Live-Blog „Finału Polskich Kwalifikacji 2026“ in Polen – Teil 2

Karolina Szczurowska – Foto: Instagram @karolina.szczurowska

Das wahrscheinlich ungewöhnlichste Vorentscheidungskonzept hat in diesem Jahr Polen: der polnische Vorentscheid Finału Polskich Kwalifikacji 2026 läuft in mehreren Phasen ab, die sich über eine Woche ziehen. Bereits seit letzten Samstag läuft ein Onlinevoting über die Studioversionen der Beiträge, heute werden dann die Live-Auftritte ausgestrahlt (die allerdings voraufgezeichnet wurden) und erst morgen früh wird der Sieger-Act verkündet. Ein Act, der heute Abend zu sehen ist, ist Karolina Szczurowska (Aufmacherbild) mit ihren Beitrag „Nie bój się“.

In Polen lief in diesem Jahr vieles chaotisch. Ursprünglich sollte das Finale des Vorentscheids am 14. Februar stattfinden und live im TV übertragen werden. Der Termin wurde dann aber gecancelt und es hieß, dass die Auftritte voraufgezeichnet werden und die Ausstrahlung erst am 7. März 2026 erfolgen wird. Eine offizielle Bestätigung des neuen Datums blieb jedoch sehr lange aus und erfolgte erst Mitte Februar mit Bekanntgabe des Votingverfahrens. Schon etwas eher wurde die Teilnehmerliste von Finału Polskich Kwalifikacji 2026 bekanntgegeben sowie die Beiträge veröffentlicht. Hier war jedoch auch lange unklar, ob das Teilnehmerfeld komplett ist oder noch Wildcards nachnominiert werden. Am Ende blieb es aber bei den acht im Februar bekannt gegebenen Acts, die nun also nicht live vor Publikum auftreten, sondern deren Performances voraufgezeichnet wurden. Die Aufzeichnung erfolgte am 1. März.

Diese Acts treten bei Finału Polskich Kwalifikacji 2026 mit diesen Beiträgen an:
  1. Anastazja – Wild Child
  2. Piotr Pręgowski – Parawany Tango
  3. Karolina Szczurowska – Nie bój się
  4. Stasiek Kukulski – This too shall pass
  5. Basia Giewont – Zimna woda
  6. Alicja – Pray
  7. Jeremi Sikorski – Cienie przeszłości
  8. Ola Antoniak – Don’t you try

Aktuell gefällt Euch Basia Giewont mit „Zimna woda“ am besten. Gerne könnt Ihr auch weiterhin in unserer Umfrage abstimmen.

Welcher Beiträge von Finał polskich kwalifikacji 2026 gefallen Dir am besten? Du hast max. zwei Stimmen.

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Einzig das Publikum entscheidet über den polnischen Act für den ESC 2026, eine Jury gibt es nicht (abgesehen von einer Ersatzjury bei Stimmengleichheit oder technischen Probleme). Die Abstimmung findet dabei in zwei Runden ab.

Bereits seit Samstag kann über die TVP VOD-App gevotet werden. Eingeloggte Nutzer können dort maximal drei Stimmen abgeben. Dabei ist es egal, woher man kommt. Wer möchte, kann also heute noch mit abstimmen. Diese Online-Abstimmung endet heute um 17:00 Uhr. Die Zuschauer*innen bewerten in diesem Voting einzig die Studioversionen. Während der heutigen Übertragung von Finału Polskich Kwalifikacji beginnt dann eine SMS-Abstimmung, die bis 23:59 Uhr offen ist. Hier können maximal 20 Stimmen von einer Nummer aus gesendet werden. Nach Abschluss der Online- und SMS-Abstimmung beginnt die Stimmauszählung, wobei jede Stimme das gleiche Gewicht hat, unabhängig davon, über welche Plattform sie abgegeben wurde.

Der Gewinner von Finału Polskich Kwalifikacji wird dann erst morgen um 10:00 Uhr im Rahmen der Sendung Pytanie na śniadanie bekanntgegeben.

Als Intervall-Act treten heute Viki Gabor und Michał Wiśniewski auf. Viki Gabor gewann 2019 mit dem Lied „Superhero“ den Junior Eurovision Song Contest für Polen. Michał Wiśniewski und die Band Ich Troje vertraten Polen 2003 beim Eurovision Song Contest mit dem Lied „Keine Grenzen – Żadnych Granic“ und belegten den 7. Platz. 2006 nahm der Künstler erneut für Polen mit dem Lied „Follow My Heart“ teil, verpasste aber den Einzug ins Finale.

Der polnische Vorentscheid Finału Polskich Kwalifikacji 2026 wird vom polnischen Sender TVP 1 von 17:35 bis 18:40 Uhr übertragen. Die Ergebnisverkündung erfolgt dann erst morgen ab 10:00 Uhr im Frühstücksfernsehen auf TVP 2. Einen Livestream findest Du bei TVP. Wir werden sowohl die Show am Samstag als auch am Sonntag in diesem Live-Blog mitverfolgen. Vor, während und nach den Sendungen kannst Du die Geschehnisse unter diesem Beitrag kommentieren.


Dzień dobry zum letzten Live-Blog-Samstag und dem Vorentscheid von Polen. Heute dauert es hier gar nicht so lange, nur eine gute Stunde. Ihr könnt dann also alle problemlos Abendbrot essen und dann pünktlich mit dem Melodifestivalen weiter machen. Dafür erfahren wir jedoch noch nicht, wer in Polen eigentlich gewinnt. Das wird erst morgen früh ab 10 Uhr im Frühstücksfernsehen offenbart. Wir werden den Live-Blog deshalb um 18:40 pausieren und dann morgen um diese Uhrzeit weiterführen.

Gleich geht es los, aber noch ist der Stream geogeblockt. Hoffentlich schalten sie den noch frei. Nein, scheint nicht so. Dann muss es wieder YouTube inoffiziell richten.

Michał Wiśniewski und Viki Gabor eröffnen die Show mit „Keine Grenzen“. Das mochte ich damals sehr. Und es gefällt mir immer noch gut.

Jetzt erzählt ein Moderator etwas, wahrscheinlich erklärt er das Abstimmungsverfahren. Das wirkt auf so einer leeren Bühne ohne Publikum schon sehr strange.

Anastazja – Wild Child

Anastazja präsentiert ihren Beitrag als Choreographie, auch wenn „Wild Child“ eher ein Midtempo-Song ist, sogar eine Art Dancebreak wird am Ende des Songs eingebaut. Ich weiß nicht, ob das so passend ist. Da kommt für mich die dunkle Stimmung des Liedes nicht überzeugend rüber. Im Backdrop sind silberne Schlangen zu sehen. Phobiker sollten da wegschauen… Stimmlich sitzt das alles. 6 Punkte. 

Piotr Pręgowski – Parawany Tango

Die Bühne wandelt sich in eine Karibikinsel mit Möwen und Palmen im Backdrop. Mehrere Tänzer in Hawaiihemden sind auf der Bühne. Das passt ja irgendwie noch zum Song. Aber was soll das Outfit von Piotr? Er trägt eine Krone, eine roten Umhang und eine Goldhose. Das wirkt sehr peinlich… Ich bin optisch so abgelenkt, dass ich fast gar nichts vom Lied mitbekomme. Das ist ein sommerlicher Song, der nicht sehr nach Polen klingt, auch wenn er auf Polnisch gesungen wurde. Das ist wieder Humor, der mich nicht erreicht. 2 Punkte. 

Karolina Szczurowska – Nie bój się

Karolina steht in einem weißen Kleid auf einem weißen Podest und ist umgeben von weißen durchscheinenden Vorhängen. Sie hat eine leichte, fließende Balle mitgebracht. Als sich der Song steigert, kommen goldene Lichter und Tänzer hinzu. Das wirkt auf mich sehr stimmig inszeniert. Sie hat eine sehr gute Stimme und lässt das alle auch hören. 7 Punkte. 

Stasiek Kukulski – This too shall pass

Stasiek singt zu Anfang zusammengekauert auf einem Barhocker. Im Laufe des Songs steht er dann auf und bewegt sich mit dem Anziehen der Melodie stärker. Zu Anfang schien das Lied wie eine recht langweilige Ballade, dann wandelt es sich aber mehrmals und ist am Ende doch spannender als es zu Beginn gedacht. Mich überzeugt hier aber Stasieks Stimme nicht richtig. 6 Punkte. 

Basia Giewont – Zimna woda

Ethnoklänge mit Elektrobeatuntermalung. Das geht immer! Basia trägt ein weißes Kleid und Blätterhaarschmuck. Umtanzt wird sie von Ausdruckstänzern mit Häkelsturmhauben (was auch immer das bedeuten soll). Das Lied gefällt mir sehr gut, das ist eine gelungene Mischung aus Ethno und modernen Elementen. Es wirkt überhaupt nicht angestaubt oder wie schon zu oft gehört. Die Inszenierung macht mich nur nicht so richtig glücklich. Hätte man da nicht das Wasser-Thema aufgreifen können? 9 Punkte. 

Alicja – Pray

Alicja scheint erst allein auf der Bühne zu sein, aber dann wird deutlich, dass auch sie Tänzer dabei hat. Sie hat natürlich eine tolle Stimme. Aber der Beitrag ist mehr als öde. Ich mag solche Lieder absolut nicht, die einzige dazu dienen, einer Sängerin zu ermöglichen, damit anzugeben, was sie für eine tolle Stimme hat, dabei aber ganz vergessen, dass ein Lied auch eine Melodie haben muss. Ja, das kommt bestimmt bei Jurys gut an, von mir aber nur 4 Punkte. 

Jeremi Sikorski – Cienie przeszłości

Auch Jeremi arbeitet mit Tänzer*innen zusammen. Er liegt erst auf einem Podest, die Tänzer*innen am Boden. Dann beginnen sie ihn zu umtanzen. Das Lied ist sehr elektronisch um im Midtempo-Bereich angesiedelt, aber nicht sonderlich melodisch. Und dann wieder nicht dunkel genug, um auf diesen Weg Eindruck zu hinterlassen. Auch nur 4 Punkte. 

Ola Antoniak – Don’t you try

Ein Bond-Song zum Abschluss. Ola hat eine interessante Stimmfarbe. Auch sie gibt mir ihrer Stimme etwas an, aber hier überzeugt mich der Song mehr. Der hat einen schönen Rhythmus. Leider ist sie etwas allein und verlassen auf der Bühne, hier wären Backgroundsängerinnen gut gewesen, mit denen sie hätte interagieren können. 6 Punkte. 

Und damit sind wir schon durch. Hatten wir das schon mal, nach einer halben Stunde alle Beiträge abgearbeitet? Und was zur Hölle wollen sie jetzt noch 30 Minuten lang zeigen?

Erst einmal kommt ein Schnelli. Am besten haben mir Basia und Karolina gefallen.

Es war wirklich alles gut inszeniert heute, das muss man schon sagen. Oder ist meine Messlatte durch San Marino gerade sehr tief?

Der Moderator wirkt ja auch sehr begeistert… Nicht. Wirkt als würde er die Nachrichten vorlesen.

Jetzt tritt Viki Gabor noch einmal auf und singt „Superhero“. Was haben Intervall-Acts für einen Sinn, wenn danach nichts mehr wichtiges wie eine Ergebnisbekanntgabe mehr kommt?

Okay, es kommt gar nichts mehr. Direkt nach Viki läuft der Abspann. Damit ist der polnische Vorentscheid und damit dieser Live-Blog nach 40 Minuten schon wieder vorbei.

Morgen um 10 Uhr geht es dann hier weiter.


Guten Morgen! Ooh, ich glaube das Ergebnis ist eine Minute vor 10 Uhr schon bekannt gegeben wurden, als ich noch am vorbereiten war: Alicja mit „Pray“ hat ein riesiges Ticket in der Hand und fährt damit nach Wien.

Alicja wird jetzt noch interviewt. Während des Interviews werden dann auch noch die Voting-Zahlen bekanntgegeben:

  • Anastazja: 4,02%
  • Piotr Pręgowski: 11,47%
  • Karolina Szczurowska: 6,36%
  • Stasiek Kukulski: 9,62%
  • Basia Giewont: 14,55%
  • Alicja: 32,01%
  • Jeremi Sikorski: 3,58%
  • Ola Antoniak: 18,39%

Das Ergebnis ist also sehr eindeutig ausgefallen.

Und damit ist der „unheimlich lange“ zweite Teil des Live-Blogs auch schon vorbei.



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