

  8. Jau. Wie geil. Ich hätte nie gedacht, dass mich ein russischer Beitrag mal so flasht. Dafür ruf ich im Finale gern an.

  9. Ich finde es nach wie vor zu drüber. Stimmlich ist das großartig, keine Frage, aber so PowerPoint-Präsentationssachen wie „Be Grateful!“ oder so finde ich eher albern. Mir ist das zu viel, aber scheint wohl anzukommen. Schade.

  10. Manizha hat ne positiv rotzige Art.Das gefällt mir sehr.Natürlich kommt es weiter.Gute Chance auf Top 10,wird vielleicht noch besser abschneiden als die Ukraine.

  11. Solche Beiträge braucht der ESC ! Das ist um Längen frischer und moderner als beispielsweise das zusammengeklaute Liedchen aus Zypern.

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