Griechenland setzt 2027 erneut auf „Sing for Greece“ – mit weniger Acts und ohne KI

Akylas – Foto: Alma Bengtson/EBUGree

Griechenland hält auch für den Eurovision Song Contest 2027 an seinem erfolgreichen Vorentscheidungsformat Sing for Greece fest, aus dem in der vergangenen Saison Fanfavorit Akylas mit seinem Beitrag „Ferto“ als Sieger hervorgegangen ist. Während die grundsätzliche Struktur mit zwei Halbfinals und einem Finale erhalten bleibt, gibt es einige Änderungen im Detail. So gehen deutlich weniger Songs ins Rennen. Außerdem ist der Einsatz Künstlicher Intelligenz bei der Erstellung der Beiträge unter Androhung des Wettbewerbsausschlusses untersagt.

Bereits Mitte Juni gab es erste Gerüchte, dass das griechische Fernsehen ERT bei der Ermittlung seines ESC-Beitrags für Burgas erneut auf den Vorentscheid Sing for Greece setzen wird. Das wurde heute offiziell vom Sender bestätigt: Von heute bis zum 1. November können interessierte Künstler*innen Beiträge einreichen. Gleichzeitig wurde das Regelwerk für den Vorentscheid veröffentlicht. Dieses umfasst ganze 16 Seiten.

Im Vergleich zur vergangenen Ausgabe ist Sing for Greece eher eine Weiterentwicklung als eine Revolution. Nach dem erfolgreichen Abschneiden von Klavdia beim ESC 2025 und Akylas 2026 gibt es dafür auch keinen wirklichen Grund. Zudem erzielten die Vorentscheidungsshows hohe Reichweiten und der Wettbewerb hat sich mittlerweile in der griechischen Musikszene etabliert.

Aus allen Einreichungen wählt eine mindestens siebenköpfige Fachjury, der auch drei ERT-Mitarbeiter*innen angehören, insgesamt 20 Titel für den Vorentscheid aus. Die Namen der Acts sind der Jury dabei nicht bekannt. Zusätzlich werden vier Ersatztitel bestimmt, die bei möglichen Ausfällen nachrücken können. Dieses Vorgehen ist international nicht ungewöhnlich, auch wenn es aus deutschen Vorentscheiden weniger bekannt ist.

Wie bei der vergangenen Ausgabe wird es zwei Halbfinals geben. In diesen treten allerdings nur noch jeweils zehn Beiträge an; zuletzt waren es noch 14. Gleichzeitig reduziert sich die Zahl der Songs, die sich pro Halbfinale für das Finale qualifizieren, von sieben auf sechs. Damit stehen im Finale künftig zwölf statt 14 Acts auf der Bühne.

Unverändert bleibt das Abstimmungsverfahren: In den Halbfinals entscheidet ausschließlich das Televoting über das Weiterkommen. Im Finale gilt dann wieder die erprobte Gewichtung aus 50 % Televoting, 25 % griechischer Jury und 25 % internationaler Jury. Termine für die drei TV-Shows wurden noch nicht veröffentlicht. In diesem Jahr fanden sie am 11., 13. und 15. Februar 2026 statt. Ein ähnlicher Zeitraum erscheint auch für 2027 denkbar.

Weitere wichtige Regeländerungen bzw. -anpassungen betreffen den Einsatz Künstlicher Intelligenz und die Promotion der Acts. KI-generierte Texte oder Musik sind ausdrücklich verboten. Alle Songwriter*innen müssen dazu eine eidesstattliche Erklärung abgeben. Wird gegen die Vorgabe verstoßen, wird der entsprechende Beitrag vom Vorentscheid ausgeschlossen.

Darüber hinaus gilt für alle 20 Vorentscheidungsteilnehmer*innen ein ziemlich striktes Medienverbot: Bis zum Abschluss aller Shows dürfen sie ausschließlich in ERT-Medien auftreten und keine eigenen Promo-Materialien veröffentlichen.

Wie gefallen Dir die Änderungen bei Sing for Greece? Findes Du es gut, dass das Teilnehmerfeld verkleinert wird? Und was hältst Du vom ausdrücklichen Verbot KI-generierter Musik und Texte? Lass es uns in den Kommentaren wissen. 



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30 Comments
Matty
1 Monat zuvor

Superintendent Neuigkeiten!

bellamarcella
bellamarcella
1 Monat zuvor
Reply to  Matty

what?

Matty
1 Monat zuvor
Reply to  bellamarcella

Es soll supertolle Nachrichten heißen und vielleicht tritt Evangelia ja ein drittes Mal an?

Bosch
Bosch
1 Monat zuvor
Reply to  bellamarcella

Mausgerutscht…mal wieder!🙄

Alex John
Alex John
1 Monat zuvor

Freut mich, dass sich Griechenland in den letzten Jahren berappelt hat.
Die Vorentscheide konnte man sich gut anschauen, auch wenn mir Klavdia viel besser gefallen hat als dieses Jahr Akylas.
Gerne ein „Weiter so!“

4porcelli - 🦦🏊➡️
4porcelli - 🦦🏊➡️
1 Monat zuvor

Kann nur besser werden als die nervige rumspringende Litfaßsäule dieses Jahr, es gab ja bessere Alternativen. Wird sicher einiges bei sein.

benegigs
benegigs
1 Monat zuvor

KI-Musikverbot finde ich ja direkt klasse! Das braucht wirklich kein Mensch…

Jorge
Jorge
1 Monat zuvor

Hauptsache sexy Plüschkostüme!

KarinM
KarinM
1 Monat zuvor
Reply to  Jorge

die Mütze war doch wohl ein Traum😺

ESC1994
ESC1994
1 Monat zuvor

Hoffentlich kommt dabei ein weniger nerviger Beitrag raus als dieses Jahr, konnte die Begeisterung für diese optische und akustische Reizüberflutung nie verstehen. 😵

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor
ESCFan2010
ESCFan2010
1 Monat zuvor

Das KI-Verbot ist super.
Auch das man einen Eid darauf unterdchreiben muss

MarcelK
MarcelK
1 Monat zuvor

Ich freue mich schon total darauf. Hoffe es wird ein besserer Song als in diesem Jahr gewinnen. Meiner Meinung.

Malge1985
Malge1985
1 Monat zuvor

Juchu Griechenland

Da war dieses Jahr viel für mich dabei. Akylas mochte ich auch, nur die Liveumsetzung fand ich etwas too much. An Klavdia kam er aber nicht heran.

P.S. Mein PC begrüßte mich glatt mit einem Foto aus Griechenland und zwar mit einem Blick auf Oia/Ia auf der Insel Thira beim Sonnenuntergang, wo der Himmel richtig schön rot war. 😀

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor
Amion
Amion
1 Monat zuvor

Ich hoffe Marseaux ist wieder dabei.

Momo 🐢
Momo 🐢
1 Monat zuvor
Reply to  Amion

🙏

Funi_Cula
Mitglied
Funi_Cula
1 Monat zuvor

Sing for Greece in diesem Jahr war toll. Vor allem die inklusive Moderation hat mir sehr gefallen.

Timo1986
Timo1986
1 Monat zuvor

ESC 2028 in Málaga – dank Pablo Alborán oder Quique Niza ! 😀

Aber gegen eine griechische Gracia oder einen griechischen Achille Lauro habe ich selbstverständlich nichts einzuwenden. 😀

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor
Momo 🐢
Momo 🐢
1 Monat zuvor

Griechenland hatte für mich dieses Jahr einen der besten Vorentscheide. Die Songauswahl war vielseitig und hochwertig, die Moderation war sympathisch und witzig zugleich. Das Konzept der Show war stimmig und es ist zu keiner Zeit langweilig geworden. Und außerdem wurde in der Show das Thema Inklusion ganz wundervoll umgesetzt. Alles in allem war Griechenland deshalb einer meiner Lieblingsvorentscheide in diesem Jahr. Macht gerne einfach da weiter, wo ihr beim letzten Mal aufgehört habt. Ich freue mich schon jetzt darauf wieder die neuen Songs zu entdecken. 👏👏👏

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor
Herr Haque
Mitglied
Herr Haque
1 Monat zuvor
Reply to  Momo 🐢

Ich schließe mich einfach mal Deinem Kommentar an, bin ganz Deiner Meinung. 🙂

Dueni
Dueni
1 Monat zuvor
Reply to  Momo 🐢

👍

Malge1985
Malge1985
1 Monat zuvor
Reply to  Momo 🐢

📜🖊

ESC Jul
ESC Jul
1 Monat zuvor

Ich unterstütze das KI-Verbot komplett. Sollte auch in anderen Vorentscheiden verboten werden.

Timo1986
Timo1986
1 Monat zuvor

Off-topic:

Als ehemaliger Leichtathlet (800 m Läufer) erlaube ich mir dieses Off-topic.

Am komenden Samstag entscheidet der DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) welche deutsche Stadt für die Olympischen Sommerspiele 2036 oder 2040 ins Rennen geschickt wird.

Beworben hierfür haben sich Berlin, die Rhein-Ruhr-Region Köln sowie München.

Gerüchten zufolge stehen die Chancen für München wohl am besten.

Hierzu folgender Link:

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=CAESkwEB6zswFRNCiA-yPh7y2_y94gxsdBJjOHADNkHJEu6KXaEgnbjvj5lMl4-WDxi5Esom8vMDXuUdjx7gmenmBK8hz8wbhqpmz5TU8i-qeGkQ0zmcuHPhEERoOSKwgNywXpXRC3EtD7MClxcAnOfboezlN3nTy1ZmdXWWKP1p9tH1iLqdF6MJRP9hT4j2pgc4s8ur3Vg&ved=2ahUKEwiMj5it3IKXAxVHVvEDHTHxALMQvOMEKAB6BAhhEAE&uoh=2&usg=AOvVaw1Pm67FvaSBvWSyy8RjOeQW

Vielleicht ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl für einen

ESC 2028 in München – dank Gracia bzw. Chapter 7 ! 😀

cars10
cars10
1 Monat zuvor

Ein einfacher und zielgerichteter Prozeß, den man sich endlich einmal für Deutschland wünscht, welches ja gerne die einfachsten Dinge verkopft und unnötig kompliziert macht.

Tim S.
Tim S.
1 Monat zuvor

Ja, ok. KI-Verbot ist schon mal ein Anfang 🥰

Gaby L
Gaby L
1 Monat zuvor

„KI-generierte Texte oder Musik sind ausdrücklich verboten.“ Das ist eine gute Nachricht, ich bin der Meinung, dass durch die KI nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch viel Kreativität verloren gehen. Wenn ich ehrlich bin, finde ich es eine ungute Entwicklung. Nicht jeder Fortschritt muss positiv sein, nur weil etwas neu ist.

JoBi
JoBi
1 Monat zuvor

Bin gespannt was uns die Griechen anbieten 😁

Micha Knust
Micha Knust
1 Monat zuvor

Klingt alles sehr stimmig – besonders die Absage an KI generierte Werke.
Da muss man mit Spannung das Prozedere verfolgen!

Franny
Franny
1 Monat zuvor

Das freut mich. Der griechische Vorentscheid hatte dieses Jahr einige Beiträge dabei, die in meiner Playlist gelandet sind. Gerne wieder dieselbe Diversität und ruhig auch wieder einige crazy Acts. 🙂

ag9
ag9
1 Monat zuvor

Grundsätzlich gut, aber meinetwegen hätten sie auch wieder 28 Acts statt jetzt 20 vorstellen dürfen.