
Die erste Show von Benidorm Fest 2026 ist gerade über die Bühne gegangen und wir kennen nun die sechs Acts, die sich aus dem ersten Halbfinale für das Finale am kommenden Samstag qualifiziert haben.
Auch wenn Spanien nicht am Eurovision Song Contest 2026 in Wien teilnimmt, steigt Benidorm Fest ungehindert und mit Sergio Jaen als Stage-Choreograf haben sich die Spanier, was die Produktion, angeht nicht lumpen lassen.
Aber hier sind nun die sechs glücklichen Acts in beliebiger Reihenfolge:
1. Izan Llunas – “¿Qué vas a hacer?”
2. Tony Grox & Lucycalys – “T amaré”
3. María León y Julia Medina – “Las damas y el vagabundo”
4. KITAI – “El amor te da miedo”
5. Mikel Herzog Jr. – „Mi mitad“
6. Kenneth – „Ojos no mienten“
Luna Ki hat sich nach ihrem Auftritt aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen. Im Rahmen der Show traten Paloma San Basilio (Spanien beim ESC 1985) und Fangoria (Kultband rund um Sängerin und Moderatorin Alaska) auf. Übrigens ist für das Finale am Samstag ein Medley mit den bisherigen Gewinnerinnen von Benidorm Fest vorgesehen – inklusive Melody. Zuvor geht es aber am Donnerstag mit dem zweiten Halbfinale weiter.
Alle an Benidorm Fest 2026 teilnehmenden Lieder findet Ihr auch in unserer Spotify-Playlist:
Was sagt Ihr zu den feststehenden Final-Acts? Wie haben Euch die Auftritte gefallen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
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KITAI. 😎🎸🥳😎🎸🥳😎🎸🥳
Davon hat man eigentlich nicht viel gesehen.
Ich fand die Inszenierungen im Vergleich zu früheren Jahren auch eher schwach.
Letztlich sind die richtigen Acts weitergekommen, auch wenn meiner Meinung nach fünf vollkommen ausreichend gewesen wären.
ich hätte alle neune genommen = 2 semis gespart.🤓
Dass es Mikel ins Finale geschafft hat ist für mich eher unverständlich, ich fand das leider ziemlich schwach gesungen und hätte lieber das etwas kantige und rhytmisch künstlerische Rakata von Dora und Marlon als letzten nachzügler ins finale gesehen. mal sehen wie knapp es am ende gewesen war.
Richtig stark fand ich die funky nummer von Izan die mich etwas an „jiggy“ von Filow hierzulande erinnert und die rockige nummer von KITAI
Bei Spanien darf man keinen guten Gesang erwarten.
Mit T amaré hätte Spanien eine gute Chance auf eine ordentliche Platzierung beim esc gehabt sagt mir bein Gefühl, fantastischer Vibe, der in der Performance auch sehr gut rüberkam
Mann-Frau Duos bei denen nur die Frau singt scheinen im Moment extrem im Trend zu sein, und meistens sind sie auch extrem gut (Skodra Elektronike, Abor & Tynna, Sw@da & Nicos usw.)
Und die Finnen machen es mal genau anders herum. 😀
Bei Shkodra Elektronike hat nur die Frau gesungen. Aber der Mann hat was vor sich hin gemurmelt. 😁
Luna Ki scheint ja echt die Frau für dramatische Abgänge zu sein 😉
Diesmal hat sie aber zumindest den Auftritt durchgezogen.
Interessiert mich zugegebenermaßen nicht wirklich, aber ich finde es cool, daß Spanien 🇪🇸 bei Olympia in Mailand heute im Kürfinale des Eistanzens sogar mit zwei Paaren vertreten ist ⛸️ (nachdem die deutschen Meister es geschafft haben, in der Quali mit einer Wertung auszuscheiden, die geschlagene zehn Punkte unter ihrer Bestleistung liegt 🤬 – da hätte man mit Blickrichtung 2030 definitiv besser ein Nachwuchspaar zum Lernen mitgenommen). Mal seh’n, wer heute Abend gewinnt 🥇 – mein Göttergatte tippt auf die knapp in Führung liegenden Franzosen 🇫🇷, ich auf die derzeit noch zweitplatzierten Amerikaner 🇺🇸 …
Meine persönlichen Lieblinge (nachdem Khudaiberdieva / Bazin ihre Karriere letztes Jahr leider beendet haben), die amtierenden russischen Meister Stepanova / Bukin, dürfen nicht teilnehmen, was ich zwar für absolut richtig halte, aber trotzdem schade ist. 😕
Im eiskunstlauf gibt es nur einen den man unbedingt gesehen haben muss: ilia maligin. Unglaublich was dieser junge zeigt!
Der Japaner und der Kasache waren auch gut
Beide technische hervorragend, ich würde aber vor den beiden noch adam siao him fa sehen.
Malinin lässt mich irgendwie kalt, es ist primär ein Rumgespringe wie bei Situation Bonaly damals. Sato war im Teamwettbewerb extrem gut , den Franzosen mag ich auch. Heute Abend hoff ich auf seine Landsleute.
Ich find ja das ilia ausdruckmässig in einem jahr sehr zugelegt hat. Aber klar, der vergleich mit surya bonaly ist nicht ganz von der hand zu weisen.
Die japaner sind mir deutlich zu old-style.
Bonaly kenne ich auch noch !
Interessiert mich dieses Jahr auch nicht , „boykottiere“ zurück
In einem der spanischen Paare tanzt sogar der deutsche Tim Dieck aus Dortmund mit 😊
Irgendwo zwischen extrem schade und unfassbar, daß die DEU es nicht geschafft hat, dieses Paar in Deutschland zu halten (was ja sogar die bevorzugte Option von Smart / Dieck war). Der sechste Teilrang im Kürfinale von Mailand ist übrigens die beste Leistung eines deutschen Eistänzers überhaupt bei Olympischen Winterspielen, der neunte Platz insgesamt nicht ganz, wäre für deutsche Verhältnisse in dieser Disziplin aber ebenfalls ein Topresultat. 👍🏻
„da hätte man mit Blickrichtung 2030 definitiv besser ein Nachwuchspaar zum Lernen mitgenommen“
Nein, hätte man nicht. Immerhin haben diese beiden es letztes Jahr bei der WM auch geschafft, den Olympiastartplatz für den Eistanz überhaupt erst zu sichern (was ja in den Einzeldisziplinen nicht gelang) und sie sind immer noch klar das beste deutsche Paar. Sie hatten einfach Pech beim Auftritt, sie waren vor kurzem auch gesundheitlich angeschlagen gewesen (sie waren nicht bei der EM gestartet). Mir tut es jedenfalls sehr leid für dieses sympathische Paar, das bestimmt auch gerne in der Kür gestartet wäre. Solche Reaktionen wie Deine ärgern mich – als ob sie absichtlich im Rhythm Dance (der übrigens keine „Quali“ ist, sondern fester Bestandteil des Wettbewerbs) nicht unter die ersten 20 gekommen wären.
Darf Dich gerne ärgern, aber wir reden über Leistungssport und nicht über Sympathiebewerbe, und mich nervt es, daß in einem so hochentwickelten Land wie Deutschland überhaupt Sportler für Olympia nominiert werden, die nicht die geringste Chance auf eine Top-Ten-Platzierung haben. Speziell im nicht allzu fehleranfälligen Eistanzen dann geschlagene zehn Punkte unter Bestleistung abzuliefern, erlebt man nicht allzu oft, und Olympia-Teilnahmen, ohne richtig fit zu sein, begeistern mich auch nicht wirklich. Das läuft bei mir unter Olympia-Tourismus, wohingegen ich perspektivisches Denken als Argument gelten lasse, denn Erfahrung spielt bei einem Großereignis wie Olympischen Spielen definitiv eine Rolle. Ist übrigens nichts völlig Ungewöhnliches, für Junioren andere Qualifikationsnormen festzulegen als für erwachsene Athleten ohne weitere Perspektive. Und die Quotenplätze im Eiskunstlaufen sind nicht personengebunden, egal wer sie gesichert hat. Insofern hätte ich von vornherein eines der drei deutschen Nachwuchs-Tanzpaare mit nach Mailand genommen, die schon bei den deutschen Meisterschaften in Oberstdorf Hoffnung auf eine bessere Zukunft gemacht haben. Wie gesagt, wir reden von Leistungssport und nicht von Abschiedsgeschenken zum Karriereende. Meine Meinung.
Mögen manche Leute Sportler, die bei Olympia nicht ganz vorne landen, als „Olympia-Touristen“ bezeichnen. Da kann ich dann nur sagen: „Olympia-Tourismus ist voll ok :-).“ Es können eh nicht alle eine Medaille gewinnen oder in den Top 10 landen, und gibt es im Zusammenhang mit Olympia nicht auch das Motto „Dabei sein ist alles“? Was wäre Olympia für eine triste Sache, wenn nur Sportler mit Medaillen- oder Top10-Chancen am Start wären.
Auch ein „hochentwickeltes“ Land muss nicht überall Sportler in den Top 10 haben und sollte es ertragen können, wenn Teilnehmer aus nicht ganz so „hochentwickelten“ Ländern weiter vorne liegen.
Die deutschen Nachwuchspaare hätten übrigens erst recht nicht die geringste Chance auf eine Top-10-Platzierung gehabt. Das für Deutschland gestartete Eistanzpaar hat, wie oben bereits geschrieben, dafür gesorgt, dass Deutschland überhaupt einen Olympia-Startplatz im Eistanzen bekommen hat (entsprechendes ist den Einzelläufern und -läuferinnen übrigens nicht gelungen), sie waren dazu auch in dieser Saison durchweg das beste deutsche Paar und haben sich somit die Teilnahme wohlverdient. Und natürlich gebietet es der Respekt vor der Leistung eines Paares, das Deutschland in den letzten Jahren immer recht gut vertreten hat (bei EMs immer in Top10-Nähe, auch mal in den Top 10) und das in dieser Saison auch die interne Qualifikationsnorm für Olympia geschafft hat (das Erreichen einer festgesetzten, durchaus anspruchsvollen Punktzahl), dass man sie nicht vor Olympia einfach mal schnell durch ein junges Paar ersetzt, das bei der deutschen Meisterschaft 2026 deutlich hinter ihnen gelandet ist und in diesem Jahr zum ersten Mal knapp die Qualifikation für die EM-Kür mit 20 Paaren geschafft hat (diesem jungen Paar wünsche ich für die Zukunft alles Gute, auch für die nächste Olympiade, vielleicht wird es sogar so gut, dass es davor zwei Startplätze herausholen kann).
„Speziell im nicht allzu fehleranfälligen Eistanzen dann geschlagene zehn Punkte unter Bestleistung abzuliefern“ Natürlich passieren auch im Eistanz immer mal wieder Fehler, bei denen viele Punkte verloren gehen, z.B. dem britischen Paar am Mittwoch oder letztes Jahr dem (nun bei Olympia weit vorne gelandeten) litauischen Paar, das nach dem Originaltanz bei der letzten WM ausgeschieden war, und daher im Herbst am (Nach-)Qualifying-Wettbewerb in Peking teilnehmen musste. Manchmal klappt’s halt nicht und man ist ein bisschen weiter von der Bestleistung entfernt. Sportler sind keine Maschinen, die immer „abliefern“ (um Deinen Wortschatz zu benutzen).
Fazit: Wir haben sehr unterschiedliche Vorstellungen von Leistung im allgemeinen und Leistungssport im besonderen (Du warst nicht zufällig auf einer Waldorfschule?) – und wählen garantiert nicht dieselbe Partei. Das nennt sich Demokratie.
⛸️ Klarstellen will ich, daß ich mit Nachwuchspaar selbstverständlich nicht die Zweitplatzierten der deutschen Meisterschaften in Oberstdorf meine, die genausowenig eine internationale Top-Ten-Perspektive haben, wie das Olympiapaar sie jemals hatte (und die ich folglich genausowenig für die EM nominiert hätte), sondern die Viertplatzierten der Meisterklasse und die beiden Erstplatzierten der Juniorenklasse. Das sind die drei Nachwuchspaare, die in vier Jahren die Top Ten erreichen könnten, wenn die DEU so schlau wäre, sie bereits heute auf der Ebene internationaler Meisterschaften aufzubauen. Eistanzen hat ja nach wie vor leider auch immer etwas damit zu tun, sich über Jahre hinweg hochdienen zu müssen, grundsätzliches Talent vorausgesetzt.(Falls Darya Grimm und Michail Savitskiy geeignete neue Partner finden, hätte Deutschland sogar fünf Paare mit Zukunft. Und mit Smart / Dieck hätte man ein äußerst kreatives Spitzenpaar haben können, das bereits in der Gegenwart für zwei internationale Startplätze sorgt, aber das ist ein anderes Thema.)
Der Vergleich mit Fear / Gibson hinkt übrigens gewaltigst, denn deren vermeintliches Scheitern in Mailand war Ausdruck von Risikobereitschaft im Kampf um eine Medaille, nicht von mangelndem Können. Da muss man dann schon genauer hinsehen, bevor man einen Vergleich zum desaströsen Auftritt der deutschen Meister zieht.
Nein, ich war nicht auf einer Waldorfschule. Aber in der Tat ist mir dieses erbarmungslose Leistungsdenken, bei dem man Leute, bei denen man „keine Perspektive“ mehr sieht, fallen lässt wie eine heiße Kartoffel, absolut zuwider. Was passiert, wenn diese von Dir hochgelobte „Risikobereitschaft für eine Medaille“ auf die Spitze getrieben wird, konnte man bei dieser Olympiade sehr gut an Lindsay Vonn sehen.
Nachwuchspaare muss man nicht gleich zu Olympia schicken, bevor sie bei einer EM oder WM waren (dass sie da ziemlich sicher mit deutlich größerem Abstand den letzten Platz belegt hätten und dass das nicht unbedingt motivierend für so ein junges Paar wäre, ist noch eine ganz andere Sache), da gibt es so viele andere Wettbewerbe, z.B. die Challenger Series, und natürlich den Junioren Grand Prix und die Juniorenweltmeisterschaft. Und zum Glück wird inzwischen nicht nur beim ESC ein Mindestalter für den „Senioren“bereich verlangt.
Im Übrigen ist mir durchaus in Erinnerung, dass man sich auch an „normalen“ Schulen gut um die Kinder kümmert, die nicht immer oder gar nur selten eine medaillenreife oder Top-Ten-nahe Leistung bringen.
Ja, mit diesem erbarmungslosen Leistungsdenken muss man im Leistungssport klarkommen, und das kann eben nicht jeder – genau da trennt sich die Spreu vom Weizen. Und Lindsey Vonn hat gewagt – und verloren. Das ist ihr gutes Recht, denn es geht um ihre persönliche Grenze und nicht um den Wohlfühlfaktor der Zuseher. Ich persönlich habe mehr Respekt vor Scheitern auf höchstem Niveau als vor programmiertem Mittelmaß. Und daß Deutschland so viele gute Junioren verliert (Thema auch im Ski alpin), hat doch genau damit zu tun, daß man sie auf Wettbewerbsebenen versauern läßt, die im Prinzip gar keine Herausforderung darstellen, wenn man sich weiterentwickeln will. Wer an die Spitze will, muss sich mit der Spitze messen. Und wer da dann Motivationsprobleme bekommt, ist schon wieder fehl am Platz.
Leistungssport ist nun einmal per se ein Drahtseilakt. Wir haben bspw. in den vergangenen Jahren mit Blickrichtung Mailand einen befreundeten italienischen Paarläufer gesponsert, Matteo Guarise. Leider hat sich seine neue Partnerin Lucrezia Beccari dann zur Unzeit verletzt – und aus der Traum von der Olympia-Teilnahme und einer Medaille vor heimischem Publikum. So ist das Leben, es gibt keine Garantien auf Erfolg. Aber es gibt Strukturen, die Erfolg quasi über Jahre hinweg und auf Jahre hinaus verhindern, und deshalb rege ich mich so über diesen letzten Platz im Eistanzen auf.
🥇🥈🥉 Wie haben Dir die Darbietungen im Medaillenbereich gefallen? Ich war etwas überrascht bis geschockt, mit was für einer (relativ) tempoarmen Kür die amerikanischen Weltmeister unterwegs waren, freue mich riesig für die kanadischen Bronzegewinner, weil ich zum einen das Van-Gogh-Thema absolut liebe und sie sich zum anderen gegen den Heimvorteil der viertplatzierten Italiener behaupten mußten, und kann trotz ungewohnter technischer Unsicherheiten auch mit dem französischen Sieg gut leben – ein Sieg der Kunst, die im Eiskunstlauf leider zu oft zu kurz kommt. 🐳
Ich muss gestehen, dass ich letzte Woche keine Zeit hatte, ich will mir den Eistanz noch nachträglich anschauen. Für Gilles/Poirier freue ich mich auf jeden Fall riesig, aber wahrscheinlich aus den „falschen“ Gründen: Sie haben so lange so gut durchgehalten, und trotz Rückschlägen immer weiter gemacht. Ähnliches kann man, wenn auch auf niedrigerem Level, über das deutsche Paar sagen. Ich kann ja Deine Kritik an den Strukturen verstehen, aber es ist ja nicht so, dass das deutsche Paar völlig abgeschlagen Letzter geworden wäre und dass es nicht das Potenzial gehabt hätte, zumindest in den Top 15 zu landen – es ist halt, aus welchen Gründen auch immer, nicht gut gelaufen an diesem einen Tag. Vielleicht haben sie auf Dich unmotiviert gewirkt und das ärgert Dich, das könnte ich nachvollziehen. Ich muss auch gestehen, dass ich beim Eistanz alles andere als ein Experte bin.
Ich freue mich immer ganz besonders, wenn Läufer oder Läuferinnen, an denen viel herumgemeckert wird, weil es nicht schnell genug „voran“ geht, oder weil sie „stagnieren“, einen gelungenen Wettbewerb haben. Ein Highlight in dieser Hinsicht war für mich der siebte Platz von Nicole Schott bei der WM 2023, oder auch die Kür von Annette Dytrt bei den deutschen Meisterschaften in Oberstdort in der Saison 2008/09 und ihr siebter Platz bei der EM 2009. Meine Lieblingsläuferin in den frühen 90ern war übrigens Marina Kielmann, ich habe v.a. ihre Sprungsequenz aus dem Rollkunstlauf geliebt (schön, dass es heute wieder mehr Sprungsequenzen gibt, wenn auch nicht in der Kielmann-Art). Mich hat es übrigens damals, wie Du Dir sicher vorstellen kannst, geärgert, wie sich auf einmal alle fast nur noch für den neuen Star, Tanja Szewczenko, interessiert haben, für die es gewiss auch nicht einfach war, in diesen jungen Jahren mit diesem großen Rummel zurechtzukommen.
Witzig, daß Du Marina Kielmann erwähnst, denn Matteo Guarise kommt auch vom Rollkunstlauf (lange her, seine Partnerin dort war Sara Venerucci), und an ihre Sprungsequenz kann ich mich tatsächlich entsinnen. Ich verbinde mit ihrem Namen aber vor allem die Reamateurisierung von 1994, die Marina Kielmann quasi die Olympiateilnahme in Lillehammer gekostet hat, weil auch Katarina Witt von dieser Möglichkeit Gebrauch machte. Von Tanja Szewczenko habe ich erst kürzlich eine Autobiographie gelesen, in der es allerdings nicht ums Eiskunstlaufen ging, sondern um ihre Fehlgeburten und das Thema künstliche Befruchtung. Zu Karrieren mit Happy End fallen mir spontan Kati Winkler und René Lohse ein, die jahrelang wie festzementiert auf Rängen zwischen 6 und 10 landeten und dann bei ihrer allerletzten WM vor heimischem Publikum verdientermaßen doch noch Bronze gewannen. Ich selbst bin aufgewachsen mit Namen wie Dagmar Lurz, Riegel / Nischwitz (die „Bilitis“-Kür), Born / Schönborn (die Kür zu „Cats“), Norbert Schramm (mit seinen Clown-Pirouetten) und Claudia Leistner. Daß Deutschland in den Einzelkonkurrenzen bei Olympia 2026 gar nicht vertreten ist, finde ich angesichts der Tradition hierzulande geradezu unfassbar.
Das Eistanzfinale von Mailand ist ausgesprochen sehenswert, gerade weil bspw. die Kanadier und die Franzosen den Schwerpunkt wirklich auf EisKUNST gelegt haben. Nicht zu vergessen die deutschenglischen Spanier Smart / Dieck. Bin auch sehr gespannt, ob Guillaume Cizeron mit seiner neuen Partnerin vielleicht sogar weitermachen wird, um den Titel ein weiteres Mal zu verteidigen, denn Olympia 2030 findet ja in Frankreich statt. Könnte mir jetzt schon ein gemeinsames Podium mit den Engländern Fear / Gibson und dem hochtalentierten zweiten US-Paar vorstellen …
Warst du denn live in der Halle, bei dieser unfassbar schönen Traumkür des französischen Eistanzpaares?! Schön, dass du in diesem Zusammenhang doch noch auf die Kunst zu sprechen gekommen bist, bei eurer „Leistungssport“ Diskussion. Denn diese Kunst hat mich zu Tränen gerührt – und nein, nicht nur weil es die Franzosen waren, sondern weil die schlicht Poesie auf Eis gezeigt haben 😍 Ich liebe dieses Paar! Du hast dich ja leider rar gemacht bei unserem Eiskunstlauf Faden – dabei hättest du live aus der Halle berichten können meines Wissens, zumindest beim Eistanz!
P.S. 10 Punkte unter Bestleistung schafft Ilia auch 🤭
Ich habe erst jetzt Deinen Kommentar entdeckt. Schön, dass Du unsere Diskussion mitverfolgt hast 🙂 Schau Dir unbedingt auch die Klimova/Ponomarenko-Kür von 1992 zu Bachs „Air“ an.
Ja, wir waren live vor Ort (nur fürs Eistanzen), und als jemand, der schon immer kritisiert, daß der künstlerische Wert im Eiskunstlauf viel zu sehr an den sportlichen angeglichen wird, freue ich mich riesig, daß in Mailand die Kunst sowohl im Kampf um Gold als auch im Kampf um Bronze obsiegt hat. Die Kür der Franzosen hatte etwas Atmosphärisches an sich, das man kaum beschreiben kann – wie Nebel über dem Ozean, in den man hineingezogen wird und in dem die Welt aus nichts anderem mehr besteht.
Wobei ich im Gegensatz zu meinem Göttergatten zugegebenermaßen vorher nicht damit gerechnet hatte, daß sie als neuformiertes Paar die amerikanischen Weltmeister der vergangenen drei Jahre tatsächlich würden übertrumpfen können. Ebenfalls fantastisch aus meiner Sicht die Kanadier mit ihrer wunderbaren Van-Gogh-Kür und die deutschenglischen Spanier mit Dune II. Unverzeihlich, daß die DEU finanziell nicht bereit war, dieses Paar in Deutschland zu halten. Natürlich ist die Ice Academy in Montreal kostspielig, aber so eine Chance darf man sich doch als Eislaufverband nicht entgehen lassen. Jedes andere Land wäre megastolz darauf, ein Eistanzpaar in seinen Reihen zu haben, das dort trainieren darf, in diesem Umfeld von innovativer Kreativität. Könnte ich mich jetzt wieder stundenlang drüber aufregen …
😉 Thomas‘ Tipp mit der Olympiakür 1992 von Marina Klimova und Sergej Ponomarenko kann ich mich übrigens nur anschließen, denn genau die hatten wir uns zur Einstimmung aufs Finale in Mailand wieder angesehen. Kufenreines Eislaufen in Perfektion: ich habe Klimova / Ponomarenko mal in Oberstdorf bei einer Trainingssession erlebt – man hört nicht das geringste Geräusch, wenn die übers Eis gleiten! Habe mich dann spaßeshalber umgedreht und wußte innerhalb kürzester Zeit nicht mehr, ob sie überhaupt noch auf dem Eis sind. 😮
Ich habe so Anfang der 80er mit Eiskunstlaufschauen angefangen, noch vor dem Grand Prix Eurovision (Ersteres haben meine Eltern auch sehr gerne geschaut, der Grand Prix war bei ihnen „Bäh“ – für meinen Vater war eh fast alles außer klassischer Musik „Bäh“). Norbert Schramm war damals noch dabei, ebenso wie Rudi Cerne und Heiko Fischer, bei den Damen war neben Claudia Leistner noch Manuela Ruben immer in den Top 10. Ich erinnere mich auch noch gut an Anna Kondrashova und Kira Ivanova, erstere ist Mutter und Trainerin von Arlet Levandi (ich freue mich sehr, dass es bei der nächsten EM drei Startplätze für Estland geben wird, für die Selevko-Brüder und für Levandi – wenn sich niemand verletzt und wenn kein neuer Läufer sich nach vorne schiebt – und werde dem estnischen Starter bei der WM kräftig die Daumen für die Top 10 drücken, damit es zwei Startplätze für 2027 gibt). So, aber bevor ich vom Hundertsten ins Tausendste komme, höre ich besser mal auf. Es macht Spaß, mit Dir zu plaudern, auch wenn wir im Hinblick auf „Leistung“ nicht ganz die gleichen Ansichten haben.
Meine Eltern haben den Grand Prix Eurovision zwar geschaut, waren dann aber doch etwas verblüfft, welchen Kultcharakter er für mich innerhalb kürzester Zeit bekam: Geburtstag, Ostern, Weihnachten und Grand Prix (incl. Vorentscheid) als quasi unantastbare Feiertage. Nicole hat 1982 in Harrogate am Geburtstag meiner Mutter gewonnen, weshalb ich mir problemlos merken kann, daß es an einem 24. April war (und ich hatte ein Gipsbein von einem Skiunfall 🤣).
Da ich aus der Nähe von Mannheim stamme, tauchten Claudia Leistner und Manuela Ruben zu ihrer Zeit in den lokalen Zeitungen logischerweise regelmäßig und häufig auf. Und das Trio Schramm – Cerne – Fischer war ja schon allein wegen der so unterschiedlichen Laufstile immer interessant: clownesk – klassisch – sportlich. Kannst Du Dich zufällig auch an die Österreicherin Claudia Kristofics-Binder und ihre „gewickelten“ Sprünge erinnern? Werd‘ ich nie vergessen. Und der Zweikampf des für Frankreich startenden kanadischen Geschwisterduos Duchesnay mit Klimova / Ponomarenko bei Olympia 1992 ist doch absolut legendär! Fünf zu vier Preisrichterstimmen (damals galt ja noch die Majorität der besseren Plätze), und ausgerechnet der Juror aus Kanada sah das russische Paar vorne. Ich übrigens ebenfalls …
Ich habe vorhin das Kurzprogramm der Paare angeschaut, das war wirklich eine tolle Werbung für den Paarlauf. Dass man es mit 64,07 Punkte nicht in die Kür schafft, ist schon heftig (das niederländische Paar tut mir echt leid).
Ich wollte noch kurz erwähnen, dass ich es prima finde, dass Ihr Matteo Guarise gesponsort habt, es ist so schade, dass sich Lucrezia Beccari verletzt hat. Die beiden waren ja 2024 Europameister, und mit seiner vorherigen Partnerin Nicole della Monica war er 7facher italienischer Meister, 5. bei einer WM und dreimal bei Olympia, einmal dabei auf Platz 10.
Es gab ja schon mal davor ein italienisches Paar mit Rollkunstlaufbackground (sogar mehrfache Rollkunstlaufweltmeister), Marika Zanforlin und Federico degli Esposti, die waren in der zweiten Hälfte der Nullerjahre eines der ersten richtig starken italienischen Eislaufpaare .
Ja, das Olympia-Niveau bei den Paaren ist enorm hoch, vor allem wenn man bedenkt, daß da im Prinzip noch drei russische Paare fehlen.
Die Europameisterschaftskür von Beccari / Guarise (zur Musik von „Cats“) in Litauen 2024 liebe ich schon deshalb abgöttisch, weil es ein Sieg entgegen jeder Wahrscheinlichkeit war. Die beiden liefen erst relativ kurz zusammen, wobei man hinzufügen muss, daß Lucrezia Beccari keine gelernte Paarläuferin ist, sondern vom Einzellauf kommt, bei dem es ja keinerlei Hebungen, Wurfelemente und Todesspiralen gibt. Insofern bestand die komplette Kür quasi ausnahmslos aus Zitterelementen, und die Chance, ganz ohne Patzer durchzukommen, war realistisch betrachtet verschwindend gering. Dementsprechend hatte da im Vorfeld auch niemand irgendwelche Medaillenambitionen. Aber mit Ausnahme einer einzigen kleinen Unsauberkeit von Lucrezia beim Auslaufen des nebeneinander gesprungenen dreifachen Salchows haben sie keinerlei Fehler gemacht, und ich entsinne mich, daß ich von Element zu Element nur dachte, das kann gar nicht wahr sein … Stattdessen haben sie in einem Herzschlagfinale (die ersten fünf! Paare innerhalb von nur neun Wertungspunkten) alles geschlagen, was Rang und Namen hat, incl. der Deutschen und der Georgier, die jetzt in Mailand an der Spitze liegen. So etwas nennt man wohl Sternstunde … 🌟
Für Mikel Herzog Jr. mit seinem Song „Mi Mitad“ freut mich die Qualifizierung für’s Finale natürlich besonders. 😀
Ein stylisch aber casual gekleideter Typ, der nach außen eine kühle Distanz ausstrahlt, Klavier spielt und eine gute Ballade singt. 😀
Mehr brauch‘ ich gar nicht. 😀
Hoffentlich der diesjährige Benidorm-Sieger. Und wenn nicht HOFFENTLICH mein Patensong für den ESC kompakt Second Chance Contest 2026. 😀
Dazu müsste sich Spanien allerdings spontan entschließen dieses Jahr doch am ESC teilzunehmen.
Wieso das, ist doch nur ein Spiel. Oder fangt ihr dann an den SCC zu boykottieren? 😂
Es geht beim SCC um Songs aus den nationalen Vorentscheiden, die es nicht zum ESC geschafft haben und da fällt Spanien weg.
Ich finde ihr nehmt das zu ernst, aber mal sehen wie Berenike – oder wer auch immer dieses Jahr Spielleiter ist – das später im Jahr entscheidet.
Da stimme ich dir voll zu !
Vlt. könnte man ja vor Beginn des SCC die Leser*innen darüber abstimmen lassen und Berenike so die Entscheidung abnehmen.🤔
Spanien nimmt nicht am ESC teil und ist daher auch nicht beim SCC dabei.
Da stimme ich dir voll zu. Der Song ist wirklich klasse. Komm sofort in meine Playlist. Und live gesungen war es auch gut. Gerade die hohen Töne.
Spanien wird den ESC gewinnen, jede Wette Leute!
Interesse an diesem Wettbewerb = null!
Warum auch? Hat doch mit dem ESC noch recht wenig bis gar nichts zu tun. Zumindest nicht mehr. Und warum sollte ich mir etwas von einem Sender anschauen, dessen Senderchef seine politische Meinung einem ganzen Land aufzwingen will? Das dies so ist, zeigt ja das Spanien und Israel gemeinsam an den Olympischen Spielen teilnehmen. Niederlande, Island, Slovenien und Irland übrigens auch. Da sieht man das eben unser aller liebstes Hobby von Extremisten benutzt wird und ihr unterstützt sie mit berichten über ihre ehemaligen Vorentscheide noch. Ihr unterstützt diesen Missbrauch, schade.
Geht das schon wieder los? Dann ignorier einfach den Artikel und lass deinen Frust nicht hier raus!
„Ihr unterstützt diesen Missbrauch…“. Geht es vielleicht eine Nummer kleiner?! Und wie mauve und andere bereits mehrfach freundlich darauf hingewiesen haben: Du musst es weder hören noch lesen!
Absolute Zustimmung.
Ich bin gespannt wieviele sich, ohne die internationale esc-bubble, für diese veranstaltung interessieren. Hoffentlich gibts zuschauermässig einen total-flop.
Wichtiger Termin heute Abend neben dem Halbfinale in Griechenland:
https://www.youtube.com/live/qsqFIlYMVp4?si=CdI6x1nRGtT7VB2S
OFFTOPIC!!!
Ich habe eben die Finalisten nachgehört und finde sie allsame richtig stark! Am besten gefällt mir T amaré! Und bärenstak auch Kitai! Da ist man traurig, dass Spanien nicht teilnimmt. Tolle Songs!
Yep! T amare ist auch mein Favorit.
Benidorm 1 war der erste wirkliche Höhepunkt in der ESC Vorentscheidungssaison. Wirklich gut gemacht und die richtigen Beiträge sind dann auch weiter gekommen.
Das Schauen zur nachtschlafener Zeit hat sich voll und ganz gelohnt.
Es ist aber dieses Jahr ken Vorentscheid für den ESC. Die Highlights der Saison kommen erst noch (Portugal, Italien, Serbien, Kroatien, Griechenland und natürlich Deutschland und Österreich)!
Egal ob Teilnahme oder nicht, die Songs sind um Längen besser als Vieles, was wir bisher gesehen haben.
Ich denke wenn Spanien beim ESC teilgenommen hätte hätte Matty nicht so kritisch geantwortet. Schade eigentlich dass Matty alles so kritisch sieht.
Genauso sehe ich das auch. 🙂
Mag sein, aber – einerseits hat man ja jetzt noch nicht viel gesehen und andererseits gibt es sicherlich auch noch andere Musikshows auf die das zutrifft.
Spanien will nicht Teil des ESC sein, dann ist das eben jetzt auch so. Wer nicht will, der hat eben schon.
Es ist nicht Teil der Vorentscheidungssaison, sondern eine spanische Musikshow ohne Bezug zum bösen ESC. Kann man natürlich schauen, aber dann kann man auch „Mazedonien sucht den Superstar“ oder „X Factor Kalmückien“ schauen. Das hat genauso viel mit dem ESC zu tun. Und die Spanier wollten es so.
Wer nicht zum ESC fährt, veranstaltet auch keine Vorentscheidung.
Man soll aus einer Kalmücke aber keinen Kalelefanten machen ! So !
Was für ein schwaches Semi. Stimmlich konnte kein einziger Act überzeugen, im
Gegenteil, einiges ist richtig zum Fremdschämen, die Kompositionen sind absolut austauschbar und mit null Wiedererkennungswert – öde Massenware und wahrscheinlich mit massiver KI- Unterstützung erstellt, die Stagings sind einfallslos und langweilig. Sorry, aber Spanien hätte in Wien mit dieser Auswahl null Chancen auf einen Platz in den Top 20
Spanien hat die schlechtesten Sänger und diejenigen, die es können, machen um Benidorm Fest einen großen Bogen und das zurecht.
Matty, jetzt sei doch nicht so ein strenger Lehrer….😉
Das ist ja auch schon wieder so pauschalisierend, dass man nur den Kopf schütteln kann.
Absolut, bisschen sehr daneben.
Mal wieder komplett neben der Spur!
Bei solchem Menschen ist Hopfen und Malz verloren …
Richtig geiles Bühnendesign.
Was hat der Gewinner am Ende? Eine Trophäe und mehr Aufmerksamkeit? Den ESC kann er sich oder will es sogar, von Weitem anschauen. 😀
Naja und 100.000 Euro, ist ja auch was
Gegen die Spanien Phobie ist dieses Jahr leider nichts zu machen in diesem Forum…
Für mich sind Songs um einiges besser als das gestrige Semi Griechenlands …
Weiß jemand wie die Einschaltquoten waren?
Die Einschaltquoten des ersten Halbfinals sind in diesem Jahr niedriger als im Jahr davor:
https://www.instagram.com/p/DUo7BmpF347/?igsh=MWw5b3Ewa3BnbGw0bA==
Eine der Ursachen ist die späte Sendezeit.
Ich habe mich tatsächlich mehrfach gefragt, ob hier wirklich Sergio Jaen am Werk war. Die Auftritte wirkten doch bis auf wenige Ausnahmen sehr rudimentär. Ich hätte eigentlich nur Kitai, Tony and Lucycalys und Kenneth im Finale gebraucht.
Sergio Jaen ist Artistic Director von den Shows, die einzelnen Inszenierungen werden wohl andere machen.