ESC 2026: Kehrt die alte Ergebnisverkündung in den Halbfinals zurück?

Erstes Halbfinale ESC 2025

Laut der Meldung des in der Regel gut informierten X-Kanals ESC Discord sollen die Ergebnisse in den Halbfinals des Eurovision Song Contest 2026 in Wien wieder nach dem altbekannten Prinzip verkündet werden: ein Land nach dem anderen, in zufälliger Reihenfolge. Damit würde man sich bereits nach einem Jahr wieder von dem System verabschieden, bei dem jeweils drei Acts eingeblendet werden und nur einer davon ins Finale einzieht (siehe Aufmacherbild).

In Liverpool war beim ESC 2023 ursprünglich geplant, zur Ergebnisbekanntgabe alle Acts eines Halbfinals gemeinsam auf der Bühne zu versammeln. Dann sollte jeweils ein Land aufgerufen werden, während die Kameras die Reaktionen der Acts einfangen – möglichst groß, möglichst emotional, möglichst dramatisch.

Doch daraus wurde bekanntlich nichts. Schon in den Proben zeigte sich, dass dieses Verfahren seine Tücken hat – vor allem für die Acts, die am Ende übrig bleiben. Wenn nur noch die Kandidaten auf der Bühne stehen, die es nicht ins Finale geschafft haben, wird aus Spannung schnell unangenehme Bloßstellung. Entsprechend kehrte man für die Liveshows in Liverpool kurzfristig wieder zum bewährten System zurück: Die Finalist*innen wurden in zufälliger Reihenfolge bekanntgegeben, die Kamera schaltete direkt in den Green Room.

Zwei Jahre später, beim ESC 2025 in Basel, startete man einen neuen Versuch, mehr Emotion in die Bekanntgabe zu bringen. Diesmal griff man auf die ohnehin vorhandenen Kameras im Green Room zurück und zeigte gleich drei Delegationen parallel im Bild. Zu Beginn funktionierte das durchaus – mehrere Reaktionen gleichzeitig, mehr Dynamik, mehr Emotion.

Zum Ende hin zeigte sich jedoch erneut das Problem: Wenn klar erkennbar ist, wer als Favorit noch übrig ist und wer eher nicht, kippt die Stimmung schnell. Statt Spannung entsteht dann eher ein Gefühl von Fremdscham und traurigem Mitgefühl, wenn zwei Acts neben einem offensichtlichen Qualifikanten eingeblendet werden.

Vor diesem Hintergrund berichtet ESC Discord nun, dass man in Wien auf weitere Experimente verzichten und zum klassischen System zurückkehren will – zumindest vorerst. Die Ergebnisverkündung dürfte damit wieder weniger spektakulär, dafür aber deutlich angenehmer für alle Beteiligten werden.

Wie steht Ihr zur möglichen Rückkehr des alten Systems? War die Dreier-Aufteilung für Euch ein spannendes Upgrade oder eher unangenehm anzusehen? Und wie könnte die perfekte Ergebnisverkündung in den Halbfinals aussehen? Lasst uns Eure Meinung in den Kommentaren da!



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7 Comments
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ESC1994
ESC1994
1 Stunde zuvor

Gut so, fand diese Art der Verkündung furchtbar, wie bei einer Castingshow.

Last edited 1 Stunde zuvor by ESC1994
roxy
roxy
1 Stunde zuvor

Ich glaube, die größte Schwäche des neuen Systems war, dass sich der Durchschnittszuschauer nicht ausgekannt hat. Es ist nachvollziehbar, wenn man wieder zum alten Konzept zurückkehrt. Ich finde, das war spannend genug.
Ich fände es aber gut, wenn man am Ende die ausgeschiedenen Acts noch etwas liebevoller verabschieden würde.

Der Polizistin
Der Polizistin
58 Minuten zuvor
Reply to  roxy

ja, die Ausgeschiedenen könnten noch mit “Another one bites the dust“ von Queen verabschiedet werden

Jorge
Jorge
1 Stunde zuvor

Ich freue mich darauf, wenn wieder zielsischer aber „zufällig“ 3 Sekunden vor Verkündung der nächste Qualifikant eingeblendet wird.

Jorge
Jorge
1 Stunde zuvor

„randomized order“

Also war es immer Zufall, dass man mit glasklaren Favoriten begann und einen anderen Favoriten zur letzten Verkündung aufschob, der mit schon verzweifelten sicheren Nichtqualifikanten am Ende nochmal in’s Bild winken dürfte …

Tjure
Tjure
1 Stunde zuvor

Fände das gut. Wenn man dann noch im großen Finale die Televoting-Punkte wieder aufsteigend verkünden würde und nicht nach Jury-Punkten aufwärts, wäre alles perfekt. Ich finde das dann auch immer bloßstellend, wenn der Jury-Sieger zuletzt dann wenig bis gar keinen Punkte bekommen sollte.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
52 Minuten zuvor

Das perfekte Vorgehen gibt es bei diesem Prozedere nicht, weil es dabei eben Gewinner und Verlierer gibt. Für die Verlierer und mitfühlende Herzen vor den Fernsehgeräten wird die Verkündung (hach, das klingt so schön religiös …) deshalb immer auch unangenehme Momente mit sich bringen. Die Ausstellung der Acts zum voyeuristischen Konsum, die wir vergangenes Jahr hatten, fand ich allerdings besonders unangenehm. Insofern würde ich eine Rückkehr zur traditionellen Verkündung begrüßen.