Erste Staging-Hinweise: Litauen bringt „technisch aufwendigste“ Requisite zum ESC 2026, Polen macht alles neu

Lion Ceccah – Bild: Instagram @alenchicco

Die ersten teilnehmenden Acts haben ihre Beiträge für den Eurovision Song Contest 2026 bereits überarbeitet. Doch nicht nur Revamp-News trudeln in der ESC-Welt nach und nach ein, sondern auch erste Hinweise auf die Inszenierungen in Wien. Während einige Länder an den Performances aus dem Vorentscheid kaum etwas ändern, gibt es jedes Jahr auch komplett neue Bühnenkonzepte. Die bisherigen Infos checken wir hier im Staging-Update.

Die Wiener Stadthalle verwandelt sich im Mai diesen Jahres sozusagen zur ESC-Heiligenstätte, wenn die 70. Ausgabe des Eurovision Song Contest gefeiert wird. Die technischen Möglichkeiten der Bühne haben wir hier bereits vorgestellt. Die einzelnen Konzepte und Staging-Details der Teilnehmenden werden hingegen erst während der offiziellen Proben erahnbar sein, wenn die ersten Bilder der Inszenierungen präsentiert werden. Hinweise gibt es aber schon jetzt…

Interessant dürfe es vor allem für Litauen werden. Der Fernsehsender LRT lies nun verlauten, dass man die „technisch aufwendigste“ Requisite zum ESC 2026 bringen wird, die es aus Litauen jemals beim Wettbewerb gab. Auch wenn das Bühnenelement an sich ein neues sein wird, wird es vom Prinzip bzw. vom Nutzen her dem ähneln, das Lion Ceccah (Aufmacherbild) im Vorentscheid Eurovizija.LT bereits präsentierte.

Teil der Inszenierung zum litauischen Beitrag „Sólo Quiero Más“ war bereits im Vorentscheid eine Art Hülle, aus der Sänger Lion Ceccah während des Songs heraustritt (siehe unten). Diese fällt im Verlauf des Liedes in sich zusammen. Beim ESC soll dieser Effekt jedoch deutlich beeindruckender sein und für einen „emotionalen Höhepunkt des Auftritts“ sorgen, was mit deutlich mehr Aufwand verbunden sei, so die Rundfunkanstalt.

Die Beschreibung der neuen, technisch-aufwendigeren Konstruktion klingt schon einmal spektakulär. Der Sender LRT erklärt, dass die für den ESC genutzte Skulptur aus Metallelementen und gespannten Stahlseilen bestehen wird, welche von Elektromagneten zusammengehalten werden. Während der Performance wird dann der Strom abgeschaltet, wodurch die Skulptur in sich zusammenbricht. Litauens Vertreter Lion Ceccah ergänzt dazu:

„Das ist nicht nur eine Bühnendekoration, sondern eine lebendige Bühnenskulptur – eine Installation, die zum Dreh- und Angelpunkt der Performance wird, sich mit der Musik verändert und schließlich direkt auf der Bühne zusammenbricht.“

Neue Hinweise gibt es zudem von Litauens südlichem Nachbarn Polen. Alicja hat erst vor wenigen Wochen den Vorentscheid mit ihrem Lied „Pray“ gewonnen. An die dort präsentierte Inszenierung soll beim ESC aber nichts mehr erinnern. Die Sängerin hat jetzt bestätigt, ein völlig neues Konzept mit ihrem Team erarbeitet zu haben. Gegenüber dem zuständigen Sender TVP sagt Alicja, dass eine ganz neue Idee erarbeitet wurde, von der sie denkt, sie werde alle positiv überraschen.

Komplett gegenteilige Staging-News gibt es unterdessen aus Serbien: Die Band LAVINA bestätigte jetzt, nur wenig für die ESC-Performance abzuändern. Die Inszenierung, die „Kraj mene“ beim Vorentscheid Pesma za Evroviziju 2026 hatte, wird also ungefähr so auch in Wien zu sehen sein. Lediglich einige Elemente sollen laut LAVINA „stärker herausgearbeitet“ werden. Die einzigartige Chemie, die die Bandmitglieder untereinander haben, soll weiterhin im Vordergrund stehen.

Einblicke in die ESC-Proben gibt es auch von ESSYLA aus Belgien. Die Vertreterin für Wien hat sich mit dem Choreografen-Duo Elena Gambardella und David Vandenplas zusammengeschlossen (siehe oben). Elena war bereits 2021 beim ESC als Tänzerin mit dabei. Der belgische Rundfunk RTBF bestätigte zudem, dass ESSYLA in Wien von vier männlichen Tänzern auf der Bühne begleitet wird.

Zu guter Letzt schauen wir noch nach Albanien. Hier gibt es spannende Anspielungen von Sänger Alis. Er wird „Nân“ bekanntlich im zweiten Halbfinale performen und hat jetzt verraten, dass sein Staging ein komplett anderes wird als das aus dem Festivali i Këngës 64. Wie genau er den albanischen Beitrag beim ESC inszeniert, lässt er zwar offen, aber ein ganz besonderer Bühnengast scheint offenbar in Wien dabei zu sein.

Nachdem Alis‘ Mutter bereits im Musikvideo mitspielt (siehe oben), lässt der albanische Vertreter nun zumindest offen, ob sie auch auf der ESC-Bühne zu sehen sein wird. Ganz ausgeschlossen scheint das also nicht zu sein und auch ein weiteres Detail aus dem Musikvideo soll angeblich übernommen werden. Es wird vermutet, dass die albanische Delegation plant, den ins Englische übersetzten Text von „Nân“ auf dem Bildschirm einzublenden, während Alis die Nummer performt.

Was denkst Du: Können einige Länder ihre Erfolgschancen durch die ESC-Inszenierung erhöhen? Wie klingen die bisher bekannten Bühnen-Pläne für Dich? Lass uns gerne deine Meinung da.



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