
In exakt 175 Tagen beginnt der Eurovision Song Contest 2026 in Wien ganz offiziell mit dem ersten Halbfinale. Es ist also höchste Zeit für ein Update zur kommenden Ausgabe – dachte sich offenbar das österreichische Fernsehen. Denn der ausrichtende Rundfunk ORF lud heute zu einer Pressekonferenz ein und präsentierte neue, spannende Infos zum ESC im kommenden Mai.
Ein gerade für Fans besonders wichtiges Thema sind die Tickets für den ESC. Während diese natürlich schon immer heiß begehrt waren, ließ sich in den letzten Jahren ein Anstieg bei der Nachfrage feststellen. Umso schwerer wird es beim offiziellen Verkauf, Tickets für eine der neun Shows zu ergattern. Vor allem die drei Liveshows zu den beiden Halbfinals und (vor allem) dem großen Finale sind in Sekundenschnelle ausverkauft. Nicht selten schlugen hier Bots zu; die von ihnen erworbenen Karten landeten danach allzu oft im kommerziellen Weiterverkauf.
Um den Ticketverkauf fairer zu gestalten, setzt die EBU gemeinsam mit dem österreichischen ORF auf einen anderen Prozess. Auf der heutigen Pressekonferenz wurde bestätigt, dass für 2026 ein „bewährtes, mehrstufiges Ticketsystem eingesetzt“ wird, das auch bei anderen Großveranstaltungen heutzutage Anwendung findet. Der Ticketverkauf beginnt demnach mit einer Registrierungsphase, in der sich Fans anmelden müssen, um später Tickets kaufen zu können. Diese Methode gab es bereits für den diesjährigen Contest in Basel.
Die Verantwortlichen wollen mit der Registrierungsphase, die unabdingbar ist, um Tickets zu erwerben, gegen den Weiterverkauf zu horrenden Preisen vorgehen. Exakte Details zum Erwerb von ESC-Tickets für Wien soll es bereits am 24. November, also kommenden Montag, geben. Dann soll auch bereits die Registrierungsphase eröffnet werden. Rund 90.000 Tickets gehen für den kommenden ESC in Wien insgesamt in den Verkauf.
Auch zur Suche nach freiwilligen Helfer*innen wurde heute Neues verraten. Demnach sucht der ORF insgesamt rund 800 Volunteers, die sich vom 1. bis 17. Mai 2026 Zeit nehmen können, um für eine reibungslose Organisation rund um das Großevent zu sorgen. Wie in den Vorjahren sollen die Ehrenamtlichen an Informationsschaltern, als Betreuer*innen der Acts oder beispielsweise auch als Empfangspersonal am Flughafen eingesetzt werden.
Die Online-Registrierung für Freiwillige beginnt am Montag, den 1. Dezember, auf songcontest.ORF.at. Interessierte können sich bereits jetzt direkt auf der Website voranmelden, um Informationen über den offiziellen Start des Anmeldezeitraums zu erhalten. Wichtig sei es laut der EBU, Gastfreundschaft zu vermitteln, eine offene und sympathische Ader, Volljährigkeit und gute Deutsch- und Englischkenntnisse mitzubringen. Die Castings für potenzielle Volunteers finden im Dezember statt.
Ein unabdingbarer Part des ESC sind die sogenannten Postkarten in den Liveshows. Diese wurden bekanntlich dazu ins Leben gerufen, um die Umbauarbeiten auf der Bühne zu überbrücken, bevor der nächste Act performen kann. Inzwischen steckt sehr viel Aufwand in der Produktion der jeweiligen Postcards. Für 2026 ist deshalb Gebhardt Productions engagiert worden, um visuell ansprechende und passende Kurzclips der teilnehmenden Acts zu produzieren.

Das Konzept der Postcards für Wien 2026 wurde heute bereits vorgestellt (siehe oben). Jede Postkarte beginnt mit einer Szene, in der der jeweilige Act eine österreichische Postkarte vor dem Hintergrund seines Heimatlandes betrachtet. Die Kamera „betritt“ dann die Postkarte, und plötzlich befinden sich die Künstler*innen inmitten einer österreichischen Landschaft. Am Ende jeder Postkarte posieren die Teilnehmer*innen für ein Selfie vor der österreichischen Kulisse.
Die Dreharbeiten für die Postcards haben bereits vor einigen Wochen (vermutlich ohne die ersten teilnehmenden Acts) in Österreich begonnen. Somit will man gewährleisten, möglichst viele Jahreszeiten in den jeweiligen Clips einzufangen. Zudem wurde heute bekannt gegeben, dass die unterschiedlichen Postcards (Beispiel Frankreich siehe unten) nicht nur rein digital leben, sondern auch als Printversionen verfügbar gemacht werden, die vermutlich nach dem ESC erworben werden können.

Außerdem wurde über das Thema Nachhaltigkeit informiert. Der ORF möchte mit seiner ESC-Ausrichtung beweisen, dass erstklassige Unterhaltung und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Der Sender plant, den ESC nach den Kriterien zweier österreichischer Umweltzeichen zu organisieren: „Grüne Veranstaltung“ und „Grüne Produktion in Film und Fernsehen“. Ziel sei es, den CO₂-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Daher liege der Fokus auf vier Bereichen: Energie, Mobilität, Abfall und nachhaltige Beschaffung.
Was sagst Du zu den neuesten Infos zur ESC-Organisation in Wien? Wie gefällt Dir das Konzept der Postcards für 2026? Lass uns gerne Deine Meinung da.
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