
Das war gestern ein ereignisreicher Tag in der Welt des Eurovision Song Contest: Nach Nordmazedoniens finaler Zusage zur Teilnahme 2027 bestätigte am Montag auch Montenegro seine Teilnahme in Burgas. Doch das war’s wohl noch lange nicht. Nun wurde auch bekannt, dass eines der erfolgreichsten ESC-Länder der letzten Jahre ebenfalls sicher kommendes Jahr dabei sein wird. Und: News aus Spanien kündigen sich an!
Starten wir mit dem, was sicher ist. Nachdem bereits der montenegrinische Sender RTCG gesterm seine Teilnahme für Burgas final bestätigt hat, gibt es eine weitere Zusage. Die Ukraine galt zwar bereits als relativ sicherer Kandidat für den ESC 2027, jedoch schwieg der Sender Suspilne bislang und konzentrierte sich in den letzten Wochen auf die anstehende Junior-ESC-Teilnahme. Jetzt aber die Gewissheit: Die Ukraine ist in Bulgarien dabei, wodurch nun 25 Länder ihre Teilnahme für kommendes Jahr offiziell bestätigt haben.
Neben der grundsätzlichen Zusage wurde heute bekannt gegeben, dass der Vorentscheid Vidbir auch 2027 wieder veranstaltet wird. Genaue Termine hierfür stehen bislang noch nicht fest. Der Verwaltungsratsvorsitzende des Senders Suspile, Mykola Chernotytskyi, hat jedoch bereits angedeutet, dass es Änderungen am Vorentscheidsformat geben wird. Auch die Wichtigkeit der ESC-Teilnahme hebt er hervor:
„(…) Für die Ukraine geht es bei der Teilnahme am Wettbewerb vor allem um die Wahrung der eigenen Handlungsfähigkeit und kulturellen Souveränität sowie um die Chance, den ukrainischen Kontext bis zuletzt im Fokus der weltweiten Aufmerksamkeit zu halten. Gleichzeitig wird das Format des nationalen Vorentscheids unter Berücksichtigung von Sicherheitsrisiken und möglichen Herausforderungen der Winterzeit angepasst und weiterentwickelt.“
Sehr bald könnte es zudem finale Teilnahme-News vom ersten der fünf diesjährigen Aussetzer-Länder geben. In Spanien soll bereits diesen Mittwoch eine endgültige ESC-Entscheidung getroffen werden. Der Verwaltungsrat des zuständigen spanischen Fernsehens RTVE soll sich demnach am Mittwochmorgen zu einem Meeting treffen. Auf der Tagesordnung stehe dann offenbar auch die Diskussion über die ESC-Teilnahme in Burgas.
Die Info über das RTVE-Meeting am Mittwoch kommt vom katalanischen Radiosender RAC1. Dieser soll erfahren haben, dass der Verwaltungsrat diese Woche die finale Entscheidung zum ESC 2027 treffen möchte (siehe unten). Spanien nahm zuletzt 2025 teil, zog den Vorentscheid Benidorm Fest aber auch dieses Jahr durch – nur eben ohne dass der Siegeract zum ESC durfte. Auch für 2027 wurde das Festival in Benidorm bereits bestätigt.
Was denkst du? Ist Spanien nach einem Jahr ESC-Pause in Burgas wieder dabei und freust du dich auf den ukrainischen Vorentscheid 2027? Lass uns deine Meinung gerne da.
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Die Nederlandse Publieke Omroep hat von der EBU mehr Zeit erhalten in Bezug auf eine Rückkehr zum ESC:
https://eurovoix.com/2026/09/14/netherlands-npo-given-extension-to-decide-eurovision-2027-participation/
Ende des Monats soll dann auch die finale Entscheidung feststehen.
Ich bin mal gespannt, welche Änderungen am ukrainischen Vorentscheid Vidbir von Suspilne vorgenommen werden. Spanien wird sich wieder für ein Fernbleiben vom ESC entscheiden.
Es gibt sogar noch News aus der Niederlande:
Laut Algemeen Dagblad wurde der NPO eine Verlängerung gewährt, um über ihre Teilnahme am ESC 2027 zu entscheiden.
Bis Ende des Monats soll es mehr Informationen geben.
https://www.ad.nl/show/npo-vraagt-om-uitstel-deelname-eurovisie-songfestival~ae59ec7b/
Ich weiß gar nicht, warum den Käsköppen eine Extrawurst gebraten wird. Warum sie nicht die gleiche Deadline kriegen, wie alle anderen Länder auch. Entweder sie wollen oder sie wollen nicht. Das ist doch nicht so schwer. An den Fakten ändert sich doch jetzt nix mehr.
Das sind auch heute wieder gute Nachrichten. Zunächst mal Slava Otterland 🇺🇦! Bei 🇪🇸 hab ich eine gewisse Zuversicht, weil anscheinend schon früh eine Entscheidung getroffen wird. Im jeden Fall sollte das das Drama zumindest außerhalb der Kommentarspalte minimieren.
Das leider EU-feindliche 🇮🇸 liebt den ESC, sollte wieder dabei sein. Slowenien 🇸🇮 keine Ahnung. Die 🇳🇱 Sender sind laut Kommentaren anscheinend alle pleite. Aber vielleicht kann das wohl verarmte Land wie Moldova oder Rumänien irgendwo noch ein paar Euro zusammenkratzen, wäre schön.
EU-feindlich ist doch arg übertrieben.
Leider wurde das Nein beim Referendum von AgD und Konsorten überschwänglich gefeiert…
Wer was feiert hat doch nichts mit den Isländer zu tun? Oder sollen die ihre Stimme davon abhängig machen, was politische Kräfte in Europa daraus machen?
Ich hätte vmtl auch mit Ja gestimmt, aber aus Sicht eines Isländers gibt es mMn durchaus legitime (wirtschaftliche) Gründe das nicht zu wollen.
Stimmt. Zumal nicht in die EU zu wollen und trotzdem jahrzehntelang beim ESC dabei zu sein, schließt sich ja nicht aus. Siehe Schweiz und Norwegen.
https://www-visir-is.translate.goog/g/20262931640d/engin-akvordun-tekin-um-eurovision-thatttoku?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp
Also nach diesem Artikel von letzter Woche sieht es eher schlecht aus, was Island angeht. Wobei sie bei RUV scheinbar auch die Timeline nicht richtig verstanden haben…
Montenegro und Mazedonien sind zurück – toll!! 🙂 Aber was ist mit Serbien und Kroatien? Warum schweigen die so lange? Ansonsten sind die doch auch recht früh dann mit ihren Ausschreibungen…
Also zumindest Kroatien ist immer sehr spät dran, das ist ganz normal.
Nun für die EBU war das fernbleiben Spaniens und der niederlande eine klare katastrofe. auch der esc in wien war weniger euphorisch, beide gruppen machen halt viel für die stimmung. Darum werden sie alles tun um sie zurück zu hohlen. Zugegeben ich habe es genossen am ESC 2026 nicht den spanischen beitrag von der spanischen fanbase aufgezwungen zu bekommen. Den die meissten spanischen beiträge sind mehr heisse luft als die spanier zugeben wollen
Dieses Jahr hatten sie eigentlich auch Glück, denn der Siegertitel bei Benidorm war ja wirklich total belanglos und hätte UK wahrscheinlich den letzten Platz erspart.
Da das der gleiche, politisch eindeutig ausgerichtete RTVE-Verwaltungsrat ist wie im letzten Jahr, würde es mich sehr wundern, wenn da auf einmal eine andere Entscheidung bei rauskommt.
Nirgendwo in Europa sind Anti-Semitismus und Anti-Israel-Einstellungen aktuell so extrem ausgeprägt und gesellschaftlich verbreitet wie in Irland. Das gilt auch für die Gremien beim Sender RTE. Daher dürfte eine Rückkehr Irlands zum ESC leider höchst unwahrscheinlich sein.
In Spanien ist es auch krass. Auf Teneriffa waren nicht wenige Palästina-Flaggen zu sehen.
Aber ich hoffe sehr, daß dieses Thema diesmal im Vorfeld nicht mehr so hochgekocht wird, es nervt nämlich. Vielleicht ändert sich da auch die Meinung, falls Netanajhu tatsächlich abgewählt werden sollte….
Wer wackelt jetzt in diesem Fall noch, eventuell Belgien und Portugal ?
Bei Moldau gibt es möglicherweise ganz andere Gründe.
Frankreichs Zusage für Burgas steht ja auch noch aus, damit ist aber wohl zu rechnen.
Albanien und Zypern also noch nicht offiziell, obwohl es dort schon Ankündigungen gab.
Tschechien hält sich ebenfalls noch bedeckt. Aus dem Kaukasus ist auch noch nichts Neues.
OT
🇧🇪 Der flämische Sender VRT hat eine Fristverlängerung erhalten, um über seine Teilnahme an ESC 2027 zu entscheiden.
„Wir führen Gespräche mit der EBU über die Bedenken, die wir zuvor geäußert haben. Diese Gespräche laufen noch.“
In der Zwischenzeit hat der wallonische Sender RTBF auf Gerüchte reagiert, dass er übernehmen könnte, falls der VRT sich entscheidet, dieses Jahr nicht teilzunehmen. Ein Sprecher des Senders bezeichnete sie als „leere Gerüchte“.
https://www.hln.be/muziek/vrt-twijfelt-nog-over-deelname-aan-songfestival-en-krijgt-uitstel-van-ebu-de-gesprekken-lopen-nog~adcfd7af/
“Leere Gerüchte” ist keine Absage, die Wallonen halten sich die Tür offen. Wobei der ESC in Flandern beliebter ist.
Wobei auch RTBF wahrscheinlich kein Budget für eine ESC-Austragung 2027 eingeplant haben dürfte und das für dden Sender (selbst bei vorhandenem Interesse) noch abzuklären wäre.
Da verstehe ich ehrlich gesagt nicht, was eine Verlängerung bringen soll. Die Fakten liegen doch spätestens seit Ende Juni auf dem Tisch und werden sich auch nicht mehr ändern. Was gibt es denn dann noch groß zu verhandeln?
Spain come back
Würde mich schon über die Rückkehr Spaniens beim ESC freuen. Irgend jemand muss ja noch hinter Deutschland landen … hä, hä… kleiner Scherz.😆
Ne, im Ernst, ein bisschen habe ich sie dieses Jahr schon vermisst. Allerdings würde ich mir echt wünschen, dass die Fans sich ein bisschen besser zu benehmen wissen, und nicht direkt in Buh- und Pfeifkonzerte ausbrechen, wenn nur der Name Israel fällt.
Spanien wird nicht teilnehmen. Wieso sollten sie?
Weil Benidorm ohne ESC Vorentscheid quotentechnisch nicht gezogen hat.
Ich lehn mich jetzt mal aus dem Fenster und behaupte dass von den 5 Boykott-Nationen wirklich nur Slowenien zurückkehren könnte. Nachdem sich Avrotros so unbeeindruckt gezeigt hat von den Regeländerungen sehe ich nicht warum außgerechnet Spaniens TV mit seinem unveränderten politischen Kurs plötzlich zusagen sollte.
Antisemiten, Judenhasser und Unterstützer von Terrororganisationen haben beim ESC eh nix zu suchen. Das gilt für Spanier und Iren und für alle anderen auch.
Das geht eindeutig zu weit. So ein Kommentar sollte hier nicht stehen bleiben.
Hab ich auch gedacht, wird aber sicher wie üblich nicht gelöscht, das Thema eir schließlich immer wieder ganz bewusst angeheizt.
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Erst wenn mehrere Leser ein Kommentar flaggen (melden), könnte etwas geschehen.
Hab jetzt auch geflaggt, Du? Dann wären wir schon 3.
Ich flagge alles mit ‚Antisemiten‘, weil das nichts mit dem ESC zu tun hat.
Ist es nicht antisemitisch, zu sagen, dass nicht alles antisemitisch ist 😉?
TVE soll es so machen, wie sie es für sich und das Publikum für richtig halten. Aber bloß kein monatelanges Hickhack, por favor.
Ehrlich gesagt ist es mir egal, ob Spanien mitmacht oder nicht. Ich frage mich nur, ob es in der Zeit als in Spanien noch Franco herrschte, ob es da eine nennenswerte Anzahl von Ländern in dieser Zeit gab, die den ESC wegen Franco boykottiert haben.
Ab heute dürfen in der Ukraine für den nationalen ESC-Vorentscheid Vidbir die Bewerbungen eingereicht werden:
https://eurovoix.com/2026/09/15/ukraine-vidbir-2027-submission-window-opens/
Die Bewerbungszeit endet schließlich am 2. November 2026. Nach der Sichtung der Bewerbungrn wird eine Langliste mit 12 Künstlern erstellt und die Hälfte davon qualifiziert sich für die Liveshow.
Ich habe das Gefühl, die Ukraine könnte auch jemand schicken, der das ukrainische Alphabet rückwärts und vorwärts rülpst. Sie erreichen immer mindestens Top 10.
Wenn er das mit einem Rülpser hinbekommt ohne Luft zu holen, würde ich die Leistung aber auch anerkennen! 🙂
Eine Zusage Spaniens würde mich sehr wundern. Also ich rechne nicht damit.
Gut, wenn es bald Klarheit bzgl. der Teilnahme gibt.
Auch wenn diese ganze Diskussion rund um Israels Teilnahme im Vorfeld den ESC in Wien schon recht belastet hat, ist mir lieber diese fünf Länder bleiben auch in Bulgarien wieder fern. Immerhin war in Wien dann die Stimmung hinter den Kulissen und in der Arena gut. Man hat die Teilnahme Israels zumindest toleriert und so ist es doch noch ein schöner ESC geworden. Das wünsche ich mir für Burgas auch. Ich finde das nicht tragisch, wenn ein paar Länder für einige Zeit pausieren, das hat es ja immer wieder mit unterschiedlichen Ländern gegeben.
ESC 2028 in Málaga – dank Pablo Alborán oder Quique Niza !!! 😀
Ich ziehe da lieber Chichen Itza auf Yucatan vor.