
Nach kleinen Unsicherheiten bezüglich der Rückkehr Luxemburgs zum Eurovision Song Contest nach dem Semifinal-Aus in diesem Jahr steht jetzt fest: das Großherzogtum ist auch 2027 beim ESC dabei. Der Luxembourg Song Contest 2027 findet am 30. Januar 2027 erneut in der Rockhal in Belval statt. Künstler*innen und Songwriter*innen können sich ab sofort für die Show bewerben.
Damit kehrt Luxemburg trotz Ausscheiden im Halbfinale beim ESC 2026 im kommenden Jahr auf die ESC-Bühne zurück. Der Nachfolge-Act von Eva Marija wird dabei wieder über den Luxembourg Song Contest (LSC) ausgewählt. Seit der Rückkehr des Landes zum Eurovision Song Contest im Jahr 2024 dient der Luxembourg Song Contest als nationaler Vorentscheid zur Auswahl des luxemburgischen Beitrags. Die Vorauswähl für den Vorentscheid läuft im nächsten Jahr jedoch etwas anders ab als bisher.
Seit gestern können sich Sänger*innen, Solokünstler*innen und Bands, die Luxemburg beim LSC beziehungsweise ESC vertreten möchten, zunächst ohne fertigen Song unter https://eurovision.rtl.lu/registration für Auditions bewerben. Bewerbungsschluss ist der 20. September 2026. Die Auditions finden Mitte Oktober vor einer internationalen Jury aus Eurovision-Expert*innen statt, die die Teilnehmer*innen für den Luxembourg Song Contest vorauswählt.
Die Bewerber müssen bis zum 15. Januar 2027 mindestens 18 Jahre alt sein und eine enge Verbindung zu Luxemburg nachweisen. Diese gilt als erfüllt, wenn sie die luxemburgische Staatsangehörigkeit besitzen, seit mindestens drei aufeinanderfolgenden Jahren im Großherzogtum leben oder sich nachweislich in der luxemburgischen Musikszene engagieren, etwa durch regelmäßige Auftritte bei Festivals oder Veranstaltungen. Außerdem müssen sie zwischen November 2026 und Mai 2027 für die Vorbereitungen und Promotion rund um den LSC und den ESC verfügbar sein. Die Kandidaten müssen live singen können und sich auf einer großen Bühne wohlfühlen. Wie beim Eurovision Song Contest dürfen sich maximal sechs Personen gleichzeitig auf der Bühne befinden.
Für Songs gibt es ein separates Bewerbungsverfahren. Komponist*innen und Songwriter*innen aus Luxemburg und dem Ausland können ebenfalls seit gestern und bis zum 29. Oktober 2026 ihre Titel einreichen. Eine Jury aus Musik- und Eurovision-Expert*innen wählt anschließend Titel mit besonderem Eurovision-Potenzial aus.
Die Beiträge dürfen höchstens drei Minuten lang sein und vor dem 1. September 2026 weder veröffentlicht noch öffentlich aufgeführt worden sein. Songs können in jeder Sprache eingereicht werden, wobei Beiträge auf Luxemburgisch ausdrücklich erwünscht sind.
Ende Oktober beziehungsweise Anfang November 2026 treffen die ausgewählten Acts und Songs bei einem sogenannten „Pairing Workshop“ schließlich aufeinander. Dabei werden die Interpret*innen von Coaches, Musiker*innern und Eurovision-Expert*innen begleitet, um den Song auszuwählen, der ihre künstlerische Identität am besten widerspiegelt und die größten Erfolgschancen beim Eurovision Song Contest bietet. Dabei kann es sich sowohl um einen eigenen Titel als auch um einen von externen Songwriter*innen eingereichten Beitrag handeln.
Nach Abschluss dieses Prozesses werden die Finalisten des Luxembourg Song Contest feststehen. Die Show findet am 30. Januar 2027 erneut in der Rockhal in Belval statt. Dort wird entschieden, wer Luxemburg beim Eurovision Song Contest 2027 vertreten darf.
Im Jahr 2026 hatten acht Acts am Vorentscheid teilgenommen. Gewonnen hatte Eva Marija mit „Mother Nature“, womit sie Luxemburg beim Eurovision Song Contest in Wien vertrat, dort allerdings nur Platz 12 im Halbfinale erreichte.
Das Großherzogtum war erst 2024 nach einer langen Pause zum Eurovision Song Contest zurückgekehrt. Zuvor hatte Luxemburg zuletzt 1993 teilgenommen und sich danach über drei Jahrzehnte aus dem Wettbewerb zurückgezogen. Die Rückkehr sorgte europaweit für viel Aufmerksamkeit – nicht zuletzt, weil Luxemburg historisch zu den erfolgreichsten ESC-Ländern überhaupt gehört: Fünfmal gewann das Land den Wettbewerb, darunter mit legendären Siegerinnen wie France Gall, Vicky Leandros oder Anne-Marie David. 2024 erreichte TALI mit „Fighter“ das Finale und erreichte dort Platz 13. Letztes Jahr zog Laura Thorn mit „La poupée monte le son“ ebenfalls ins Finale ein; dort belegte sie den 22. Platz.
Im Auftrag der luxemburgischen Regierung übernimmt RTL Lëtzebuerg die Organisation und Koordination aller Eurovision-Aktivitäten des Landes. Dazu zählen sowohl der Luxembourg Song Contest als auch Luxemburgs Teilnahme am Eurovision Song Contest. Die Regierung steht trotz der schlechten Platzierung in diesem Jahr weiterhin hinter einer ESC-Beteiligung, wie Premierminister Luc Frieden in der Abgeordnetenkammer erklärte. Der ESC sei eine wichtige Möglichkeit, Luxemburg international sichtbar zu machen und gleichzeitig die heimische Musikszene auf europäischer Bühne zu präsentieren. Deshalb wolle die Regierung die Teilnahme in Bulgarien auch im kommenden Jahr erneut unterstützen.
Freust Du Dich auf die kommende Ausgabe des Luxembourg Song Contest? Was sagst Du zum getrennten Auswahlverfahren von Acts und Songs? Lass gerne einen Kommentar da.
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Luzac zum Dritten? Und bitte keine Songs, die frei von Plagiatsvorwürfen sind!
Wenn der junge Mann inzwischen live singen kann, dann gerne !
Der zweite Satz sollte heißen: Und bitte keine Songs, bei denen es nach dem Vorentscheid Plagiatsvorwürfe gibt. Das Drama um „Mother Nature“ darf sich nicht wiederholen!
Da waren noch leider noch 2 andere Lieder beim VE dabei, die mich an andere Songs erinnert haben. Also da sollten die wirklich aufpassen.
Eigenartigerweise fehlen auf diesem Blog noch Artikel zu den Ländern, die bereits ihre Teilnahme am ESC 2027 verkündet haben und einen nationalen Vorentscheid veranstalten:
Norwegen
https://esctoday.com/205780/norway-nrk-confirms-participation-at-eurovision-2027/
Finnland
https://eurovoix.com/2026/05/12/uuden-musiikin-kilpailu-2027-on-february-20/
San Marino:
https://eurovoix.com/2026/05/13/san-marino-eurovision-2027-starts-today/
Auch Zypern tritt beim ESC nächstes Jahr an:
https://eurovisionfun.com/en/2026/06/cyprus-confirms-participation-in-eurovision-2027/
Der Schöne Rick könnte dazu einen tollen Sammelartikel machen.
Die schöne Berenice würde das bestimmt auch ganz gut hinbekommen.
Der Blog Otter auch.
Schaut, man kann das auch formulieren ohne anzüglich zu sein wie Ihr zwei!
😆😄☺️
Das ist nicht anzüglich, sondern sexistisch. Und ich hab das ja nicht ernst gemeint, sondern als in Humor verpackte Kritik an Mattys Aussage.
Meine Jungs sind ganz bei dir.
Ich weiß, allerdings hat sie gerade mit dem Lesergame ausreichend zu tun.
Wenn ESC kompakt mal beim schönen Philipp Hansa nachfragen würde, ob er Lust hätte in dieser Sache einen Gastkommentar zu schreiben, dann würde der das bestimmt auch machen. 😀
Und wann tut sich mal was in Deutschland?
Da fürchte ich werden wir vor September auf keinen Fall was hören.
Die Vertragsverhandlungen zwischen dem SWR mit Helene Fischer feat. Il Volo für eine Direktnominierung zum ESC 2027 in Bulgarien laufen hinter verschlossenen Türen bereits bestimmt auf Hochtouren. 😀
Genauso wie 2026,2025,2024….
Irgendwann klappt’s mal. 😀
Es ist mittlerweile fast ein Wettrennen aus welches Land die erste Termine für 2027 kommen. Irgendwann in Dezember Albanien, Montenegro, Kosovo. Ende Januar also Luxemburg. Bin eher gespannt ob es noch einen Super-Samstag geben wird mit 5 Vorentscheide gleichzeitig.
Sie sollten noch folgende Bedingungen hinzufügen:
„Der Bewerber tritt ohne klischeehafte Instrumentierung auf. Keine Streicher, keine Tröten, keine Leier.“
„Die Jury ist angehalten, Verschnitte von Eurovisionsbeiträgen zu ignorieren.“
Hier die Gründe, weshalb Andorra und Bosnien-Herzegowina dem ESC 2027 fernbleiben werden:
https://en.euromix.co.il/2026/07/11/two-long-absent-nations-rule-out-a-eurovision-2027-return/
Sehr schade!
Ich hoffe das sich der Sänger von Sweeth Tooth wieder bewirbt. Ich fand das Lied deutlich geeigneter als Mother Nature.
Freue mich sehr! Bin schon sehr gespannt
Ich bin gespannt auf dem LSC.
Die Schauspielerin Désirée Nosbusch, die 1984 den ESC moderierte, ist heute Abend zu Gast in der NDR Talkshow. Die Sendung beginnt um 22 Uhr.