Beim diesjährigen Eurovision Song Contest soll es Änderungen an dem System geben, wie die Final-Qualifikant*innen in den beiden Halbfinalen bekanntgegeben werden (Aufmacherfoto: Qualifikantin Silia Kapsis aus Zypern beim ESC 2024 in Malmö). Das hat Executive Producer Reto Peritz im The Euro Trip Podcast bestätigt. Damit unternehmen die Verantwortlichen nach 2023 einen erneuten Versuch, die Ergebnisbekanntgabe in den ESC-Semis spannender zu gestalten.
Dass über entsprechende Änderungen nachgedacht wird, ist schon seit Ende des vergangenen Jahres bekannt. Damals sagte Reto Peritz ebenfalls im Euro Trip Podcast:
„Die Abstimmung im großen Finale ist großartig – es gibt viele Emotionen. Bei den Halbfinals ist das nicht so spannend, weil man nur verkündet, wer im großen Finale ist. Deshalb denken wir gemeinsam mit unserem Kreativteam intensiv darüber nach, wie wir die Abstimmung und die finalen Ergebnisse der Halbfinals aufregender machen können.“
Die Änderungen scheinen also in erster Linie der Wunsch des Schweizer Fernsehens gewesen zu sein und keine Vorgabe der European Broadcasting Union (EBU).
In der neuen Podcast-Folge gibt Reto Peritz ein Update zu diesem Thema. Er sagt, dass es ein neues Konzept für die Bekanntgabe gibt und dieses grünes Licht für die Umsetzung bekommen hat. Dementsprechend soll dieses neue System in der nächsten Woche bei den Durchlaufproben für das erste Halbfinale getestet werden. Insgesamt klingt das so, als wäre es sehr sicher, dass wir den neuen Verkündungsmodus am Dienstag- und Donnerstagabend der nächsten Woche in den beiden ESC-Halbfinalen zu sehen bekommen.
Der Executive Producer sagt in dem Interview auch sehr deutlich, dass die Änderungen nichts mit dem Versuch zu tun haben, den die BBC 2023 unternommen hat. Damals mussten sich in der Probe alle Halbfinal-Acts im Castingshow-Stil vor der Ergebnisbekanntgabe auf der Bühne aufstellen. An diesem System gab es damals große Kritik, weil die Produktion den Fokus effekthascherisch eher auf die noch zitternden bzw. ausgeschiedenen Acts gelegt hat als auf die glücklichen Qualifikant*innen. Besonders negativ wurde auch aufgenommen, dass die Künstler*innen in diesem für sie wichtigen Moment von ihren Delegationen getrennt wurden.
Wie genau das nun vom ESC-2025-Team erdachte System aussieht, wurde bislang noch nicht verraten. Wir werden es spätestens am Montagnachmittag in der ersten Durchlaufprobe des ersten Halbfinales erfahren, die das ESC-kompakt-Team live in der St. Jakobshalle verfolgen wird. Dann halten wir Euch natürlich auch wieder hier auf dem Blog auf dem Laufenden.
Was glaubst Du, wie könntest die neue Bekanntgabe der Qualifikant*innen aussehen? Und braucht es überhaupt eine solche Änderung oder ist das aktuelle System spannend genug? Schreib uns Deine Meinung gerne in die Kommentare.
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Das habe ich schon befürchtet, da hatten ja die Verantwortlichen des ESC in Liverpool kein glückliches Händchen!
Noch spannender???? Ich will noch das Finale erleben und nicht vorher meine Nerven verlieren. 😱😱😱🥶🥶🥶
Vermutlich geht man alle Länder durch und dann gibt es einen Kameraschwenk auf den Act und dann heißt es entweder Qualify oder not qualify. Die letzten beiden Länder die übrig sind werden dann im Splitscreen gezeigt so sieht man dann die Emotionen nach der letzten Verkündung.
Puh das wäre aber auch brutal, weil man dann die erste Enttäuschung so im Fokus hätte bei den NQ
Das würde mir nicht gefallen. Das machte Norwegen und Schweden doch auch inzwischen.
Das halte ich für ausgeschlossen, da sonst die berechtigte Kritik käme, man führe die Artists vor. Habe meine Idee etwas weiter unten aufgeschrieben, die halte ich für wahrscheinlicher.
Ich find die Verkündung eigentlich schon spannend genug 😅
Ich auch, da zittert man schon genug mit seinen Favoriten.
Das Problem mit jährlich wechselnden Gastgebern ist, das alle der Meinung sind, sie müssten dem ESC ihren Stempel aufdrücken und mindestens eine dauerhafte Änderung einführen. Ich sehe hier auch überhaupt keinen Änderungsbedarf und kann mir nicht so richtig vorstellen, was das am Ende werden soll. Aber gut, am Montag sind wir schlauer.
Für mich war das bisher aufregend genug. Aber bitte – macht’s halt noch doller!!
Hauptsache die unglücklich Augeschiedenen werden nicht noch doof vorgeführt.
Wenn eine Pflanze ein verwelktes Blatt hat, dann fängt man ja auch nicht damit an, die Wurzeln abzukappen…
Ich finde den Ansatz völlig falsch, da die Bekanntgabe der Qualifikanten meiner Meinung nach bisher perfekt umgesetzt worden ist und immer eines der Highlights der Semis für mich war. Bisher war es die perfekte Mischung aus Spannung, aber dennoch auch nicht zu lange Hinauszögern. Das wird sich nun leider ändern, befürchte ich.
Mein Tipp: Ähnlich wie bei Let’s Dance wird zunächst zu allen 15/16 Acts einzelnd in einer „zufälligen“ Reihenfolge in den Greenroom geschaltet. Dann wird verkündet, ob die Acts sofort weiter sind oder zittern müssen. Nachdem das mit allen Acts getan wurde, bleiben noch 6/7 Acts übrig, die noch einmal nacheinander eingeblendet werden, und dann wird von einer der beiden Moderatorinnen der letzte Finalqualifikant genannt.
Bin mir ziemlich sicher, dass es dieses Konzept am Ende werden wird. Das würde auch erklären, warum das Ende für die Semis in diesem Jahr für 23:15 Uhr – und nicht wie die letzten Jahre für 23:10 Uhr – angesetzt wird.
Das Ironische dabei: Eigentlich möchte man ja alles tun, um die Künstler zu schützen und sie sich wohlfühlen zu lassen, aber in diesem extrem spannenden und emotionalen Moment lässt man sie dann vor der Kamera teilweise lange zittern. Das ist meiner Meinung nach ein gewaltiger Widerspruch in der Logik.
Durch den jährlichen Wechsel des Ausrichters hat man leider den Effekt, wie wenn ein neuer CEO reinkommt – irgendwelche Änderungen, um zu zeigen, das man was macht, egal ob es sinnvoll ist oder nicht.
Ja hoffentlich wird es, wie im Artikel schon erwähnt, kein Castingshow-Stil, wie z.B. „Du bist weiter!…Du bist nicht weiter!…Du bist vielleicht weiter!…Du musst noch warten!“
Da die Semifinal-Platzierungen und Punkte erst nach dem Grand Final veröffentlicht werden, könnte ich mir hier aktuell aber auch kein alternatives Konzept vorstellen, als das aktuelle, wenn man es nicht im Castingshow-Stil machen möchte. Außer es gibt hier eine, für die Öffentlichkeit noch unveröffentliche, Regeländerung, dass man jetzt doch die Punkte bereits im Semifinal veröffentlicht. In diesem Fall könnte man es dann machen wie beim Grand Final mit dem Publikums-Voting. Aber, dass es so eine Regeländerung geben könnte halte ich für ziemlich ausgeschlossen.
Wieso glaubt eigentlich jeder etwas verbessern zu müssen, wo keine Besserung notwendig ist. 😅
Das bisherige System der Verkündigung war schon Spannend genug.
Jedes andere System was nach X-beliebiger Castingshow oder Trash TV aller Dschungelcamp schreit (da macht man das doch auch so aller „du bist es… VIELLEICHT“), braucht doch der ESC nicht.
Da kann man auch gleich nach jeden genannten Finalisten in den Greenroom schalten, damit die Länder die Werbung zeigen dort kurze Werbespots einblenden können. 😅
Also ich hoffe möglichst viele Delegationen beschweren sich am Montag gegen das neue System. 😅
Das hoffe ich auch !
Keine Ahnung warum man was an der aktuellen Herangehensweise ändern muss, ich finde die funktioniert und ist spannend genug. Aber ich lass mich gern positiv überraschen.
Theo Evan hats bereits geahnt:
„Hush hush
If you know my name then please don’t repeat it
Hush hush
If you know my name then keep it a secret“
Ehrlich gesagt frage ich mich, warum es dauernd diese Änderungen geben muss. Ich halte es nicht für zielführend, dauernd die Spannung „optimieren“ zu wollen. Die Sache mit dem Fokus auf die ausgeschiedenen Acts könnte man natürlich von zwei Seiten betrachten. Natürlich hat es auf der einen Seite etwas Effekthascherisches, wenn man traurige, ausgeschiedene Gesichter ablichtet. Könnte bei einigen Leuten so etwas wie Schadenfreude hervorrufen, bei anderen Leuten aber auch Mitgefühl.
Letztendlich halte ich es aber auch nicht für gut, die Künstler:innen aus ihrem „geschützten“ Rahmen herauszunehmen, sie sind bestimmt lieber in ihrem Team, das sie gegebenenfalls auffangen kann. Denke mal, viele Künstler:innen möchten bestimmt nicht, dass Enttäuschung direkt für jedermann (und -frau) sichtbar abgelichtet wird. Also: Ich würde es jedenfalls nicht wollen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Es soll am besten alles so bleiben, wie es ist.😉
Keine Mello-Regeln. Aber gut.
Für mich taugt es so, wie es bisher war.
Aber mal abwarten und Fondue trinken…
Ich trinke mit. 🫕
Es gibt ein Fondue Emoji? 🤯
Mein Gott. Seit doch mal ein wenig offener. Gäbe es keine Anpassungen, so würden wir immer noch Schlager hören, mit Orchester im Hintergrund. 😀
Es gibt so einige Dinge am ESC, die ich davor ändern würde. Ich finde diese Ankündigung, die es bis jetzt gab, gehört zum ESC und genauso wie die „12 Punkte“ ein „Fundament“ beim ESC
Ich sehe irgendwie keinen Bedarf, das zu ändern. Also ich finde es spannend genug, jedes Mal, wenn ich den berüchtigten Tisch sehe, hinter dem dann die Moderatoren stehen, fängt das Herzrasen an. 😀 Was soll man da verändern und zu welchem Zweck? Da ich mich an 2023 erinnere, bin ich leider pessimistisch.
…die einzige Alternative wäre, Natalja & Andrei aus den Halbfinale 2009 aus Russland zu importieren, und dann machen die da wieder ihre 15 Minuten lange Show und drücken währenddessen ab und an mal den Buzzer. 😀
Ich muss da direkt an eine Regelung im Sinne von Germanys Next Topmodel denken – „Land XYZ, du zitterst leider noch ein bisschen“.
Hauptsache man kommt nicht irgendwann auf die schwachsinnige Idee von einer Art „Super-Halbfinale“, wo dann nach den 9 sicheren Finalteilnehmern nochmal ein Voting zwischen den verbliebenen Acts für den letzten Startplatz durchgeführt wird…
Hauptsache wird hier rumgemotzt, bevor wir nur einen Funken Ahnhung haben, wie es Tatsachen umgesetzt wird.
Laut einer SRF Dokumentation „Der Weg zum ESC 2025“ werden immer drei Länder hervorgehoben von denen nur einer weiter kommt.
Dann werden die nächsten drei Länder genannt, von denen wieder einer weiterkommt.
https://www.instagram.com/p/DJbPUu6tgdt/?igsh=ZjhjZ2JmMjV1ZHVt
Ich finde es für die Spannung gar nicht schlecht, wirklich nicht. Einen Versuch ist es wert und man soll auch mal etwas Neues wagen. Etwas kritisch ist es halt, dass in der aktuellen Situation den Eindruck entstehen wird, dass Israel zwei andere Länder „besiegt“ hätte und als Sündenbock für die Nichtqualifikation anderer Länder dargstellt werden wird.
Aber etwas peinlich ist es schon für das SRF. Wenn schon Skripts in einer Doku sichtbar sind, dann sollte man doch schon vor der Veröffentlichung schon kontrollieren, ob da keine „sensiblen“ Daten sichtbar sind.