
Kurzzeitig sah es so aus, als würde ehemalige Benidorm-Fest-Teilnehmer Jorge González (Aufmacherbild) beim Euroclub in Wien auftreten. Nun ist klar: Dazu wird es nicht kommen. Der spanische Künstler hat selbst bestätigt, dass er eine Einladung erhalten hatte, diese aber abgelehnt hat. Zuvor war sein Name im Line-up des Euroclubs aufgetaucht (wir berichteten), der entsprechende Post ist inzwischen allerdings wieder verschwunden. In sozialen Netzwerken wurde die Teilnahme bereits als bestätigt verbreitet. Dies hat der Teilnehmer des Benidorm Fest 2024 nun selbst richtiggestellt.
Auf X schreibt Jorge González: „Ich möchte klarstellen, dass eine Information, die vermutlich irrtümlich verbreitet wurde, nicht korrekt ist.“ Zwar habe er tatsächlich eine Einladung der Organisation (des ORF als Veranstalter des EuroClubs, Anm. d. Red.) erhalten, sich in diesem Jahr am Rahmenprogramm zu beteiligen, diese jedoch nicht angenommen. Als Begründung nennt er „offensichtliche Gründe, die wir alle kennen“ – und führt weiter aus: „Wenn mein Land nicht (am ESC, Anm. d. Red.) teilnimmt, ist meine Position klar: Ich stehe an der Seite Spaniens und werde dementsprechend ebenfalls nicht daran teilnehmen.“
Die Formulierung bleibt bewusst vage, lässt sich aber im aktuellen Kontext einordnen. Spanien hat sich bekanntlich entschieden, nicht am Eurovision Song Contest 2026 teilzunehmen und die Shows auch nicht im nationalen Fernsehen zu übertragen. Hintergrund ist die Diskussion um die Teilnahme Israels aufgrund des Agierens des Landes im Gaza-Streifen. Der spanische Sender RTVE hat sich dabei ganz deutlich positioniert. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass auch Künstler*innen ihre Position öffentlich machen – und eben Einladungen entsprechend bewerten.
Me gustaría aclarar una información que, probablemente por error, se ha difundido hace un rato
Es cierto que recibí una invitación por parte de la organización para participar este año
Sin embargo, por razones evidentes que todos conocemos, he decidido rechazarla. https://t.co/EcFlOPHMog
— Jorge González (@_JorgeGonzalez_) May 3, 2026
Offen bleibt, wie es überhaupt zu der ursprünglichen Ankündigung kam. Dass ein Act im offiziellen Euroclub-Line-up auftaucht und kurz darauf wieder verschwindet, ist zumindest ungewöhnlich. Möglich ist ein klassisches Missverständnis – etwa eine Einladung, die als Zusage interpretiert wurde. Ebenso denkbar ist aber auch, dass sich die Situation erst im Nachhinein verändert hat. In Spanien wird die ESC-Debatte nach wie vor emotional geführt – was sich auch auf individuelle Entscheidungen auswirken kann.
Klar ist: Jorge González hatte in der Vergangenheit durchaus an internationalen Fan-Events teilgenommen, etwa beim MELFEST WKND 2024 in Stockholm. Umso auffälliger ist es, dass er in diesem Fall auf einen Auftritt in Wien verzichtet.
Für den Euroclub bedeutet die Absage, dass ein angekündigter Act wegfällt. Gleichzeitig zeigt der Fall, wie stark die politische Dimension den ESC 2026 in diesem Jahr prägt – nicht nur auf Ebene der teilnehmenden Länder, sondern auch im Rahmenprogramm rund um den Wettbewerb.
Wie bewertet Ihr die Entscheidung von Jorge González? Haltet Ihr seine Begründung für nachvollziehbar – oder hättet Ihr Euch einen Auftritt im Euroclub gewünscht? Lasst uns Eure Meinung in den Kommentaren da!
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Oh man.. ich dachte gerade bei der Überschrift ernsthaft, dass es sich dabei um Jorge von „Let’s Dance“ handelt. 😮
Oder unseren ESCK-Jose. 🙃
Choche könnte stattdessen eine Salsakurs anbieten!🤓
Ich auch 🤣 🤣 🤣 . Mein gedanke: jösses gott, jetzt singt der auch noch.
(anhören auf eigene Gefahr) 😱😱😱
Ich weiß zwar nicht wer er ist, aber ich finde man muss sich nicht gezwungen fühlen, an einer solchen Veranstaltung nicht teilzunehmen, nur weil das eigene Land sich wegen der Teilnahme Israels ins Höschen macht.
Wann hat man denn sonst mal die Chance in einem anderen Land vor so vielen Leuten zu performen? Aber muss ja jeder selbst wissen.
Die Diva Melody hätte sich den großen Auftritt nicht entgehen lassen! 💃
Er könnte ja jetzt vortänzer der #queerforpalestine werden.
Na das ist ihm aber früh aufgefallen dass Israel dabei ist. 🙄
Spaniens Künstler können doch nicht ernsthaft erwarten, daß sie eine internationale Bühne beim Euroclub bekommen, weil ihr Land auf die Teilnahme am ESC dieses Jahr verzichtet!